Die faszinierende Geschichte einer begabten jungen Frau, die sich ihren Weg in die männliche Kunstwelt bahnt, allen Widerständen zum Trotz.
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The Artist
Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf den weltberühmten Maler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.
In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph dann allerdings eine Überraschung. Nur wenn er Tartuffe Modell sitzt, darf er über ihn schreiben.
In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel jedoch nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht ...
»Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.« The Guardian
Ein wunderbar atmosphärischer Sommerroman über Authentizität, künstlerische Selbstermächtigung und Leidenschaft und ein Leseerlebnis für die Sinne: Man kann die Pfirsiche und den Honig fast schmecken, die satten Farben sehen und die sengende Hitze der Provence spüren.
Preisgekrönt ...
- Nominiert für den British Book Award 2026
- Wochenlang auf der Sunday Times-Bestsellerliste
- Waterstones Debut Prize 2025
- Waterstones Book of the Year 2025
- Nominiert für The Women's Prize for Fiction 2025
»Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter Kraft erzählt.« Daily Mail
»Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.« HÖRZU
Als Joseph die Steinterrasse betritt, gerät sein Herz aus dem Takt. Zurückgelehnt in einem alten Korbsessel sitzt da ein Mann, eine Zigarre in der Hand. Dies also ist der Mann, für den Joseph meilenweit gereist ist. Der Meister. Éduard Tartuffe.
Tartuffe blickt hoch.
»Wer sind Sie?«
»Mein Name ist Joseph Adelaide«, sagt Joseph hastig und streckt ihm das Telegramm entgegen. »Ich bin Journalist. Sie haben mich eingeladen.« Plötzlich ist es, als wäre ein Damm gebrochen.
»Sylvette!«, brüllt der Maler und fuchtelt wild mit seiner Zigarre. »Sylvette!«
Joseph weicht einen Schritt zurück. Stolpert über seinen Rucksack. Und plötzlich steht da eine junge Frau. Sie ist am anderen Ende der Terrasse aufgetaucht und trocknet ihre Hände an einer Baumwollschürze ab. Tartuffe reicht ihr das Schreiben. »Erklär mir das!«
Sylvette betrachtet es prüfend. Ihr Gesicht wirkt mädchenhaft, doch ihre Hände sind rau und von harter Arbeit gezeichnet. Dann schaut sie auf und sagt nur: »Das hier ist dein Junger Mann mit Orange.«
Bibliografische Daten
4. Auflage
Lucy Steeds
Lucy Steeds hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.
Hella Reese
Hella Reese studierte Slavistik, Romanistik und Osteuropäische Geschichte und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Nach langjähriger Tätigkeit in einer internationalen Strategieberatung und im Verlagswesen arbeitet sie jetzt als Übersetzerin und Lektorin.
14 - 10 von 160 Leserstimme
Künstlerleben
Der Roman - The Artist, die Farben des Lichts - von Lucy Steeds Hat nicht nur durch das tolle Cover überzeugt, auch die eigentliche Geschichte in diesem Buch hat mich sehr gefesselt. Sie spielt in den 20erJahren in der Provence und erzählt sehr viel über die Kunst des Jahrhunderts. Auch die malerische Sprache nimmt den Leser sofort mit in die Künstlerkreise mit hinein. Es soll ein zurückgezogener Maler von dem Journalisten Joseph interviewt werden. Das ist aber nicht so einfach, wie erwartet. Es taucht in diesem Roman unter anderem auch Ettle auf, die lange rätselhaft bleibt. Es ist ein spannender Roman mit sehr viel Tiefe und emotionalen Momenten und vielen leisen Momenten. Das ist ein sehr schönes Buch, nicht sehr laut aber dafür sehr gut nach zu vollziehen. Ich werde es bestimmt nochmals lesen, denn es hat mir sehr gefallen.
Eine Frau. Ein Gemälde.
