Vierzig glückliche Ehejahre und vier Töchter auf Abwegen
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Der größte Spaß, den wir je hatten
Vierzig glückliche Ehejahre: Für die vier erwachsenen Sorenson-Schwestern sind ihre Eltern ein nahezu unerreichbares Vorbild – und eine ständige Provokation! Wendy, früh verwitwet, tröstet sich mit Alkohol und jungen Männern. Violet mutiert von der Prozessanwältin zur Vollzeitmutter. Liza, eine der jüngsten Professorinnen des Landes, bekommt ein Kind, von dem sie nicht weiß, ob sie es will. Und Grace, das Nesthäkchen, bei dem alle Rat suchen, lebt eine Lüge, die niemand ahnt. Was die vier ungleichen Schwestern vereint, ist die Angst, niemals so glücklich zu werden wie die eigenen Eltern. Dann platzt Jonah in ihre Mitte, vor 15 Jahren von Violet zur Adoption freigegeben. Und Glück ist auf einmal das geringste Problem.
Bibliografische Daten
2. Auflage
Claire Lombardo
Claire Lombardo, 1989 geboren in Oak Park, Illinois, arbeitete als Sozialarbeiterin und PR-Agentin, bevor sie am renommierten Iowa Writers' Workshop studierte. Ihr Debütroman ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ war ein New York Times-Bestseller, wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert und in ein Dutzend Sprachen übersetzt. Sie lebt in Iowa City.
Sylvia Spatz
Sylvia Spatz arbeitet als freie Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Sie lebt mit ihrer Familie in Italien.
2 - 10 von 74 Leserstimme
Eine amerikanische Familie
Der größte Spaß den wir je hatten ist ein umfangreicher, amerikanischer Familienroman in der Folge von Jonathan Franzen. Marilyn und David, ein eher konservatives Ehepaar haben 4 Töchter, die sehr unterschiedlich sind und auch ganz unterschiedliche Probleme haben.Man erfährt viel von den 4 Schwestern Wendy, Violet, Liza, Grace.Die Entwicklung der Familie verdeutlicht sich auch mit den Rückblicken auf Marylin und David in die siebziger Jahre und wie die ersten Kinder geboren werden. Diese frühe Zeit ist für die Familie der größte Spaß, den sie je hatten. Diese Passagen gehören zum Besten des Buches.Weiter geht es durch die achtziger und neunziger Jahre. Auch da werden besondere Momente herausgearbeitet.Der Jonas-Part hat bei mir nicht so gut funktioniert, dabei ist er wichtig für den Verlauf der Handlung für fast alle Figuren. Das hätte man konfrontativer gestalten können.Der Roman ist wirklich nicht schlecht, aber für meinen Geschmack zu lang. Über 700 Seiten trägt die aufgebaute Spannung nicht, da auch die Beschreibungen von Claire Lombardo erstaunlich verhalten bleiben. Ein wenig Straffung hätte schon viel bewirkt. Die Dialoge sind aber ganz gut gemacht, auch wenn wenig Ironie eingesetzt wird.Ich mag amerikanische Familienromane, doch bei diesem bin ich streckenweise nicht so tief eingetaucht, wie erhofft, dennoch würde ich von der Autorin auch künftige Bücher eventuell lesen.
