Die faszinierende Geschichte einer begabten jungen Frau, die sich ihren Weg in die männliche Kunstwelt bahnt, allen Widerständen zum Trotz.
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The Artist
Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf den weltberühmten Maler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.
In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph dann allerdings eine Überraschung. Nur wenn er Tartuffe Modell sitzt, darf er über ihn schreiben.
In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel jedoch nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht ...
»Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.« The Guardian
Ein wunderbar atmosphärischer Sommerroman über Authentizität, künstlerische Selbstermächtigung und Leidenschaft und ein Leseerlebnis für die Sinne: Man kann die Pfirsiche und den Honig fast schmecken, die satten Farben sehen und die sengende Hitze der Provence spüren.
Preisgekrönt ...
- Nominiert für den British Book Award 2026
- Wochenlang auf der Sunday Times-Bestsellerliste
- Waterstones Debut Prize 2025
- Waterstones Book of the Year 2025
- Nominiert für The Women's Prize for Fiction 2025
»Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter Kraft erzählt.« Daily Mail
»Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.« HÖRZU
Als Joseph die Steinterrasse betritt, gerät sein Herz aus dem Takt. Zurückgelehnt in einem alten Korbsessel sitzt da ein Mann, eine Zigarre in der Hand. Dies also ist der Mann, für den Joseph meilenweit gereist ist. Der Meister. Éduard Tartuffe.
Tartuffe blickt hoch.
»Wer sind Sie?«
»Mein Name ist Joseph Adelaide«, sagt Joseph hastig und streckt ihm das Telegramm entgegen. »Ich bin Journalist. Sie haben mich eingeladen.« Plötzlich ist es, als wäre ein Damm gebrochen.
»Sylvette!«, brüllt der Maler und fuchtelt wild mit seiner Zigarre. »Sylvette!«
Joseph weicht einen Schritt zurück. Stolpert über seinen Rucksack. Und plötzlich steht da eine junge Frau. Sie ist am anderen Ende der Terrasse aufgetaucht und trocknet ihre Hände an einer Baumwollschürze ab. Tartuffe reicht ihr das Schreiben. »Erklär mir das!«
Sylvette betrachtet es prüfend. Ihr Gesicht wirkt mädchenhaft, doch ihre Hände sind rau und von harter Arbeit gezeichnet. Dann schaut sie auf und sagt nur: »Das hier ist dein Junger Mann mit Orange.«
Bibliografische Daten
4. Auflage
Lucy Steeds
Lucy Steeds hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.
Hella Reese
Hella Reese studierte Slavistik, Romanistik und Osteuropäische Geschichte und schloss ihr Studium mit der Promotion ab. Nach langjähriger Tätigkeit in einer internationalen Strategieberatung und im Verlagswesen arbeitet sie jetzt als Übersetzerin und Lektorin.
15 - 10 von 160 Leserstimme
Leise Wucht
Schon das Cover von The Artist hat mich sofort angesprochen. Es wirkt ruhig, stilvoll und ein wenig geheimnisvoll – genau passend zu einem Roman, der nicht über große Effekte, sondern über Atmosphäre, Zwischentöne und innere Spannungen funktioniert. Auch die Gestaltung passt sehr gut zum Inhalt, weil sie schon optisch andeutet, dass hier Kunst, Wahrnehmung und feine emotionale Verschiebungen eine wichtige Rolle spielen.Inhaltlich erzählt Lucy Steeds keine laute Geschichte, sondern eine, die sich langsam entfaltet und gerade dadurch so fesselnd ist. Im Mittelpunkt stehen ein junger Mann, der mit großen Erwartungen in die Welt der Kunst blickt, und die Menschen, denen er begegnet. Mehr muss man über den Inhalt eigentlich gar nicht wissen, denn gerade dieses vorsichtige Entdecken macht einen großen Teil des Reizes aus. Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin Themen wie Kunst, Macht, Abhängigkeit, Sehnsucht und Selbstbestimmung miteinander verbindet, ohne dass es je konstruiert wirkt.Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Er ist bildhaft und fein, aber nie überladen. Viele Szenen leben von Blicken, Stimmungen und kleinen Verschiebungen, sodass man beim Lesen das Gefühl hat, ganz nah an den Figuren zu sein. Genau das macht das Buch für mich so besonders: Es ist literarisch, aber nicht kühl, sondern sehr sinnlich und menschlich.Auch die Figuren haben mich überzeugt. Sie wirken nicht glatt oder schematisch, sondern vielschichtig und glaubwürdig. Vor allem die Dynamik zwischen ihnen ist stark gezeichnet, weil vieles unausgesprochen bleibt und gerade dadurch intensiv wirkt.Für mich ist The Artist ein Roman für Leser*innen, die leise, kluge und atmosphärisch dichte Bücher mögen. Wer eine schnelle, spannungsgeladene Handlung sucht, wird hier vielleicht etwas anderes bekommen als erwartet – wer sich aber gern auf Sprache, Figuren und feine Spannungen einlässt, wird mit einem besonderen Leseerlebnis belohnt. Mein Fazit: ein eindringlicher, eleganter und sehr stimmiger Roman, der noch lange nachhallt.
