Nach zwei Jahrzehnten kehren drei Brüder zum Ort ihrer Kindheit zurück, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Eine Reise durch die Zeit zeigt: Der Kampf um die Liebe der Mutter hat immer noch kein Ende gefunden.
22,00 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Die Überlebenden
Nach zwei Jahrzehnten kehren die Brüder Benjamin, Pierre und Nils zum Ort ihrer Kindheit – ein Holzhaus am See – zurück, um die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Eine Reise durch die raue, unberührte Natur wie auch durch die Zeit. Im Kampf um die Liebe der Mutter, die abweisend und grob, dann wieder beinahe zärtlich war, haben die Jungen sich damals aufgerieben bis zur Erschöpfung. Heute fühlen sie sich so weit voneinander entfernt, dass es kein Aufeinanderzu mehr zu geben scheint. Und doch ist da dieser Rest Hoffnung, den Riss in der Welt zu kitten, wenn sie sich noch einmal gemeinsam in die Vergangenheit vorwagen.
Bibliografische Daten
2. Auflage
Alex Schulman
Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.
Hanna Granz
Hanna Granz, geboren 1977, hat unter anderem Werke von Patrik Svensson, Tove Alsterdal, Johanne Lykke Holm und Tone Schunnesson ins Deutsche übersetzt.
7 - 10 von 148 Leserstimme
Die Überlebenden
Familie kann man sich nicht aussuchen. Man wird in sie hineingeboren und egal ob man Einzel- oder Geschwisterkind ist, die Beziehung zu den Eltern ist etwas ganz besonderes. Für die drei Brüder, Benjamin, Pierre und Niels ist dies auch so, nur dass sie in einer dysfunktionalen Familie groß werden. Um den letzten Wusch ihrer verstorbenen Mutter zu erfüllen, kehren sie an den Ort ihrer Kindheit, ein Sommerhaus am See, zurück. Ihre Asche soll im See verstreut werden. Und so kommen alte Erinnerungen hoch und alte Wunden brechen auf….Fazit:Jeder hat seine eigenen Erinnerung. Selbst wenn man zusammen ein Erlebnis hat, verarbeitet und erzählt es im Nachgang jeder anders. So auch die drei Brüder in „Die Überlebenden“ von Alex Schulman. Alle drei hatten eine schwierige Kindheit, denn die Eltern haben sie vernachläßigt und waren Alkoholiker. Mit dem Ältesten Pierre sind sie ambitioniert gestartet, er sollte eine akademische Ausbildung bekommen, schafft auch das Abitur, doch schon bei Kind zwei, Benjamin, und erst recht bei Niels dem dritten fehlt es an Energie, Willen und irgendwann auch an Geld. Und so entwickeln die drei ihre eigenen Überlebensstrategie. Pierre ergreift Direkt nach dem Schulabschluss die Flucht, Benjamin der sensibelste der drei, versucht so unauffällig wie möglich zu sein, und sucht doch immer wieder die Liebe seiner Eltern, und Niels verroht und wird gewalttätig. Und während sie in der Kindheit am See zusammenhalten, eine Einheit gegen das Desinteresse ihrer Eltern bilden, können sie als Erwachsene nicht so recht miteinander umgehen, haben ihre Verletzungen und das Trauma, das eine besondere Erlebnis ihrer Kindheit, zwar überlebt aber nicht verarbeitet. Genau dieses Trauma kommt beim Besuch des Sommerhauses wieder hoch und läßt die Brüder aneinander geraten. Die Charaktere sind stark, selbst wenn diese auf den ersten Blick, gewöhnlich erscheinen, denn der Autor läßt dem Leser sehr viel Raum zur Interpretation, zum selbst fühlen und zusammen puzzeln, warum dieses Trauma da ist. Und gerade, dass nicht alles gesagt und bis ins Kleinste erzählt wird, gibt dem Roman eine unendliche Tiefe. Das nichts alles gesagt wird, ist die eine Besonderheit dieses Buches, das Andere ist seine Struktur, denn die Geschichte wird nicht linear erzählt, sondern alternierend in Kapiteln aus der Vergangenheit der Familie und chronologisch in Stunden rückwärtsgehen, beginnend mit der Eskalation der Brüder. So entsteht Raum, sehr viel Raum, zum interpretieren, und zusammensetzen der Geschichte und Charaktere.Dies alles ist für mich stimmig, selbst wenn vieles gewöhnlich und stink normal erscheint., solch eine Familie gibt es in jeder Stadt, ist vielleicht sogar mein Nachbar. Das läßt „Die Überlebenden“ doppelt nachhallen.5 STERNE
Eine emotionale und ergreifende Familiengeschichte
Pierre und Nils haben zusammen mit ihrem Bruder Benjamin in einem Sommerhaus idyllisch gelegen inmitten eines Waldes mit einem wunderschönen die Sommerferien ihrer Kindheit verbracht.Doch die Beziehung der Kinder ist nicht gesund, die Eltern leisten nicht die notwendige Vorarbeit und die Kinder sind auf sich gestellt. Es herrscht außerdem eine große Konkurrenz zwischen ihnen, vor allem wenn es um die Liebe der Mutter geht, die sie ihnen tropfenweise gibt. Beide Eltern neigen außerdem zu Alkoholkonsum und Wutausbrüchen, vor allem der Vater. So kommt es, dass sie sich mit der Zeit voneinander entfernen. Doch nach dem Tod der Mutter komme sie wieder, mittlerweile erwachsene Männer, zusammen, als sie die Asche ihrer Mutter in genau demselben Ort verstreuen wollen. Dieser Trip wird für sie zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, in die eigenen Geheimnisse und zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben, das sie bisher geführt haben. Altes, nicht Erwähntes und gut verstecktes erscheinen an die Oberfläche und das Ungesagte führt zu einer Explosion der Gefühle. Werden sie trotzdem einen Kompromiss schließen können und einen Neuanfang starten?Ein authentischer, trauriger Roman der vor allem hervorbringen will, was für Folgen ein nicht intaktes Elternhaus für die Zukunft und das Leben eines Menschen bedeuten kann.