Eine Frau. Ein GemäldeSchon im Klappentext sowie im Prolog wird offenbar, worum es in diesem Roman geht – und warum der Titel ‚The Artist‘ nicht übersetzt wurde: 1957 steht eine Frau in der National Gallery in London und betrachtet ‚Das Festmahl‘, das, so heißt es, als einziges den Brand im Atelier des Künstlers Tartuffe unversehrt überstanden habe – dabei erinnert sich die Frau genau daran, wie es 1920 vor ihren Augen und durch ihre Hand in Flammen aufging. Damit sind die Grundzüge klar umrissen, die Spannung rührt daher, wie die Erwartungen der Leser/innen eingelöst werden. Was führt zu dieser Katastrophe? Zunächst geht der Roman zurück in das Jahr 1920, der zwanzigjährige Joseph Adelaide kommt aus London in die französische Provinz, um den Künstler Edouard Tartuffe, der sich aus Paris dorthin zurückgezogen hat, zu interviewen. Tartuffe gibt keine Auskünfte über sich oder sein Werk, nimmt Joseph jedoch als Modell an. Der Maler ist egozentrisch und grausam, launenhaft und jähzornig. Seine 27-jährige Nichte Ettie, eigentlich Sylvette, die nach dem frühen Tod ihrer Mutter bei ihm geblieben ist, leidet unter ihm, seinen Wutausbrüchen, seinem Kontrollzwang. Alles, was sie weiß und kann, hat sie sich selbst beigebracht. Ettie sorgt für Tartuffe, ist sein einziger Anker. Und sie selbst kennt nur das Gefängnis, in dem sie seit 20 Jahren lebt. Nur einmal, als sie in einem Lazarett arbeitete, nahm sie Kontakt zu anderen Menschen auf. Als uneheliches Kind ist sie eine Frau, die nirgends dazugehört, doch voller Sehnsucht nach Anerkennung, Berührung, danach, als das gesehen zu werden, was sie ist. Joseph will hinter das Geheimnis der Kunst Tartuffes kommen, die seine verstorbene Mutter so faszinierte: das Licht in seinen Werken. Joseph und Ettie nähern sich vorsichtig einander an, Ettie kennt die Bilder, sie kann erklären, was Joseph wissen möchte, und so kommt er auch hinter ihr Geheimnis, sieht ihre Begabung.Die Lebensmittel, die Ettie für Tartuffes Bilder kauft, sind Requisiten, sie tragen den Verfall in sich, sind oft bereits in Fäulnis übergegangen. Alles um Tartuffe herum ist morbid, lebensfeindlich. Er gestattet Ettie nicht zu malen, obwohl sie mehrfach darum bittet. So kommt sie auf die Idee, für sich allein zu verwirklichen, was ihr verwehrt wird. Joseph will mit Ettie weggehen, fliehen. Doch zunächst bleibt ihre Beziehung geheim, beide fürchten den Zorn und die Willkür des großen Malers. Als er sie dann entdeckt, kommt es zum Verhängnis, das zugleich ein Befreiungsschlag ist.Eine Frau. Ein Gemälde. Die ersten Worte des Romans eröffnen den Raum für alles, was hier geschieht.Die allwissende Erzählweise ist eher konventionell. Der Fokus liegt abwechselnd auf Ettie und Joseph, der dominante Tartuffe ist immer da, ihm wird jedoch keine Überschrift eingeräumt. Unheilvoll und omnipräsent schwebt er über dem Fortgang der Ereignisse.Die Sprache ist kraftvoll und bildhaft, sehr gut lesbar. Die Vermischung von Fiktion und einigen historischen Fakten macht den Roman spannend und interessant.
