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»Ein grandioser Roman über Ruhm, Niedergang und den Körperkult in Cannes.« Christian Mayer, Süddeutsche Zeitung

Die Liebeshungrigen

Ein Jahr nachdem er den Élysée-Palast verlassen hat, ist der ehemalige Präsident Dan Lehman ein Schatten seiner selbst. Seine Ehe mit einer Schauspielerin ist nur noch Fassade. Er trinkt, wird in Gerichtsverfahren verwickelt und versucht mit einem Buch in die Medien zurückzukehren, während seine Frau die Rolle ihres Lebens spielt. Ihr Film ist ein Erfolg, wird für die Goldene Palme in Cannes nominiert. Und dort, in diesem Tempel des Kinos, in dem alles Illusion ist, vermischen sich Realität und Fiktion auf verheerende Weise.

Karine Tuil verbindet in einem packenden Gesellschaftsroman die Schicksale mehrerer Figuren miteinander und erzählt von den zerstörerischen Auswirkungen der Medienwelt auf Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen – aber vor allem von der Liebe.

»Kaum eine Bestseller-Autorin umkreist ethische Fragen so klug und spannend wie die zweimal für den Prix Goncourt nominierte Juristin Karine Tuil.« Kerstin Hellberg, Stern

Übersetzt von Maja Ueberle-Pfaff und Alexandra Baisch

Bibliografische Daten

EUR 25,00 [DE] – EUR 25,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28522-3
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
4. Auflage
400 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Französischen von Maja Ueberle-Pfaff und Alexandra Baisch
Autor*innenporträt

Karine Tuil

Karine Tuil, geboren 1972, ist Juristin und Autorin mehrerer gefeierter Bücher, darunter der Roman ›Die Gierigen‹. Zuletzt erschien ihr viel beachteter Roman ›Diese eine Entscheidung‹, der mit Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Karine Tuil lebt mit ihrer Familie in Paris.

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Übersetzer*innenporträt

Maja Ueberle-Pfaff

Maja Ueberle-Pfaff studierte Anglistik, Geschichte und Filmtheorie. Nach Anfängen als Verlagslektorin und Sprachdozentin übersetzt sie seit vielen Jahren Belletristik aus dem Englischen und Französischen.

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Übersetzer*innenporträt

Alexandra Baisch

Alexandra Baisch hat in Frankreich studiert und lebt in München, wo sie als Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Spanischen und als freie Lektorin tätig ist.

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92 von 92 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.45 von 5 Sternen


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7 - 10 von 92 Leserstimme

kathaa93 am 30.04.2026 14:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Macht der Medien

In dem Roman „Die Liebeshungrigen“ von Karine Tuil aus dem Französischen übersetzt von Maja Ueberle-Pfaff und Alexandra Baisch begleiten wir zunächst den Protagonisten Dan Lehman, der sich nach seiner Zeit als Frankreichs Präsident und nach seiner gescheiterten Wiederwahl in seinem neuen Alltag zurecht finden muss. Nach und nach wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei sich der Fokus im Laufe des Buches auch weg von Lehman und hin zu anderen Figuren des Romanes verschiebt. Karine Tuil hat es geschafft eine spannende, aber gleichzeitig auch sehr reale und glaubhafte Geschichte zu erzählen, die die Wirkung der Medien auf unterschiedliche Personen und deren Umgang damit aufzeigt, ohne zu übertreiben. Gut gefallen haben mir die unterschiedlichen Perspektiven und damit verbunden die verschiedenen Sichtweisen der Personen auf das Geschehen. Ich muss jedoch einen Punkt Abzug geben, weil mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz so leicht gefallen ist und ich mir gewünscht hätte, dass einzelne Erzählstränge etwas weiter ausgearbeitet worden wären. Insgesamt handelt es sich bei die „Liebeshungrigen“ jedoch um einen guten Roman, den ich nach dem etwas schwierigen Einstieg auch nicht mehr leicht aus der Hand legen konnte.

pauline.rennt am 29.04.2026 12:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Beeindruckend!