Überraschung
Überraschung Dieses Buch war eine von den größten Überraschungen in der letzten Zeit, denn es hat mich mehr als positiv überrascht, wie gut es war. Ich dachte mir, ich werde von der Geschichte „Vierzig glückliche Ehejahre: Für die vier erwachsenen Sorenson-Schwestern sind ihre Eltern ein nahezu unerreichbares Vorbild – und eine ständige Provokation! Wendy, früh verwitwet, tröstet sich mit Alkohol und jungen Männern. Violet mutiert von der Prozessanwältin zur Vollzeitmutter. Liza, eine der jüngsten Professorinnen des Landes, bekommt ein Kind, von dem sie nicht weiß, ob sie es will. Und Grace, das Nesthäkchen, bei dem alle Rat suchen, lebt eine Lüge, die niemand ahnt. Was die vier ungleichen Schwestern vereint, ist die Angst, niemals so glücklich zu werden wie die eigenen Eltern. Dann platzt Jonah in ihre Mitte, vor fünfzehn Jahren von Violet zur Adoption freigegeben. Und Glück ist auf einmal das geringste Problem.“sicherlich recht kurzweilig unterhalten, doch das Buch geht durchaus noch ein wenig tiefer und berührt wirklich. Den verschiedenen Frauen, jede auf ihre Art besonders und mutig, folgt man gerne und gespannt durch ihr Leben.Der Schreibstil ist sehr angenehm und ließ sich flüssig lesen.
WARM, HERZLICH UND SEHR MENSCHLICH!
Ein schönes Cover, ein fröhlicher Titel, und jede Menge Seiten, die den Leser durch das gemeinsame, bewegte Leben von Marilyn und David begleiten. Die beiden sind seit fast vierzig Jahren verheiratet, haben vier Töchter, und es geschafft, ihr Glück zu bewahren. Das es aber auch in ihrer Ehe Höhen und Tiefen gibt, die sie mit viel Gefühl und Zuneigung stets meistern, ist zwar eigentlich kein Geheimnis, stellt die Töchter jedoch vor eine große Herausforderung: die Latte für das eigene Glück liegt hoch, die harmonische Ehe der Eltern ist kaum zu übertreffen – geschweige denn, zu erreichen…Claire Lombardo hat ein wunderschönes (Frauen)buch geschrieben. Wie ein stetiger Fluss gleitet die Geschichte durch eine ganze Generation und lässt den Leser teilhaben. An Glück und Schicksalsschlägen, falschen oder verpassten Entscheidungen, unerwarteten Wendungen und Frauen, die eben einfach Frauen sind und manchmal nicht aus ihrer Haut können. Es zeigt uns, dass wir nicht immer die Fäden in der Hand haben, und dass sich vieles zum Positiven wendet, wenn wir gar nicht mehr damit rechnen. Claire Lombardos Buch unterhält gut, ist kurzweilig und humorvoll. Und ich finde, es lehrt uns, dem Leben mit ein wenig Demut zu begegnen – wir haben nur eines! Dieses Buch macht nachdenklich und doch zuversichtlich! Eine Geschichte, warm, herzlich und sehr menschlich erzählt, wunderschön und sehr empfehlenswert!
Ständiger Druck kann verrückt machen
3,5 SterneMarilyn und David Sorenson sind seit über vierzig Jahren glücklich verheiratet. Zudem haben sie 4 wundervolle Töchter: Grace, Violet, Liza und Wendy. Die Damen sind aber noch sehr weit von ihrem eigenen Glück entfernt und suchen es....die eine mehr, die andere weniger. Dennoch ist die Ehe ihrer Eltern etwas besonderes. Die Frage, ob sie dies auch jemals erreichen können, birgt ungeahnte Risiken und Druck mit sich. Aus dem Druck wird Angst....Claire Lombardo hat mit „Der größte Spaß den wir je hatten“ ihr Debüt geschrieben. Ich muss vorab gestehen, das ich das Thema sehr spannend und auch gespannt war wie die Damen damit umgehen werden. Lombardo erzählt immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven. Oft hatte ich damit meine Schwierigkeiten, da es schwierig war, diese der Person zuzuordnen. Mir wurde es beim lesen nicht leicht gemacht, mich an einen Charakter tiefer festzuhalten. Oft wurde hier zu schnell und zu oberflächlich gewechselt. Ein nächster Punkt, ist der Zeitenwechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Eigentlich stören mich solche Wechsel überhaupt nicht und sie können eine Geschichte auch bereichern aber hier war es einfach zu viel mit der Wechselei....Personen....Zeiten....puhhh. Da bleibt wenig Zeit und Gefühl sich dem roten Faden zu widmen den die Geschichte eigentlich haben sollte. Positiv ist wiederum das wir unheimlich viel erfahren über die Schwestern, die Eltern und natürlich auch erleben wie jede mit dem Druck des Perfekten umgeht. Das aus einer Vorbild-Funktion auch Druck entstehen kann, ist möglich, zeigt aber auch das der eigenen Charakter, in meinen Augen jedenfalls, noch nicht gefestigt genug ist. Jeder sollte seinen Intentionen, Erfahrungen, Erwartungen etc. im Leben selbst nachgehen. Jeder soll seine Liebe finden, egal wie diese aussieht. Die Geschichte an sich hallt aber nach und man grübelt immer wieder darüber. Grübelt über jede der Damen und jeder Leser wird seine eigene Meinung dazu finden. Das Buch ist etwas anderes als andere Geschichten. Auch mit seinen knapp 750 Seiten allein deshalb schon. Aber die Frage nach dem Titel bleibt bis zum Schluss bestehen...Ich vermute das es ein Spruch von den Eltern Marilyn und David sein könnte....aber lesen Sie selbst und machen Sie sich ihr eigenes Bild.