der Künstler, der Autor und das Mädchen
„The Artist – Die Farben des Lichts“ ist ein Roman, der mich sofort angesprochen hat – nicht zuletzt, weil mich Geschichten über Künstlerinnen und Künstler sowie die Welt der Kunst immer wieder faszinieren. Besonders reizvoll finde ich Bücher, die kreative Prozesse sichtbar machen und einen Blick hinter die Werke auf die Menschen und ihre Lebensgeschichten erlauben.Der Roman entführt in die flirrende, lichtdurchtränkte Landschaft der Provence um 1920 und verbindet diese atmosphärisch dichte Kulisse mit der geheimnisvollen Welt eines zurückgezogen lebenden Malers. Schon die Ausgangsidee ist ungewöhnlich und spannend: Ein Journalist erhält nur dann Zugang zu dem Künstler, wenn er selbst als Modell für ihn sitzt. Daraus entsteht eine vielschichtige Erzählperspektive über Kunst, Wahrnehmung und Identität.Besonders berührt hat mich die Figur der Ettie. Zunächst scheint sie im Hintergrund zu stehen, doch ihre Geschichte entfaltet sich nach und nach – wie ein Gemälde, das Schicht für Schicht sichtbar wird. Gerade diese leisen Entwicklungen, das Andeuten und langsame Enthüllen von Geheimnissen, verleihen dem Roman eine besondere Tiefe.Die Sprache ist poetisch und bildhaft. Farben, Licht und Stimmungen werden so lebendig beschrieben, dass man sich mitten in der Provence wähnt. Kunst wird hier nicht nur thematisiert, sondern erfahrbar gemacht – als etwas, das von Emotionen, Hingabe und oft auch von verborgenen Geschichten geprägt ist.Ein atmosphärisch dichter Roman für alle, die Kunst lieben und sich gern auf stille, fein erzählte Geschichten einlassen.
Perspektivwechsel
Die Geschichte hat mich wirklich überrascht, durch eine Erzählweise. Der Stil ist weich, sanft, alles ist beschrieben, als würde man ein Gemälde für jemanden beschreiben. Auf den ersten Blick wirkt es etwas distanziert, aber diesen Eindruck musste ich schon bald revidieren. Die Gefühle der Figuren liegen zum Teil wie unter einer dicken Schicht Farbe verborgen, die sich einem erst Schicht für Schicht offenbart.Joseph ist ein junger Mann, auf der Such nach sich selbst. Als er bei Tartuffe eintrifft, sucht er nach Anerkennung, einem Platz an dem er sich beweisen kann. Er ist ein wenig ein Träumer, ein Idealist. Sehr verfangen ins seinen Vorstellungen, wie ein Künstler sein hat. Die schroffe und abweisende Art Tartuffes erschreckt ihn.Tartuffe, Tata, ist alles andere als ein einfacher und einladender Charakter. Er ist ein Choleriker, ein Tyrann der über sein Reich herrscht, unverhältnismäßig schroff und überheblich. Jedes Detail des täglichen Lebens ist allein auf ihn und seine Bedürfnisse ausgerichtet. Es fällt nicht schwer, diese Figur so richtig abstoßend zu finden. Seine Nicht Sylvette, Ettie, schwebt wie ein Geist um alles herum. Tata ist furchtbar grausam zu ihr. Er hält sie klein, schirmt sie von allem ab, gesteht ihr kein eigenes Leben zu. Man bekommt schnell den Eindruck, dass er sie bestraft. Aber wofür? Was kann diese junge Frau bereits als Kind furchtbares getan haben, um so behandelt zu werden? Diese Frage schwebt sehr lange über allem. Etties Leben erscheint traurig und lieblos. Und dann verschiebt die Autorin ein bisschen die Perspektive. Nur ein ganz kleines bisschen. Und schon verschiebt sich das Bild. Nicht, dass Etties Leben plötzlich ein Quell der Freude und des Glücks werden würde. Aber es zeigt sich, wie der große und berühmte Künstler im Grunde von seiner vermeintlich unbedeutenden Nichte abhängig ist. Ein gelungener Kunstgriff, der der Handlung einen spannenden Twist gibt und man mit jedem Kapitel staunt, wie Ettie sich verwandelt. Natürlich endet das Ganze in einem großen Drama, mit dem Ettie sich aus ihrem Gefängnis befreien kann. Der Aufbau bis zu diesem Punkt ist langsam und stetig. Nachdem man über lange Zeit Tatas Ausbrüche verfolgt hat, ist man als Leser dann schon fast froh, dass es zu dieser Eskalation kommt. So erdrückend fühlt sich die Stimmung an.Größter Kritikpunkt: Das Buch hätte an einigen Stellen geraffter und weniger ausführlich sein dürfen. Die Farben und Formen der Speisen etwa. Man merkt als Leser spätestens nach dem zweiten Mal, dass dies ein wichtiger Punkt ist. Das muss für meinen Geschmack nicht jedes Mal bis ins äußerste Detail ausgeführt werden. Manche Details sind auch unwichtig für die weitere Handlung, werden aber trotzdem ausführlich erklärt. Das große Geheimnis um Ettie wird am Ende dann doch gelüftet. Tatas Reaktion passt zu der erschaffenen Figur. Ich finde das große Geheimnis allerdings ziemlich banal und, gemessen an dem langen Aufbau und den vielen Anspielungen - schon fast enttäuschend.Lesenswert finde ich das Buch trotzdem. Allein schon weil ich den Aufbau sehr clever finde und nichts wirklich so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint.
