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Über Hoffnung. Über Versöhnung. Über Leben

Die Überlebenden

Nach zwei Jahrzehnten kehren die Brüder Benjamin, Pierre und Nils zum Ort ihrer Kindheit – ein Holzhaus am See – zurück, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Eine Reise durch die raue, unberührte Natur wie auch durch die Zeit. Im Kampf um die Liebe der Mutter, die abweisend und grob, dann wieder beinahe zärtlich war, haben die Jungen sich damals aufgerieben bis zur Erschöpfung. Heute fühlen sie sich so weit voneinander entfernt, dass es kein Aufeinanderzu mehr zu geben scheint. Und doch ist da dieser Rest Hoffnung, den Riss in der Welt zu kitten, wenn sie sich noch einmal gemeinsam in die Vergangenheit vorwagen.

Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28293-2
Erscheinungsdatum: 20.08.2021
2. Auflage
304 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Übersetzt von Hanna Granz
Autor*innenporträt

Alex Schulman

Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.

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Übersetzer*innenporträt

Hanna Granz

Hanna Granz, geboren 1977, hat unter anderem Werke von Patrik Svensson, Tove Alsterdal, Johanne Lykke Holm und Tone Schunnesson ins Deutsche übersetzt.

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148 von 148 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.64 von 5 Sternen


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9 - 10 von 148 Leserstimme

eleisou am 13.08.2021 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erschütternd und kraftvoll zugleich

Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils verbringen ihre Sommermonate in einem abseits gelegenen Sommerhaus umrundet von Wäldern und Seen. Doch sind sie aber meist auf sich gestellt, da ihre Eltern und vor allem die Mutter, sich sehr wenig um ihre Söhne kümmert. Überhaupt zeigt sie ihre Zuneigung eher selten was die Kindern nur um eine weitere Umarmung, um ein weiteres gutes Wort von ihr lechzen lässt. Überhaupt sind die Familienbeziehungen inmitten der Mitglieder etwas kühl.Jahre später treffen sich die Brüder nun als Erwachsene im selben ort wieder mit der Urne der Mutter in der Hand, deren Asche die sie dort laut dem letzten Wunsch von ihr versteuern sollen. Alte Gefühle kommen dabei auf, nicht überarbeitete Ereignisse, Emotionen und altes nicht Erwähntes erscheinen an die Oberfläche. Dieser Ausbruch der Gefühle vertieft die Risse die zwischen ihnen durch all die Jahre entstanden sind, sind aber gleichzeitig auch eine neue Chance, eine Gelegenheit neu anzufangen. Denn das Ungesagte lässt uns nicht los. Mit hat der Roman sehr gefallen und mich nachdenklich gemacht. Authentsch, bedrückend und kraftvoll.

knuddelbiene am 12.08.2021 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Was am Sommerhaus geschah...

Eine schwedische Familie verbringt die Sommer regelmäßig an ihrem Sommerhaus, das einsam an einem See gelegen ist. Die drei Söhne sind überwiegend sich selbst überlassen, die Eltern konsumieren lieber übermäßig Alkohol. Der mittlere Sohn, Benjamin, versucht die oft unberechenbaren Reaktionen seiner Mutter vorauszusehen und zu vermeiden. Dennoch wetteifern sie um die Gunst der Mutter, die auch mal vorliest, was dann ein Highlight darstellt. Eines Tages kommt es zu einem schwerwiegenden Unfall...Diese Kindheitserinnerungen werden in einzelnen Kapiteln als Rückblenden eingestreut. Das Besondere an diesem eindrucksvollen Buch ist, dass es im Jetzt beginnt und dann rückwärts erzählt wird. Denn die Mutter ist verstorben und hat in einem Brief an ihre Söhne verfügt, dass sie ihre Asche am Sommerhaus verstreuen sollen. Die Söhne haben sich seit 20 Jahren kaum noch gesehen und treten nun die Fahrt zum See an, um den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen. Endlich sprechen sie über die dramatischen Ereignisse in ihrer Kindheit und Jugend. Das geht nicht ohne Verletzungen ab...Ein wirklich lesenswertes Buch, oft bedrückend, manchmal schockierend - sehr mitreißend und fesselnd erzählt. Ein besonderer Debüt-Roman!