Schwieriger Start aber dann..
Ich hatte so meine Anlaufschwierigkeiten mit diesem Buch, was auch dazu führt dass ich die Rezension schreibe bevor ich das Buch überhaupt zuende gelesen habe. Das was ich bisher gelesen habe gefällt mir zwar thematisch super gut, ebenso wie die Charaktere, jedoch sind auch diese ein Problem für mich und zwar habe ich Schwierigkeiten zuzordnen, wer nun wer ist und mit welcher Story lebt. Ich glaube es hätte sehr geholfen, wenn die Kapitel den jeweiligen Namen oben drüber stehen haben. Ich hab um die 150 Seiten gebraucht um alle Schwestern auseinander halten zu können. Hat man dann eine Lesepause gemacht war man wieder raus. Ich werde mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder diesem Buch widmen, da ich das Potenzial erkannt habe, aber gerade nicht die Geduld für so viele parallele Geschichten habe.
Umfangreiche Familiengeschichte
"Der größte Spaß, den wir je hatten" ist ein Roman der US-amerikanischen Autorin Claire Lombardo, umfasst 720 Seiten und erscheint im Herbst 2019 im dtv Verlag.Der Roman ist eine empathisch erzählte Familiengeschichte. Protagonisten sind Marilyn und David. Sie sind seit fast 40 Jahren glücklich verheiratet und haben gemeinsam vier Töchter großgezogen. Nun schreiben wir das Jahr 2016, David ist in Rente, Marilyn dagegen arbeitet weiter. Ihre Älteste ist früh verwitwet, ertränkt ihre Gefühle in Alkohol und hat den verlorenen Sohn von Violet, Tochter Nummer 2, ausfindig gemacht. Mit ihrem einst zur Adoption freigegebenen Sohn konfrontiert, gerät die sonst so kontrollierte Anwältin ziemlich aus der Bahn. Kommen wir zu Tochter Nummer 3: angehende Professorin, schwanger, in einer komplizierten Beziehung gefangen und auf der Suche nach einer guten Lösung für alle. Bleibt noch Nesthäkchen Grace, die ihr Leben nicht auf die Reihe kriegt und unter dem Druck der erfolgreichen großen Schwestern eine Lebenslüge konstruiert. Und alle vier schauen neidisch Richtung der immernoch frisch verliebten Eltern und fragen sich, wie man solch ein Glück im Leben findet und dann auch konservieren kann. Reichlich Stoff also, um die Familie ein Jahr lang zu begleiten und ihre Weiterentwicklung zu verfolgen. Doch auch die Vergangenheit bleibt nicht verborgen. In zahlreichen Rückblicken springt die Autorin zurück an die Anfänge der Familie. In chronologischer Reihenfolge erfahren wir den Beginn der Liebesgeschichte von Marilyn und David, schauen ihnen zu, wie sie ihre Familie gründen und wie sie gemeinsam durch die Höhen und Tiefen ihrer Beziehung gehen.Claire Lombardo hat eine eindringliche Sprache gefunden, mit der sie ihre authentischen Protagonisten sehr liebenswert erscheinen lässt. Trotzdem beschönt sie nichts, lässt ihre Charaktere auch mal scheitern, aber immer auch wieder aufstehen. Für mich ein unterhaltsamer Roman, der vielleicht auch etwas komprimierter hätte erzählt werden können. Trotzdem unterhaltsam und sicher das richtige für regnerische Herbsttage. Daher bekommt er von mir eine Leseempfehlung.