Die Vergangenheit hinterlässt Spuren – eine Reise durch die Zeit …
Nach dem Willen ihrer verstorbenen Mutter begeben sich die drei Brüder Benjamin, Nils und Pierre zusammen mit ihrer Urne auf eine gemeinsame Fahrt zum Sommerhaus der Familie, um dort am See ihre Asche zu verstreuen. Früher, als sie noch Kinder waren, verbrachte die Familie jeden Sommer dort. Nun werden die Erinnerungen wieder wach an die unzähligen Stunden, die sie sich selbst überlassen waren, während sich ihre Eltern lieber zurückzogen und dem Alkohol frönten. Es war eine schöne, aber auch eine schmerzvolle Zeit mit vielen körperlichen und seelischen Verletzungen, die sie bis heute, Jahrzehnte später, noch nicht verarbeitet haben. Inzwischen haben sie sich auseinander gelebt, versuchen jedoch, auf der langen Fahrt zu dritt in einem Auto, die alte Gemeinsamkeit und Vertrautheit wieder aufleben zu lassen … „Die Überlebenden“ ist der erste Roman des schwedischen Autors Alex Schulman, der 1976 in Hemmesdynge geboren wurde. Er studierte Film-, Literaturwissenschaft und Philosophie. Bevor ihm mit diesem Roman (der wochenlang auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste stand und bisher in 31 Ländern erschienen ist) sein Durchbruch gelang, schrieb er bereits einige autobiografische Geschichten über seine Familie. Alex Schulman ist in dritter Ehe mit Amanda Schulman verheiratet, hat zwei Töchter und mit ihr einen gemeinsamen Sohn. Zunächst fällt die außergewöhnliche Erzählweise auf, an die man sich möglichst rasch gewöhnen sollte, um die Dramatik der Geschichte vollständig erfassen zu können. Erzählt wird in zwei Zeitebenen: Zunächst befinden wir uns mit den drei Brüdern und der Urne der Mutter im Hier und Jetzt beim Sommerhaus am See und begeben uns jeweils im 2-Stunden-Takt zurück bis zum Auffinden des Briefes mit dem letzten Willens der Mutter und dem Beginn der Fahrt. Dazwischen tauchen parallel Erinnerungen und Erlebnisse der Jungen auf, die von frühester Kindheit chronologisch bis ins Heute reichen, um am Schluss dann stimmig mit dem Anfang zu verschmelzen. Der Kreis schließt sich. Erzählt wird die Geschichte aus dem Gesichtspunkt von Benjamin, dem mittleren und besonnensten der Brüder. Er war es auch, der meist vermittelnd zwischen Pierre, dem jüngsten und aufbrausenden, und Nils, dem ältesten und eigenbrötlerischen, eingriff. Und dann war da noch Molly, die kleine Hündin und Liebling der Mutter, um die sich hauptsächlich Benjamin kümmerte. Bis das Unglück geschah, konnten die Kinder noch um die Liebe und Zuneigung der Eltern buhlen, danach zerbrach die Familie und nichts war mehr wie zuvor. Was ist passiert?Dem Sog dieser Geschichte kann man sich nicht entziehen. Die Sprache ist klar, präzise und schnörkellos und die gewählte Ausdrucksweise des Autors vermittelt ein gutes Bild der Landschaft am See. Die einzelnen Charaktere sind greifbar in ihrer Realität und ihre Beziehungen untereinander durchaus nachvollziehbar. Die exakte Beschreibung einiger erschütternder Szenen vermittelt ein tief emotionales Leseerlebnis, der aufwühlende Schluss erklärt das Geschehen, lässt aber den Leser nachdenklich und bestürzt zurück. Fazit: Kein Roman der Wohlbefinden auslöst, sondern eine Geschichte voller Emotionen, die traurig und bestürzt macht, und die das Gelesene noch lange nachklingen lässt.