Karine Tuils Schreibstil in „Die Liebeshungrigen“ hat mich echt beeindruckt. Sie schreibt nicht gefühlskalt, aber total klar und fast schon wie eine Beobachterin, die alles genau durchschaut. Im Buch geht es zwar um die Suche nach Liebe, aber eigentlich meint sie damit eher das Bedürfnis nach Erfolg, Macht und Anerkennung. Liebe ist hier keine romantische Rettung, sondern eher etwas Unruhiges und manchmal sogar Peinliches.Richtig gut fand ich, wie sie zeigt, wie sehr sich die Leute nach außen hin inszenieren. Die Figuren sind keine typischen Helden, sondern oft eitel, verletzt oder ziemlich von sich selbst überzeugt – genau deshalb wirken sie aber so echt. Man merkt richtig, wie sie in ihrer eigenen Rolle gefangen sind.Der Stil ist direkt und präzise, ohne dass es trocken wird. Tuil achtet extrem auf die kleinen Dinge: Blicke, Gesten und diese Machtspielchen, die man oft gar nicht ausspricht. Das Ganze wirkt total modern, weil es zeigt, wie heute alles – egal ob Aussehen, Geld oder Moral – miteinander verrechnet wird. Es ist kein bequemes Buch, aber gerade diese Ehrlichkeit macht es so stark. Von mir gibt’s dafür definitiv 5 Sterne!

lilalinchen am 29.04.2026 10:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gesellschaftliche Eindrücke

"Die Liebeshungrigen" von Karine Tuil verbindet die französische Politik mit der Filmszene des Landes. Es geht um Dan Lehman, den ehemaligen französischen Präsidenten, der sein Amt vor gut einem Jahr verlassen musste und seitdem in ein Loch gefallen ist. Er versucht, seine Gefühle im Alkohol zu ertrinken, muss sich vor Gericht bewähren und steht gleichzeitig vor den Trümmern seiner Ehe. Er war mit der Schauspielerin Hilda verheiratet, die am Anfang ihrer Beziehung ein großer Stern der Filmwelt war, sich durch die Ehe jedoch immer weiter zurückgezogen hat und in seinen Schatten gerückt ist. Nun kämpft sie sich mit einer neuen Rolle zurück ins Rampenlicht. Hierbei handelt es sich jedoch ausgerechnet um eine Buchverfilmung des Buches, das von Dans erster Ehefrau geschrieben wurde. Während Hilda immer erfolgreicher wird, scheint es Dan immer schlechter zu gehen. Mich hat das Buch in seinen Bann gezogen und dafür gesorgt, dass ich es gar nicht aus der Hand legen wollte. Ich mochte die Verbindung aus Beziehungsdrama und gleichzeitig auch den tiefgründigen Gesellschaftsthemen sehr gerne. So ging es hier um Antisemitismus, Machtmissbrauch und den Feminismus. Besonders der Aspekt des Feminismus und die Bedeutung der Me Too Bewegung haben eine sehr große Rolle im Roman eingenommen, was ich nicht erwartet habe, was mich aber sehr überzeugt hat. So begleiten wir verschiedene Frauen dabei, wie sie sich gegen vermeintlich stärkere Männer zur Wehr setzen. Es geht dabei um den Machtmissbrauch in der Filmindustrie, aber auch die Politik wird durch Dan Lehman vertreten und kritisiert. Immer mal wieder hat uns die Autorin in eine Richtung gelenkt, man hat sich auf eine Entwicklung eingestellt und wurde dann doch vollkommen überrascht. Diese Stilmittel haben mir wirklich sehr zugesagt. Alles in allem habe ich bis zur letzten Seite mit Spannung gelesen. Man konnte die Charaktere sehr intensiv in ihrem Leben begleiten. Besonders schön fand ich es, dass der Fokus nicht auf Dan war, obwohl das der Klappentext vermuten ließ. Seine Geschichte wurde erzählt, der Fokus lag aber auf den Frauen um ihn. In gewisser Weise haben sie ihre Stimmen zurückbekommen, die sie während seiner Präsidentschaft oft untergeordnet haben, damit er seine politische Macht ausüben kann. 