Ein fesselnder Familienroman
Rezension -Der größte Spaß, den wir je hatten-KlappentextEine lebenskluge, allumfassende Meditation über den Ausnahmezustand, den wir Familie nennen.Vierzig Jahre - glücklich! - verheiratet. Für die vier erwachsenen Schwestern Wendy, Violet, Liza und Grace sind ihre Eltern ein nahezu unerreichbares Vorbild - und eine ständige Provokation. Radikal verschieden, eint die vier doch die Angst, niemals ein vergleichbares Glück zu finden. Dann platzt Jonah in ihre Mitte, vor fünfzehn Jahren von Violet zur Adoption freigegeben. Und Glück ist auf einmal das geringste Problem.CoverDas Cover ist ein Traum. Ich finde die Ginkgo Blätter und auch den Farbverlauf sehr ansprechend und schön.SchreibstilDer Schreibstil ist angenehm leicht und die 719 Seiten fliegen nur so dahin. Mich hat das Buch gefesselt und ich wollte unbedingt immer mehr von der Familie lesen.InhaltDas Buch spielt in zwei Zeitzonen. Die eine umfasst die Gegenwart und aktuelle Situation der 4 Schwestern und ihren Eltern. Alle 4 haben ihr Päckchen zu tragen und man lernt jede kennen und liest auch aus jeder Sichtweise. Sie sind sehr verschieden und befinden sich in unterschiedlichen Lebensphasen, aber alle idealisieren die Beziehung der Eltern und vergleichen die eigene damit, wobei sie das Gefühl haben nie an das heran zu kommen was die Beiden haben.Die andere umfasst die Vergangenheit, man sieht wie die Beziehung der Eltern wirklich verlaufen ist und das auch sie kämpfen mussten um jetzt da zu stehen wo sie gerade sind. Aber nicht nur die Vergangenheit der Eltern auch die Vergangenheit der vier Töchter wird aufgezeigt und man erfährt so Schritt für Schritt wie sie an den heutigen Punkt gekommen sind.FazitMich hat das Buch begeistert, ich hätte immer weiter lesen können.Zum BuchVerlag: dtvBuchlänge: 719Autorin: Claire Lombardo
Der erste Blick täuscht viel zu oft
Claire Lombardo lädt den Leser mit ihrem Buch dazu ein, Teil einer Familie zu werden.Nach einer vierzigjährigen Ehe mit vier Töchtern stehen sowohl die Töchter selbst als auch das Ehepaar Marilyn und David vor neuen Herausforderungen und Aufgaben, die es zu meistern gilt, die aber wahrlich nicht einfach werden dürften:Die erstgeborene, Wendy, welche früh verwitwet ist, verkriecht sich in ihrer Luxuswohnung und ertränkt Kummer und Sorge mit Alkohol;Violet, die als Hausfrau mit zwei Kindern mitten im Leben steht, wird mit den Auswirkungen eines verhängnisvollen Geheimnisses konfrontiert;Liza, gebeutelt von einem depressiven Freund, steht vor einer zukunftsweisenden Entscheidung;Grace, welche sich selbst und ihren Weg noch nicht gefunden zu haben scheint, verzettelt sich in Lügen und Ausflüchten, denen es nicht so leicht zu entkommen scheint.Während die Schwestern ihre Leben in den Bahnen zu halten versuchen, bekommt man einen Rückblick in das Leben von David und Marilyn, in dem auch nicht immer alles nach Plan und reibungslos verlief, auch wenn die Schwestern dies zumeist