Die faszinierende Geschichte einer begabten jungen Frau, die sich ihren Weg in die männliche Kunstwelt bahnt, allen Widerständen zum Trotz.
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The Artist
Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf den weltberühmten Maler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.
In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph dann allerdings eine Überraschung. Nur wenn er Tartuffe Modell sitzt, darf er über ihn schreiben.
In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel jedoch nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht ...
»Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.« The Guardian
Ein wunderbar atmosphärischer Sommerroman über Authentizität, künstlerische Selbstermächtigung und Leidenschaft und ein Leseerlebnis für die Sinne: Man kann die Pfirsiche und den Honig fast schmecken, die satten Farben sehen und die sengende Hitze der Provence spüren.
Preisgekrönt ...
- Nominiert für den British Book Award 2026
- Wochenlang auf der Sunday Times-Bestsellerliste
- Waterstones Debut Prize 2025
- Waterstones Book of the Year 2025
- Nominiert für The Women's Prize for Fiction 2025
»Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter Kraft erzählt.« Daily Mail
»Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.« HÖRZU
Als Joseph die Steinterrasse betritt, gerät sein Herz aus dem Takt. Zurückgelehnt in einem alten Korbsessel sitzt da ein Mann, eine Zigarre in der Hand. Dies also ist der Mann, für den Joseph meilenweit gereist ist. Der Meister. Éduard Tartuffe.
Tartuffe blickt hoch.
»Wer sind Sie?«
»Mein Name ist Joseph Adelaide«, sagt Joseph hastig und streckt ihm das Telegramm entgegen. »Ich bin Journalist. Sie haben mich eingeladen.« Plötzlich ist es, als wäre ein Damm gebrochen.
»Sylvette!«, brüllt der Maler und fuchtelt wild mit seiner Zigarre. »Sylvette!«
Joseph weicht einen Schritt zurück. Stolpert über seinen Rucksack. Und plötzlich steht da eine junge Frau. Sie ist am anderen Ende der Terrasse aufgetaucht und trocknet ihre Hände an einer Baumwollschürze ab. Tartuffe reicht ihr das Schreiben. »Erklär mir das!«
Sylvette betrachtet es prüfend. Ihr Gesicht wirkt mädchenhaft, doch ihre Hände sind rau und von harter Arbeit gezeichnet. Dann schaut sie auf und sagt nur: »Das hier ist dein Junger Mann mit Orange.«
Bibliografische Daten
4. Auflage
Lucy Steeds
Lucy Steeds hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.
Hella Reese
Hella Reese studierte Slavistik, Romanistik und Osteuropäische Geschichte und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Nach langjähriger Tätigkeit in einer internationalen Strategieberatung und im Verlagswesen arbeitet sie jetzt als Übersetzerin und Lektorin.
12 - 10 von 160 Leserstimme
Kunst, Paris & alles was dazu gehört
Der Schreibstil ist flüssig und verständlich. Ich konnte mir die Protagonisten und Umgebungen bildhaft vorstellen. Auch emotinal wurde ich gut abgeholt. Die Kapitel sind manchmal kurz, sehr kurz und manchmal etwas länger. Enden aber immer so spannend, das man weiter lesen muss/will. Das Cover zeigt eine traumhafte Landschaft.Ich fühlte mich von Anfang an gut an die Hand genommen und war neugierig darauf, wie sich die Konstellation von Joseph, Ettie und Tartuffe entwickeln wird. Joseph erhält meiner Meinung nach gleich mehrere großartige Chancen die er zum Glück nutzt, wenn auch etwas unbeholfen. Denn es ist das Eine sich auf fremde Pfade zu begeben und neue Orte kennenzulernen und das Andere, sich als Bewunderer mit einem Künstler auseinanderzusetzen, der wenig an dem interessiert ist, was um ihn herum geschieht und erst recht nicht an fremde Menschen. Joseph will lediglich einen Artikel über Tata (Tartuffe) verfassen, ihm evtl das ein oder andere ungelüftete Geheimnis entlocken und endet letztendlich als Model für sein nächstes Kunst-Projekt. Tata ist nur interessiert daran sein nächstes Werk fertig zu stellen und hat keine Lust auf Fragen oder Gespräche und ist generell genervt und leicht zu reitzen. Joseph will herausfinden woher der Unmut stammt und bezieht auch Ettie mit hinein. Jene zieht lieber als Schatten ihrer selbst durch die Gegend und will so unauffällig wie möglich bleiben. Also ist es auch nicht leicht, jegliche Information aus ihr heraus zu bekommen. Jedenfalls nicht auf die gewohnte Art als Journalist. Er muss ein feingefühl für beide entwickeln, um seine Antworten zu bekommen. Ettie lässt das alles auf sich wirken und sieht dabei zu, wie der Fremde versucht einen draht zu dem wohl undurchdringlichsten Menschen aufzubauen, den es gibt. Ihrem Onkel, dem Künstler Tartuffe. Sie selbst wartet nur darauf, das Joseph endlich anfängt, die richtigen Fragen zu stellen... Anfänglich glaubt man schnell zu wissen, wie sich die Charaktere und Geschichte entwickeln werden. Allerdings hält das Buch die ein oder andere Wendung bereit! Malerisch geschrieben mit fesselden Worten. Tolle Geschichte & ein tolles Buch, das ich sehr gern gelesen habe.