moidlvomberch am 29.04.2026 07:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein sehr interessantes Buch

Die Liebeshungrigen ist ein sehr interessantes Buch mnit einem gut zu lesendem schreibstil, das mich durchaus beeindruckt hat. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand es spannend zu lesen, mal in diese Welt aus Leidenschaft und gesellschaftlichen Zwängen einzutauchen.Das Cover wirkt auf mich sehr elegant und intensiv. Es fängt diese spannungsgeladene, fast schon fiebrige Stimmung der Erzählung gut ein und macht neugierig auf die Abgründe der Charaktere.Den Schreibstil finde ich sehr präzise und direkt. Karine Tuil schreibt fast schon analytisch, sodass man die Zerrissenheit der Figuren deutlich spürt. Die Sätze sind klar und treffen meist genau ins Schwarze, ohne dabei unnötig kompliziert zu wirken. Insgesamt ein intensives Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt und einen guten Einblick in Tuils Art zu schreiben gibt.

mike nelson am 28.04.2026 15:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Beeindruckend!!!

Beeindruckend. Der neue Roman der französischen Schriftstellerin Karine Tuil - "Die Liebeshungrigen". Ein Buch, welches ich am liebsten ohne Unterbrechung und Rücksicht auf meinen Nachtschlaf von der ersten bis zur letzten Seite in einem Stück gelesen hätte; und das nicht, weil es einen Spannungsbogen verkörpert, dem man sich nicht entziehen kann; vielmehr flechtet Karine Tuil in ihrer Geschichte ein Netz aus Beziehungen, gekennzeichnet duch Macht und Abhängigkeit, Sehnsucht und Dominanz, Selbstverzicht und Karrierestreben, siedelt dieses 'Netz' in den Bereichen Politik und Kulturbetrieb an, und lässt es seinem tragisch-fatalen Zusammenbruch entgegenstreben. Der nicht wiedergewählte Staatspräsident Dan Lehmann, alkoholkrank, getrennt von seiner Frau Marianne (mit der er zwei erwachsene Kinder hat), neu verheiratet mit der wesentlich jüngeren Schauspielerin Hilda Müller (mit der er eine kleine Tochter hat); Hilda, um neue Rollen bemüht, die ihre Chancen auf einen Preis in Cannes durch die Übernahme der Hauptrolle in einem Film des attraktiv-charismatischen Romain sieht und eine Affaire mit ihm beginnt; die Romanvorlage hierzu stammt ausgerechnet von Dans Ex-Frau Marianne; deren 24-jährige Tochter dem Charme des Regisseurs zu erliegen droht... Karine Tuil konfrontiert uns mit einer ganzen Palette ethisch-moralischer Dilematta. Unbedingte Leseempfehlung!!!

v_im_wunderland am 27.04.2026 21:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr interessant

Ich finde das Coverpass recht gut zu dem Inhalt des Buches. Ich hätte von diesem Buch keine richtigen Vorstellungen als ich begann es zu lesen. Doch es hat mich recht schnell in seinen Bann gezogen, denn obwohl es keinen einfachen Lesefluss hat, kamn man es nicht so schnell aus der Hand legen. Denn die Geschichte des Buches ist sehr interessant. In diesem Buch geht es um die Machtverhältnisse der Politik und wie es als Politiker ist wenn man auf einmal nicht mehr an der Macht ist. Die Fragen kommen auf nach der Bedeutung des Ichs. Und wie es in einem steht, wenn die primäre Bedeutung auf einmal wegfällt. Dieses Thema hatte ich so in keinem Buch zuvor vorgefunden und war deshalb sehr gefesselt von diesem Buch. Ich kann es auf jeden Fall allen Leserinnen empfehlen, die sich für politische Themen und Machtverhältnisse interessieren. Für mich ein sehr gutes Buch.

rapunzel xxl am 27.04.2026 19:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Die immense Macht der Medien