“Die Überlebenden” – eine emotional aufwühlende Familiengeschichte über die Wucht des Lebens
Dass Geschwister sich mal kabbeln ist wahrscheinlich normal. Sie kennen sich ein Leben lang, leb(t)en für einen meist sehr langen Zeitraum dicht nebeneinander, werden sich hier und da sicherlich auch mal dem Willen des anderen widersetzt, ihn verletzt oder enttäuscht haben oder entwickeln sich einfach in komplett verschiedene Richtungen.Doch, dass in Alex Schulmans Roman “Die Überlebenden” etwas gewaltigeres hinter allem steckt merkt man recht schnell. Der*die Leser*in begegnet den drei Brüdern übel zugerichtet und fertig vor einem etwas abseits gelegenen Sommerhaus in Schweden. Hier, am Ort ihrer Kindheit, wollten sie gemeinsam den letzten Willen ihrer Mutter erfüllen und ihre Asche verstreuen. Doch… “Was hatten sie gedacht, was passiert, wenn sie schließlich an den Ort zurückkehren, dem sie ihr Leben lang zu entkommen versucht haben?”Nils schleudert Pierre kurz danach die Urne gegen die Brust und ein handgreiflicher Streit beginnt. Währenddessen schaut Benjamin mehr oder weniger ratlos und wie festgewachsen zu. Er scheint eh jeher, der etwas Ängstlichere und Unsichere der Familie und Vaters Liebling gewesen zu sein. Während Nils eher immer Mamas Liebling war und Pierre so zwischendrin. Zwanzig Jahre sind nun vergangen, seit dem sich ein Riss innerhalb der Familie auftat über den sie nie wirklich sprachen. Langsam nähert man sich nun mit jeder Seite der Vergangenheit und den Geschehnissen innerhalb der Familie an, lernt die etwas abweisende grobe Mutter kennen, den Vater und Schritt für Schritt den Traumata, die die Familie nicht nur leiden ließen, sondern auch für immer verfolgen werden.“Mein Leben lang habe ich mich allein schuldig gefühlt […] Aber ihr wart dabei.” “Wir waren Kinder”[…]”Und wir waren Brüder. Erinnert ihr euch, was Papa immer gesagt hat? Er hat gesagt, wir sollen uns glücklich schätzen, weil nichts einen Menschen so stark macht wie Brüder.”Ganz ehrlich? Was für eine krasse, überrumpelnde Geschichte. Aller Anfang gestaltet sich jedoch schwierig. Lange plätschert die Geschichte so vor sich hin und man lernt so einige Eigenarten der einzelnen Familienmitglieder kennen. Irgendwie ist auch stets die etwas angespannte Situation innerhalb der Familie zu merken, der man sich von außen nie so wirklich annähern, noch sie verstehen kann. Gerade die abweisende Art der Mutter und das Verhältnis zwischen den Brüdern gibt hier sehr viele Rätsel auf. Doch dann nimmt alles mit der zweiten Hälfte dieses Romans rasant an Fahrt auf und der*die Leser*in stolpert von einem Augen öffnenden Ereignis zum Nächsten. Und gerade das Ende stellt noch einmal alles auf den Kopf. Die letzten Seiten haben mich wahnsinnig fertig gemacht, teilweise war ich innerlich komplett unruhig und musste mich zum Lesen überwinden. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, der Trauer und des Leids setzen ein und bescherten mir ein wahnsinnig intensives Leseerlebnis, das ich bisher nur bei Krimis und Thrillern erlebt habe. Dieser Plot ist beinahe wie eine Zündschnur, die zuerst sehr verhalten und dann mit lautem Knall die anfängliche Fassade zusammenbrechen lässt und Blicke auf traumatische Erinnerungen frei gibt, die man sich so nicht vorstellen kann. Und eigentlich auch nie so wirklich wahr haben möchte. Selbst der Gedanke an diese Geschichte bereitet mir gerade Gänsehaut. Ich glaube mehr sollte ich an dieser Stelle auch noch nicht verraten, denn dieses Bild muss man sich beim Lesen schon so ein bisschen erarbeiten. Mit den einzelnen Protagonisten wird man recht lange nicht wirklich warm werden, aber das Rätsel um ihre Geschichte treibt einen durch diesen Roman und das lässt den*die Leser*in garantiert nicht kalt.“Die Brüder waren sieben, neun und dreizehn Jahre alt, und wenn sie zusammen Fußball oder Karten spielten, konnte es inzwischen in so heftigen Streit enden, dass Benjamin spürte, wie etwas zwischen ihnen zerbrach. Noch höher war der Einsatz, wenn ihr Vater sie gegeneinander aufstellte, wenn er so klarmachte, dass er herausfinden wollte, wer von ihnen in irgendetwas der Beste war.”Generell hatte ich immer das Gefühl, dass die Brüder sehr häufig um die Gunst ihrer Eltern buhlen müssen, sich teilweise wahnsinnig anstrengen müssen, um überhaupt Anerkennung und Liebe zu erfahren und selbst dann ist es immer nur ein kurzer Moment. Diese Eltern-Kinder-Trauma-Geschichte, so würde ich es am Ende dann am ehesten nennen, zeigt auf jeden Fall was Glück bedeutet, aber eben auch wie fragil dieses, das Leben und seine Umstände sind. Eigentlich auch, dass jeder Moment wahrsinnig kostbar ist und sich eben alles von heute auf morgen komplett ändern kann. Das feste Familienband reißt, einzelne Familienmitglieder/Menschen fühlen sich immer wieder im Stich gelassen, während andere in ihren eigenen Welten leben, Dinge verdrängen, es sich irgendwie zusammenreimen und selbst wenn die Geschehnisse irgendwie verarbeitet wurden, es einfach nie wieder so sein kann, wie früher. Und das obwohl gerade in schwierigen Momenten der Zusammenhalt, das Wichtigste, wenn nicht sogar das Entscheidendste ist.Alex Schulman nähert sich in diesem Roman schrittweise und sehr vorsichtig diesem riesengroßen Themenkomplex Trauma und Traumaverarbeitung innerhalb einer Familie an. Vom Lesen her kann man schon so ein bisschen mit einer Detektivarbeit vergleichen, denn der*die Leser*in lernt nur schrittweise die Vergangenheit und eben jene lebensprägenden Ereignisse kennen. Die Kapitel sind dabei in einzelne, rückwärtslaufende Stunden des Tages und Erinnerungen eingeteilt, die sich abwechseln und dank wiederkehrender Elemente immer wieder miteinander verknüpfen, zwischen alltäglichen Familienszenen, eben jener harten Kost und der Gegenwart einen Bogen schlägt. Und so macht es “Die Überlebenden” nicht nur von der Geschichte und Erzählart zu einem sehr faszinierenden, aufwühlenden Roman, sondern auch vom Aufbau zu einem sehr starken Buch, das unbedingt gelesen werden möchte.