annehmen.Mit einer Leichtigkeit schafft Lombardo es, die (privaten) Tücken und Herausforderungen eines nach außen und für die Kinder perfekten Paares und Lebens zu beschreiben. Dabei weiß die das Ehepaar, dass auch das noch so perfekt scheinende Leben von Eltern nicht immer perfekt ist. Dies wird dem Leser unverblümt vor Augen geführt, auch wenn die Geschichte ab und an von einer ganz eigenen Schwere befallen wird, welche nach einigen Passagen wieder verflogen ist.Der Leser wird ein Teil der Familie. Er findet sich jeder Lebenslage gegenübergestellt, begleitet jedes Familienmitglied auf seinem eigenen Weg und findet Spaß am Lesen, auch wenn es zeitweise etwas gedehnt ist. So zieht sich die Geschichte über ein Jahr, in dem alle möglichen Ereignisse anstehen, Herausforderungen gemeistert werden und Krisen bewältigt werden müssen.Es ist ein langes Buch, das durch die Schwere auch an einigen Stellen etwas langatmig und belastend ist. Dennoch vermittelt das Buch einen Lebensmut, da nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint und sollte es auch einfach mal einfach aussehen, steckt mehr dahinter als man denkt.
Vielschichtiger Familienroman
Marilyn und David Sorenson sind seit 40 Jahren ein glückliches Paar! Das ist heutzutage ja eher selten und ihren vier Töchter daher auch nicht ganz geheuer, sie sind sich sicher, niemals so glücklich werden zu können, wie ihre Eltern.Diese Vermutung ist gar nicht so unberechtigt, denke ich als Leserin beim Eintauchen in diesen 700 Seiten umfassenden Roman. Wendy, die älteste Tochter, gibt sich nach dem Verlust ihres Gatten und einer Totgeburt dem Alkohol und den Männern hin. Violet, erfolgreiche Anwältin, tauscht Karriere gegen Kinder und wird zur perfekten Vollzeitmutter. Liza, junge Professorin mit vielversprechender Zukunft ist schwanger und weiß weder, ob sie das Kind noch den Mann überhaupt will. Grace, das Nesthäkchen der Familie erzählt allen von ihrem erfolgreichen Studienbeginn, hat in Wirklichkeit aber von sämtlichen Universitäten nur Absagen bekommen und findet aus der Lüge nicht mehr heraus.Und dann taucht plötzlich auch noch Jonas auf, der von Violet vor 15 Jahren zur Adoption freigegeben wurde und wirbelt die gesamte Familie ordentlich durcheinander.Es ist mir anfangs nicht so leicht gefallen, in die Geschichte einzusteigen, so viele verschiedene und vielschichtige Charaktere und dazu die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aber plötzlich war ich mittendrin in der quirligen Familie Sorenson mit all ihren Höhen und Tiefen. Die Dialoge wirken so authentisch, die Erlebnisse der Familie werden aus so vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, dass man sich tatsächlich im Laufe der Zeit als dazugehörig empfindet, mitfühlt und sich sogar hier und da selber wieder erkennt.Ein schön zu lesender Familienroman, bei dem man sich anfangs etwas konzentrieren muss, um sich alle Verknüpfungen zu merken, dann aber wirklich großen Spaß hat!