Kunst und die Suche nach sich selbst
Dieses Buch, das sich in der französischen Provence im Jahr nach des Ersten Weltkrieges abspielt, hat mir sehr gefallen. Durch die bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen war es ein Leichtes ins Geschehen einzutauchen. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, selbst durch das Dorf zu laufen, die Hitze zu spüren und die Stimmung dieser Nachkriegszeit mitzuerleben. Auch der Perspektivenwechsel zwischen Joseph und Sylvette (Ettie) hat mir gut gefallen, weil man dadurch zwei sehr unterschiedliche Blickwinkel auf dieselben Ereignisse bekommt.Joseph ist ein junger, noch unerfahrener Journalist. Es war spannend zu beobachten, wie sehr er den Künstler Tartuffe bewundert, obwohl dieser alles andere als ein angenehmer Mensch ist. Denn dieser ist nicht einfach nur exzentrisch, wie man es vielleicht von Künstlerfiguren erwartet, sondern zeigt deutlich psychopathische bzw. stark verstörende Züge.Besonders eindrücklich fand ich einige Szenen, in denen gesellschaftliche Themen angesprochen werden. Eine Diskussion über Frauen in der Kunst ist mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben, weil sie zeigt, wie schnell unbequeme Themen abgewürgt werden, statt sich ehrlich damit auseinanderzusetzen.Überhaupt steckt in diesem Buch viel Gefühl, besonders in den Momenten rund um Ettie. Sie lebt isoliert im Haus ihres Onkels und hat gelernt, sich wie ein stiller Schatten zu verhalten. So sehr, dass sie fast vergessen hat, wer sie selbst eigentlich ist. Ihre Situation von Anpassung und Zurückhaltung steht sinnbildlich für viele Themen, die sich durch das Buch ziehen.Wichtig zu wissen ist, dass man hier keine klassische Liebesgeschichte erwarten sollte. Für mich steht vielmehr die persönliche Entwicklung der Figuren im Mittelpunkt. Ebenso wie Kunst als Ausdrucksform, seelische Narben, die der Krieg hinterlässt, und Beziehungen,die von Kontrolle geprägt sind. Diese Themen und die stimmungsvolle Erzählung haben das Buch für mich besonders gemacht und dafür gesorgt, dass es mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt hat.