Die Liebeshungrigen ist ein Liebesroman von Karine Tuil. Das 400-seitige Buch erzählt die Geschichte eines ehemaligen Präsidenten, dessen Leben nach dem Ausscheiden aus dem Amt turbulent verläuft.Dan Lehman, ein jüdischer Ex-Präsident des Élysée-Palastes, kehrt nach seiner gescheiterten Wiederwahl in den Alltag zurück. Auch sein Liebesleben gerät aus den Fugen: Seine Ehe mit Hilde Müller, einer deutschen Schauspielerin, die für einen Film in Cannes nominiert wurde, steht in starkem Kontrast zu ihrem unbekannten Ehemann. Was Dan zusätzlich frustriert, ist, dass dieser Film auf einem Roman seiner Ex-Frau Marianne basiert.Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da ich die Grundidee originell fand. Es ist nicht nur ein Liebesroman, sondern behandelt auch tiefgründige Themen wie Politik, Ehe, Massenmedien und Feminismus. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass die Leser die Schicksale der einzelnen Charaktere nachvollziehen können. Obwohl sich manche Passagen etwas in die Länge ziehen, ist der Roman insgesamt sehr fesselnd. Ich glaube, die Darstellung der Macht der Medien durch die Autorin ist sehr realistisch; die immense Macht der Medien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu formen oder das Leben anderer Menschen zu zerstören, sollte nicht unterschätzt werden.

fraeuleinu am 27.04.2026 14:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schonungslos

Zunächst: Ich liebe den Stil des Covers! Irgendwie retro, stilvoll, geheimnisvoll. Es holt mich ab. Zum Buch selsbt:Ich bin ziemlich schnell in Die Liebeshungrigen reingekommen und hatte direkt Lust weiterzulesen. Karine Tuil schreibt super direkt und irgendwie auch ein bisschen schonungslos, was ich echt spannend fand. Die Figuren sind alle nicht gerade einfach oder besonders liebenswert, aber genau das macht es interessant, da man in den meisten anderen Romanen immer mit jemandem sympathisiert. Hier nicht: Man schaut ihnen fast ein bisschen zu gern beim Chaos machen zu. An ein paar Stellen war mir die Story etwas drüber und nicht ganz glaubwürdig, aber es hat mich trotzdem gepackt. Insgesamt ein richtig unterhaltsames Buch, das auch ein bisschen im Kopf bleibt. Es ist kein Buch, das man gelesen haben muss. Aber eines, das nicht verkehrt ist.

libricino am 27.04.2026 13:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Leben in der Macht

Die Liebeshungrigen ist zwischen privatem und öffentlichem Raum angesiedelt. Es spielen Politiker, Autoren und Schauspieler die Hauptrollen. Dazu kommen ihre Familien, die Berater und Agenten, Regisseure und Produzenten und (Nicht-) Wähler. Angesiedelt ist es in Paris, ein tragender historischer Ort für eine solche Geschichte über die Macht und ihre Folgen. Viele Themenbereiche werden gezielt beleuchtet, aus unterschiedlichen Perspektiven. Sich verändernde Gefühle und die Sehnsucht nach ihnen werden unbeholfen rationalisiert. Die emotionale Verarbeitung von Niederlagen steht im krassen Gegensatz zur lebenslustigen Tochter mit diagnostizierter körperlicher Einschränkung. So wird sie zur Heldin und die Kindheit zum Paradies. Weitere Hoffnung auf systematische Veränderungen werden dezent genommen.Lediglich das Ende kam mir zu schnell. Darüberhinaus habe ich mich komplett abgeholt gefühlt.

gaia am 27.04.2026 10:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Der Hunger nach Liebe, Sex, Macht, Aufmerksamkeit

