Der neue große Roman von SPIEGEL-Bestsellerautor Matt Haig.
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Wie man die Zeit anhält
Seit kurzem lebt Tom Hazard wieder in London, wo er die faszinierende Camille kennenlernt. Auf Anhieb fühlt er sich zu ihr hingezogen. Doch er trägt ein Geheimnis in sich, von dem niemand etwas wissen darf: Tom sieht aus wie 40, in Wirklichkeit aber ist er schon über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er-Jahre erlebt und regelmäßig eine neue Identität angenommen. Eins war er dabei über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Während er Camille nun näherkommt, verändert sich für ihn alles.
Bibliografische Daten
2. Auflage
Matt Haig
Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller ›Ich und die Menschen‹.
4 - 10 von 121 Leserstimme
Faszinierend
BeschreibungWenn Liebe die Zeit besiegt.Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.Für mich ist er jetzt nicht wirlich aussagekräftig und gibt nicht so viel her .Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Das Cover ist passend zur Story Meine Meinung Der Schreibstil ist locker und frisch . Ich kam jedoch nicht so schnell in die Geschichte rein . Doch dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der hand legen. Das Buch ist auch was für jüngere leser . Die Story ist gut durchdacht .Was mir so ein bisschen weh tut is der Preis. Gut das die Geschichte dafür entschädigt hat . 5 sterne und klare kaufempfehlung
Albatros vs. Eintagsfliege
Inhalt:Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...Meine Meinung:Mein nun zweites Buch von Matt Haig und ich bin absolut begeistert.Gelesen wird das Hörbuch von dem bekannten Schauspieler Christoph Maria Herbst, der eine wirklich angenehme Stimme hat und super mit der Handlung harmoniert."Doch er ist kein Anker. Ein Anker hält ein Schiff an einem Ort. Mich hält nichts. Kann es sein, dass ich für immer mit diesem Gefühl durchs Leben treiben werde? Ein Schiff muss irgendwann ankommen. Es braucht einen Hafen, ein Ziel, bekannt oder unbekannt. Es muss irgendwohin, und dort vor Anker gehen, denn wozu wäre ein Schiff sonst gut? Ich war in meinem Leben so viele Menschen, habe so viele Rollen gespielt. Ich bin nicht einer. Ich bin viele in einem Körper. Ich war Menschen, die ich gehasst habe, und Menschen, die ich bewundert habe. Ich war aufregend und langweilig und glücklich und unendlich traurig. Ich war auf der richtigen und ich war auf der falschen Seite der Geschichte. Kurz gesagt, ich habe mich irgendwo unterwegs verloren." (ZITAT)Die Covergestaltung und der Inhalt gefallen mir wahnsinnig gut.Der Autor wechselt immer wieder in dem Buch von der Gegenwart in die Vergangenheit. Ein Mann, der seit über 400 Jahren auf der Erde wandelt, hat einiges zu erzählen. Da sind sie dann fast eins: der studierte Historiker und der ambitionierte Geschichtslehrer Tom, der an seinen desinteressierten Schülerinnen und Schülern fast zu verzweifeln droht.Haig lässt Tom mal lakonisch, mal sehr ernst auf die vergangenen Jahrhunderte zurückblicken: auf seine Kindheit in Frankreich, die Hexenverfolgung, seine Zeit bei den „Lord Chamberlain’s Men“ (und den Treffen mit William Shakespeare), auf die Anfänge der Kolonialzeit und die Freundschaft zu Omai, dessen Hütte er in Tahiti anzünden sollte.Reale Ereignisse und Personen wie Sir Jonathan Hutchinson, jenem Arzt, der die Progerie entdeckte, vermischen sich mit Toms fiktiven Leben. Geschichte wird somit greifbar und lebendig. Dennoch stößt Tom immer wieder an seine Grenzen und klammert sich an den Wunsch Marion wieder zu sehen.Der Protagonist sinniert natürlch über den Sinn seines Lebens und Gründe, am Leben zu bleiben - eine gewisse Nachdenklichkeit und Schwermut wird dargestellt."Mein Leben lang würde ich ein Schauspieler sein, mehr als jeder andere. Ich spielte immer nur eine Rolle. In welchem Stück würde ich als Nächstes auftreten, und wann würde das sein? Wie würde ich es fertigbringen, meine jetzige Rolle hinter mir zu lassen, wenn das doch bedeutete, dass ich Rose verlassen musste?" (ZITAT)Neben Shakespeare gibt es noch ein weiteres wiederkehrendes Element in seinen Romanen, die sich an Erwachsene richten: Hunde. Tom adoptiert einen Akita-Inu, den er Abraham tauft und der ihm ein Anker und kurzlebiger Gefährte in seinem nicht enden wollenden „Alba“-Leben ist.Absolute Hörempfehlung meinerseits.