Kunst, Macht und Selbstverwirklichung
The Artist ist ein literarischer, atmosphärischer Roman über Kunst, Leidenschaft und weibliche Selbstbestimmung. Wer historische Romane, Kunstthemen und psychologische Figurenstudien mag, wird das Buch sehr genießen. Wer jedoch eine schnelle Handlung erwartet, könnte enttäuscht werden. Ein faszinierender Roman über Kunst, Macht und verborgene Talente. In der Provence der 1920er Jahre entfaltet sich eine spannende Geschichte um einen berühmten Maler, seinen jungen Gast und eine Frau, deren eigenes künstlerisches Talent lange im Schatten steht. Poetisch geschrieben, atmosphärisch und nachdenklich. Wie schon gesagt, „The Artist“ von Lucy Steeds entführt in die Provence der 1920er-Jahre. Ein junger Journalist erhält die seltene Gelegenheit, einen berühmten, zurückgezogen lebenden Maler zu porträtieren. Doch schon bald wird klar: In diesem Haus gelten eigene Regeln. Zwischen Kunst, Abhängigkeit und stiller Rebellion entwickelt sich eine atmosphärische Geschichte über Macht, Kreativität und die Frage, wem Kunst eigentlich gehört.Besonders beeindruckt hat mich die dichte, fast malerische Sprache. Landschaft, Licht und Hitze der Provence werden so lebendig beschrieben, dass man sich mitten im Atelier und in den Gärten des Hauses wähnt. Gleichzeitig entfaltet sich langsam ein psychologisches Drama – ruhig, aber mit wachsender Spannung.Ein Roman über Genie und Schattenseiten der Kunst – und über eine Frau, die beginnt, ihre eigene Stimme zu finden. Sehr lesenswert für alle, die literarische, atmosphärische Geschichten mögen.
Ein Sommer in der Provence
Staubig ist es in der Provence als der Engländer Joseph hier ankommt. Und schwül. Bildhaft erzählt die Autorin Newcomerin Lucy Steeds von einem heißen Sommer in Südfrankreich. Der junge Autor möchte hinter das Geheimnis des einsiedlerisch lebenden Malers Edouard Tartuffe kommen. Und findet mehr, als er jemals hätte erahnen können. Steeds die nach eigenen Angaben Synästhetikerin ist, hat einen sehr sinnlichen Roman geschaffen. Ein beeindruckendes Debut das bereits mit Preisen ausgezeichnet wurde. Auch wenn Cover und Inhaltsbeschreibung etwas anderes vermuten lassen, handelt es sich bei „The Artist“ nicht um einen leichten Sommerroman. Nach einem leichten humorvollen Einstieg wird die Handlung zunehmend düsterer. „The Artist“ ist ein Slow-Burner, wie bei einem Gemälde werden erst nach und nach die Schichten aufgetragen. Die Figuren stellen vor allem Archetypen dar. Sie haben kaum Fallhöhe, sind alle sehr schwarz und weiß. Äußere Hässlichkeit spiegelt sich in innerer Verdorbenheit.Die Geschichte wird abwechselnd aus Joseph und der Sicht von Tartuffes Nichte erzählt. Tartuffe selbst bleibt einem fremd. Es sind die bildlich beschriebenen Szenen, die in Erinnerung bleiben. Das Dorffest. Das Gelage. „The Artist“ ist auch eine Ode an die Kunst und an das, was sie zu schaffen vermag. Manchmal etwas naiv, aber die beiden Figuren aus deren Sicht der Roman erzählt wird, sind ja noch jung und naiv. Kunst wird in „The Artist“ teilweise zu fast etwas religiösen, göttlichen erhoben. Mich hat das Buch ein wenig an meine Jugend und die damalige Aufbruchstimmung erinnert.
Kunst, Geheimnisse und leise Emanzipation!
The Artist – Die Farben des Lichts von Lucy Steeds ist ein atmosphärisch dichter Roman, der Kunst, Geheimnisse und leise Emanzipation kunstvoll miteinander verwebt. Schon das Cover spiegelt die Stimmung des Buches wider: warme, flirrende Farben und ein Hauch von Melancholie lassen die Provence lebendig werden und greifen das zentrale Motiv des Lichts auf.Der Schreibstil ist poetisch und zugleich feinfühlig, mit ruhigen, fast malerischen Beschreibungen, die sich Schicht für Schicht entfalten – ganz wie ein Gemälde. Besonders die Figur Ettie hat mich beeindruckt, ihre Entwicklung ist subtil und eindringlich erzählt. Mich hat das Buch so gefesselt, dass ich es nach den ersten Seiten kaum noch aus der Hand legen konnte. Ein stilles, intensives Werk über Kunst, Identität und verborgene Sehnsüchte. Es bleibt noch lange nach dem Lesen im Kopf und im Herzen präsent.