Eine emotionale Familiengeschichte
Ein Holzhäuschen am See inmitten des Ländlichen Schwedens. Hier verbringen Brüder Benjamin, Pierre und Nils jedes Jahr ihrer Sommerferien, gehen angeln, schwimmen und streifen die durch den Wald. Von außen eine perfekte Familie, zusammen die Ferien, die Sommer und die Natur genießen. Doch die Idylle täuscht, denn die Eltern sind Alkoholabhängig, lassen ihre Söhne verwahrlosen, sind gefühlskalt und unachtsam. Die Brüder konkurrieren und schikanieren sich oft untereinander um etwas Aufmerksamkeit von den Eltern, besonders von der Mutter, zu bekommen. Bis eines Tages eine Tragödie der Familie tief im inneren verändert.Nach zwanzig Jahren kommen die Brüder zum ersten Mal ins Sommerhaus zusammen, sitzen im Anzug und Krawatte auf den Treppen vor dem Holzhaus. Zwischen ihnen eine Urne voller Asche ihrer Mutter und viele Gefühle und Sätze die seit Jahren unausgesprochen geblieben sind.Benjamin, der mittlere Sohn, ist der Ich-Erzähler von Schulmans Familienroman. Er ist ein stiller Beobachter, analysiert bis zum kleinsten Detail die Verhalten von seinen Familienmitglieder und weiß, wann die Stimmung zum Kippen droht. Wie Benjamin in seinen jungen Jahren alles gegeben hat, um seine Familie zusammenzuhalten, hat mich zu tiefst berührt.Alex Schulman erzählt die Geschichte mit klaren Worten, intensiv und realitätsnah auf zwei Ebenen. Kapitelweise bin ich zwischen Vergangenheit und Gegenwart gereist, dabei wirkte mir der Roman alles andere als Sommerlich leicht. Im Gegenteil! Schon in den ersten Seiten fühlte ich eine bedrohlich aufgeladene Stimmung. Ich habe bei jedem Kapitel gespürt, da irgendwas nicht stimmte, doch Schulman hat die Handlung so grandios entworfen, bis zum Ende war ich ahnungslos. Denn wo die Gegenwartsebene Episodenhaft erzählt wird, wird die Gegenwart rückwärts erzählt, sodass ich spannungsgeladen weiterlesen musste. Und das Ende! Ein Ende der mich unerwartet mit Entsetzen ins kalte See hineingeworfen hat.Es ist eine emotionale Familiengeschichte über Schuld und Vergebung und meisterhafter Debütroman, der mich nachdenklich zurückgelassenen hat.
Kindheit ohne Paradies
Zwei Jahrzehnte nach einem Vorfall, der zum Bruch zwischen den Brüdern geführt hat, treffen sich die drei wieder, um am Sommerhaus ihrer Kindheit die Asche ihrer Mutter zu verstreuen. Unter der Oberfläche brodelt es immer noch und dann eskaliert die Situation.„Das Gewicht all dessen, was in diesem Moment passiert, ist groß, doch das meiste ist längst geschehen. Was sich hier auf der Steintreppe abspielt (…), ist nur der letzte Ring auf dem Wasser, der äußerste, der am weitesten vom Einschlagpunkt entfernt ist.“ (Seite 13)Das Buch fängt mit der Gegenwartsebene an und springt dann zwei Jahrzehnte in die Vergangenheit. Pierre ist sieben, Benjamin neun und Nils dreizehn Jahre alt. Die Familie verbringt die Zeit im Sommerhaus und ich bekomme einen Einblick ins Familienleben. Das ist im ersten Moment so surreal, dass ich es als nicht bedeutsam erachte und den Ernst der Lage nicht erfasse. Zwischendurch der Sprung nach vorn, die Gegenwart, jetzt zwei Stunden früher. Anfangs finde ich es mühsam, mich zurechtzufinden, dann bin ich im Geschehen drin. Neugierig verfolge ich, was passiert ist, damals, vor so langer Zeit, und versuche gleichzeitig, zu verstehen, was heute passiert ist. Durch Änderung der Zeitebene wird vorerst eine Spannung aufgebaut und gehalten, die es mir unmöglich macht, das Buch wegzulegen.Die Sprünge zwischen Gegenwart (weiterhin rückwärts erzählt) und Vergangenheit werden willkürlicher, es geht nicht mehr nur um die Vorgänge am Sommerhaus, das Buch springt durch das Leben der Familie, wobei es hauptsächlich Benjamin ist, der im Vordergrund steht. Und das wird nun langsam zum Problem, denn zwischendurch verliere ich den Überblick, verliere mich in den Ausschweifungen von und über Benjamin, weiß nicht mehr, was wahr und was angedichtet ist. Meine Gedanken schweifen ab und ich muss mich zwingen, die ein oder andere Seite erneut zu lesen. Erst als die Lösung näher kommt, es eine Erklärung für all das gibt, bin ich wieder vom Buch gefesselt. Dies habe ich nicht erwartet und bin entsetzt, traurig und erschrocken. Damit hat der Autor mich unglaublich überrascht und mit der Geschichte versöhnt.Eine dramatische Familiengeschichte, die durch den ungewöhnlichen Erzählstil aus der Masse sticht. Mir hätte ein wenig mehr Struktur besser gefallen, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Von mir gibt es 4 Sterne.
Meisterhaft erzählt
Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils verbringen die Sommer ihrer Kindheit in einem Sommerhaus, nah am Wald mit einem wunderbaren See. Scheinbar verbringt die Familie idyllische Sommer in der wundervollen Landschaft, doch dem ist nicht so. Denn dort sind die Kinder oft allein auf sich gestellt, da die Eltern sich mittelmäßig um die drei kümmern, vor allem die Mutter, die ihre Liebe nicht maßvoll verschenkt. Streitereien sind an der Tagesordnung und die Verhaltensweise der Brüder ist nicht immer nachvollziehbar. Ire Beziehung bleibt distanziert.Später als die Mutter verstoben ist treffen sie sich genau dort wieder um die Asche in der Urne ihrer Mutter zu verstreuen und sich der Vergangenheit zu stellen, die ihr ganzes Leben beeinflusst hat, da diese Dysfunktionalität der Familie später in ihrem Leben Risse gezeigt hat. Die Streitigkeiten zwischen den Brüdern, die Apathie der Eltern und dass ständige betteln der Kinder nach Anerkennung und Liebe hat ihr Leben negativ geprägt. Eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt und die mich durch die originelle Erzählweise begeistert hat. Der Autor konnte die Gefühle und Emotionen der Protagonisten so bildlich analysieren, dass dem Leser fast der Atem wegbleibt. Ich warte gespannt auf das nächste Werk des Autors.