Matt Haig, der großartige Geschichtenerzähler
GEDANKEN ZU „WIE MAN DIE ZEIT ANHÄLT“Nach „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ ist der aktuelle Roman von Matt Haig erst mein zweites Buch des Autors. Und das ist eine faszinierende Zeitreise, obwohl es mit Zeitreise im wörtlichen Sinne gar nichts zu tun hat.Protagonist Tom Hazard führt einen durch die letzten 400 Jahre – sowohl durch die großen geschichtlichen Ereignisse, als auch durch sein kleines, privates Leben. Aber auch Toms Gegenwart und die damit verbundenen Ereignisse ziehen einen sofort in den Bann. Diese Mischung ist dem Autor unglaublich gut gelungen und es gibt so viele Momente, die ich mit vollkommener Begeisterung gelesen habe. In Toms Vergangenheit findet der Leser ein einsames Leben, immer wieder durchzogen von kleinen Momenten der Freude, die jedoch nie lange währen. Tom ist immer auf der Flucht, um die Menschen, die ihm etwas bedeuten, in Sicherheit zu wissen und nahm dafür in den letzten vier Jahrhunderten unzählige Identitäten an."Der Schlüssel zum Glück ist nicht, man selbst zu sein, denn was heißt das überhaupt? Jeder Mensch hat so viele Ichs. Nein. Der Schlüssel zum Glück ist, die Lüge zu finden, die am besten zu einem passt." S. 71 „Wie man die Zeit anhält“ ist ein bewegendes Buch über die Liebe und Verlust, über das Leben und die Zeit, versehen mit kleinen Lebenslektionen. Alles verpackt in Toms Leben. Matt Haig ist ein großartiger Geschichtenerzähler, die Ehrlichkeit in seinen Worten treffen ins Herz und die Kreativität hinter dieser Geschichte ist beeindruckend. Dieses Buch rückt das Leben und die Zeit in den Fokus, beleuchet es aus allen erdenklichen Perspektiven und bringt zum Nachdenken. Über das eigene Leben, die getätigen Handlungen und getroffenen Entscheidungen und natürlich auch über die Zeit.ZUSAMMENFASSEND„Wie man die Zeit anhält“ ist ein beeindruckender und faszinierender Roman über das Leben und die Zeit, in der so viel Kreativität des Autors steckt, dass es sich kaum beschreiben lässt. Es ist gespickt mit kleinen Lebensweisheiten und regt an einigen Stellen sehr zum Nachdenken an. Das war eindeutig mein letztes Buch des Autors, denn für mich ist er großer Geschichtenerzähler.
Kein Vergnügen, so alt zu sein
Tom Hazard ist ein hervorragender Geschichtslehrer, da er den Lehrstoff nicht einfach staubtrocken vermittelt, sondern ihn so erzählt, als habe er die einzelnen Zeiten selbst erlebt. Und das hat er ja auch, da er seit Jahrhunderten quasi unsterblich ist, kaum altert und die Grossen der Geschichte deshalb teils persönlich gekannt hat. Nur darf das niemand wissen, denn es gibt noch mehr solche "Albas" (Albatrosse) wie ihn, und Geheimbünde wachen über diese ihre aussergewöhnliche Eigenschaft. Den mittelalterlichen Hexenverbrennungen knapp entronnen, durchleidet Tom bis herauf ins 21. Jahrhundert düstere Zeiten. Da die Liebe ein Fallstrick ist, welcher ihn entlarven könnte, muss er trotz gegenseitiger Zuneigung auf Verbindungen mit Frauen verzichten. Aber das scheint fast unmöglich, will er sich nicht verdächtig machen. Aus diversen Andeutungen einer Frau glaubt er entnehmen zu können, dass auch sie eine Alba ist. Doch diese Vermutung trägt kaum zu seiner Entspannung bei.Tom weiss, dass er eine Tochter hat. Als er erfährt, dass sie von seiner Art ist, sucht er auf der ganzen Welt nach ihr. Immer wieder muss er seine Identität wechseln, damit niemandem auffällt, dass er nie älter wird. Ein unstetes Leben, beladen mit der ständigen Angst, entdeckt zu werden und der Ungewissheit, wann dem allem endlich ein Ende bereitet wird. Denn Unsterblichkeit ist kein reines Vergnügen!Von Christoph Maria Herbst gelesen, habe ich den Roman als Hörbuch wahrscheinlich mehr genossen, als wenn ich das Buch gelesen hätte. Mit seiner ruhigen Stimme baut er ohne grosse Modulation einen straff gespannten Bogen durch die Jahrhunderte und vermittelt dabei grosse Emotionen. Ein mitreissender Roman!
