Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Wenn Liebe die Zeit besiegt

Wie man die Zeit anhält

Seit kurzem lebt Tom Hazard wieder in London, wo er die faszinierende Camille kennenlernt. Auf Anhieb fühlt er sich zu ihr hingezogen. Doch er trägt ein Geheimnis in sich, von dem niemand etwas wissen darf: Tom sieht aus wie 40, in Wirklichkeit aber ist er schon über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er-Jahre erlebt und regelmäßig eine neue Identität angenommen. Eins war er dabei über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Während er Camille nun näherkommt, verändert sich für ihn alles.
 

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43384-6
Erscheinungsdatum: 20.04.2018
2. Auflage
384 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Übersetzt von Sophie Zeitz
Autor*innenporträt

Matt Haig

Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller ›Ich und die Menschen‹.  

zur Autor*innen Seite
Übersetzer*innenporträt

Sophie Zeitz

zur Übersetzer*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

121 von 121 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen


61%

39%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


5 - 10 von 121 Leserstimme

frejo am 03.06.2018 15:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ist ein langes Leben erstrebenswert?

Tom ist ein Albatros: er altert verzögert und ist nicht vierzig Jahre alt, wie er aussieht, sondern über 400 Jahre. Ständig muss er sein Leben an einem Ort aufgeben, weiterziehen und woanders neu anfangen, da es sonst zu sehr auffällt, dass Tom nicht in dem Maße älter wird, wie die Menschen um ihn herum. Dabei hat er einmal geliebt und alles verloren - das soll ihm nie wieder passieren, bis er Camille trifft...Ich habe mich wahnsinnig auf das neue Buch von Matt Haig gefreut und wurde nicht enttäuscht. Sein unaufgeregter Schreibstil nimmt einen sofort gefangen und man ist mittendrin im Leben von Tom. Dabei gibt es zahlreiche Jahressprünge, die nicht wirklich chronologisch sind, aber dank der Jahreszahlen am Kapitelanfang behält man die Übersicht und die dadurch entstehende Komplexität hat mir gut gefallen. Mit jeder weiteren Seite erschließt sich einem die Einsamkeit, die Tom gefangen hält und wieso ein verlängertes Leben für ihn kein Segen ist.Alles in allem habe ich mir das Buch zu diesem Thema doch etwas philosophischer vorgestellt, aber es regt wieder sehr zum Nachdenken über das Leben, die Zeit und die Liebe an und ich habe es sehr genossen.

januar12 am 29.05.2018 08:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ewig leben ?

Ewig leben ? Ein Wunschtraum oder ein Alptraum? Tom Hazard lebt schon seit über 400 Jahren. Immer wieder musste er seine Identität und seinen Wohnort wechseln, damit niemand merkt, dass er viel viel weniger altert als normale Menschen. Gerade erst wieder hat er so einen Wechsel vollzogen, er ist nun Lehrer für Geschichte in London. Seine Kollegin Camille fasziniert ihn von Anfang an - aber er darf für seine Mitmenschen keine großen Gefühle entwickeln - zu groß ist die Gefahr für sein Leben, aber auch für seine Gefühlswelt.Matt Haig erzählt aus Sicht von Tom von seinen Gefühlen, seinen Sorgen, er sind depresse Stimmungen, die immer wieder unterbrochen werden von einem goßen Wunsch, den er noch hat, ein Wunsch, eine Hoffnung, die ihn am Leben hält.Immer wieder gibt es Rückblenden auf sein Leben, nicht chronologisch, sondern wie seine Gedanken - springen sie mal da und dort hin. So erfährt der Leser erst nach und nach von seiner Jugend, in der ihm und anderen zum ersten Mal aufgefallen ist, dass er scheinbar nicht altert, aber auch von seiner großen Liebe Rose. Eine Liebe, die nichts sein durfte. Aber auch wie er zur Albatros-Gesellschaft kam, der er verpflichtet ist. Und immer wieder die Wechsel zur aktuellen Zeit, in der wir seine Einsamkeit und seine Sehnsüchte miterleben.Der Roman ist kein Spannungsroman, nur selten sind es dramatische Ereignisse, es ist ein ruhiger Erzählfluss, bei der mir etwas Dynamik fehlte, besonders in der zweiten Hälfte. Dafür punktet der Roman mit interessanten Gedankenspielen, manchmal packt er einen emotional (Mittelalter), anderseits gab es auch immer wieder Abschnitte, die mir zu oberflächlich oder lapidar wirkten.Der Roman kommt einerseits an viele anderen Romane, denen ich auch 4 Sterne gegeben habe, nicht heran. Aber er ist wiederum auch nicht so schlecht, dass ich nur 3 oder 3,5 Sterne vergebe könnte. Diesmal fiel mir die Bewertung wirklich schwer, was vor allem daran liegt, dass das erste Drittel hervorragend war, der mittlere Teil schwächer und das Ende für mich nicht ganz rund war. So richtig schlecht aber auch nicht. Daher habe ich mich für die 4 Sterne entschieden, die unter dem Strich gesehen, wenn man alles mit einbezieht, Schreibfluss, Lebendigkeit der Protas, Grundidee und Umsetzung, gerechtfertigt sind.Neben vielen berühmten Figuren der Vergangenheit, die in diesem Roman als Randfiguren auftreten (Cook, Shakespeare, Charlie Chaplin u.a.), sind es einige Sätze, die den Leser zum Nachdenken bringen und dem Roman auch etwas Tiefe geben.Ein Zitat von Seite 78 hat mir besonders gefallen:"Das Einzige, was man mit der Vergangenheit tun kann, ist , sie mit sich herumzuschleppen, ihr wachsendes Gewicht zu tragen und zu beten, dass es einen nie erdrückt.".Das beschreibt auch Tom und seine Gefühlslage sehr gut.Der Roman gibt Stoff zum Nachdenken über die Zeit und das Leben, über das Wichtigste im Leben und relativiert so manchen Wunschtraum von einem ewig währenden Leben.