Lebenslange Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Liebe
Alex Schulman, geboren 1976 in Schweden, ist in seiner Heimat als Journalist, Autor mehrerer autobiografischer Bücher über seine Familie, Blogger, Podcaster und aus Fernsehen und Radio sehr populär. Sein Romandebüt "Die Überlebenden" war in seinem Heimatland ein großer Erfolg, wobei schwedische Leser Teile seiner Familiengeschichte in dieser fiktionalen Erzählung wiederfinden. Drei BrüderZu Beginn eine filmreife Szene: Drei Männer in schwarzen Anzügen und Krawatten sitzen in einer Juninacht auf der Steintreppe vor einem abgelegenen, verwitterten roten Sommerhaus am See und halten sich weinend im Arm. Neben ihnen steht die Urne mit der Asche ihrer Mutter, die sie nach deren letztem Willen im See verstreuen sollen. Benjamin, der mittlere der Brüder, hat die Polizei und einen Krankenwagen gerufen, denn kurz zuvor hätten sich Nils, der ältere, und Pierre, der jüngste, fast totgeschlagen. Was ist geschehen?"Was sich hier auf der Steintreppe abspielt, das Weinen der drei Brüder, die geschwollenen Gesichter und all das Blut, ist nur der letzte Ring auf dem Wasser, der äußerste, der am weitesten vom Einschlagpunkt entfernt ist." (S. 13)Eine außergewöhnliche StrukturAlex Schulman erzählt den Roman in personaler Erzählweise konsequent aus Benjamins Sicht. In zwei Teilen, untergliedert in insgesamt 24 Kapitel, wechseln sich zwei Zeitebenen ab. In der Gegenwartsebene wird der Tag der Urnenbeisetzung im Zweistundenrhythmus rückwärts erzählt. Dazwischen gibt es Episoden aus der Kindheit, später aus dem jugendlichen und dem Erwachsenenleben der Brüder, durch Schlüsselwörter verzahnt. Beide Ebenen nähern sich kontinuierlich an, bis sie zuletzt verschmelzen.Bei den Erlebnissen im ersten Teil aus dem letzten Sommer am See sind die Brüder dreizehn, neun und sieben Jahre alt. Die idyllische Umgebung steht in diametralem Kontrast zum überwiegend düsteren Alltag einer dysfunktionalen Familie, in dem die Kinder nur selten die ersehnte Aufmerksamkeit und Liebe der Eltern erhalten. Vom Alkohol vernebelt demonstrieren die Eltern meist Desinteresse, sind launisch und unberechenbar, verhängen sadistische Strafen und riskieren leichtfertig das Leben ihrer Kinder. Krassestes Beispiel dafür ist ein vom Vater ausgerufener Schwimmwettbewerb, bei dem die Brüder fast ertrinken, die Eltern sich jedoch inzwischen ins Haus zurückgezogen und sie vergessen haben.Unterschiedliche StrategienBenjamin ist der sensibelste unter den Brüdern, der Familienseismograf, der die Stimmungen präzise auslotet und sogar vorhersieht. Sein erwachsenes Leben hat er "in einem fortlaufenden Stillstand verbracht" (S. 31). Nils, begabt und Hoffnungsträger der Eltern, zieht sich so weit als möglich in seine eigene Welt zurück. Pierre wird mit den Jahren brutal und aggressiv nach außen, behält aber wie die anderen einen weichen, verletzlichen Kern.Das fehlende PuzzleteilAlex Schulman geht in "Die Überlebenden" den Fragen nach, wie es zur Entfremdung der Brüder kommen konnte und was das Leben in einer dysfunktionalen, von Schweigen bestimmten Familie auslöst, emotional und äußerlich verarmt, "in einem Oberklassenhaushalt aufgewachsen, doch unterhalb des Existenzminimus" (S. 235). Selten hat mich ein Roman auf den letzten Seiten derart überrascht wie dieser, obwohl ich beim Lesen von Beginn an eine unerklärliche Unruhe verspürte. Erst ganz zum Schluss wurde mir klar, dass ein fehlendes Puzzleteil dafür verantwortlich war.Diese genial angelegte Wendung, die gekonnte Verzahnung der Zeitebenen, die erschütternden Kindheitserlebnisse und die stark verdichtete, mit beklemmenden Bildern unterlegte Erzählweise werden mir dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Ich freue mich auf weitere Romane von Alex Schulman!
Ein Jahreshighlight!