Künstlerseelen
Joseph reist 1920 in die Provence, um als Kunst-Journalist den zurückgezogenen Maler Tartuffe zu interviewen. Dieser entpuppt sich als unzugänglicher Eigenbrötler, dem seine stille Nichte Ettie im Haushalt und allen wichtigen Dingen zur Hand geht. Doch jeder der Drei hat Geheimnisse und eigene Ambitionen, die nur langsam ans Licht kommen. Vor allem ist es Etties Geschichte, die mich besonders berührt hat. Diese junge Frau steht von Kind an unter der Fuchtel des alten Tata, da sie früh ihre Mutter an die Freiheit verloren hat. Lieblos wird sie ausgenutzt und verheizt, Stimmungsschwankungen ausgesetzt und vor allem klein gehalten. Ist sie doch für Tartuffe unentbehrlich und der schreckt vor keiner Maßnahme zurück, um seine Nichte an sich zu binden. Mir gefällt ihr stilles Aufbegehren, ihre verborgene Aufmüpfigkeit und ihre Klugheit. Ich mag die Erzählweise, in der Etties Geschichte nur sehr langsam und in kleinen Häppchen ans Licht kommt. Natürlich ahnt man, was die junge Frau so alles treibt, da macht auch der wunderbare Prolog schon zu Beginn neugierig. Auch Josephs Lebensgeschichte ist mir sehr zu Herzen gegangen. Der frühe Tod der Mutter und das Unverständnis des Vaters haben ihm schwer zugesetzt, die Rückkehr des geliebten Bruders als seelisches Wrack aus dem Krieg haben ihm den Rest gegeben. Ich bewundere Joseph, dass er sich trotz der widrigen Umstände versucht, sein eigenes Leben mit seinen wirklichen Interessen aufzubauen. Die zarten Bande zu Ettie sind sehr gefühlvoll erzählt.Tartuffe ist als Despot und Tyrann beschrieben, mit Wutausbrüchen und unvorhersehbaren Launen. Doch tief in ihm versteckt lauert die Angst, Ettie zu verlieren, da er weiß, dass er ohne sie niemals alleine zurecht käme.Sehr gefühlvoll beschreibt Lucy Steeds in ihrem Romandebüt hier drei völlig verschiedene Künstlerseelen, die jeweils auf ihre eigene Weise versuchen, sich in ihrem Leben zu behaupten. Dabei entsteht vor dem Auge des Lesenden die Landschaft der Provence im Sommer, genauso wie die beschriebenen Bilder und die Gerüche. Man meint fast, den Lavendel zu riechen, das Terpentin, die Farbe und die vergorenen Früchte. Ein Buch, das sehr viel Spaß macht beim Lesen. Man erlebt das Gefühl eines heißen französischen Sommers, eine ganz sachte Liebesgeschichte und die Launen eines gefeierten Künstlers. Auch wenn es besagten Tartuffe nicht im wirklichen Leben gab, so tauchen doch auch berühmte Maler aus der damaligen Zeit auf, wie zum Beispiel Cezanne. Das schlägt die Brücke zwischen einer fiktiven Geschichte und der Zeit um 1920 im Künstlermilieu. Ein gefühlvoller und interessanter Roman wie gemacht für den Sommer, der das hält, was das schöne Cover verspricht. Der aussagekräftige Untertitel "Die Farben des Lichts" gefällt mir hier noch besser als der eigentliche Titel. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die eine leichte, angenehm erzählte und gefühlvolle Unterhaltung zu schätzen wissen.
Teilweise zu kitschig
Joseph bekommt die Einladung einen Artikel über den berühmten Maler Tartuffe zu schreiben. Dieser führt ein sehr zurück gezogenes Leben und daher stellt diese Einladung etwas Besonderes dar.In dem Bauernhaus angekommen, trifft Joseph auf einen egoistischen Tyrannen, den anderen Menschen nur dann interessieren, wenn sie einen Nutzen für seine Kunst darstellen. Ettie, die Nichte von Tartuffe (Tata) scheint nur im Hintergrund zu existieren. Sie sorgt dafür, dass Tata alles hat was er braucht und zieht die Fäden. Sie lebt dort ohne Kontakt zu anderen Menschen und es ist auch keinerlei Lektüre erlaubt. Tata verbietet alles was ihr wichtig werden könnte. Aber man spürt schnell, dass Ettie etwas verbirgt. Das Buch ist flüssig zu lesen, trotzdem konnte es mich nicht richtig packen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mit anderen Vorstellungen an das Buch heran gegangen bin. Ich habe mehr Poesie erwartet. Am besten hat mir die Geschichte von Ettie und ihre Entwicklung gefallen, die Liebesgeschichte war mir zu kitschig.