Wunderbarer, begeisternder Roman
In ihrem Debütroman „Der größte Spaß, den wir je hatten“ schreibt die US-Amerikanerin Claire Lombardo über das fiktive ältere Ehepaar David und Marilyn Sorenson und ihre vier Kinder. Bei David und Marilyn wird der Buchtitel zum Motto, denn Ehepartner und Eltern sein ist für sie das Wichtigste in ihrem Leben. Ihre Familie ist vergleichbar mit den Gingkobäumen, von denen Blätter auf dem Cover zu sehen sind und die im Garten des Eigenheims der Familie stehen: sie sind tief verwurzelt und langlebig, besitzen eine feine Struktur und trotzen der Natur auch in schwierigen Zeiten. Doch wie sich im Roman zeigen wird, können weder Familie noch Gingkos sich vor allen Einflüssen schützen und bleiben dadurch angreifbar.Der Roman spielt in der Gegenwart und beginnt im Frühjahr des Jahrs 2016. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt sich die Geschichte weiter über ein ganzes Jahr und mehr hinweg. Immer wieder wird die Erzählung durch längere Rückblicke unterbrochen, einen ersten Blick auf die Vergangenheit gibt es bereits im Prolog. Obwohl die Autorin die Familienkonstellationen bereits auf den ersten Seiten beschreibt, bringen erst die Retrospektiven ein tieferes Verständnis für die Figuren und ihre Handlungen.David und Marilyn sind beide über 60 Jahre alt, seit 39 Jahren verheiratet und wohnen in Chicago. Ihre vier Töchter sind inzwischen erwachsen und ausgezogen. Wendy ist die Älteste und wurde noch im gleichen Jahr geboren, in dem ihre Eltern geheiratet habe. Ihre Schwester Violet ist kein ganzes Jahr jünger als sie. Beide wohnen noch in der Stadt genauso wie Liza, die mit einem zeitlichen Abstand von sechs Jahren zu ihrer ältesten Schwester geboren wurde. Erst etwa zehn Jahre nach ihr kam dann Grace zur Welt, die inzwischen in Portland wohnt.Neben Wendy, die schon einige Verluste in ihrem Leben hinnehmen musste, haben auch die übrigen Geschwister ihre Last zu tragen und jede genießt glückliche Zeiten. Die große Liebe ihrer Eltern ist ihnen immer ein Vorbild, doch es ist schwierig, sie im gleichen Maß zu erreichen. Jonah ist das große Geheimnis von Violet, sie hat ihn nach der Geburt vor 15 Jahren zur Adoption freigegeben. Der Roman erzählt im Folgenden, wie es dazu kam, warum er jetzt wieder Kontakt zur Familie hat und wie die einzelnen Familienmitglieder mit seinem Erscheinen umgehen.In ihrem Roman schreibt Claire Lombardo über alltägliche Situationen, in denen jeder ihrer Leser sich bestimmt irgendwo wiederfindet. Ihre Geschichte fokussiert auf den einzelnen Charakteren. Die Geschwister beschreibt sie mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften, was den Roman abwechslungsreich gestaltet. Vor allem im Austausch zwischen Wendy und Violet stehen sich immer wieder sehr verschieden Ansichten gegenüber.Die Szenerie wechselt innerhalb der Kapitel mehrfach zwischen den Personen. Die Autorin beschreibt mit großer Empathie auch die Gefühle ihrer Figuren. Zwar ist die Autorin erst 30 Jahre, dennoch schreibt sie mit einer hohen Lebenserfahrung, die sich sicher auch daraus ergibt, dass sie die Jüngste von fünf Geschwistern ist und eine gute Beobachtungsgabe sowie ein großes Interesse an ihrer Umgebung besitzt.David und Marilyn haben einander immer respektvoll behandelt und sind fast immer offen mit ihren Meinungen