„Jeder trägt seinen eigenen Wald in sich, den er in- und auswendig kennt und der ihm Geborgenheit gibt. Und einen eigenen Wald zu haben, ist das Schönste, was es gibt. Wenn du oft genug durch diesen Wald läufst, kennst du bald jeden Stein, jeden schwierigen Weg, jede umgeknickte Birke darin. Und dann ist es dein Wald, dann gehört er dir.“ (S. 62)Eigentlich wollten sie nie wieder an diesen Ort zurückkehren, den Ort, der alles veränderte, ihre Kindheit prägte. Doch als ihre Mutter nach langer Krankheit verstirbt, beugen sich die Brüder Benjamin, Pierre und Nils ihrem letzten Willen, dass ihre Asche am Holzhaus am See verstreut würde. Und ist das sie dorthin führende Ereignis nicht schon aufreibend genug, fördern der See, der Birkenwald, der muffige Geruch des alten Hauses Erinnerungen zutage, die sie lange verdrängt hatten. Einst waren die Brüder unzertrennlich, von Grund auf unterschiedlich zwar, aber wenn es drauf ankam, hielten sie zusammen – besonders im Kampf um die Liebe ihrer abweisenden, wechselhaften Mutter. Werden nun gerade sie, oder vielmehr: ihr Tod, und die Erinnerungen an die alten Zeiten es vermögen, die Brüder wieder aufeinander zu gehen zu lassen? In seinem Roman „Die Überlebenden“ (OT: Överlevarna, aus dem Schwedischen von Hanna Granz) entspinnt Alex Schulman eine unglaublich emotionale, verworrene und mystisch anmutende Familiengeschichte, die mit einer melancholischen, nordischen Atmosphäre daherkommt und mich mit der humorvollen, oftmals auch ernsthaften, traurigen Sprache und einem grandios konzipierten Handlungsaufbau von der ersten Seite an begeisterte. Was für ein Satz, erstmal Luft holen. Abwechselnd beschreibt Schulman eine Szene der Kindheit der Jungen und ihr gegenwärtiges Zusammentreffen, und wie er das macht, ist bemerkenswert: Während die Erinnerungen einem chronologischen Schema folgen, erleben wir die Gegenwart vom Ende des Tages rückläufig bis zum zugehörigen Sonnenaufgang. Dabei hat mir besonders gefallen, wie jedes Kapitel mit dem jeweils letzten Absatz des später folgenden Kapitels beginnt und so den roten Faden wiederaufnimmt. Zur Handlung selbst möchte ich nun nicht viel mehr verraten, das würde ihr die Spannung und den Überraschungseffekt nur nehmen, denn der Höhepunkt des Psychodramas ließ mich zusammenzucken und gegen den Kloß im Hals ankämpfen. Wow.Schulman hat mit den Brüdern drei tolle, charakterstarke Protagonisten gezeichnet und ihre jeweiligen Stärken und Schwächen feinfühlig in die Handlung eingebunden. Ein jeder hat eine unterschiedliche Wahrnehmung seiner Kindheit, doch sie alle verbindet die Fassade, hinter der sie von ihren Eltern aufgezogen wurden, und die jedes Bild, das der Autor illusorisch erzeugt, allmählich zum Zerfallen bringt. Wie ein quälend langsamer, dunkler Schatten legt sich die Erkenntnis allmählich über die heile Welt und lässt die Risse umso heftiger, rauer erscheinen. „Die Überlebenden“ ist wahrlich keine leichte Kost, vielmehr ein Buch, dem man sich mit der nötigen Zeit und Aufmerksamkeit widmen sollte, um all die Emotionen, die Handlungen zulassen und vollends in der Handlung aufgehen zu können. Während meiner Reise nach Schweden sind mir immer wieder Szenen des Buches vor Augen getreten, wann immer ich ein Birkenwäldchen gesehen habe, Butterblumen am Wegesrand oder am Ufer eines Sees stand – und wenn ein Buch mich selbst in Zeiten der Ruhe und Entspannung noch hat, dann ist es ein wahres Herzensbuch. Ich danke meinem Lesereise-Partner, dem lieben @herrfabel, für den tiefsinnigen, intensiven Austausch, die gemeinsamen Lacher und Gänsehautmoment - tack så mycket! ??
Kunstvoll komponiertes Familiendrama
Alex Schulmans Debütroman „Die Überlebenden“ fällt insbesondere durch seine kunstvolle und innovative Romankomposition der unter die Haut gehenden tragischen Familiengeschichte dreier Brüder auf.Die Brüder Benjamin, Pierre und Nils kehren gemeinsam in das an einem schwedischen See gelegene Sommerhaus ihrer Kindheit zurück, um die Asche ihrer kürzlich verstorbenen Mutter auf ihren letzten Wunsch hin zu verstreuen. Dieser Ort ist von erschütternden Kindheitserinnerungen geprägt, die zumeist im diametralen Widerspruch zu der scheinbar idyllischen Natur stehen. Der Leser begleitet den Er-Erzähler Benjamin auf dieser Reise durch die Natur und die Zeit, bei der er bemüht ist, sich seinen Brüdern, die sich trotz oder gerade wegen ihres gemeinsamen Schicksals auseinandergelebt haben, wieder anzunähern und erfährt dabei Unglaubliches. Durch ständigen Alkoholkonsum sind die Eltern in der Kindheit der Jungen unberechenbar und wirken abwechselnd depressiv oder aggressiv, eine erschütternde familiäre Situation! Dies beeinflusst auch die anfangs enge Beziehung der ungleichen Brüder, die mal zusammenhalten und mal rivalisieren. Jeder bildet unterschiedliche Vermeidungs- und Verarbeitungsstrategien aus: Während der ältere Nils versucht, sich vermehrt brenzligen Situationen zu entziehen, entwickelt sich der kleine Pierre zu einem Draufgänger. Benjamin, der von klein auf jegliche Stimmungen und Verhaltensweisen innerhalb seiner Familie beobachtet und zu deuten versucht, flieht in Beobachtungen und agiert deeskalierend und vorausschauend. Dadurch entfernen sich die Brüder innerlich und äußerlich voneinander. Erst die anstehende Beerdigung führt sie nach fast zwei Jahrzehnten wieder zusammen und lässt sie gemeinsam in die Vergangenheit eintauchen. Aber auch das erfolgt nicht konfliktfrei.Das Besondere ist die Form des Romans, der kapitelweise und alternierend auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Die Gegenwart läuft rückwärts und beschränkt sich auf die Ereignisse rund um den Tag der Beerdigung der Mutter. Der Roman beginnt somit mit der eigentlich letzten Szene der Geschichte. Die Vergangenheit verläuft hingegen recht chronologisch und umfasst mehrere Jahre der Kindheit und Jugend der Brüder. Insofern laufen die beiden Erzählstränge aufeinander zu. Diese Komposition ist wirklich außergewöhnlich, gerade auch weil sie im Aufbau der Traumabewältigung des Protagonisten entspricht. Der Leser ist so gezwungen, aus Erinnerungen und Indizien in der Gegenwart, die Puzzleteilen gleichen, die Geschichte des Romans zusammenzusetzen. Eine spannende Technik, die aber auch beinhaltet, dass besonders in der ersten Hälfte eine gewisse Distanz zum Erzählten und zum Erzähler gewahrt wird und die Figuren blass wirken. Hier stagniert die Handlung dann auch bisweilen. Aber auch dies entspricht der „Traumabewältigung“ von Benjamin. Im letzten Teil hingegen nimmt die Spannung nicht zuletzt aufgrund einer unglaublichen Entdeckung Fahrt auf.Ein großes Plus des Textes ist der gekonnte Umgang mit Sprache. Dem Autor gelingt es fantastisch, die friedvolle schwedische Natur und die Erinnerungen an sie in bildlicher Sprache einzufangen. Gleichzeitig baut er durch einen doch sachlichen Stil bei der Beschreibung von Grausamkeiten, die die Kinder erlebt haben und die sich in der aktuellen Beziehung der Brüder fortsetzen, eine schützende Distanz auf.So hat Schulman einen melancholischen und dramatischen Roman über die toxische Wirkung eines unbearbeiteten Schicksalsschlags in einer kommunikationslosen Familie geschaffen, der erstaunliche Wendungen vollzieht und den Leser ergriffen und beklemmt zurücklässt. Da es sich um ein Erstlingswerk handelt, bin ich sehr gespannt auf hoffentlich weitere Texte. „Die Überlebenden“ erhalten in jedem Fall meine Leseempfehlung!