Ein wundervoller Roman!
1920. Der junge Kunst-Journalist Joseph Adelaide ist eingeladen, den als exzentrisch und eigenwillig bekannten Maler Edouard Tartuffe für das Magazin The Inkling zu interviewen. Dieser lebt gemeinsam mit seiner jungen Nichte Ettie zurückgezogen hinter den Feldern des abgelegenen Dorfes Saint-Auguste im Süden Frankreichs. Tartuffe hat bei Josephs Eintreffen auf dem Gut jedoch wenig Lust, Fragen zu beantworten und die beiden schließen einen Deal: Joseph sitzt Model für ein Gemälde und darf den Künstler im Gegenzug für seinen Artikel beobachten. Die junge Ettie assistiert dabei auf sehr Stille und zurückgezogene Art und Weise in den Vorbereitungen und im Hintergrund.Nachdem der erste Artikel sowohl für Joseph aber noch mehr für Tata (so darf Joseph Tartuffe im Vertrauen nun nennen) erfolgreich war, beschließt der junge Journalist, auf dem Gut des Künstlers für weitere Schreibarbeit zu verweilen. Seine Faszination gilt mittlerweile aber nicht mehr nur alleine den Kunstwerken sondern auch Ettie, die ihm die Augen geöffnet hatte, um die Bilder ihres Onkels zu verstehen. Und Ettie, ja die hat ihre ganz eigene Leidenschaft, mit der sie selbst gesehen werden will, raus aus ihrem Schattendasein möchte und die Mauern zur Welt rund um Saint-Auguste auf ihre sanfte Art einzureißen versucht.Das Buch ist in vier Bereiche unterteilt und ich habe fast einen ganzen Abschnitt / ca. 100 Seiten gebraucht, bis ich richtig in der Geschichte eingetaucht war, da die männliche Dominanz zu Beginn der Handlung sehr stark ist. Spätestens aber der Besuch vier amerikanischer Kunstexperten auf dem Künstlergut drehen die Handlung in eine ganz neue Richtung. Genau hierin lag auch meine große Hoffnung: Dass das Buch nicht lediglich von einem exzentrischen, männlichen Künstler handelt, sondern auch Ettie als weibliche Protagonistin in der Handlung stark werden lässt und sie emanzipieren wird. Dies ist dramaturgisch äußert gut gelungen.Malerisch an ‚The Artist‘ ist nicht nur das Thema Kunst sondern auch die Worte der Autorin Lucy Steeds. Sie beschreibt mit ihren Worten keine Szenen sondern malt diese in gewisser Weise durch ihre Sprache. Bereits in ihrem Epilog streut die Autorin eine Szene in die Handlung ein, die sich als Gedanke im Verlauf des Buches festigen kann, ohne sich zu offensichtlich aufzudrängen und zu einem eigenen Kunstwerk entwickeln wird. Ettie sucht sich im Rahmen gegebener Möglichkeiten ihren Weg und ihre Befreiung, um gesehen zu werden und das für das Jahr 1920 bereits auf doch progressive Weise. Dafür versucht sie selbst den renommierten Künstler Tartuffe um eine wichtige Farbe in seinen Gemälden zu täuschen: Der Farbe des Lichtes.Das Buch ist für mich mehr als nur ein Roman über Kunst, sondern ein intelligentes Abbild dessen, wie Frauen sich in der Kunst und Kulturszene über viele Jahre und Jahrzehnte beweisen mussten, um akzeptiert zu werden. Dass man an manchen Stellen des Romanes vergisst, dass dieser im Jahr 1920 und nicht heute spielt, ist bestimmt nicht ganz ungewollt. Mir hat ‚The Artist‘ sehr gefallen!