Eindrucksvolles Debüt über die Kraft der Kunst
Auf einem abgelegenen Bauernhof in der Provence treffen 1920 drei Menschen aufeinander. Der junge englische Kulturjournalist, Joseph, ist auf der Suche nach dem berühmten Maler Éduard Tartuffe. Er begegnet einem alten, eigensinnigen, skurrilen und menschenfeindlichen Mann, der mit seiner jungen Nichte, Ettie, zusammen wohnt. Die Autorin, Lucy Steeds, erzählt eine Geschichte von Verrat, Abhängigkeiten, Verlust und der Leidenschaft zur Kunst. Schicht für Schicht enthüllt sie die Geheimnisse um die Werke und ihre Schöpfer. Gelungen und poetisch ihre Beschreibungen der Malerei, der Landschaft und des Lichtes. Thematisiert werden auch die verheerenden Tragödien des Ersten Weltkrieges sowie seine Folgen mit all den Traumata, den zerbrochenen Persönlichkeiten. Einige Passagen sind jedoch leider etwas klischeehaft und zuweilen auch kitschig. Dennoch ein spannender Debütroman um die Kraft der Frauen in der Kunst, in dem reale Berühmtheiten der Kunstgeschichte auf fiktionale Personen treffen. Das Licht der Landschaft und deren Umsetzung in die Malerei ist immer wieder ein zentrales Thema des Romans und findet sich auf dem schön gestalteten Cover wieder.
Tiefgründig
The Artist – Die Farben des Lichts von Lucy Steeds ist ein literarischer Roman, der sich thematisch stark mit Wahrnehmung, Kunst und Identität auseinandersetzt. Im Zentrum steht eine Künstlerin, deren Blick auf die Welt sich zunehmend verändert, wodurch sich auch ihr Verständnis von Realität, Erinnerung und Selbstbild verschiebt. Der Titel „Die Farben des Lichts“ verweist dabei nicht nur auf visuelle Eindrücke, sondern fungiert als Metapher für subjektive Wahrnehmung und emotionale Zustände.Der Roman arbeitet mit einer eher introspektiven Erzählweise: Innere Monologe, fragmentarische Erinnerungen und sinnliche Beschreibungen dominieren die Struktur. Handlung im klassischen Sinne tritt teilweise in den Hintergrund, während die psychologische Entwicklung der Hauptfigur im Fokus steht. Dabei wird Kunst nicht nur als Beruf oder Ausdrucksform dargestellt, sondern als Mittel, Realität zu deuten und zu verarbeiten.Zentrale Motive sind Wahrnehmungsverzerrung, kreative Krise und die Frage, wie sehr unsere Wirklichkeit von inneren Prozessen geprägt ist. Leser, die lineare, plotgetriebene Geschichten erwarten, könnten den Zugang als anspruchsvoll empfinden; wer jedoch Interesse an literarischer Sprache, Atmosphäre und psychologischer Tiefe hat, findet hier ein dichtes, reflektierendes Werk.So mein Eindruck :)
Voller Überraschungen
Lucy Steeds hat mit ihrem Roman „The Artist Die Farben des Lichts“ ein fulminantes Debüt gegeben. Das Cover ist so farbenprächtig, man entdeckt hier schon einige Farben des Lichts. Es verdeutlicht auch sehr gut die dickschichtige Art zu malen, die für die Hauptfigur Edouard Tartuffe charakteristisch ist. Die Autorin hat neben den fiktiven Maler seine Nichte Sylvette/ kurz Ettie genannt und den Journalisten Joseph Adelaide gestellt. Jede Figur bekommt im Buch ihr eigenes Kapitel. Jede dieser Figuren bringt wiederum einige Nebenfiguren mit; der Maler seine Schwester Gabrielle, die Mutter von Ettie; Ettie den verwundeten Soldaten Amir und Joseph seine Geschwister Flora und Rupert.Der Roman beginnt mit einer Szene in London 1957, aber erst mit dem Ende des Romans, kann der Leser diese Szene richtig deuten. Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Joseph und Ettie.Joseph, der ein Jahr Kunst studiert hat, hat die Idee ein Interview mit dem berühmten Maler Tartuffe zu führen. Als er endlich eine Einladung nach Frankreich bekam, macht er sich gleich von London auf den Weg in die Provence, aber hier wird er vom Maler gar nicht erwartet. Es braucht seine Zeit bis Joseph erkennt, wer ihn wirklich eingeladen hat und warum.Mir hat der Roman sehr gut gefallen, ich würde mir die detailgetreu beschriebenen Gemälde des fiktiven Malers sehr gern anschauen. Neben der Malerei spinnt Steeds auch einen Faden zur Rolle der Frauen am Anfang des 20.Jahrhunderts und erzählt schonungslos von den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges für die Soldaten und ihre Angehörigen. Trotzdem ist der Roman nicht überladen oder düster geschrieben. Alle drei Hauptfiguren entwickeln sich in der Geschichte weiter, jeder Leser wird eine andere Figur mit der größten Entwicklung haben. Für mich ist diese Figur Ettie.Der Roman bekommt von mir eine eindeutige Leseempfehlung.
Voller Überraschungen
Lucy Steeds hat mit ihrem Roman „The Artist Die Farben des Lichts“ ein fulminantes Debüt gegeben. Das Cover ist so farbenprächtig, man entdeckt hier schon einige Farben des Lichts. Es verdeutlicht auch sehr gut die dickschichtige Art zu malen, die für die Hauptfigur Edouard Tartuffe charakteristisch ist. Die Autorin hat neben den fiktiven Maler seine Nichte Sylvette/ kurz Ettie genannt und den Journalisten Joseph Adelaide gestellt. Jede Figur bekommt im Buch ihr eigenes Kapitel. Jede dieser Figuren bringt wiederum einige Nebenfiguren mit; der Maler seine Schwester Gabrielle, die Mutter von Ettie; Ettie den verwundeten Soldaten Amir und Joseph seine Geschwister Flora und Rupert.
Der Roman beginnt mit einer Szene in London 1957, aber erst mit dem Ende des Romans, kann der Leser diese Szene richtig deuten. Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Joseph und Ettie.
Joseph, der ein Jahr Kunst studiert hat, hat die Idee ein Interview mit dem berühmten Maler Tartuffe zu führen. Als er endlich eine Einladung nach Frankreich bekam, macht er sich gleich von London auf den Weg in die Provence, aber hier wird er vom Maler gar nicht erwartet. Es braucht seine Zeit bis Joseph erkennt, wer ihn wirklich eingeladen hat und warum.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen, ich würde mir die detailgetreu beschriebenen Gemälde des fiktiven Malers sehr gern anschauen. Neben der Malerei spinnt Steeds auch einen Faden zur Rolle der Frauen am Anfang des 20.Jahrhunderts und erzählt schonungslos von den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges für die Soldaten und ihre Angehörigen. Trotzdem ist der Roman nicht überladen oder düster geschrieben. Alle drei Hauptfiguren entwickeln sich in der Geschichte weiter, jeder Leser wird eine andere Figur mit der größten Entwicklung haben. Für mich ist diese Figur Ettie.