Eine schöne Idee mit Tiefgang, Gefühl und toller Botschaft
Klappentext„Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.“GestaltungDas Cover übt auf mich etwas Anziehendes aus, denn die Farben finde ich schön aufeinander abgestimmt. Dadurch, dass das Ziffernblatt der Uhr in helleren Farben gehalten ist, die von dunklen Blautönen umrahmt werden, wirkt es so, als wäre es nachts und die Uhr würde von innen beleuchtet werden, während ein Mann davor liegt. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Männerfigur nur als Schattenumriss erkennbar ist. Dies gefällt mir sehr gut. Auch mag ich die über das Cover fliegenden einzelnen Papierblätter, da sie den Titel sehr schön umrahmen.Meine MeinungSchon lange wollte ich ein Buch von Matt Haig lesen, da ich viel über seine besonderen Bücher gehört habe und mich bisher auch alle inhaltlich sehr angesprochen haben. Nun habe ich mir das Erscheinen seines neusten Werkes zu Herzen genommen und endlich zu einem Haig-Buch gegriffen. Was soll ich sagen? Ich bin total geflasht und nun dem Autor total verfallen! Der Schreibstil hat mich sofort verzaubert und die Idee fand ich auch richtig klasse!In „Wie man die Zeit anhält“ geht es um Tom. Tom altert nur sehr, sehr langsam und so sieht er mit über 400 Jahren noch aus wie 39 Jahre. Diese Idee fand ich super, auch wenn sie in abgewandelter Form schon in Filmen vorkam, so fand ich es dennoch toll, wie Matt Haig die Geschichte aufbereitet hat. Die „Albas“, also Menschen, die lange leben, bzw. ihre Gesellschaft, überleben sogenannte „Eintagsfliegen“, also Normalsterbliche, um Jahrhunderte. So kommt es, dass Tom auch seine große Liebe Rose überlebt und sich in einem Leben ohne sie zurechtfinden muss. Romantisch wird es, als Tom nach hunderten von Jahren Camille trifft und sich in sie verliebt. Doch wie stellt man es am besten an, ihr nahe zu kommen, wenn man so lange nicht geflirtet hat? Wenn man seit 400 Jahren Single ist und keine Ahnung mehr hat von den Regeln der Liebe? Die Idee der „Albas“ und dass sie eine Art Gesellschaft mit Regeln für das Überleben in den Jahrhunderten darstellen, fand ich klasse, da ich fasziniert war von den Lebensweisheiten und der Art zu leben dieser Menschen. Sie müssen immerhin mit einigen Bürden und Verlusten klarkommen. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich gerne mehr über sie erfahren hätte. Am Rande erfuhr ich etwas über die anderen „Albas“, aber da der Fokus auf Tom lag, blieben sie leider etwas blass, was ich schade fand.Die Handlung ist wirklich sehr ruhig und seicht und hätte für mich ruhig etwas dramatischer oder überraschender auslaufen können, denn hauptsächlich dreht sich alles darum, dass Tom leidet und Rose vermisst oder dann darum, wie er sich nach Camille und der Liebe sehnt. Ich fand die Gefühle gleichzeitig aber auch schön beschrieben, da ich doch des Öfteren eine Gänsehaut auf den Armen hatte oder Toms Gefühle und Bedrückung selber gespürt habe. Diesbezüglich hat der Autor also ganze Arbeit geleistet. Auch die bittersüße Liebesgeschichte des Buches konnte mich überzeugen, da auch hier die Gefühle sehr authentisch waren und für mich als Leser spürbar. Zudem mochte ich die philosophischen Züge des Buches. Es gibt immer wieder kleine Denkanstöße hinsichtlich des Lebens, der