lavendelknowsbest am 27.05.2018 20:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Besonders, aber nicht episch

Tom Hazard sieht aus wie 40, doch fühlen tut er sich wie 440, denn das ist sein wahres Alter. Tom hat einen Gendefekt und altert viel langsamer als die anderen Menschen. Das macht sein Leben ziemlich einsam, denn mit dem Verlieben geht auch die ständige Angst einher für immer zu verlieren. Als Tom seine Lehrerkollegin Camille kennenlernt, schwankt sein Entschluss für immer allein mit seinem Geheimnis zu leben...Ich hatte bisher noch kein Buch von Matt Haig gelesen. Da ich allerdings wahnsinnig gerne Romane lese, in denen mit der Zeit gespielt wird, musste ich es auf einen Versuch ankommen lassen. Denn die Geschichte klang einfach nach allem, was ich liebe. Ich freute mich darauf zu erfahren, was hinter Toms Alter steckt, welche Ereignisse er in seinem langen Leben schon erlebt haben muss und ich wünschte mir eine epische Liebesgeschichte herbei.Schon auf den ersten Seiten ist mir aufgefallen, was für einen schönen, leicht philosophischen Schreibstil Matt Haig hat. Jede Pointe saß und so entstanden ein paar große und wichtige Aussagen.Tom ist ein Protagonist, dessen Besonderheit gleichzeitig wie ein Fluch ist, denn er kann nie lange Zeit mit Menschen zusammenleben, schon gar nicht sich öffnen. Aufgewachsen zur Zeit der Hexenverfolgung, wurde diese Toms Mutter zum Verhängnis. Getrieben von der Angst wieder für den Tod eines geliebten Menschen verantwortlich zu sein, zieht Tom umher. Bis er seiner ersten großen Liebe Rose begegnet.400 Jahre später denkt Tom oft an diese Zeit zurück und das erleben wir mit. Die Perspektiven springen von der Londoner Gegenwart zu den unterschiedlichen Zeiten umher. Mir fiel es schwer, mich da ganz auf die Geschichte einzulassen, denn kaum waren wir erzählerisch in einer Zeit angekommen, sprangen wir auch schon wieder zurück in eine andere. Hauptsächlich halten wir uns in Toms ersten Jahren auf, wo er auch Shakespeare kennenlernte. Das fand ich ziemlich cool, auch wenn ich erwartet hatte, dass viel häufiger Anekdoten von Ereignissen und Persönlichkeiten einfließen würden. Doch den Wunsch erfüllte mir der Autor leider nicht.Dafür erfand er eine Gesellschaft, die aus anderen Menschen besteht, die wie Tom sind und einander aufspüren. Damit hatte ich nicht gerechnet, da ich nach dem Klappentext davon ausging, dass Tom ein Einzelfall sei.So nahm der Handlungsstrang um die Gesellschaft einen sehr großen Anteil, was leider auf Kosten der Liebesgeschichte ging. Hier hatte ich mehr erwartet, Camilles Stellenwert für die Geschichte ist verschwindend gering und ihre Liebesgeschichte kaum existent gewesen. Der Klappentext hat bei mir die falschen Erwartungen diesbezüglich geweckt. Eigentlich ist Tom im Laufe des Buches auf der Suche nach einer anderen Art von Liebe aus seiner Vergangenheit. Doch an der Stelle möchte ich nicht mehr verraten, weil es eine der wenigen Überraschungen des Buches war, welche aber auch recht früh in der Handlung enthüllt wird.Die Idee hinter "Wie man die Zeit anhält" und Matt Haigs Schreibstil machen das Buch zu etwas besonderem. Allerdings war es leider nicht so überzeugend und episch, wie ich das von ihm erwartet hatte.