Der Roman bekommt von mir eine eindeutige Leseempfehlung.
Eine kunstvoll sinnliches und berührendes Erlebnis
Das Cover von Lucy Steeds` “The Artist” ist wunderschön! Ich liebe die Gestaltung, die aus dem impressionistisch anmutenden Lavendelfeld, der Farbschicht mit den Pinselspuren und dem Text besteht. Für meinen Geschmack harmoniert sie wunderbar miteinander und passt auch ausgesprochen gut zur Geschichte. Zudem wirkt die Farbgestaltung real zum Glück überhaupt nicht so grell wie am Bildschirm.Erzählt wird die Geschichte von dem jungen Journalisten Joseph, der die Möglichkeit erhält den zurückgezogen lebenden und abweisenden Künstler Edouard Tartuffe zu interviewen. Als er bei ihm eintrifft, ist der jedoch wenig begeistert und alles entwickelt sich anders als gedacht, doch Joseph bleibt und lernt auch Ettie, die Nichte des Künstlers kennen, die noch weit mehr Geheimnisse birgt und bewahrt als das eigentliche Objekt seiner Recherche. Immer tiefer taucht er in dieses ganz andere Leben ein und legt Schicht um Schicht aus Geheimnissen und Verständnis frei…„The Artist“ ist Lucy Steeds` Debüt und das ist wirklich fulminant und absolut einnehmend – mich hat es jedenfalls rundum begeistert! Schon der Einstieg ins Buch aus dem Jahr 1957 hat mich so neugierig gemacht und gefangen genommen, dass ich das Buch danach gar nicht mehr gerne aus der Hand legen wollte. Die Autorin erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und so können wir LeserInnen sowohl Joseph, als auch Ettie wunderbar nah kommen, mit ihnen fühlen und ihre Beweggründe verstehen. Dabei gelingt es der Autorin meisterhaft im Laufe der Geschichte eine unterschwellige aber zunehmende Spannung aufzubauen, die mich wirklich durch die Seiten gezogen hat, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht und was geschieht. Doch im Grunde ist es eine leise und feine Geschichte. Wer „Action“ sucht ist hier an der falschen Adresse, doch wer den gleißend heißen Sommer auf der Terrasse und im Atelier eines begnadeten Künstlers in Frankreich verbringen möchte, der ist hier an genau richtig. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich schon einmal ein Buch gelesen hätte, das eine Geschichte so sinnlich und so intensiv erzählt hätte, wie es in „The Artist“ der Fall ist. Die Beschreibungen der entstehenden Bilder sind so gut, dass ich das Gefühl hatte, die Farbschichten sehen, das Terpentin riechen und den Pinsel über die Leinwand kratzen hören zu können. Genau so verhielt es sich mit der flirrenden Hitze über den Feldern Frankreichs und den Lebensmitteln, die Lucy Steeds in Haptik, Geruch und Geschmack lebendig werden lässt – unglaublich toll! Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto besser dürfen wir die beiden Hauptcharaktere kennen lernen und erfahren in Rückblicken auch immer mehr aus ihrem Leben, was ihre Verhaltensweisen und Gefühle so nachvollziehbar macht, dass ich ganz eintauchen konnte. Die beiden sind sehr unterschiedlich, aber individuell und stimmig gezeichnet und ich habe sie beide schnell ins Herz geschlossen. Der Künstler Edouard Tartuffe ist unglaublich präsent und er beherrscht die Geschichte in weiten Teilen, was wunderbar zu seiner Charakterdarstellung und der Atmosphäre der Geschichte passt. Es gibt so viele Besonderheiten und wundervolle Momente in der Geschichte, dass ich am liebsten von ihnen allen erzählen möchte, aber ich will natürlich nicht zu viel vorweg nehmen, sondern lieber dazu ermutigen, diese Geschichte selber zu entdecken – es lohnt sich absolut!Denn „The Artist“ ist eine wundervolle und außergewöhnliche Geschichte, die mich sehr beeindruckt und tief berührt hat. Künstlerisches Genie, Grausamkeit, Liebe, Natur, menschliche Stärken und Schwächen, Freiheit und Sehnsucht bilden hier eine Symbiose, die den Weg mehrere Leben nachzeichnen und uns LeserInnen mitnehmen, in einen ganz eigenen Kosmos. Ich bin wirklich Fan und empfehle das Buch von Herzen gerne weiter!