Die Protagonist:innen von Karine Tuils neuem Roman sind nicht nur hungrig nach Liebe, also vor allem „geliebt zu werden“, sondern auch nach Sex, die Macht, die damit einhergeht, Anerkennung, Erfolg, öffentliche Aufmerksamkeit. Dafür versammelt sie nicht nur die zwei Ehepartner, einen Anfang 60jährigen Ex-Präsidenten von Frankreich und seine Frau eine Schauspielerin Anfang 40, sondern auch die Ex-Frau des Präsidenten, welche als Schriftstellerin tätig ist, sowie einige Nebenfiguren wie einen tyrannischen Regisseur Mitte 40, eine naiv-kämpferische Tochter in ihren Zwanzigern und eine Anfang 30jährige C-Schauspielerin. Alle streben nach etwas in dieser Geschichte und man könnte meinen die Überschrift für diese erstrebenswerten Dinge sei „Liebe“, in ihren verschiedensten Ausprägungen.Nicht ohne Grund werden oben zu den Figuren der Altersbereich genannt, denn Alter spielt in „Die Liebeshungrigen“ eine wichtige Rolle, weil in einigen Altersbereich es einfacher scheint, geliebt zu werden, für was auch immer. Eine hübsche, junge Frau wirkt einfach (im Sinne von problemlos) begehrenswert, auch ein älterer Mann, solange er Macht inne hat. Wird die Frau älter und weniger straff, wird sie in unserer heutigen Gesellschaft weniger begehrt werden. Verliert der ältere Mann seine Macht, ergeht es ihm ebenso. So taumeln die Figuren in Tuils Roman nicht nur umeinander, sondern auch alle auf ihre Weise um das Ziel der Liebe, wie diese auch für die jeweilige Person aussehen mag.Tuil schafft es durch eine multiperspektivische Erzählstruktur, dass innerhalb einer Gruppe von Menschen, die alle irgendwie miteinander zusammenhängen und entweder teilweise oder ganz in höheren Gesellschaftsschichten agieren, die Bedürfnisse und Zwänge - innere wie äußere - sehr glaubhaft darzustellen. Keine Figur bleibt dabei schablonenhaft. Selbst der tyrannische Regisseur, für den man direkt ein Bild im Kopf hat, ist tiefgründiger angelegt, als erwartet.Hier hungert jede und jeder nach irgendetwas und wie sich dies von innen begründet sowie von außen sichtbar wird, schlüsselt Tuil mal intensiver mal als Schlaglicht auf. Dabei ist ein Hauptthema der Alkoholismus des Ex-Präsidenten neben sexistischer und sexualisierter Gewalt sowohl in der Welt des Films als auch im Privaten. Jede Figur erfährt auf ähnliche Arten Ablehnung und reagiert auf ihre ganz eigene Art darauf. So heißt es im Roman: „Der Schauspielberuf hat mit dem politischen Amt gemein, dass man mit Ablehnung zurechtkommen muss. [...] Die Sehnsüchte der anderen zu verkörpern, zu verführen, die ganze Zeit, ohne sich des Ergebnisses sicher zu sein - Gefallenwollen ist eine Kunst für sich.“Wir blicken in „Die Liebeshungrigen“ hinter die Kulissen der Macht in verschiedenen Bereichen. Das ist hoch interessant und äußerst lesenswert. Auch habe ich sehr viel erfahren über gewisse Mechanismen und Vorgänge in den Bereichen Politik und Filmbranche. Ich habe das Buch eingesogen und hatte währenddessen und danach viel Diskussionsbedarf. Genau das kann und sollte ein sehr guter Roman erreichen.4,5/5 Sterne

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Bunte
Karine Tuil beschreibt die Figuren klug und ohne sie je zu denunzieren, und ihr Roman birst geradezu... vor Themen – Machtverlust, Politik und Lügen, alter Mann und junge Frau, Betrug, Alterssexualität, Antisemitismus, Behinderung, Alkoholismus, Einsamkeit –, und das alles verpackt in eine spannende Handlung. mehr weniger

Elke Heidenreich, 25.06.2026

Süddeutsche Zeitung
Ein grandioser Roman über Ruhm, Niedergang und den Körperkult in Cannes.