Vergänglichkeit und der Zeit an sich. Diese poetischen Verse gingen mir direkt unter die Haut und haben mich nachdenklich gestimmt. So etwas mag ich bei einem Buch gerne, da ich über die Zeilen hinaus noch etwas für mich mitnehmen kann. Besonders gefiel mir auch die Botschaft der Geschichte, die mir vermittelt hat, dass es darauf ankommt, das Leben zu genießen und nicht in der Vergangenheit oder Zukunft zu verweilen.Fazit„Wie man die Zeit anhält“ ist ein gefühlvoller Roman über das Leben und die Zeit, der dem Leser eine wichtige und schöne Botschaft mitgibt. Wer gerne Bücher liest, die einen verzaubern und die einem die Gefühle der Figuren vermitteln, der ist hier genau richtig. Toms tiefgründige Gedanken über das Leben, seine Bedrückung und seine Sehnsucht springen auf den Leser über. Gleichzeitig hat das Buch auch poetisch-philosophische Ansätze, die mir eine Gänsehaut beschert haben und die mich zum Nachdenken angeregt haben. Dies habe ich sehr genossen und geliebt, da ich viel aus der Geschichte für mich mitnehmen konnte!4 von 5 Sternen!Reihen-InfosEinzelband
Dieses Buch hat soviel zu bieten
Von Matt Haig habe ich schon so Einiges gelesen und „Wie man die Zeit anhält“ war wieder mal ein sehr schönes Buch, das auf 384 Seiten nicht nur sehr gut unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.Dieses Buch ist zurecht in der Sparte „Literatur“ angesiedelt, liest sich aber nicht so schwer, wie man das dann vermuten würde bzw. wie es bei zig Büchern dieses Genres ist. Es liest sich flüssig und wirklich gut.Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.Dieses Buch ist nicht nur eine Reise durch die Literatur, sondern auch eine sehr schöne Geschichte zweier Menschen, deren gemeinsame Begegnung ihr Leben gehörig auf den Kopf stellt. Denen man gerne auf ihrem Weg folgt, den schönen Worten von Matt Haig „lauschend“.Einfach nur schön, zum Nachdenken anregend, ein Buch das man genießen sollte, denn es hat sehr viel zu bieten.
Ein Buch zum Träumen
Tom Hazard hat in seinem seit 400 Jahren andauernden Leben viel erlebt. Er hat nicht nur verschiedene Epochen der Geschichte miterlebt und an den unterschiedlichsten Orten auf der Welt gelebt, sondern er hat auch Menschen geliebt, sie altern und sterben sehen oder sie verlassen müssen ihnen Unannehmlichkeiten oder gar Gefahren zu ersparen. Seine außergewöhnliche Veranlagung der langsamen Alterung ist sowohl Segen als auch Fluch zugleich. Doch er ist auch um einige Erfahrungen reicher geworden. Die große Einsicht am Ende des Romans ist sicher die Aussage, dass man weder in der Vergangenheit leben kann und sich somit von dieser lösen muss, noch dass man weiß was die Zukunft für einen bereit hält und dass damit die einzig wichtige Zeit die Gegenwart ist, die wir genieße und für die wir leben sollten. Und so kann sich auch der Protagonist nach vielen Jahrhunderten endlich wieder auf eine neue Liebe einlassen und eine unvorhergesehene Zukunft einlassen. Insgesamt die Geschichte um Tom Hazard sowohl etwas von einem Abenteuerroman als auch etwas von einer Liebesgeschichte mit kleineren Einwürfen philosophischer Gedanken. Ein Roman der sich leicht lesen lässt und zum Träumen einlädt. Kurzweilig und dennoch nicht allzu seicht. Eben ganz das was auch schon das träumerische Cover verspricht.