Nichts ist wie es scheint
Das Cover, der Titel, Die Farben des Lichts- das alles sieht vielversprechend aus, zieht den Blick des interessierten Lesers an. Es geht um Kunst, Künstler- es geht um die Geschichte der Menschen : Jospeph , der kunstbegeisterte Journalist, Tartuffe, der cholerische, sensible, geniale, aber auch gebrochene, Maler und um Ettie, seine Nichte, auf der Suche nach ihren Wurzeln, der Herkunft ihres künstlerischen Talents.Blldhaft und detailreich werden die einzelnen Kapitel jeweils aus Sicht der Protagonisten erzählt. Wir erfahren, warum sich Joseph für Kunst und insbesondere für Tartuffe interessiert und begleiten ihn auf dem Weg von England nach Frankriech, um sein Interview zu bekommen, und geraten mit ihm in das abgeschiedene Leben um Tartuffe, seine Kunst , seine inneren Dämonen- eine starke Geschichte, in die der Leser eintaucht. Spannende Wendungen und Entwicklngen der Charaktere machen süchtig, und es fällt schwer, das Buch aus den Händen zu legen. Anfang und Ende bilden den Rahmen, wie passend zur Kunst, um diese ausssergewöhnlich schöne Geschichte.
Der Meister des Lichts
In Lucy Steeds Roman “The Artist“ reist der Journalist Joseph Adelaide im Jahr 1920 in die Provence, um den berühmten Maler Edouard Tartuffe zu treffen. Er will einen Artikel für die Zeitung “The Inkling“ schreiben. Doch der Maler weiß nichts von einer Einladung und beantwortet keine Fragen. Dafür darf Joseph eine Weile bleiben, um für das Gemälde “Junger Mann mit Orange“ Modell zu sitzen. Joseph schaut sich die Gemälde des Meisters an und beobachtet ihn bei der Arbeit. So sammelt er Material für mehrere Artikel. Allmählich kommen sich die beiden näher, und Joseph darf den Maler Tata nennen. Im Haus lebt auch Ettie, die junge Nichte des Malers, die alle anfallenden Arbeiten erledigt und den Meister schon seit ihrer Kindheit versorgt. Joseph erfährt ihre tragische Geschichte. Ettie und Joseph verlieben sich in einander, aber davon darf der Onkel nichts wissen. Dies ist nicht das einzige Geheimnis, das Ettie verbirgt.Steeds bringt dem Leser in einer sehr poetischen Sprache die Welt der Malerei näher, vor allem die Rolle von Licht und Farben, und sie macht das so gut, dass ich kaum glauben konnte, dass dies ihr Debütroman ist. Sie kann sich in den Künstler hineinversetzen und macht deutlich, unter welchem Druck er steht, welchen Preis er für seinen Ruhm zahlt. Dabei kommen auch einige kuriose Details ans Licht. Für Tartuffe spielt grundsätzlich beim Essen nicht der Geschmack die wichtigste Rolle, sondern die äußere Gestalt. Für seine Gemälde wählt er zum Beispiel nicht perfekte Früchte aus, sondern solche, die bereits ihre Form verlieren, weil sie verfaulen. Jede Mahlzeit auf den Tellern der drei kann eine Inspiration für ein neues Bild werden, und Tata nimmt ihnen öfter die halbvollen Teller weg, um ein Kunstwerk zu schaffen. Mich hat das Buch begeistert, und ich habe mich keinen Augenblick gelangweilt. Daher spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus.