crow am 27.05.2018 10:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein wunderbares Buch darüber, was wirklich im Leben zählt

Kennt ihr das? Ihr seid unglaublich begeistert von einem Buch oder einer anderen Sache und dann hört ihr andere Leute darüber reden und die sind nicht so begeistert. Dann stellt ihr alles in Frage. Liegt ihr mit eurer Meinung wirklich so daneben? „Wie man die Zeit anhält“ spaltet die Leser extrem. Entweder man liebt dieses Buch aus der Feder von Matt Haig, findet den Schreibstil und die Erzählung großartig, oder man findet es einfach furchtbar, beschwert sich über Plattitüden und versteht nicht, um was es hier gehen soll. Deswegen hab ich gegrübelt und gegrübelt. Aber ganz ehrlich? Meine Meinung hat sich nicht geändert. Kein Stück. Ich liebe dieses Buch. Ich habe wunderschöne Zitate in diesem Buch lesen dürfen, die mir die Seele erhellt und das Herz geöffnet haben. Mit seinem wunderschönen Schreibstil hat Matt Haig mich gleichzeitig träumen und wach werden lassen. Mich hat "Wie man die Zeit anhält" einfach abgeholt. Und deswegen werde ich versuchen, dich, lieber Leser meiner Rezension, so auf dieses Buch vorzubereiten, dass du dich auch in dieses Buch verlieben kannst. Ich liebe Zeitreisen. Ob in Filmen, in Büchern oder einfach nur durch das Betrachten von Fotos. Die Menschen haben sich unter anderem technologisch und modisch so weit entwickelt und doch sind ihre Herzen gleich geblieben. Das Leben ist immer ein Wechselspiel aus Angst, Sicherheit, Macht und Liebe. Ich finde das faszinierend. In "Wie man die Zeit anhält" lädt der Protagonist Tom Hazard den Leser dazu ein in seinen über 400 Jahre alten Erinnerungen durch die Zeit zu reisen. Und es wird klar, dass Matt Haig darüber nachdenkt, was nach 400 Jahren noch wichtig im Leben ist. Wie verändert ein so langes Leben? Nach Matt Haigs Überlegungen verstärken sich alle Emotionen über so ein langes Leben hinweg. Siegt die Angst vor der Ohnmacht, weil man merkt, dass das eigene Leben nur ein kleines Sandkorn ist? Oder siegt die Liebe, weil man in 400 Jahren versteht, dass Liebe das einzige ist, was zählt? Gleich zu Beginn erzählt Tom Hazard, dass ihm verboten wurde sich zu verlieben, als er sich einer Organisation angeschlossen hat, die ihm dafür seine Sicherheit versprochen hat. Aber ist das wirklich ein Leben, ohne Liebe? Lohnt es sich, sich selbst aufzugeben, um ein derartiges Leben in dieser Art Sicherheit zu leben? 400 Jahre hat Tom Hazard schon gelebt. Was zählt da noch? Das geschichtliche wird unwichtig. Es sind nur Erinnerungen, die den Protagonisten auf dem Weg zu sich selbst geprägt haben. Was bleibt nach 400 Jahren noch? Tom Hazard hat Kopfschmerzen als wäre es eine Art Kater. Als fehle ihm etwas wichtiges. Ich habe dieses Buch als philosophischen Diskurs mit einer für mich sehr wichtigen Botschaft gelesen. Ja, es kam mir sogar vor, als würde ich mit Matt Haig in einen Dialog treten. Was andere Leser als Platitüden lesen, war für mich Matt Haigs Versuch altbekanntes in neues, 400 Jahre altes, Licht zu rücken. Dieses Buch ist ein Gedankenspiel mit der Frage: Was ist im Leben wirklich wichtig? Matt Haig nimmt einen 400 Jahre alten Protagonisten um das Leben wie unter einem Mikroskop zu vergrößern, damit deutlicher wird, worum es ihm geht. Das könnte natürlich enttäuschend für die Leser werden, die erwarten, dass sie Geschichte hier hautnah miterleben dürfen. Das kann der Leser zwar auch, aber es steht nicht im Fokus. Wenn man uralt ist und all das erlebte nichtig wird, weil sich alles, was passiert, scheinbar wiederholt, ist Liebe das Einzige, was wichtig ist, weil diese die Zeit anhalten kann und ihr einen Sinn verleiht. Liebe hilft einem im Moment zu bleiben und gibt ihm die nötige Bedeutung. Liebe bekämpft die Angst und macht Sicherheit unwichtig. Darum geht es in diesem Buch. Am Schluss ist die übermächtige Sicherheit der Organisation doch nicht so groß und die Frage ist: Was bedeutet das für das Buch? Wird es einen zweiten Teil geben? Oder ist dies Matt Haigs Weg zu sagen, dass es diese Sicherheit niemals gegeben hat? Ich hab es auf die zweite Art gelesen, hätte aber nichts gegen einen zweiten Teil einzuwenden. Im Nachhinein denke ich, dass ich hier keine Rezension sondern eine Liebeserklärung geschrieben habe. Das liegt daran, dass meiner Meinung nach "Wie man die Zeit anhält" ein wunderbares Gedankenspiel ist. Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen und kann es nur jedem ans Herz legen.