Eine ungewöhnliche und fesselnde Geschichte
Der junge Journalist Joseph Adelaide, der für ein Kunstmagazin arbeitet, bekommt 1920 die Gelegenheit den Maler Eduard Tartuffe, der zurückgezogen in einem kleinen Dorf in der Provence lebt, zu interviewen. Tartuffe lebt mit seiner 27 jährigen Nichte Ettie zusammen, die sich um die täglichen Dinge des Lebens kümmert und auch für die Bereitstellung seiner Malutensilien zuständig ist. Dankbarkeit erfährt sie von ihrem schwierigen, launischen und oftmals unberechenbaren Onkel allerdings nicht. Die Geschichte wird wechselweise aus der Perspektive von Joseph und Ettie erzählt. Ettie ist die Hautperson im Roman, trotz ihrer unterwürfigen Stellung im Haus gelingt es ihr sich auf eigene Art und vom Onkel unbemerkt zur Wehr zu setzen. Die Autorin Lucy Steeds hat einen poetischen, eindrucksvollen und schönen Schreibstil. Wenn im Detail die Motive für die zu malenden Bilder beschrieben werden, die sich oft ums Essen drehen, läuft einem schon mal das Wasser im Mund zusammen. Der Roman lebt von den Spannungen zwischen den Protagonisten und den langsam sich entwickelnden emotionalen Beziehungen. Einmal angefangen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen
ein Leuchten zwischen Leinwand und Leben
das tolle Cover hat mich mit seinem Spiel aus Licht und Farbe sofort in den Bann gezogen es fängt genau diese künstlerische Atmosphäre ein, die man beim Lesen förmlich spüren kann daher gefällt es mir auch so gut. Schon nach den ersten Seiten hat mich der Schreibstil von Lucy Steeds komplett abgeholt, weil er so unglaublich bildhaft und fast schon malerisch ist da bin ich komplett im Buch versunken. Ich fand es faszinierend, wie sie es schafft, die Leidenschaft für die Kunst und das Ringen um die eigene Vision in Worte zu fassen das hat mich immer sehr begeistert. Für mich war die Geschichte ein tiefes Eintauchen in eine Welt voller Ästhetik und Emotionen, wobei der Ton immer die richtige Balance zwischen feinfühliger Melancholie und inspirierender Kraft hält. Ein Buch, das mich dazu gebracht hat, die Farben um mich herum mit ganz neuen Augen zu sehen.
Ein stiller, berührender Blick auf die Kunst und die Liebe
Ich habe das Buch „The Artist - Die Farben des Lichts“ gelesen, das Mitte Mai in der deutschen Übersetzung von Hella Reese erscheint. Es umfasst über 370 Seiten und ist ein historischer Roman. Inhaltlich geht es um einen berühmten, aber fiktiven Künstler, der sehr zurückgezogen und eigenwillig lebt. Ein Journalist bekommt die seltene Gelegenheit, ihn zu interviewen, was für ihn eine große Bedeutung hat. Während dieses Aufenthalts lernt der Journalist nicht nur den Künstler besser kennen, sondern richtet seinen Blick auch zunehmend auf eine weitere Person im Umfeld des Künstlers, die von großer Bedeutung ist. Die Entwicklungen zwischen den Figuren sind teilweise sehr berührend und regen zum Nachdenken an. Obwohl es sich um einen historischen Roman handelt, fällt das nicht allzu sehr ins Gewicht. Die Sprache des Buches hat mir gut gefallen. Sie ist angenehm und leicht verständlich, sodass man der Handlung gut folgen kann. Zwar werden gelegentlich künstlerische Fachbegriffe verwendet, diese lassen sich jedoch aus dem Kontext erschließen und stören den Lesefluss nicht.Besonders interessant fand ich das zentrale Thema der Kunst, vor allem das Malen und das Leben als Künstler. Das Buch wirkt insgesamt eher leicht zugänglich, hat aber auch tiefere und teilweise etwas traurige Momente, die der Geschichte mehr Bedeutung verleihen.Ich konnte das Buch sehr schnell lesen, da es eine gewisse Spannung aufbaut und man wissen möchte, wie sich die Handlung weiterentwickelt. Mein Interesse blieb durchgehend erhalten. Das Ende ist relativ offen, was ich aber passend und völlig in Ordnung fand. Insgesamt war deutlich positiv überrascht.