Phänomenaler Debütroman
Ich möchte gleich zu Beginn sagen, dass dieses Buch ein absolutes Muss ist. Für Kunstliebhaber und auch für alle, die ein intensives Sinneserlebnis suchen. Man kann den Duft des provenzalischen Sommers förmlich riechen, die dicke Farben der Gemälde sehen und fast berühren, die Pfirsiche und den Honig fast schmecken, und die Gefühle der Figuren nachempfinden. Genau darin liegt der fantastische Wert dieses Romans.Die Handlung konzentriert sich auf einen geheimnisvollen Maler, einen jungen Journalisten und die Nichte des Künstlers. Steeds entwirft ein dichtes, atmosphärisches Bild der schwülen Hitze der sonnenverwöhnten Provence der 1920er Jahre in Südfrankreich. Doch was uns dieser wunderschöne Roman bietet, ist weit mehr als bloße Unterhaltung. Steeds hinterfragt, wie Kunst ein Fenster zur menschlichen Existenz öffnen und Perspektive, Freiheit und Licht in ein ansonsten tristes und düsteres Dasein bringen kann.Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen und freue mich schon sehr auf die zukünftigen Werke der Autorin, da sie großes Potenzial im Genre der historischen Fiktion zeigt.
Ein Auf und Ab von Künstlerleben
Der Roman fand schon 2024 in England starke Beachtung, und die 30-jährige Autorin bekam den Waterstones Debut Fiction Price. Allerdings sind eigentlich nur die Hauptfiguren Fiktion. Deren Leben könnte aber durchaus so im Jahre 1920 nach dem Ersten Weltkrieg passiert sein. Joseph aus England wird in die Provence zu Tartuffe eingeladen. Der große Künstler lebt abgeschieden, und Joseph - kunstinteressiert und bei einer Zeitung angestellt - möchte ihn knacken, möchte als Erster sensationelle Neuigkeiten herausfinden. Da der Meister des Lichts schwierig ist, muss Joseph viel Geduld aufbringen. Aber er fühlt sich frei inmitten dieser lichtbezaubernden Landschaft und kann Ettie helfen, der Nichte des Malers, die als guter Geist für alles sorgt, damit der Meister Bild um Bild schaffen kann. Die Handlung entwickelt sich von Tartuffe - wir erfahren die Hintergründe seines Einsiedlertums - zu Ettie. Und Joseph ist immer die Vermittlerfigur, der Anreiz. Er stellt mit seiner Neugierde und Anteilnahme die Weichen für eine Handlung bis zur Katastrophe. Der vergangene Krieg mit seinen Auswirkungen spielt für Joseph und Ettie bis in das Jahr 1920 hinein eine wichtige Rolle.Für Kunstliebhaber und -kenner ist die Beschreibung der Arbeitsweise des Künstlers sehr interessant und nachvollziehbar. Wer sich die Mühe macht, auf die Sprache und den Schreibstil der Autorin zu achten, bemerkt, dass sie ihre Worte mit Bedacht setzt, fein gewählte und bildhafte Ausdrücke und Andeutungen benutzt. Sie gebraucht die Grammatik vielfältig, schreibt im Aktiv oder Passiv, in Wortgruppen und Fragenanhäufungen. Die Handlung wird entwickelt, wie der Meister des Lichts seine Bilder malt, erst muss man geduldig sein, die Absicht ist noch nicht klar, dann wird man heftig überrascht, aber eins fügt sich ins andere. Man kann sagen, die Autorin malt einen Roman. Mir hat er sehr gut gefallen, auch weil man die Charaktere versteht, mit ihnen mitfühlen kann. Lucy Steeds hat in ihren Anmerkungen gut erklärt, warum und was ihr am Roman noch wichtig war. Damit erspart sie uns Lesern das Googeln. Auch mal schön!