uteliest am 12.08.2021 11:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sommermelancholie

Ein wunderschönes Buch über Brüder, Familie die Sommer der Kindheit, Verlorenheit, Verlassenheit und Einsamkeit in einer Familie.Es gibt Kindheiten, die muss man überleben, es gibt Geschwister und Eltern, die muss man überleben. Wer kennt das nicht?Die Mutter ist tot, die drei Brüder versammeln sich und wollen den letzten überraschenden Wunsch der Mutter erfüllen.Es hat eine Entfremdung stattgefunden, die einstmal engen Brüderbanden sind aufgelöst. Sie fahren zu ihrem Sommerhaus, das nach einem Sommer der Kindheit nicht mehr besucht wurde. Die anfangs ambitionierten Eltern verlieren sich in Alkohol und Streitereien und die Kinder werden sich selbst überlassen.Schulman führt uns behutsam durch die Geschichte und der Leser gerät in ein Puzzle, nach und nach werden kleine Motive sichtbar und doch erfasst der Leser erst sehr spät das große Ganze und die ganze Tragik der Familie sickert erst nach dem Lesen wirklich ein.Ein wunderschönes Buch! Und eine klare Leseempfehlung.

kleine_raupe82 am 11.08.2021 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Meisterwerk!

Das Sommerhaus von Benjamin, Nils, Pierre und ihren Eltern liegt an einem See, umgeben von Wald. Die Brüder verbringen einen großen Teil ihrer Kindheit hier, schwimmen, angeln und streifen durch den Wald. Doch die Idylle trügt, denn die Eltern der Brüder sind Alkoholiker, lassen die Kinder verwahrlosen und begegnen ihnen oft mit Gleichgültigkeit, emotionaler Kälte oder sogar mit Gewalt. Auch das Verhältnis der Brüder untereinander ist nicht einfach. Mal halten sie zusammen, mal schikanieren sie sich oder konkurrieren um die Gunst ihrer Eltern. Schließlich kommt es an einem verhängnisvollen Tag zu einer Tragödie, die das Leben von allen Familienmitgliedern für immer verändern wird.Jahre später müssen die Brüder sich um die Beerdigung ihrer Mutter kümmern. Sie kommen am See zusammen, um dort die Asche der Mutter zu verstreuen. Das Zusammentreffen reißt alte Wunden auf. Wird es den Brüdern gelingen, mit sich und ihrer Mutter Frieden zu schließen?Meiner Meinung nach hat der Autor Alex Schulman mit seinem ersten Roman ein Meisterwerk erschaffen. Selten hat mich ein Buch so in seinen Bann gezogen, war ich gleichzeitig fasziniert und abgestoßen von einer Geschichte und ihren Charakteren. Benjamin, der mittlere Bruder, ist der Erzähler dieser Geschichte. In einem Handlungsstrang berichtet er von seiner Kindheit, im zweiten von den Ereignissen in der Gegenwart. Diese Ereignisse werden rückwärts erzählt, was ich interessant fand. Am meisten beeindruckt hat mich aber der Schreibstil und hier insbesondere die sprachlichen Bilder, aber auch die Klarheit der Sprache. Wunderbare Metaphern wechseln sich ab mit kühlen, distanzierten Beschreibungen. Das ergibt eine faszinierende Mischung, der ich mich nicht entziehen konnte. Auch die Charakterisierung seiner Figuren ist dem Autor wunderbar gelungen. Fazit: Ein kunstvoll konstruiertes Meisterwerk! Der Autor schildert, was Gleichgültigkeit und emotionale Kälte bei Menschen ausrichten und welche Auswirkungen eine Tragödie auf eine Familie haben kann. Er versucht zu ergründen, was eine Familie auseinander bringt und was sie zusammenhält. Ein Roman von ungeheurer emotionaler Wucht, sprachlich brillant! Ich warte gespannt auf das nächste Buch des Autors und vergebe gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

a_boatfullof_books am 11.08.2021 09:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schlau konstruiertes Familiendrama