Zeit ist wertvoll
Covergestaltung:Ein Mann, eine Uhr und fliegende Seiten. Die Covergestaltung finde sehr passend zur Geschichte und auch abwechslungsreich. Die Farben sind sehr ansprechend und es wirkt etwas träumerisch.Inhalt und eigene Meinung:Ich habe mir das Hörbuch angehört, weil mich die Geschichte von Matt Haig und die Idee dazu sehr angesprochen hat. Protagonist ist Tom - er ist Geschichtslehrer an einer Schule in London.Er ist 439 Jahre alt und kann den Schülern somit vieles sehr detailreich berichten, schließlich war er bei so einigen Ereignissen dabei.Sein Alter sieht man ihm allerdings nicht an, er sieht aus wie 40 > er altert nur sehr langsam und kann dadurch sehr alt werden.Die Menschen die er liebt altern normal und so ist es mit dem Lauf der Zeit, das sie irgendwann nicht mehr da sind. Desto mehr Zeit vergeht, desto mehr Menschen verlassen ihn auch. Daher hat er kaum noch Kontakt zu anderen Leuten - es ist nämlich auch nicht ungefährlich.Dann gibt es da aber noch Hendrich und noch einige anderen, die diese Fähigkeit besitzen. Hendrich hat die sogenannte Albatros-Gesellschaft gegründet. Er behauptet, er habe es getan um die Menschen zu schützen, die nur sehr langsam altern. Bei jedem Kapitel begleiten wir Tom in eine andere Zeit und einen anderen Ort > Durch das vorlesen der Kapitelüberschrift, erfährt man das Jahr und den Ort, der als nächstes kommt. Neben Shakespeare und Captain Cook lernt man auch die 20er Jahre kennen.Wir treffen auf seine erste und einzige große Liebe. Aber auch die Zeit kann nicht immer alle Wunden heilen. Das Hörbuch finde ich sehr gelungen - die Handlung, sowie der Erzählstil haben mir gut gefallen. Christoph Maria Herbst hat die Geschichte sehr gut vorgetragen und eine passende Atmosphäre geschaffen. Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen. - Zeit ist sehr wertvoll und kann man nicht kaufen! -
Gute Idee!
Der Grundgedanke dieses Buches hat mich von Anfang an begeistert, daher musste ich es unbedingt lesen. Die Idee finde ich auch jetzt nach dem Lesen noch hervorragend aber ich glaube das daraus noch wesentlich mehr zu machen gewesen wäre. Die Story um Tom Hazard und sein Leben ist gut beschrieben und man kann an vielen Stellen die Problematiken des "ewigen Lebens" sehr gut nachvollziehen. Jedoch finde ich die Zeitsprünge manchmal etwas schwer verständlich, da diese nicht chronologisch sind und man etwas braucht, um zu realisieren zu welcher Zeit es grade worum geht. Alles in Allem finde ich die Story und auch den Grundgedanken dahinter sehr unterhaltsam und interessant denke aber, dass noch eine Menge Luft nach oben ist!
Zeit ist kostbar - doch was, wenn man viel mehr als alle anderen hat?
Tom hat ein Geheimnis: Er ist schon über vierhundert Jahre alt, sieht aber aus wie ein Mann in seinen Vierzigern. Als Mitglied der sogenannten Albatros-Gesellschaft kümmern er sich darum, andere aufzuspüren, die sind wie er. Im Gegenzug erhält er alle acht Jahre eine neue Identität. Diesmal bittet er darum als Geschichtslehrer nach London zurückkehren zu dürfen - die Stadt, in der er sich Jahrhunderte zuvor zum ersten und letzten Mal verliebte. Findet er dort vielleicht einen Hinweis auf seine Tochte, die ist wie er und von der seit damals trotzdem jede Spur fehlt?Zeit scheint im Buch eine wichtige Rolle zu spielen, daran lassen Cover und Titel keinen Zweifel. Der Protagonist Tom hat mehr als genug davon. Seit er ein Teenager ist braucht es etwa fünfzehn Jahre, bis er ein Jahr älter aussieht. So viele Menschen, die ihm etwas bedeutet haben, hat er schon überlebt. Gleichzeitig muss er ständig die Identität wechseln, um nicht aufzufallen. Warum