Pressestimmen
Ich habe ein sehr dunkles, düsteres Märchen gelesen. Kunstvoll.
Katrin Schumacher
Sie werden um diese Brüder weinen. Um die Männer, die sie wurden, um die Jungen, die sie waren, um d...ie Unschuld, die sie verloren haben. Brillant, eindringlich und unvergesslich. mehr weniger
Frederik Backman, Autor von ›Ein Mann namens Ove‹
Ein Meisterwerk.
Thomas Böhm
Ein Buch wie ein Pfeil. Präzise und schmerzhaft über eine tief dysfunktionale Familie – und gleichze...itig spannend und funkelnd schön. mehr weniger
Doris Dörrie
Es gibt diese unheimlich interessante literarische Bewegung, dass er einerseits vorwärts erzählt und... die Rahmenhandlung rückwärts erzählt. Es ist jenseits des dunklen Geheimnisses ein Roman über Geschwisterbeziehungen. Lesen! mehr weniger
Sandra Kegel
Der Roman ist genial gebaut. Er ist Fiktion: aber scheint am Ende echte Wirklichkeit in diese Fiktio...n eindringen zu lassen. Ich weiß nicht, ob ich das je so gekonnt in einem Roman gelesen habe. mehr weniger
Gert Scobel
Ein wichtiges Buch. Mitreißend, fesselnd, atemlos, bezwingend.
Andrea Sawatzki
In seinem Romandebüt ›Die Überlebenden‹ erzählt Alex Schulman von einer durchschnittlich dysfunktion...alen Familie. Die Wucht und die Nuancen der Gefühle, die er erzeugt, sind atemberaubend. mehr weniger
Werner Bartens
Alex Schulman gelingt mit ›Die Überlebenden‹ ein belletristisches Debüt, das den Traum vom schwedisc...hen Sommer zerschmettert. mehr weniger
Elisa von Hof
Der Roman ›Die Überlebenden‹ von Alex Schulman ist eine bezwingend klar erzählte Geschichte über ein...e Kindheit in Ungeborgenheit. mehr weniger
Katharina Granzin
Schulman, der schon meherere Sachbücher veröffentlicht hat, bleibt bei seinem ersten Roman sehr nah ...an den Figuren. mehr weniger
Cornelia Geissler, 04.11.2021
Funkelndes Porträt dreier Brüder, die mit ihren trinkenden Eltern klarkommen müssen.
27.10.2021
Sehr langsam entblättert sich in diesem raffiniert komponierten Text, der von hinten nach vorne erzä...hlt und dennoch nirgends kompliziert ist, ein Drama, das unbedingt herzzerreißend ist. mehr weniger
Thomas Andre, 19.10.2021
So fulminant dieser Roman beginnt, so geht er auch weiter. Ein sehr skandinavisch düsteres Buch. Und... doch ist es nicht ohne lichte Momente, bis zu seinem überraschenden Ende. mehr weniger
Meike Schnitzler, 13.10.2021
Wunderschön.
01.10.2021
Ein meisterhaftes, formstrenges, ein tief anrührendes Buch.
Anna Hartwich, 17.09.2021
Klug konstruiert und sprachlich zurückhaltend enfaltet ›Die Überlebenden‹ eine stille Wucht ohne Pat...hos. Ein tieftrauriges und schmerzhaftes Buch - und genau deswegen eines, das glücklich machen kann. mehr weniger
Peter Twiehaus, 10.09.2021
Mit ›Die Überlebenden‹ ist dem Autor ein dichtes Debüt gelungen.
05.09.2021
Alex Schulman, geboren 1976, schafft in seinem Roman eine exzellente Verbindung von Autobiographisch...em und Fiktion (...). mehr weniger
Ulrich Noller, 31.08.2021
Eine spannend komponierte, verstörende Kindheitsgeschichte mit Gänsehautmomenten, in der es um Reden... und Schweigen, Vergeben und Vergessen geht. Starke Empfehlung. mehr weniger
Maria Holgersson
Schmal, leise und gewaltig: ein absolutes Lieblingsbuch indiesem Herbst.