Eine meisterhaft arrangierte Reise in die Welt der Kunst
Dieses Buch ist ein Schatz, der den Leser in die wunderbare Landschaft Südfrankreichs in das Jahr 1920 führt. Der Kunst-Journalist Joseph begibt sich in einen kleinen, verschlafenen Ort in der Provence, um ein Interview mit dem zurückgezogen lebenden Künstler Tartuffe zu führen. Der abweisende Maler lässt Joseph widerstrebend bei sich wohnen, allerdings nur, weil dieser ihm Modell für sein nächstes Bild sitzen soll. Joseph ist überwältigt, dem mysteriösen Meister, der sich vor vielen Jahren aus der Kunstwelt zurückgezogen hat, näher zu kommen. Doch Tartuffe ist unberechenbar. Mal herrisch, mal in sich gekehrt, mal überraschend zugänglich und dann wieder egozentrisch, gelangweilt und verschlossen wie eine Auster. Der Maler teilt sich das Haus mit seiner Nichte Ettie. Die junge Frau ist ebenso verschlossen, beinahe abweisend und doch sehr sensibel. Wie ein Geist bewegt sie sich durch das Haus, beschafft Pinsel, arrangiert die Motive, bestellt die Farben, liest Briefe vor, ist das Mädchen für alles. Die Beziehung zwischen Onkel und Nichte ist besonders. Nähe, Wut, Liebe und Abhängigkeit auf beiden Seiten prägen das Zusammenleben. Joseph fühlt sich anfangs wie ein Eindringling in diesem eingespielten Beziehungsgeflecht, in dem jeder Schritt, jeder Handgriff zu einer festgelegten Choreografie zu gehören scheint. Erst nach und nach kommt er Ettie näher. Zwischen den beiden entwickelt sich ein zartes Band. Vertrautheit, so etwas wie Freundschaft und letztlich sogar eine erotische Anziehung. Das kommt für den Leser nicht wirklich überraschend, beinah scheint es so, als würde die Handlung unausweichlich darauf zu steuern. Es passiert nicht viel in dem alten Haus in diesem heißen Sommer. Joseph sitzt Modell, schreibt fleißig Artikel für die Kunstzeitung und beobachtet den Maler und seine Nichte. Dabei offenbart Ettie nach und nach ihr Geheimnis. Dieses kommt für mich nicht wirklich überraschend, was aber nicht schlimm ist, da es in diesem wundervoll berührenden Roman um viel mehr geht. In ständigen Perspektivwechseln erlebt man aus Josephs und aus Etties Sicht, wie sich die Ereignisse in diesem heißen Sommer unwiederbringlich zuspitzen. Lediglich der große Meister Tartuffe scheint von dem, was um ihn herum passiert, nichts zu bemerken. Das mag daran liegen, dass er sich nur für sich selbst interessiert. Besonders berührt haben mich die Rückblicke in Josephs und Etties Vergangenheit. Das, was sie in den Kriegsjahren erlebt haben, Etties erste Liebe, Josephs Verlust von Mutter und Bruder, das alles ist so wunderbar einfühlsam geschildert, dass man sich beinah als stiller Beobachter der jeweiligen Szenen fühlt. Man spürt die flirrende Hitze, das Summen der Zikaden, den Geruch von Lavendel. Der Schreibstil ist äußerst bildhaft, satt und voll. Man sieht die üppigen Kulissen der Bilder, Zitronen, Auberginen, Pfirsiche. Am meisten begeistert mich aber die Hauptfigur, Ettie. Nicht etwa der große Maler oder Joseph, der auch äußerst liebenswert gezeichnet ist, sondern die verschlossene mysteriöse, aber unglaublich starke Ettie. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt von einer so tollen Frauenfigur gelesen habe. Ihr Schicksal, ihre innere Zerrissenheit, ihre Angst, aber auch ihr Mut, ihre Entschlossenheit und ihre Leidenschaft zur Kunst beeindrucken mich sehr. Ettie schleicht sich in mein Herz. Besonders passend finde ich, dass der Titel des Romans The Artist auch für die deutsche Fassung übernommen wurde. Das wunderbar farbenfroh gestaltete Cover, die zu erahnenden Pinselstriche und die üppige Farbgebung des Lavendels passen wunderbar zur Handlung. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Leseerlebnis, das sich langsam aufbaut, aber umso mehr berührt.