Eine klare Leseempfehlung für Literatur-Liebhaber. Besonders herausragend fand ich an dieser Geschichte wie sie erzählt wurde, nämlich auf zwei Zeitebenen; in der einen rückwärtsgewandt, in der anderen nach vorn erzählt. Das klingt jetzt kompliziert, ist aber so gut gemacht, dass es funktioniert.Stückchenweise fügt sich Gegenwart und Vergangenheit zu einem verständlichen Ganzen zusammen. Dadurch wird der vergleichsweise eindimensionale Plot, in dem 3 Brüder ihre Kindheit "überleben", "überstehen" und "überdenken" und jetzt zum Begräbnis ihrer Mutter fahren, extrem spannend.Die einzelnen Persönlichkeiten der Brüder wurden vom Erzähler wunderbar und im Detail skizziert. Sinn machen die Informationen für den Leser aber erst, wenn man sie am Ende im Ganzen betrachtet.Fazit: Spannend. Tiefgründig. Meisterlich erzählt.

mrs-lucky am 10.08.2021 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

eine beklemmende Familiengeschichte

Alex Schulmans Roman „Die Überlebenden“ ist fiktiv aber autobiographisch inspiriert, beim Lesen habe ich mich oft gefragt, wie viel dieser beklemmenden Familiengeschichte wohl aus persönlichen Erfahrungen entstammen mag, für den Autor hoffe ich, nicht allzu vieles.In zwei Zeitschienen bekommt der Leser einen Eindruck vom Leben dreier Brüder und ihrer Eltern in der Vergangenheit und der Gegenwart. Dabei werden die Szenen in der Gegenwart in umgekehrter Reihenfolge wiedergegeben und mit Rückblenden eines schicksalhaften Sommers durchsetzt.Beide Zeitstränge beginnen am selben Ort, an dem Sommerhaus der Familie am Ufer eines schwedischen Sees, zu dem die Brüder Nils, Benjamin und Pierre als Erwachsene zurückkehren, um dort die Asche ihrer verstorbenen Mutter zu verstreuen. In der Vergangenheit sind die Jungen sieben, neun und 13 Jahre alt, und schon zu dieser Zeit zeigt sich das ambivalente Verhältnis der Familienmitglieder zueinander, das am Ende des Sommers weitere Risse bekommt. Die Idylle am See ist trügerisch, die Jungs buhlen um Aufmerksamkeit durch ihre Eltern, die jedoch meist mit sich selbst beschäftigt sind, kurze gemeinsame Aktionen und Zuneigungsbekundungen können nicht über das allgemeine Desinteresse der Eltern an ihren Söhnen hinwegtäuschen. Der Vater schürt eher noch den Wettbewerb unter der Jungen, wobei sein durch Alkohol getrübtes Urteilsvermögen zu einigen kritischen Situationen führt.Es ist oft beklemmend zu lesen, wie ratlos die Kinder dem unberechenbaren Verhalten ihrer Eltern ausgesetzt sind, sie einerseits aufeinander angewiesen sind, dann aber wieder in Streit und Rivalität verfallen, sowohl in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Liebe und Verrat liegen stets dicht beieinander. Die Stärke des Romans liegt insbesondere in den Szenen der Vergangenheit, die bildhaften Darstellungen muten filmisch an, die Gegenwartsschiene erschient etwas distanzierter.Die Schilderungen wirken erschreckend authentisch, obwohl man wenig über die Charaktere erfährt und nur nach und nach einige wenige Informationen über die Geschichte der Familie erhält. Das Buch ist keine leichte Kost, insbesondere bei der rückwärts erzählten Geschichte der Gegenwart drohte ich manchmal den Faden zu verlieren. Insgesamt hat mich der Roman sprachlich und inhaltlich mit seiner Ausdrucksstärke beeindruckt, auch nach Beendigung des Buches hallt seine Düsternis nach und lässt mich die Geschichte nicht los.

herrygrill am 10.08.2021 10:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lieblose Kindheit