umgegangen. Dennoch sind sie gemeinsam über viele Höhen und durch viele Tiefen gegangen. Sicher wurde ihr Leben dadurch erleichtert, dass es zwar Zeiten gab, in denen ihr Budget gering war, dennoch haben sie immer auf die Unterstützung ihrer Eltern setzen können und später hat David als Arzt sehr gut verdient. Für ihre Kinder sind die beiden der Fels in der Brandung, sie bieten ihnen jederzeit eine Schulter zum Anlehnen. Was sich zunächst nach einer beneidenswerten Basis und Vertrauen anhört, stellt sich wie in der Realität als schwierig dar, weil jede Person unterschiedliche Vorstellungen davon hat, wie viel Privatheit er benötigt und wie viel Nähe er zulassen will. So ist es auch für David und Marilyn eine Gradwanderung, herauszufinden, in welchem Maße jede ihrer Töchter Zuwendung benötigt und zwar nicht nur als Kind, sondern auch im erwachsenen Alter.Claire Lombardo ist mit „Der größte Spaß, den wir je hatten“ ein wunderbarer, mich begeisternder Roman gelungen, der einfühlsam beschreibt, wie ein Ehepaar über viele gemeinsame Jahre hinweg Sorgen um und Probleme mit ihren vier sehr unterschiedlichen Töchtern meistert, die inzwischen als Erwachsene ihren eigenen Weg gehen und dabei auf ihre Weise mehr oder weniger eigene Lösungen für ihre Schwierigkeiten finden. Die Autorin gewährte mir als Leserin tiefe Einblicke in die jeweiligen Liebesbeziehungen und ließ mich an den kleinen Scharmützeln unter den Familienmitgliedern teilhaben. Unerwartete Wendungen und einige Geheimnisse gestalten den Roman abwechslungsreich. Sehr gerne vergebe ich hierzu eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Pressestimmen
Lombardo fängt die Komplexität einer großen Familie in Figuren ein, die die Seiten des Buches mit ih...ren Rivalitäten, Geheimnissen und Sorgen zum Leuchten bringen. [...] Eine üppig Familien-Saga, deren Lektüre absolut lohnend ist. mehr weniger
Ein Roman von epischer Größe – in emotionaler, psychologischer und erzählerischer Hinsicht. [...]. E...in selbstbewusstes und höchst unterhaltsames Debüt. mehr weniger
Eine außergewöhnliche, fesselnde Familien-Saga, gespickt mit Bosheiten, wie es sie nur unter Schwest...ern gibt. […] Dezent unterläuft Lombardo die üblichen Erwartungen an einen Familienroman. mehr weniger
Dieser Familienroman erzählt furios von einem in Liebe glühenden Paar, um das vier Töchter wie einsa...me Satelliten kreisen. mehr weniger
Ein scharfsinniger Roman über weibliche List und Schuld.
Ein Debüt wie eine richtig gute Soap, man muss einfach dranbleiben.
Annalena Lüder
Welch ein Vergnügen, diesen Roman zu lesen!
Christine Westermann & Andreas Wallentin, 29.02.2020
Selten habe ich in den letzten Monaten ein Buch so begierig gelesen wie dieses und dass es ab sofort... auf der Liste meiner Allzeitfavoriten steht, versteht sich ja wohl von selbst, oder? mehr weniger
Christine Westermann, 27.02.2020
Tolles US-Debüt!
19.12.2019
Dieser Roman von Claire Lombardo ist so mitreißend und witzig, dass einem das Weinen im Halse stecke...n bleibt. mehr weniger
Torsten Unger, 15.12.2019
Bewegend, fesselnd, komödiantisch: Der Familienroman ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ ist ein er...staunliches Debüt. mehr weniger
Claudia Voigt, 14.12.2019
Lachen, Schmunzeln und nachdenklich sein liegen in diesem Buch immer ganz nah beieinander.