Ein stilles und zugleich aufwühlendes Buch - man mag es nicht aus der Hand legen. Ein ganz großes Le...seerlebnis. mehr weniger
Susanne Dietrich
Ein Buch wie ein tiefer, anrührender See, der still aussieht, aber bis obenhin angefüllt ist mit Äng...sten, Sehnsucht, Rivalität und Unverstandenem, Grausamkeiten und trostloser Trauer. mehr weniger
Anke Wittkopp
Alex Schulman erzählt in seinem beeindruckenden und emotional sehr berührenden Debütroman, der dazu ...mit einem überraschenden Ende aufwartet, auf zwei Ebenen. mehr weniger
Seine Figuren bewahren bis zuletzt eine faszinierende Mehrdeutigkeit; keine von ihnen lässt sich auf... einem Gut-Böse-Schema eindeutig zuordnen. mehr weniger
Rainer Moritz, 21.04.2022
Ein aufwühlender, düsterer Roman, jedoch sehr lesenswert.
Ruth Ragettli, 14.01.2022
Ergreifend und ganz anders als das meiste, das man an schwedischer Literatur gewohnt ist.
11.01.2022
Zurecht erfährt das Werk des schwedischen Autors eine breite Leserschaft, wird in ihm doch eine zent...rale Erzählung der kulturellen Identität Schwedens problematisiert und zugleich ein klassischer Fehler familiärer Erziehung identifiziert. mehr weniger
Marcel Remme, 08.01.2022
Ein Buch für all jene, die spannende und hervorragend konsturierte Familiengeschichten lesen möchten.... mehr weniger
16.12.2021
Der internationale Bestseller aus Schweden, über Hoffnung, über Versöhnung, über Leben.
, 15.12.2021
Bedrückend und anrührend, meisterhaft konstruiert.
Ulrich Waschki, 12.12.2021
Mein Fazit: ein tolles Debüt, vielschichtig und überaus fesselnd erzählt.
Ute Rodde, 22.11.2021
Über Hoffnung, über Versöhnung, über Leben
22.11.2021
Ein gelungens Romandebüt des schwedischen Autors: literarisch erzählt, raffi niert konstruiert - un...d mit einem atemberaubendem Schluss! mehr weniger
15.11.2021
Kommen Sie mit auf eine literarische Reise aus einer scheinbaren Hoffnungslosigkeit heraus in ein se...lbstbestimmtes Leben! Ein wunderschönes Buch, das Sie nicht verpassen sollten. mehr weniger
Sylvia Jongebloed, 09.11.2021
Alex Schulman hat den Kunstgriff gewagt, die Geschichte von hinten aufzurollen - und es ist ihm herv...orragend gelungen. mehr weniger
Bettina Wendland, 01.11.2021
Wer gerne skandinavische Bücher liest, dem wird diese deutsche Erstausgabe helfen, einen neuen Schri...ftsteller zu entdecken. Es lohnt sich. mehr weniger
Petra Breuig, 30.10.2021
Es ist eine klare, echte, gleichzeitig aber aufwühlende Geschichte, die dem Leser vor Augen führt, w...as im Leben wirklich wichtig ist. mehr weniger
Hannah Umlauf, 11.10.2021
Keine Ferien auf Saltkrokan.
02.10.2021
Ein sehr intensives und anspruchsvolles Debüt.
01.10.2021
Die feinen Schwingungen zwischen den Brüdern hält er mit der gleichen Intensität fest wie Gerüche, F...arben, überhaupt die ganze Sinnlichkeit einer rauen Natur. mehr weniger
18.09.2021
Alex Schulman gelingt ein Roman von hoher Intensität.
Martin Meyer, 11.09.2021
Eine Reise durch die Natur, die Zeit, den Kampf um Liebe, Hoffnung.
09.09.2021
Mit präziser Sprache erschafft Schulman eine Welt, in der die kleinen, alltäglichen Dinge von den gr...oßen menschlichen Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten erzählen. mehr weniger
04.09.2021
Es ist ein lesenswerter Roman, voller Tiefe und intensiver Innenbetrachtung eines zerrütteten Famili...enlebens mit einem überraschenden Ende. mehr weniger
Claudine Borries, 29.08.2021
Im Rückblick emotionsgeladener Erinnerungen brechen tiefe Narben auf, die von Schuld sprechen, aber ...auch die Hoffnung auf Vergebung schürt. Leseempfehlung! mehr weniger
24.08.2021
Ein Lese-Erlebnis mit langem, intensiven Nachhall.
Werner Krause, 23.08.2021
Den Namen Alex Schulman sollte man sich auf jeden Fall merken.
Mirjam Martins, 22.08.2021
Diese Familiengeschichte ist ohne jede Romantik und deshalb umso bewegender.
Tanja Ochs, 21.08.2021
In einer klaren, reflektierenden aber auch poetischen, einfühlsamen Sprache fächert Alex Schulman da...s Leben der drei Brüder von ihrer Kindheit bis ins Erwachsenenalter auf, in dem sie nie gelernt haben, über Gefühle und einschneidende Erlebnisse, die Frag mehr weniger
Sabine Wagner, 21.08.2021
›Die Überlebenden‹ – eine emotional aufwühlende Familiengeschichte über die Wucht des Lebens.
Frank Zabel, 20.08.2021
Selten habe ich ein Buch mal wieder so intensiv erlebt, so reflektiert betrachtet und nicht einfach ...nur hingenommen, sondern richtiggehend aufgesogen. Ein tolles Buch! mehr weniger
Bianca Magens, 20.08.2021
Alex Schulman hat mit seinem Romanerstling ›Die Überlebenden‹ einen fulminanten Start hingelegt, vie...lschichtig, psychologisch genau, formal überzeugend. mehr weniger
Jutta Duhm-Heitzmann, 20.08.2021
Eine schmerzhafte, außergewöhnlich klug komponierte Geschichte, die man nicht vergisst.
Esther Willbrandt, 10.08.2021