Dem schwedischen Autor Alex Schulman ist mit seinem Debüt "Die Überlebenden" ein sehr gutes Buch mit Tiefgang gelungen. Die Erzählung hat zwei Handlungsstränge und liest sich sehr flüssig. Es beginnt damit, dass sich die drei Brüder Benjamin, Pierre und Nils nach 2 Jahrzehnten wieder treffen, um die Asche ihrer Mutter in einen See zu streuen. Es ist der Ort, wo sie in der Kindheit die Ferien verbrachten. Alte Verletzungen platzen auf und geben verdrängte Erinnerungen und Emotionen wieder frei. Rückblicke aus Sicht von Benjamin erklären uns die Vergangenheit. Die Kinder waren sich meist selbst überlassen und die Eltern ertränkten die Probleme im Alkohol. Jeder der Brüder löste sich aus der Familie und lebte sein eigenes Leben für sich.Ein lesenswertes Buch mit viel Dramatik, Wut, Trauer und unbewältigter Erinnerungen.

lorelaie am 09.08.2021 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr bedrückendes Familiendrama

In dem Debüt Roman von Alex Schulman "die Überlebenden" geht es um ein Familiendrama. Die drei Brüder Nils, Benjamin und Pierre kehren an den Ort ihrer Kindheit zurück um den letzten Willen ihrer Mutter zu erfüllen. Sie sollen ihre Asche am See verstreuten, an dem die gemeinsame Familie damals oft ihren Urlaub verbracht hat.Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen, aus der Sicht von Benjamin beschrieben. Die Gegenwart wird dabei rückwärts aufgezogen, vom verstreuten der Asche zurück zum Tod der Mutter. Was mir besonders gut gefallen hat. Der Autor hat es geschafft, dass es trotzdessen nicht an Spannung verloren hat und man den Ursprung der Geschichte ersehnt hat. Im zweiten Erzählstrang wird immer wieder die Vergangenheit der Brüder beleuchtet, über ihre Kindheit, Jugend und ihr junges Erwachsenenalter. Diese ist jedoch sehr bedrückend und zwar auf keine romantische Weise. Die Eltern scheinen sehr ambivalent im Verhalten ihrer Kinder gegenüber. Einerseits können sie sehr liebevoll sein, andererseits erfahren wir auch starke Vernachlässigung und Gewalt. Es ist ein sehr berührendes Buch vor allem das Ende hat mich sehr überrascht und es nochmal aus einer ganz anderen Perspektive erscheinen lassen.

micasophie am 09.08.2021 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ergreifend

Drei Brüder, die seit Jahren nicht wirklich miteinander sprechen, kommen durch den Tod ihrer Mutter wieder zu ihrem ehemaligen Ferienhaus. Dort kommen viele Erinnerungen und Gefühle zum Tragen. Benjamin, Pierre und Nils mussten bereits damals schon sehr um die Liebe der meist abweisenden Mutter kämpfen. Doch durch einen schweren Zwischenfall in einem Sommer am Haus am See wurden sich die Brüder auch gegenseitig immer fremder...Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Zum einen die Gegenwart die rückwerts vom Ausstreuen der Asche der Mutter zum Tod dieser erzählt. Auf dem anderen Erzählstrang kommen immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit und Erinnerungen. Zu Beginn hat mich dies etwas verwirrt, aber angesichts der Frage, "was ist passiert"ist dieser Ansatz einfach nur perfekt. So wird auch wirklich der Eindruck von einem direkten Erleben des Geschehen aus Sicht von Benjamin vermittelt.Auch der Sprachstil ergänzt diesen Eindruck sehr gut. Der Leser kann sich alles bildlich sehr gut vorstellen. Zudem gibt das Buch auch Hoffnung auf Versöhnung. Mich hat das Buch sehr bewegt und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.

benne am 08.08.2021 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Drei Brüder in einem beeindruckenden Mikrokosmos