Ein Auf und Ab von Künstlerleben
Der Roman fand schon 2024 in England starke Beachtung, und die 30-jährige Autorin bekam den Waterstones Debut Fiction Price. Allerdings sind eigentlich nur die Hauptfiguren Fiktion. Deren Leben könnte aber durchaus so im Jahre 1920 nach dem Ersten Weltkrieg passiert sein.
Joseph aus England wird in die Provence zu Tartuffe eingeladen. Der große Künstler lebt abgeschieden, und Joseph - kunstinteressiert und bei einer Zeitung angestellt - möchte ihn knacken, möchte als Erster sensationelle Neuigkeiten herausfinden.
Da der Meister des Lichts schwierig ist, muss Joseph viel Geduld aufbringen. Aber er fühlt sich frei inmitten dieser lichtbezaubernden Landschaft und kann Ettie helfen, der Nichte des Malers, die als guter Geist für alles sorgt, damit der Meister Bild um Bild schaffen kann.
Die Handlung entwickelt sich von Tartuffe - wir erfahren die Hintergründe seines Einsiedlertums - zu Ettie. Und Joseph ist immer die Vermittlerfigur, der Anreiz. Er stellt mit seiner Neugierde und Anteilnahme die Weichen für eine Handlung bis zur Katastrophe.
Der vergangene Krieg mit seinen Auswirkungen spielt für Joseph und Ettie bis in das Jahr 1920 hinein eine wichtige Rolle.
Für Kunstliebhaber und -kenner ist die Beschreibung der Arbeitsweise des Künstlers sehr interessant und nachvollziehbar.
Wer sich die Mühe macht, auf die Sprache und den Schreibstil der Autorin zu achten, bemerkt, dass sie ihre Worte mit Bedacht setzt, fein gewählte und bildhafte Ausdrücke und Andeutungen benutzt. Sie gebraucht die Grammatik vielfältig, schreibt im Aktiv oder Passiv, in Wortgruppen und Fragenanhäufungen.
Die Handlung wird entwickelt, wie der Meister des Lichts seine Bilder malt, erst muss man geduldig sein, die Absicht ist noch nicht klar, dann wird man heftig überrascht, aber eins fügt sich ins andere. Man kann sagen, die Autorin malt einen Roman. Mir hat er sehr gut gefallen, auch weil man die Charaktere versteht, mit ihnen mitfühlen kann.
Lucy Steeds hat in ihren Anmerkungen gut erklärt, warum und was ihr am Roman noch wichtig war. Damit erspart sie uns Lesern das Googeln. Auch mal schön!
Einen Hinweis an den Verlag habe ich: Es gibt verhältnismäßig viele Fehler im Buch : doppelte Wörter, falsche Wortwahl.
Poetisch und malerisch
The Artist - Die Farben des Lichts ist ein Roman von Lucy Steeds. Das 384-seitige Buch erzählt die Geschichte der Geheimnisse zwischen Joseph, Tartuffe und Ettie sowie den Versuch einer Frau, die ihren Träumen nachgeht.Die Geschichte spielt in den 1920er-Jahren. Joseph ist Kunstjournalist aus England, und Tartuffe ist ein zurückgezogen lebender Maler in der Provence, der einst in Paris berühmt war. Joseph wird in die Provence eingeladen, um diesen exzentrischen, aber talentierten Maler zu interviewen. Tartuffe bittet Joseph, ihm Modell zu stehen, und das ursprünglich auf wenige Tage angesetzte Interview dehnt sich über den ganzen Sommer aus. Während seines Aufenthalts in der Provence entwickelt Joseph Gefühle für Ettie, Tartuffes Nichte und Haushälterin, doch scheint ein Geheimnis zwischen ihr und Tartuffe zu liegen.Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; meiner Meinung nach ist dies die größte Stärke des Buches! Die Sprache ist wunderschön und poetisch, und viele Beschreibungen erzeugen eine malerische Zartheit. Die Geschichte ist fesselnd, und die Beschreibungen der Landschaft, des Essens und der Gerüche wecken in mir die Sehnsucht danach. Dieser Roman ist perfekt für die Sommerlektüre; vielleicht reise ich diesen Sommer in die Provence.