ladyicetea am 27.05.2018 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wunderbar

Wenn Liebe die Zeit besiegt. Keiner lehrt Geschichte so lebendig wie er ‒ und das hat einen guten Grund: Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, die Literaten und Jazzmusiker der Roaring Twenties in Paris erlebt und alle acht Jahre eine neue Identität angenommen. Eines war er über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Denn die Nähe zu anderen Menschen wäre höchst gefährlich gewesen. Jetzt aber tritt Camille in sein Leben. Und damit verändert sich alles.Ich kannte noch kein Buch des Autors und wurde von seinem Schreibstil sehr positiv überrascht. Er ist sehr flüssig und beschreibt dabei wunderbar die Geschehnisse. Für mich wurde das Buch dadurch zum richtigen Pageturner. Die Geschichte an sich finde ich auch sehr gut. Es erinnerte mich vom Klappentext ein wenig an den Film „Man from Earth“ und auch wenn das Buch nicht ganz so philosophisch ist, finde ich das Thema super umgesetzt. Die Hauptfigur ist mir sehr sympathisch und auch wenn mich seine Verbundenheit zu seiner verstorbenen Frau zunächst gewundert hat, habe ich seine Gedanken und Gefühle sehr ins Herz geschlossen.Irgendwie mochte ich alle Figuren die auftauchen und habe wirklich Spaß gehabt, während ich dieses Buch gelesen habe. Ich kann das Buch nur empfehlen.

silvery am 26.05.2018 11:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gedanken eines Albatrosses