Da besteht doch irgendeine Verbindung zwischen dem trostlosen Cover mit der Farbe von vertrockneter Erde und dem anmutigen Schreibstil Schulmans, der eine Geschichte – seine (!) Geschichte – zu Papier brachte. Zu dem Buch würden die wenigsten Menschen greifen. Es ruft einfach nicht danach, gekauft zu werden, sondern in der Ecke zu lungern als kleiner, versteckter Schatz. Man kann in Zeiten von allseits präsenter sozialer Medien froh sein, dass der Roman „Die Überlebenden“ vom schwedischen Autoren Alex Schulman, Unterstützung durch starke Kampagnen hat. Denn er ist es wert gelesen zu werden – wirklich! Innerhalb von 304 Seiten erzählt der Autor einerseits die Geschichte dreier junger Brüder rückwärts. Es ist eine besondere Nacht, in der man ihnen begegnet, aber ein chronologisch erzähltes Leben, in welchem man sie wiederum als Kinder und Jugendliche kennenlernt. Die Zeitebenen springen daher deutlich zwischen den Kapiteln hin und her, eine originelle Idee, die scheinbar nur in diesem Kontext funktioniert. Wie auf das Buch zugeschrieben. Selbst in der chronologischen Erzählweise verschwimmt die Vergangenheit mit der Gegenwart, Erinnerungen des Damals und Schilderungen des Jetzt geben sich die Hand. Schulman schafft es mit dieser feinfühligen Art eine fiktive Familie schaffen, die ihren Ursprung in seinem eigenen Leben findet. Von dieser Familie auf Papier möchte man sich gar nicht mehr trennen, so zerrissen und toxisch sie auch manchmal sein mag.„Die Überlebenden“ ist nicht nur ein Buch, was kurzfristig in aller Munde ist, es wird lange nachhallen und ist ein rundum gelungener Roman. Zwar hebt die Geschichte nicht unbedingt die Laune beim Lesen, aber es sind doch gerade die schmerzhaften Gefühle durch Bücher, die einem das eigene Leben wertschätzen lassen und mich jedes Mal aufs Neue beeindrucken, welche Kraft Wörter haben.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

3sat
Ich habe ein sehr dunkles, düsteres Märchen gelesen. Kunstvoll.

Katrin Schumacher

Podcast F*luxx
Sie werden um diese Brüder weinen. Um die Männer, die sie wurden, um die Jungen, die sie waren, um d...ie Unschuld, die sie verloren haben. Brillant, eindringlich und unvergesslich. mehr weniger

Frederik Backman, Autor von ›Ein Mann namens Ove‹

rbb
Ein Meisterwerk.

Thomas Böhm

Podcast F*luxx
Ein Buch wie ein Pfeil. Präzise und schmerzhaft über eine tief dysfunktionale Familie – und gleichze...itig spannend und funkelnd schön. mehr weniger

Doris Dörrie

3sat
Es gibt diese unheimlich interessante literarische Bewegung, dass er einerseits vorwärts erzählt und... die Rahmenhandlung rückwärts erzählt. Es ist jenseits des dunklen Geheimnisses ein Roman über Geschwisterbeziehungen. Lesen! mehr weniger

Sandra Kegel

3sat
Der Roman ist genial gebaut. Er ist Fiktion: aber scheint am Ende echte Wirklichkeit in diese Fiktio...n eindringen zu lassen. Ich weiß nicht, ob ich das je so gekonnt in einem Roman gelesen habe. mehr weniger

Gert Scobel

Ein wichtiges Buch. Mitreißend, fesselnd, atemlos, bezwingend.

Andrea Sawatzki

Süddeutsche Zeitung
In seinem Romandebüt ›Die Überlebenden‹ erzählt Alex Schulman von einer durchschnittlich dysfunktion...alen Familie. Die Wucht und die Nuancen der Gefühle, die er erzeugt, sind atemberaubend. mehr weniger

Werner Bartens

SPIEGEL Bestseller - Das Kulturmagazin
Alex Schulman gelingt mit ›Die Überlebenden‹ ein belletristisches Debüt, das den Traum vom schwedisc...hen Sommer zerschmettert. mehr weniger

Elisa von Hof

taz am Wochenende
Der Roman ›Die Überlebenden‹ von Alex Schulman ist eine bezwingend klar erzählte Geschichte über ein...e Kindheit in Ungeborgenheit. mehr weniger

Katharina Granzin

Berliner Zeitung
Schulman, der schon meherere Sachbücher veröffentlicht hat, bleibt bei seinem ersten Roman sehr nah ...an den Figuren. mehr weniger

Cornelia Geissler, 04.11.2021

Brigitte
Funkelndes Porträt dreier Brüder, die mit ihren trinkenden Eltern klarkommen müssen.