also überhaupt weitermachen? Das hat er sich schon oft gefragt und darauf nur eine Antwort: Er will unbedingt seine Tochter Marion finden.Tom ist ein nachdenklicher Charakter, der die Erlebnisse von Jahrhunderten mit sich trägt. Immer wieder holen ihn alte Erinnerungen ein. Der Leser wird dadurch mitgenommen auf eine Reise durch ganz verschiedene Epochen. Man erfährt zum Beispiel, wie seiner Umgebung das erste Mal aufgefallen ist, das er nicht altert, liest von Fluchten und Hoffnung, Rückschlägen und einer großen Liebe. Der Autor hat das Buch dazu klar strukturiert, sodass ich gern an Toms Seite in die verschiedenen Zeiten eingetaucht bin, ohne dass mir durch die vielen Sprünge schwindelig wurde.In der Gegenwart muss sich Tom an sein Leben als Lehrer gewöhnen und will Geschichte für seine Schüler lebendig machen. Die Französischlehrerin Camille geht ihm dabei bald nicht mehr aus dem Kopf. Doch er darf sich nicht verlieben – das ist die wichtigste Regel der Albatros-Gesellschaft, und auch seine eigene Geschichte hat ihn das gelehrt. Außerdem behauptet Camille, ihn schon mal gesehen zu haben – ist seine Tarnung in Gefahr? Die Geschichte in der Gegenwart entwickelt sich nur langsam, hier hätte ich mir mehr Nachforschungen und Wendungen gewünscht. Das fällt vor allem auf im Vergleich zu den vielen Ereignissen aus der Vergangenheit, die beschrieben werden. Der Showdown konnte mich schließlich in Sachen Tempo und Dramatik begeistern.In „Wie man die Zeit anhält“ bezieht der über vierhundert Jahre alte Tom seine Energie zum Weitermachen vor allem aus dem Wunsch, seine Tochter zu finden. Toms Erlebnisse in den verschiedenen Epochen haben berührt und unterhalten, während ich mir in der Gegenwart mehr Entwicklungen gewünscht hätte. Das Buch regt zum Nachdenken über die Kostbarkeit von Zeit, Vergänglichkeit und das Festhalten schöner Momente an. Ich vergebe vier Sterne.
Pressestimmen
Ein wunderschönes, magisches Buch, das direkt ins Herz zielt.
Cathrin Brackmann, 03.07.2018
Perfektes Buch für den Urlaub, in dem Zeit keine Rolle spielt.
15.06.2018
Dank Haigs warmherziger Weltsicht und der netten Liebesgeschichte ein gelungener Zeitvertreib.
Angela Wittmann, 06.06.2018
Matt Haigs Roman ist ungewöhnlich, spannend, fantasievoll und in England ein Bestseller.
09.05.2018
›Wie man die Zeit anhält‹ ist romantisch, dramatisch, sentimental
Gustav Gaisbauer
Absolut lesenswert!
Karl Aulbach
Ein magischer, brillant erzählter, bisweilen tragischer und faszinierender Roman zum Nachdenken und ...Verlieben. mehr weniger
Ein philosophisches Buch mit Tiefgang, Humor, Spannung und einem zutiefst menschlichen Protagonisten..., dem man viele LeserInnen wünscht. mehr weniger
Anita Ruckerbauer
Absolut lesenswert!
Ein wunderbares, pantasievolles Buch.
30.09.2021
›Wie man die Zeit anhält‹ ist ein berührender Roman über die Liebe und Zeit.
20.11.2019
›Wie man die Zeit anhält‹ ist eine inspirierende Geschichte, die Philosophie und Dramatik gekonnt mi...teinander verbindet. mehr weniger
Elena Meyer-Thamer, 23.10.2019
Haigs Roman wirft ein fast philosophisches Licht auf die Zeit und auf das, was sie mit den Menschen ...macht. mehr weniger
27.07.2018
Matt Haigs ›Wie man die Zeit anhält‹ ist berückend brillantes Erwachsenen-Romantasy.
11.07.2018
Matt Haigs Roman wirft leichtfüßig kluge Fragen auf.
04.07.2018
Matt Haigs ›Wie man die Zeit anhält‹ ist berückend brillantes Erwachsenen-Romantasy.
20.06.2018
Dem Buch liegt ein schönes Gedankenspiel zugrunde.
14.06.2018
Matt Haig nimmt die Leser mit auf eine ganz spezielle Reise, an die man immer gern zurückdenkt.
01.06.2018
Ein kluges, warmherziges und doch so spannendes Buch.
23.05.2018