Pressestimmen
Wunderbar leicht und dennoch tiefgründig erzählt.
Sylvia Paschert, 19.08.2026
Sie (die Autorin) pinselt voller Geschick Wörter, Sätze, Emotionen, Farben, Geschmäcker auf die Seit...en, dass selbst dieser Roman zu einem kunstvollen Gemälde wird. Ein Geniestreich, der Ihren Geist beflügeln und Ihr Herz schneller schlagen lassen wird! mehr weniger
10.08.2026
Dieser Roman ist sinnlich geschrieben, er fängt das Licht, die Düfte und die Farben der Provence per...fekt ein. mehr weniger
24.06.2026
Ein wunderbarer Sommerroman, der direkt Lust macht auf die Provence - mit ihren Farben, ihrem Licht ...und ihren Düften. mehr weniger
22.06.2026
Sommervergnügen pur!
03.06.2026
Dieser Roman ist die perfekte Sommer-Lektüre für alle, die sich für Kunst und Künstler*innen-Biograf...ien interessieren, die Sonne und Südfrankreich mögen und eine überraschende und fesselnde Geschichte lesen möchten. (...) Ein beeindruckend gutes Debüt und ein lesenswerter Schmöker! mehr weniger
22.05.2026
Ein virtuoses Debüt, so unwiderstehlich wie ein warmer Sommerwind.
22.05.2026
Jetzt erscheint ›The Artist‹ gleich in 22 weiteren Ländern und wird überall mit dem Leuchten der Pro...vence betören, das um 1920 die Nichte eines großen Malers ebenfalls über sich hinauswachsen lässt. mehr weniger
20.05.2026
Fantastisch geschrieben! Mit Tiefe.
15.05.2026
Kommen Sie mit uns in die Provence
Eine Welt voller Düfte, Farben, Licht und Schatten - so fühlt sich die sommerliche Provence und auch Lucy Steeds' Roman ›The Artist‹ an. Wenn Sie sich mit diesem Debüt in die Provence entführen lassen wollen, sollten Sie sich dieses Gewinnspiel nicht entgehen lassen!
1. Preis: Ein ArtNight Gutschein im Wert von 98€, ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein provence-Paket
2. - 5. Preis: Ein Exemplar des Romans ›The Artist‹ sowie ein Provence-Paket
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten folgende Frage: Haben Sie ein Lieblingsgemälde und wenn ja, welches ist es?
Das Gewinnspiel endet am 30.06.2026 um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Das sagt die internationale Presse
Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter, tiefer Kraft erzählt.
Daily Mail
Ein kraftvollles, alle Sinne anregendes Debüt. Lucy Steeds ist eine Autorin, die man im Auge behalten muss.
The Times
Die am meisten gelobte Debütautorin des Jahres […] Das sinnliche, berauschend duftende Porträt eines monströsen männlichen Egos und einer übersehenen Frau.
Telegraph
Ich habe jedes einzlene Wort dieses Romans geliebt … Steeds Sprache ist wunderschön, die Beschreibung der Kunst unheimlich fesselnd. Ich konnte die Farben förmlich riechen, die Textur der Leinwände fühlen, das Licht im Atelier sehen.
Deborah Joseph, Begründung für die Nominierung zum Women's Prize for Fiction 2025
Raffiniert und kraftvoll erzählt […] Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.
The Guardian