Geheimnisvoll und berührend
Das Cover ist ein Eyecatcher - wie ein Gemälde - und passt perfekt zu dem Roman.Lucy Steeds hat einen flüssigen packenden Schreibstil. Ihr Erzählstil ist bildlich, mitreißend und angenehm zu lesen.Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt.Der junge Reporter Joseph Adelaide hat eine Einladung bekommen mit zwei Worten: 'Kommen Sie'. Er macht sich von England auf die Reise in die Provence, um den weltberühmten Maler Edouard Tartuffe zu interviewen. Doch dieser hat ihn nicht eingeladen, sondern seine Nichte Ettie Tartuffe, die mit dem Maler in dem abgeschiedenen Haus lebt. Ettie ist 27 Jahre und kümmert sich um alles für den Maler, Haushalt, Malutensilien waschen, einkaufen und muss seine Wutausbrüche ertragen.Um zu bleiben, muss Joseph dem Maler Modell sitzen. Er verbringt auch mit Ettie viel Zeit, da der Maler zu keinen Antworten bereit ist. Schicht um Schicht wie bei einem Gemälde kommt das Geheimnis von Ettie ans Licht.Der Roman hat mich von Beginn an in den Bann gezogen. Ich mochte das Buch gar nicht weglegen. Die Autorin ist für mich die Meisterin der Literatur.
Pressestimmen
Wunderbar leicht und dennoch tiefgründig erzählt.
Sylvia Paschert, 19.08.2026
Sie (die Autorin) pinselt voller Geschick Wörter, Sätze, Emotionen, Farben, Geschmäcker auf die Seit...en, dass selbst dieser Roman zu einem kunstvollen Gemälde wird. Ein Geniestreich, der Ihren Geist beflügeln und Ihr Herz schneller schlagen lassen wird! mehr weniger
10.08.2026
Dieser Roman ist sinnlich geschrieben, er fängt das Licht, die Düfte und die Farben der Provence per...fekt ein. mehr weniger
24.06.2026
Ein wunderbarer Sommerroman, der direkt Lust macht auf die Provence - mit ihren Farben, ihrem Licht ...und ihren Düften. mehr weniger
22.06.2026
Sommervergnügen pur!
03.06.2026
Dieser Roman ist die perfekte Sommer-Lektüre für alle, die sich für Kunst und Künstler*innen-Biograf...ien interessieren, die Sonne und Südfrankreich mögen und eine überraschende und fesselnde Geschichte lesen möchten. (...) Ein beeindruckend gutes Debüt und ein lesenswerter Schmöker! mehr weniger
22.05.2026
Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.
22.05.2026
Jetzt erscheint ›The Artist‹ gleich in 22 weiteren Ländern und wird überall mit dem Leuchten der Pro...vence betören, das um 1920 die Nichte eines großen Malers ebenfalls über sich hinauswachsen lässt. mehr weniger
20.05.2026
Fantastisch geschrieben! Mit Tiefe.
15.05.2026
Kommen Sie mit uns in die Provence
Eine Welt voller Düfte, Farben, Licht und Schatten - so fühlt sich die sommerliche Provence und auch Lucy Steeds' Roman ›The Artist‹ an. Wenn Sie sich mit diesem Debüt in die Provence entführen lassen wollen, sollten Sie sich dieses Gewinnspiel nicht entgehen lassen!
1. Preis: Ein ArtNight Gutschein im Wert von 98€, ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein provence-Paket
2. - 5. Preis: Ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein Provence-Paket
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Haben Sie ein Lieblingsgemälde und wenn ja, welches ist es?
Das Gewinnspiel endet am 30.06.2026 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Das sagt die internationale Presse
Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter, tiefer Kraft erzählt.
Daily Mail
Ein kraftvollles, alle Sinne anregendes Debüt. Lucy Steeds ist eine Autorin, die man im Auge behalten muss.
The Times
Die am meisten gelobte Debütautorin des Jahres […] Das sinnliche, berauschend duftende Porträt eines monströsen männlichen Egos und einer übersehenen Frau.
Telegraph
Ich habe jedes einzlene Wort dieses Romans geliebt … Steeds Sprache ist wunderschön, die Beschreibung der Kunst unheimlich fesselnd. Ich konnte die Farben förmlich riechen, die Textur der Leinwände fühlen, das Licht im Atelier sehen.
Deborah Joseph, Begründung für die Nominierung zum Women's Prize for Fiction 2025
Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.
The Guardian