Tom Hazard ist ein Albatross. Er sieht aus wie 40, hat jedoch schon mehr als 400 Jahre auf der Welt gelebt und viel Leid, aber auch Freude erlebt. Um nicht aufzufallen, kann er nirgendwo länger als acht Jahre bleiben. Und nun steht er wieder vor der Entscheidung, wohin er als nächstes gehen möchte. Er entscheidet sich für London. Nicht die leichteste Wahl, denn dort hat er einst seine große Liebe an die Pest verloren. Doch die Sehnsucht und der Wunsch danach seine einzige Tochter, die er seitdem nicht mehr gesehen hat, irgendwann zu finden, treibt ihn dorthin zurück. Er muss sich seinem tiefsten Schmerz stellen und hat es nicht leicht, dort ein neues Leben aufzubauen. Umso komplizierter wird es, als die bezaubernde Camille auftaucht, die ihn von irgendwoher zu kennen meint.Das Buch hat mich wirklich begeistert. Zusammen mit Tom erlebt man in Rückblenden sein ganzes Leben, teilt sein Leid, aber auch sein Glück. Ich hab das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, weil ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. Es ist toll geschrieben, verbindet fantastische Elemente mit historischen und weckt ganz große Gefühle. Tom ist sehr sympathisch, wie normal er in der ganzen Zeit mit diesen Schicksalsschlägen doch geblieben ist. Man muss einfach wissen, wie es mit ihm weitergeht und ob er eine Chance hat, seine Tochter irgendwann noch mal zu finden, denn ob sie überhaupt noch lebt, weiß er nicht.Ich hab selten ein Buch gelesen, das mich so gefangen genommen hat. Aus diesem Grund liebe ich Bücher, weil sie einen in eine komplett andere Welt mitnehmen können, wenn sie interessant, spannend, gut geschrieben und einfach fesselnd sind. Und auf dieses Buch trifft alles zu. Ein ganz wunderbares Buch.

dorli am 23.05.2018 11:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Fantasievolle Zeitreise

London, heute. Tom Hazard ist der neue Geschichtslehrer an der Oakfield School. Der etwas verschrobene Einzelgänger ist kein gewöhnlicher Geschichtslehrer, denn er hat die Dinge, die er lehrt, selbst erlebt. Tom sieht zwar aus wie vierzig, wurde aber am 03. März 1581 geboren. Ein Gendefekt lässt ihn sehr langsam altern. Was wie eine wunderbare Veranlagung klingt, ist jedoch alles andere positiv, denn sie macht einsam. Niemand darf Toms Geheimnis erfahren – deshalb muss er alle acht Jahre seine Identität wechseln und an einem anderen Ort eine neue Existenz aufbauen. Es ist die Suche nach seiner Tochter Marion, die Tom über die Jahrhunderte hinweg einen Grund gegeben hat, am Leben zu bleiben. Als Tom sich an seiner neuen Schule in die Französischlehrerin Camille verliebt, ändert sich alles für ihn …In seinem Roman „Wie man die Zeit anhält“ nimmt Matt Haig den Leser mit auf eine sehr ungewöhnliche Zeitreise. Der Autor lässt seinen Protagonisten mit einer etwas melancholischen Stimme aus seinem langen Leben erzählen – der Leser begleitet Tom in Rückblenden durch stetig wechselnde Zeiten, teilt die Erinnerungen und Erfahrungen, die er in den unterschiedlichen Epochen gemacht hat, mit ihm und lernt dabei auch einige historische Persönlichkeiten kennen, denen Tom begegnet ist.Matt Haig präsentiert hier eine Geschichte, die weit mehr beinhaltet, als es auf den ersten Blick der Fall zu sein scheint. Der Autor hat einige philosophische Überlegungen über die Zeit und das Leben in die Handlung eingebaut, die in der Erkenntnis münden, dass wir alle die Zeit anhalten können, wenn wir uns nur auf unsere Gegenwart konzentrieren. Toms Weg zu dieser Erkenntnis wird spannend und fantasievoll erzählt – das Buch entfaltet schnell eine Sogwirkung, der man sich als Leser kaum entziehen kann.„Wie man die Zeit anhält“ hat mir sehr gut gefallen – ein Buch, dass nicht nur auf eine ganz eigene, besondere Art zu unterhalten weiß, sondern den Leser auch immer wieder zum Nachdenken animiert.

adel69 am 22.05.2018 23:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine faszinierende Geschichte, die in mehreren Jahrhunderten spielt

