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Details

Über Kindheit und Erziehung vom Kaiserreich bis heute, über Schuld und Verdrängung, Lüge, Liebe

Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre

Ein Familienroman über Kindheit und Erziehung vom Kaiserreich bis heute, über Schuld und Verdrängung, Lüge, Liebe 

Nach langer Zeit kehrt Nikolas Finck, ein Schulmöbelfabrikantensohn, in sein Elternhaus bei Nürnberg zurück. Aus dem Wochenende wird ein Jahr. Einquartiert in der Dachkammer der Villa Sternbald, steigt er in die Vergangenheit der Familie hinab und beginnt zu erzählen: von seiner Kindheit und der ersten Liebe, von der Erfindung der Columba-Schulbank, dem traurigen Insektenforscher Jean und der glasflügeligen Edith, von nächtlichen Flugstunden mit dem heiligen Sebald und den beiden Frauen, die er vielleicht noch immer liebt. Während im Haus eine Ausstellung übers »Klassenzimmer im Wandel der Zeit« und das Firmenjubiläum vorbereitet werden, stört er das Treiben. Wie früher verfolgt der selbsternannte Aerophonautiker und Schnurologe eigene Pläne – um das Dunkle in der Familiengeschichte ans Licht zu bringen, vor allem aber zur Verteidigung der Kindheit seiner Neffen.

Vielschichtig, von epischer Tiefe und hinreißend erzählt

Bibliografische Daten

EUR 28,00 [DE] – EUR 28,80 [AT]
ISBN : 978-3-423-28424-0
Erscheinungsdatum: 12.09.2024
2. Auflage
672 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch

Autor*innen

Autor*innenporträt

Monika Zeiner

Monika Zeiner, geboren 1971, studierte Romanistik und Theaterwissenschaften in Berlin und Neapel. Sie forschte über Liebesmelancholie im Mittelalter, schrieb Hörspiel- und Theatertexte und war Mitglied der Band marinafon. Ihr Debütroman ›Die Ordnung der Sterne über Como‹ stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, erhielt den Publikumspreis der lit.COLOGNE und wurde für den aspekte-Literaturpreis nominiert. Für ihren zweiten Roman ›Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre‹, ebenfalls begeistert aufgenommen, wurde sie mit dem Düsseldorfer Literaturpreis und dem London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Neue Zürcher Zeitung
Ein sich nicht in der Idylle gefallender Familienroman, der überzeugend veranschaulicht, dass es ges...chichtliche Niederungen gibt, die nicht oft genug erzählt werden können. mehr weniger

Rainer Moritz, 16.09.2024

Deutschlandfunk, Büchermarkt - Buch der Woche
Eine literarische Forschungsarbeit, ein geistesgeschichtliches Kompendium, das noch einmal nachdenkt... über die Genese von Faschismus, Großmachtphantasien und kapitalistischer Skrupellosigkeit – aus der es nur einen Ausweg geben kann: die Phantasie. mehr weniger

Jan Drees, 15.09.2024

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wer etwas Unverwechselbares schafft, darf sich gern Zeit nehmen. Das ist ein Roman, der nicht für de...n Tag geschrieben ist, sondern leicht auch mal eine Ära übersteht. mehr weniger

Jo Lendle, 23.08.2024

Handelsblatt
Zeiner hat einen großen, tiefsinnigen, manchmal betrüblichen, aber oft humoristischen Roman geschrie...ben. mehr weniger

Claudia Panster, 13.12.2024

Deutschlandfunk Kultur, Lesart
Abseits aller Modewellen und Diskurswechsel hat sie in zehn Jahren diesen im aktuellen Umfeld sehr u...ngewöhnlichen zweiten Roman geschrieben, mehr weniger

Helmut Böttiger, 02.12.2024

SWR Kultur
Ein anspielungsreicher und literaturgesättigter Roman über eine Familie, die ihren Reichtum mit Schu...lmöbeln in der Kaiserzeit begründet und das Imperium im Nationalsozialismus ausgebaut hat, als der Großvater die Fabrik einer befreundeten jüdischen Familie im Zuge der Zwangsarisierung übernahm. mehr weniger

01.12.2024

Der Tagesspiegel
Zehn Jahre hat Monika Zeiner an diesem klugen, unterhaltsamen und erkenntnisstiftenden Buch gearbeit...et. Es ragt heraus, nicht nur aus den Neuerscheinungen dieses Literaturjahres. mehr weniger

Christoph Schröder, 29.11.2024

SRF 1
Ein wuchtiges, intellektuelles und fantasievolles Buch, das viel will und viel kann.

Tim Felchin, 26.11.2024

Kölnische Rundschau
Anders als man vermuten könnte, hat das Buch eine durchaus positive Botschaft. Wenn nämlich Kriege n...ichts Naturgegebenes sind, sondern ein Ergebnis einer späteren, kulturellen Entwicklung, dann könnte es uns auch eines Tages gelingen, sie abzuschaffen (…). Ein bisschen Balsam in diesen kriegerischen Zeiten! mehr weniger

Thomas Linden, 09.11.2024

Für Sie
Ein Roman, ergreifend wie Epos, melodisch wie ein Lied.

06.11.2024

FAZ
(…) ein Buch, dessen Rezeption in dieser Saison vielleicht doch ein wenig zu kurz gekommen ist.

24.10.2024

Emder Zeitung
Ein grandioses Familienepos über Generationen. (…) Monika Zeiner hat einen würdigen Anwärter für den... Titel „Buch des Jahres 2024“ geschrieben. mehr weniger

24.10.2024

Welt am Sonntag
So fein gewebt und humorvoll, so spannend und berührend war lange kein Roman der deutschsprachigen G...egenwartsliteratur. mehr weniger

Hannah Lühmann, 13.10.2024

Madame
Ein fantastischer Roman.

01.10.2024

rbb Radio 3
Sätze, die einen einfach nur umhauen – in der philosophischen Tiefe, aber auch in der Sprachmelodie.... Erzählerisch hat das Wucht, ein zeitloses Buch. mehr weniger

Corinne Orlowski, 24.09.2024

Stuttgarter Zeitung
Die unabgeschlossene Vergangenheit und der Versuch ihrer erinnerungspolitischen Beschwichtigung (......) ist selten auf so eigenwillige und vielschichtige Weise abgehandelt worden wie hier. mehr weniger

Stefan Kister, 18.09.2024

Hamburger Abendblatt
Der Erzählbogen bläht sich nie unnötig auf, mit den Familienscharmützeln auch in der Gegenwart sind ...die Kapitel auf anspruchsvolle, unterhaltsame Weise prall gefüllt. mehr weniger

Thomas Andre, 16.09.2024

MDR Kultur
Das Warten hat sich gelohnt. Ein großer, großer Familienroman, der in allen Verästelungen der deutsc...hen Geschichte nachgeht. mehr weniger

Rainer Moritz, 12.09.2024

Emotion
Eine schwindelerregende Reise durch mehr als ein Jahrhundert deutscher Geschichte(n), wie ich sie no...ch nie gelesen habe. (…) Es hat mich umgehauen. mehr weniger

Silvia Feist, 03.09.2024