Geheimnisse und Kunst
Der Roman ist eine Hommage an die Kunst und an die Künstlerinnen, an die Leidenschaft der Kunstschaffenden und gleichzeitig die Emanzipationsgeschichte einer Frau.Lucy Steeds schreibt lebendig und emotional und schafft es mühelos, die Entstehung der Gemälde so zu beschreiben, dass diese sichtbar werden. Genauso lebendig beschreibt sie die Dynamik der Beziehung zwischen den drei Hauptfiguren, die im Sommer 1920 in Südfrankreich die Handlung bestimmen. Der erst dominante Maler Tartuffe bestimmt das Leben und den Alltag von Joseph und Sylvette. Doch allmählich tritt die erst unscheinbare, ja fast unsichtbare Sylvette immer mehr in den Vordergrund. Ihr gelingt die langsame Emanzipation.Die Geschichte liest sich spannend, die ambivalenten Charaktere sind gut beschrieben und auch die gelungene Übersetzung trägt viel zum Lesevergnügen bei. Ein vielversprechendes Debut.
Pressestimmen
Wunderbar leicht und dennoch tiefgründig erzählt.
Sylvia Paschert, 19.08.2026
Sie (die Autorin) pinselt voller Geschick Wörter, Sätze, Emotionen, Farben, Geschmäcker auf die Seit...en, dass selbst dieser Roman zu einem kunstvollen Gemälde wird. Ein Geniestreich, der Ihren Geist beflügeln und Ihr Herz schneller schlagen lassen wird! mehr weniger
10.08.2026
Dieser Roman ist sinnlich geschrieben, er fängt das Licht, die Düfte und die Farben der Provence per...fekt ein. mehr weniger
24.06.2026
Ein wunderbarer Sommerroman, der direkt Lust macht auf die Provence - mit ihren Farben, ihrem Licht ...und ihren Düften. mehr weniger
22.06.2026
Sommervergnügen pur!
03.06.2026
Dieser Roman ist die perfekte Sommer-Lektüre für alle, die sich für Kunst und Künstler*innen-Biograf...ien interessieren, die Sonne und Südfrankreich mögen und eine überraschende und fesselnde Geschichte lesen möchten. (...) Ein beeindruckend gutes Debüt und ein lesenswerter Schmöker! mehr weniger
22.05.2026
Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.
22.05.2026
Jetzt erscheint ›The Artist‹ gleich in 22 weiteren Ländern und wird überall mit dem Leuchten der Pro...vence betören, das um 1920 die Nichte eines großen Malers ebenfalls über sich hinauswachsen lässt. mehr weniger
20.05.2026
Fantastisch geschrieben! Mit Tiefe.
15.05.2026
Kommen Sie mit uns in die Provence
Eine Welt voller Düfte, Farben, Licht und Schatten - so fühlt sich die sommerliche Provence und auch Lucy Steeds' Roman ›The Artist‹ an. Wenn Sie sich mit diesem Debüt in die Provence entführen lassen wollen, sollten Sie sich dieses Gewinnspiel nicht entgehen lassen!
1. Preis: Ein ArtNight Gutschein im Wert von 98€, ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein provence-Paket
2. - 5. Preis: Ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein Provence-Paket
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Haben Sie ein Lieblingsgemälde und wenn ja, welches ist es?
Das Gewinnspiel endet am 30.06.2026 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Das sagt die internationale Presse
Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter, tiefer Kraft erzählt.
Daily Mail
Ein kraftvollles, alle Sinne anregendes Debüt. Lucy Steeds ist eine Autorin, die man im Auge behalten muss.
The Times
Die am meisten gelobte Debütautorin des Jahres […] Das sinnliche, berauschend duftende Porträt eines monströsen männlichen Egos und einer übersehenen Frau.
Telegraph
Ich habe jedes einzlene Wort dieses Romans geliebt … Steeds Sprache ist wunderschön, die Beschreibung der Kunst unheimlich fesselnd. Ich konnte die Farben förmlich riechen, die Textur der Leinwände fühlen, das Licht im Atelier sehen.
Deborah Joseph, Begründung für die Nominierung zum Women's Prize for Fiction 2025
Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.
The Guardian