Christian Mayer, 23.05.2026

Deutschlandfunk
Karine Tuil beschreibt genau beobachtet und genüsslich zugespitzt eine realistisch grundierte Szener...ie aus Leidenschaften und Ich-Verwirklichungen, aus Maskeraden, Macht und Manipulationen in der feinen Pariser Gesellschaft. mehr weniger

Cornelius Wüllenkemper, 20.05.2026

DER SPIEGEL
Die Stärke des Buchs liegt darin, wie Tuil die Erfolgsmenschen auseinandernimmt.

Nadia Pantel, 16.05.2026

SWR Kultur
Unterhaltsam und mit glamouröser Garnitur.

Eberhard Falcke, 30.08.2026

Freundin
Das Dreiecksdrama um Macht, Liebe und Eifersucht ist scharfsinnig beobachtet und meisterhaft erzählt.... mehr weniger

29.07.2026

WDR 4
Ein kluger, hervorragend geschriebener Roman voller aktueller Themen und großer Gefühle. Packend erz...ählt und getragen von Figuren, die vor allem eines verbindet: der Hunger nach Liebe und Anerkennung mehr weniger

Elke Heidenreich, 19.07.2026

Kölner Stadt-Anzeiger
Ein großartiger, packender Roman.

Elke Heidenreich, 17.07.2026

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Man denkt mal an François Hollande, mal an Nicolas Sarkozy in dieser schön bösen Analyse von Macht u...nd Medien. mehr weniger

Julia Encke, 05.07.2026

Brigitte
Scharf, mitunter boshaft, komisch und zutiefst menschlich.

Ariane Heimbach, 01.07.2026

Münchner Merkur
Karine Tuil ist mit ›Die Liebeshungrigen‹ ein erstklassiger Gesellschaftsroman gelungen, der kühl di...e zerstörerischen Mechanismen von Polit-Business und Medienwelt beschreibt. mehr weniger

20.06.2026

denglers-buchkritik.de
Ein literarischer Geniestreich!

15.06.2026

Rheinische Post et al.
Tuil gelingt es, den Fall von Dan Lehmann so spannend und böse aufzuschreiben, dass die gegenwartssa...tten 400 Seiten wie eine Strandlektüre anmuten. mehr weniger

Philipp Holstein, 14.06.2026

SR 2 KulturRadio
Das Buch ist unglaublich unterhaltsam, Karine Tuil schreibt sehr, sehr gut und überrascht ihre Leser... immer wieder mit neuen Erkenntnissen. mehr weniger

Peter Henning, 11.06.2026

Nürnberger Nachrichten online
In Frankreich schlug der neue Roman von Karine Tuil wie eine Bombe ein. (…) Tuil schreibt sich indis...kret in diese Löwengrube, die mit dem alltäglichen Leben nichts zu tun hat, hinein. Dabei geht es ihr nicht um Voyeurismus, sondern um ethische Fragen. mehr weniger

Bernd Noack, 02.06.2026

Jolie
In dem klugen Gesellschaftsroman aus Frankreich geht es darum wie Menschen, die in der Öffentlichkei...t stehen von der unerbittlichen Medienwelt vernichtet werden können. mehr weniger

01.06.2026

IN München
Mit eiskalter Unerbittlichkeit, aber auch viel feinem Humor seziert Karine Tuil die Mechanismen der ...Mediendiktatur. Gruselig, gut. mehr weniger

Rupert Sommer, 01.06.2026

Straubinger Tagblatt et al.
Die Schriftstellerin Karine Tuil gilt als eine feine Beobachterin der französischen Politik und Gese...llschaft. mehr weniger

Birgit Holzer, 23.05.2026

Ruhr Nachrichten
Ein kluger, oft eindringlicher Roman über Macht und ihren Verlust.

Andreas Schröter, 20.05.2026

Hamburger Abendblatt
Genauso musste man mal über Macht, Ohnmacht und einen Ex-Präsidenten erzählen.

Thomas André, 19.05.2026

Podcast "Jetzt lass mich doch mal auslesen"
An Karine Tuils Roman ›Die Liebeshungrigen‹ kommt man nicht vorbei. Die Erzählerin seziert Politik, ...Medien und Kultur im Nachbarland. Ein Pageturner! mehr weniger

24.04.2026