Die Handlung: Der Geschichtslehrer Tom Hazard ist ein Einzelgänger. Er sieht aus wie 40 Jahre – ist aber in Wirklichkeit 400 Jahre alt. Geboren wurde er am 3. Mai 1581. Er gehört zu den Personen, die ewig leben können. Solche Personen nennt man „Albatrosse“, die auch von einer „Albatros-Gesellschaft“ beobachtet werden. „Albatrosse“ können zwar altern, aber es dauert bei ihnen länger als bei anderen Menschen. Toms Freund und Mentor empfiehlt Tom auch, sich nie zu verlieben und keine Verbindung zu anderen Menschen einzugehen. Denn das könnte dazu führen, dass man den Verstand verliert. Deswegen ist auch Abraham, ein Hund, der Probleme hat, das einzige Wesen, mit dem Tom sein Leben teilt. Glücklich ist Tom mit diesem Leben nicht. Die Tatsache, dass er ein Albatros ist, kostete seiner Mutter das Leben. Außerdem leidet er immer wieder an Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Und immer wieder muss er umziehen. Beispielsweise wohnte er schon in Irland und in Toronto (Kanada). Als er einen Job als Geschichtslehrer im London der Gegenwart annimmt, verliebt er sich in eine Lehrer-Kollegin. Sie ist Französisch-Lehrerin. Meine Meinung: Was ich hier lese, ist eine Mischung zwischen einem Märchen und einer Fantasy-Geschichte. Sympathisch ist die Hauptperson Tom Hazard – und er tut mir leid. Es hat mich berührt zu lesen, wie seine Mutter gestorben ist. Tom hat keine Freude am Leben. Nicht an dem Leben, das er führen muss. Manchmal wäre er lieber ein ganz normaler Mensch, der ganz normal altert. Er lebt weiter, weil er seiner Mutter, kurz bevor sie starb, ein Versprechen abgegeben hat. Außerdem sucht er seine Tochter Marion. Sie ist ebenfalls ein „Albatros“. Tom hat sie aus den Augen verloren. Das macht ihm zu schaffen. Die Handlung wird aus mehreren Zeitebenen erzählt. Man erfährt, wie es Tom in der heutigen Zeit geht, und man erfährt, was er vor circa 400 und circa 300 Jahren und so weiter erlebte. Tom lernte beispielsweise Shakespeare kennen und verdiente sich in London als Lautenspieler sein Geld, als er Jugendlicher war. Besonders oft wird das Leben in London beleuchtet. London im Mittelalter und London heute. Das finde ich faszinierend, das gefällt mir. Das Buch ist mitreißend, interessant und in einer schönen Sprache geschrieben. Außerdem mit viel Fantasie. So wird das Buch nie vorhersehbar – und die Ereignisse sind überraschend. Bis zum Schluss. Ich vergebe diesem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter.

lealein1906 am 21.05.2018 22:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Durch die Zeit

„Wie man die Zeit anhält“ ist wirklich ein toller Roman, einer meiner Highlights in letzter Zeit, weswegen ich sehr sehr gerne fünf Sterne vergebe.Es geht um Tom, der zu den wenigen Menschen gehört, die nur sehr langsam altern und deswegen bis an die 1000 Jahre alt werden. Diese Idee finde ich allein schon fantastisch (im doppelten Wortsinn). Wenn man so alt wird gibt es natürlich einen großen Feind: die Liebe. Denn man wird unweigerlich mit ansehen müssen, wie die Liebsten immer älter werden und schließlich sterben. Deswegen hat Tom seine sozialen Kontakte ziemlich aufgegeben. Doch das soll sich bald ändern.Der Roman erzählt die ganze Lebensgeschichte von Tom, aber nicht chronologisch, sondern immer mal ein bisschen aus dieser, ein bisschen aus jener Zeit. Das mag sich zunächst verwirrend anhören, aber der Autor macht die Übergänge so perfekt, dass man sich nie verloren fühlt und immer genau weiß, wo man sich gerade in der Zeit befindet. Auch der Schreibstil an sich hat mir sehr gut gefallen, man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen, so schnell fliegen die Seiten dahin. Und es ist auch immer so spannend, sodass man kaum aufhören kann zu lesen.Tom ist meiner Meinung nach ein toller Charakter und allein sein „Gendeffekt“ und was er alles schon erlebt hat machen ihn einfach interessant. Auch die anderen Charaktere geben der Geschichte viel Leben mit, dabei haben mir die Personen in der früheren Zeit fast noch besser gefallen als die in der Gegenwart.Was ebenfalls sehr überzeugt sind die vielen Details, die Autor Haig aus der alten Zeit lebendig werden lässt. Da muss viel Recherchearbeit dahintergesteckt haben, denn er bringt dem Leser wirklich alles bildlich nahe.Ich kann diesen Roman nur wärmstens weiterempfehlen, weil er das Thema Zeit in einem ganz neuen Kontext betrachtet und das Ganze in eine spannende und interessante Geschichte verpackt.