27.10.2021

Hamburger Abendblatt
Sehr langsam entblättert sich in diesem raffiniert komponierten Text, der von hinten nach vorne erzä...hlt und dennoch nirgends kompliziert ist, ein Drama, das unbedingt herzzerreißend ist. mehr weniger

Thomas Andre, 19.10.2021

Brigitte
So fulminant dieser Roman beginnt, so geht er auch weiter. Ein sehr skandinavisch düsteres Buch. Und... doch ist es nicht ohne lichte Momente, bis zu seinem überraschenden Ende. mehr weniger

Meike Schnitzler, 13.10.2021

DONNA
Wunderschön.

01.10.2021

NDR Kultur
Ein meisterhaftes, formstrenges, ein tief anrührendes Buch.

Anna Hartwich, 17.09.2021

ZDF
Klug konstruiert und sprachlich zurückhaltend enfaltet ›Die Überlebenden‹ eine stille Wucht ohne Pat...hos. Ein tieftrauriges und schmerzhaftes Buch - und genau deswegen eines, das glücklich machen kann. mehr weniger

Peter Twiehaus, 10.09.2021

Kurier
Mit ›Die Überlebenden‹ ist dem Autor ein dichtes Debüt gelungen.

05.09.2021

WDR
Alex Schulman, geboren 1976, schafft in seinem Roman eine exzellente Verbindung von Autobiographisch...em und Fiktion (...). mehr weniger

Ulrich Noller, 31.08.2021

Buchprofile/medienprofile
Eine spannend komponierte, verstörende Kindheitsgeschichte mit Gänsehautmomenten, in der es um Reden... und Schweigen, Vergeben und Vergessen geht. Starke Empfehlung. mehr weniger

Maria Holgersson

mein/4
Schmal, leise und gewaltig: ein absolutes Lieblingsbuch indiesem Herbst.

Buchjournal extra
Ein stilles und zugleich aufwühlendes Buch - man mag es nicht aus der Hand legen. Ein ganz großes Le...seerlebnis. mehr weniger

Susanne Dietrich

Stadtkind (Hannover)
Ein Buch wie ein tiefer, anrührender See, der still aussieht, aber bis obenhin angefüllt ist mit Äng...sten, Sehnsucht, Rivalität und Unverstandenem, Grausamkeiten und trostloser Trauer. mehr weniger

Anke Wittkopp

lebensart
Alex Schulman erzählt in seinem beeindruckenden und emotional sehr berührenden Debütroman, der dazu ...mit einem überraschenden Ende aufwartet, auf zwei Ebenen. mehr weniger

Die Furche
Seine Figuren bewahren bis zuletzt eine faszinierende Mehrdeutigkeit; keine von ihnen lässt sich auf... einem Gut-Böse-Schema eindeutig zuordnen. mehr weniger

Rainer Moritz, 21.04.2022

ruinaulta
Ein aufwühlender, düsterer Roman, jedoch sehr lesenswert.

Ruth Ragettli, 14.01.2022

Kieler Magazin
Ergreifend und ganz anders als das meiste, das man an schwedischer Literatur gewohnt ist.

11.01.2022

lehrerbibliothek.de
Zurecht erfährt das Werk des schwedischen Autors eine breite Leserschaft, wird in ihm doch eine zent...rale Erzählung der kulturellen Identität Schwedens problematisiert und zugleich ein klassischer Fehler familiärer Erziehung identifiziert. mehr weniger

Marcel Remme, 08.01.2022

Kronberger Bote
Ein Buch für all jene, die spannende und hervorragend konsturierte Familiengeschichten lesen möchten.... mehr weniger

16.12.2021

Landsberg Extra
Der internationale Bestseller aus Schweden, über Hoffnung, über Versöhnung, über Leben.

, 15.12.2021

Kirche+Leben
Bedrückend und anrührend, meisterhaft konstruiert.

Ulrich Waschki, 12.12.2021

Aachener Zeitung
Mein Fazit: ein tolles Debüt, vielschichtig und überaus fesselnd erzählt.