Sabine Abel, 02.12.2019
Claire Lombardo gelingt es in ihrem klug komponierten Debüt, von einer Familie zu erzählen, die ihre... ganze Dramatik aus dem Kampf ums Gesehenwerden jedes Einzelnen bezieht. mehr weniger
01.12.2019
Auch glückliche Familien haben ihre Geheimnisse: Jene der Sorensons erkundet Claire Lombardo in ihre...m gelobten Debüt leichtfüßig, aber nicht trivial. mehr weniger
30.11.2019
Zumindest aus deutscher Sicht hat er in seiner enormen Könnerschaft, in der der Versiertheit seiner ...Spannungskonstruktion nichts von einem Erstling an sich. mehr weniger
Ursula März, 21.11.2019
›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ fängt auf 500 Seiten fast 50 Jahre Familienleben ein - mit emot...ionalen Höhen und Tiefen, vor allem aber mit viel Liebe. mehr weniger
11.11.2019
Raffinierte Zeitsprünge, spannungsreiche Cliffhanger und ein plastisch gezeichnetes Charakterensembl...e: Claire Lombardo gelingt in ihrem Roman sehr viel. mehr weniger
Ursula März, 02.11.2019
Dieser Familienroman erzählt furios von einem in Liebe glühendem Paar, um das vier Töchter wie einsa...me Satelliten kreisen. mehr weniger
Meike Schnitzler, 01.11.2019
Claire Lombardo wirft uns in die Welt dieser Sippe und damit mitten in den emotionalen Ausnahmezusta...nd, den wir Familie nennen. mehr weniger
01.11.2019
›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ ist eins der besten Debüts, das ich je gelesen habe.
Angela Wittmann, 23.10.2019
›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ von Claire Lombardo ist ein großartiger Familienroman mit Figur...en, die auch in einer amerikanischen Daily Soap vereint sein könnten. mehr weniger
Biggi Müller, 21.10.2019
Ein Roman wie eine richtig gute amerikanische Serie, mit sympathischen, glaubwürdigen Menschen.
Stefan Keim, 15.10.2019
Der neueste Hype in den USA ist das Debüt ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ mit satten 720 Seiten.... mehr weniger
01.10.2019
Eine vielschichtige Familiengeschichte mit kleinen und größeren Problemen, kurzweilig und unterhalts...am. mehr weniger
Die Charaktere sind so präzise beschrieben, die Dialoge so spritzig, die dramatischen Ereignisse so ...gleichmässig verteilt, dass man nicht aufhören kann, immer weiter zu lesen. mehr weniger
Ein süffig zu lesender(typisch) US-amerikanischer Familienroman, der allen Büchereien empfohlen werd...en kann. mehr weniger
Susanne Steufmehl
›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ ist eine wunderbare Familiengeschichte.
Edda Scharfe, 26.06.2020
Kein Wunder, dass ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ in Amerika zum Bestseller wurde.
04.05.2020
Dieser Roman motiviert dazu, die eigene Liebe mit anderen Augen zu sehen.buchszene.de
Stephanie Pointner, 27.03.2020
Einmal mehr bewundert man das geschmeidige amerikanische Storytelling.
Hansruedi Kugler, 07.12.2019
Der Debütroman der US-Amerikanerin Claire Lombardo unterhält auf über 700 Seiten.
Uschi Loigge, 16.11.2019
Ein warmherziger Roman, der alles mitbringt für viele Stunden Lesevergnügen.
Daniel Seitz, 06.11.2019
Lombardos Debüt nimmt die Perspektiven der unterschiedlichen Protagonist*innen ein, springt zwischen... den Jahren und rollt die Familiengeschichte inklusive ihrer Dysfunktionalität unterhaltsam auf. mehr weniger
01.11.2019
Claire Lombardo hat mit ›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ eine einfühlsame Familiengeschichte ges...chaffen, die aber weit darüber hinaus geht. mehr weniger
31.10.2019
Ein süffig zu lesender, (typisch) amerikanischer Roman inklusive der Höhen und Tiefen eines Familien...lebens. mehr weniger
Susanne Steufmehl, 27.10.2019
Ein scharfsinniges und fesselndes Familienepos - man kann nicht aufhören weiter zu lesen.
15.10.2019
Liebe, Trauer, Hoffnung und Humor – Claire Lombardo präsentiert die Essenz, die eine Familie ausmach...t. mehr weniger
Nadine Döring, 02.10.2019
›Der größte Spaß, den wir je hatten‹ ist ein wundervoller, warmherziger und großartig geschriebener ...Debütroman, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden. mehr weniger
Stefanie Rufle, 24.09.2019
Ein so wundervolles Buch!
Alex Dengler, 23.09.2019