mimogi am 19.05.2018 14:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine Reise durch die Zeit

Als Coverkäufer, war es klar, dass dieses Buch meine Aufmerksamkeit bekommt. Ich habe es gesehen und wusste, wenn der Klapptext passt muss ich es haben. So war es dann auch.Das Buch läuft in zwei Erzählsträngen, zum einen die Gegenwart in der Tom vielleicht endlich die Liebe findet und in der Vergangenheit, die zeigt warum er ist wer er ist. Auch wenn er sich dem manchmal selbst nicht ganz sicher ist, da er immer wieder von forne anfangen muss.Tom ist ein unglaublich fastzinierender und sehr Bodenständiger Protagonist! Er ist so toll ausgearbeitet und trotz des Fantasy Genre so realistisch und sympatisch, das es einfach spaß micht seiner Geschichte zu folgen. Das Buch hat eine ganz eigene Welt und ich war von der ersten bis zur letzten Seite voll bei der Sache.Ich kann es nur jedem ans Herz legen, denn das Buch hat Charme, Witz, Liebe und eine gute Portion Tragik!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

WDR 4
Ein wunderschönes, magisches Buch, das direkt ins Herz zielt.

Cathrin Brackmann, 03.07.2018

Kronen Zeitung
Perfektes Buch für den Urlaub, in dem Zeit keine Rolle spielt.

15.06.2018

Brigitte
Dank Haigs warmherziger Weltsicht und der netten Liebesgeschichte ein gelungener Zeitvertreib.

Angela Wittmann, 06.06.2018

Gala
Matt Haigs Roman ist ungewöhnlich, spannend, fantasievoll und in England ein Bestseller.

09.05.2018

Fantasia 723e
›Wie man die Zeit anhält‹ ist romantisch, dramatisch, sentimental

Gustav Gaisbauer

Andromeda Nachrichten
Absolut lesenswert!

Karl Aulbach

geek.whisper.de
Ein magischer, brillant erzählter, bisweilen tragischer und faszinierender Roman zum Nachdenken und ...Verlieben. mehr weniger

bn Bibliotheksnachrichten (Salzburg)
Ein philosophisches Buch mit Tiefgang, Humor, Spannung und einem zutiefst menschlichen Protagonisten..., dem man viele LeserInnen wünscht. mehr weniger

Anita Ruckerbauer

Fantasia 851e
Absolut lesenswert!

Wochenzeitung (Ermstal & Uracher Alb)
Ein wunderbares, pantasievolles Buch.

30.09.2021

Wochenblatt Lichtenfels
›Wie man die Zeit anhält‹ ist ein berührender Roman über die Liebe und Zeit.

20.11.2019

bonn.fm
›Wie man die Zeit anhält‹ ist eine inspirierende Geschichte, die Philosophie und Dramatik gekonnt mi...teinander verbindet. mehr weniger

Elena Meyer-Thamer, 23.10.2019

Ostfriesen-Zeitung
Haigs Roman wirft ein fast philosophisches Licht auf die Zeit und auf das, was sie mit den Menschen ...macht. mehr weniger

27.07.2018

Meine Woche Hartberg
Matt Haigs ›Wie man die Zeit anhält‹ ist berückend brillantes Erwachsenen-Romantasy.

11.07.2018

Siegener Zeitung
Matt Haigs Roman wirft leichtfüßig kluge Fragen auf.

04.07.2018

Meine Woche Kärnten
Matt Haigs ›Wie man die Zeit anhält‹ ist berückend brillantes Erwachsenen-Romantasy.

20.06.2018

Neue Presse
Dem Buch liegt ein schönes Gedankenspiel zugrunde.

14.06.2018

Kieler Nachrichten
Matt Haig nimmt die Leser mit auf eine ganz spezielle Reise, an die man immer gern zurückdenkt.

01.06.2018

Odenwälder Lokalblick
Ein kluges, warmherziges und doch so spannendes Buch.

23.05.2018

Buchjournal extra
Ein unglaubliches Buch, dessen überbordender Fantasie und erzählerischem Sog man sich kaum entziehen... kann. mehr weniger

Martina Propson-Hauck, 01.04.2018