Ute Rodde, 22.11.2021

Münsterländische Tageszeitung
Über Hoffnung, über Versöhnung, über Leben

22.11.2021

Land & Forst
Ein gelungens Romandebüt des schwedischen Autors: literarisch erzählt, raffi niert konstruiert - un...d mit einem atemberaubendem Schluss! mehr weniger

15.11.2021

Bürgerportal Bergisch Gladbach
Kommen Sie mit auf eine literarische Reise aus einer scheinbaren Hoffnungslosigkeit heraus in ein se...lbstbestimmtes Leben! Ein wunderschönes Buch, das Sie nicht verpassen sollten. mehr weniger

Sylvia Jongebloed, 09.11.2021

Family
Alex Schulman hat den Kunstgriff gewagt, die Geschichte von hinten aufzurollen - und es ist ihm herv...orragend gelungen. mehr weniger

Bettina Wendland, 01.11.2021

Saale-Zeitung
Wer gerne skandinavische Bücher liest, dem wird diese deutsche Erstausgabe helfen, einen neuen Schri...ftsteller zu entdecken. Es lohnt sich. mehr weniger

Petra Breuig, 30.10.2021

Wetzlarer Neue Zeitung
Es ist eine klare, echte, gleichzeitig aber aufwühlende Geschichte, die dem Leser vor Augen führt, w...as im Leben wirklich wichtig ist. mehr weniger

Hannah Umlauf, 11.10.2021

Ensuite - Zeitschrift zu Kultur & Kunst
Keine Ferien auf Saltkrokan.

02.10.2021

lift Stuttgart
Ein sehr intensives und anspruchsvolles Debüt.

01.10.2021

Magedeburger Volksstimme
Die feinen Schwingungen zwischen den Brüdern hält er mit der gleichen Intensität fest wie Gerüche, F...arben, überhaupt die ganze Sinnlichkeit einer rauen Natur. mehr weniger

18.09.2021

Westdeutsche Allgemeine
Alex Schulman gelingt ein Roman von hoher Intensität.

Martin Meyer, 11.09.2021

Ostthüringer Zeitung
Eine Reise durch die Natur, die Zeit, den Kampf um Liebe, Hoffnung.

09.09.2021

dpa, Neue Presse
Mit präziser Sprache erschafft Schulman eine Welt, in der die kleinen, alltäglichen Dinge von den gr...oßen menschlichen Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten erzählen. mehr weniger

04.09.2021

leselupe.de
Es ist ein lesenswerter Roman, voller Tiefe und intensiver Innenbetrachtung eines zerrütteten Famili...enlebens mit einem überraschenden Ende. mehr weniger

Claudine Borries, 29.08.2021

Mainhattan Kurier
Im Rückblick emotionsgeladener Erinnerungen brechen tiefe Narben auf, die von Schuld sprechen, aber ...auch die Hoffnung auf Vergebung schürt. Leseempfehlung! mehr weniger

24.08.2021

Kleine Zeitung, Lesezeichen Newsletter
Ein Lese-Erlebnis mit langem, intensiven Nachhall.

Werner Krause, 23.08.2021

Die Presse am Sonntag
Den Namen Alex Schulman sollte man sich auf jeden Fall merken.

Mirjam Martins, 22.08.2021

Heilbronner Stimme
Diese Familiengeschichte ist ohne jede Romantik und deshalb umso bewegender.

Tanja Ochs, 21.08.2021

buecher-leben.de
In einer klaren, reflektierenden aber auch poetischen, einfühlsamen Sprache fächert Alex Schulman da...s Leben der drei Brüder von ihrer Kindheit bis ins Erwachsenenalter auf, in dem sie nie gelernt haben, über Gefühle und einschneidende Erlebnisse, die Frag mehr weniger

Sabine Wagner, 21.08.2021

booksandnotes.de
›Die Überlebenden‹ – eine emotional aufwühlende Familiengeschichte über die Wucht des Lebens.

Frank Zabel, 20.08.2021

protagonistplaces.de
Selten habe ich ein Buch mal wieder so intensiv erlebt, so reflektiert betrachtet und nicht einfach ...nur hingenommen, sondern richtiggehend aufgesogen. Ein tolles Buch! mehr weniger

Bianca Magens, 20.08.2021

WDR 3
Alex Schulman hat mit seinem Romanerstling ›Die Überlebenden‹ einen fulminanten Start hingelegt, vie...lschichtig, psychologisch genau, formal überzeugend. mehr weniger

Jutta Duhm-Heitzmann, 20.08.2021

Bremen Zwei
Eine schmerzhafte, außergewöhnlich klug komponierte Geschichte, die man nicht vergisst.

Esther Willbrandt, 10.08.2021