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Ein Mann der Kunst

Ein berühmter Maler, der zurückgezogen auf einer Burg am Rhein lebt, Kunstfreunde, die ihn verehren und ihm ein Museum bauen wollen: eine Begegnung, die die Höhen und Tiefen des Kulturbetriebs ausleuchtet, so heiter, komisch und wahr, wie es selten zu lesen ist. KD Pratz ist ein Künstler der alten Schule, der sich jeglicher Vereinnahmung durch den Kunstbetrieb verweigert hat. Seine Bilder werden hoch gehandelt, er ist weltberühmt, hat sich aber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Mit der Welt, verlogen wie sie ist, will er nichts zu tun haben, der eigene Nachruhm aber liegt ihm am Herzen, und so sagt er zu, den Förderverein eines Museums zu empfangen, der den geplanten Neubau ausschließlich seinen Werken widmen will. Die Mitglieder des Museums-Fördervereins sind nicht alle einer Meinung über die Bedeutung von KD Pratz, fühlen sich aber hoch geehrt, als ihnen ein exklusives Treffen mit dem Maler und ein Besuch auf seiner fast schon legendären Burg am Rhein in Aussicht gestellt wird – und tatsächlich stattfindet. Wie die Kunstfreunde bei dieser Begegnung mit ihrem Idol nach und nach die Contenance verlieren, als der Meister ihnen die Unvollkommenheit der Welt und ihre eigene um die Ohren haut, dabei subtil die eigene Größe inszeniert, den Kunstbetrieb niedermacht und gleichzeitig behauptet – davon erzählt Kristof Magnusson mit großer Meisterschaft und leuchtet die Untiefen unseres Kulturbetriebs aus.

Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-95614-382-3

1. Auflage
240 Seiten
Format : 13,7 x 21,5 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Kristof Magnusson

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75 von 75 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.55 von 5 Sternen


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5 - 10 von 75 Leserstimme

loralai am 16.08.2020 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Satirische Beobachtung

Zugegebenermaßen war ich zuerst gar nicht angetan und wollte die Leseprobe gar nicht lesen. In diesem Fall muss man jedoch, mal wieder, ganz klar sagen "never judge a book by it's cover"! Zumal das Cover, wenn man das Buch fertig gelesen hat, einen Teil der Geschichte erzählt. Ich sehe allerdings davon ab, an dieser Stelle irgendetwas vorwegzunehmen.Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Der Hauptprotagonist Constantin Marx, aus dessen Sicht die Geschichte geschrieben wird, ist in seinen Vierzigern und Architekt. Zudem ist er, zusammen mit seiner Mutter, im Förderverein für das Museum Wendevogel und damit oft auf Reisen dabei, die das Museum für den Förderverein organisiert. Das Buch beschreibt eine solche Reise und es hätte keine schönere und amüsantere Katastrophe werden können. Ich mag den Schreibstil sehr gerne, der hier benutzt wurde, und die Landschaftsbeschreibungen sind einfach super. Genauso gelungen finde ich, wie Kristoff Magnusson seinen Charakteren Leben einhaucht und die Dynamik der Gruppe auf den jeweiligen Reisen beschreibt und wie diese sich im Laufe des Buches verändert. Hinzu kommen die sehr radikalen Ansichten des Künstlers KD Pratz, welcher die ganze Gesellschaft und vor allem den Kunstbereich zu verteufeln scheint. Ein sehr angenehmes und durchaus satirisches Buch über die Doppelmoral der Menschen :)

heroemil am 15.08.2020 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

So geht Kunst

Entgegen dem Klappentext agiert der Meisterkünstler KD Pratz in der Geschichte „Ein Mann der Kunst“ als egozentrischer Mensch, der Kritik nur schwer ertragen kann. Auf der andere Seite steht die Gruppe der kunstinteressierten Besucher, die sich als egomane Besserwisser darstellen und sich darüber erheben, die Kunst des Meisters bewerten zu müssen. Das Buch ist eine Parodie des Kunstbetriebes schlechthin. Eine gute Mischung für eine humorvolle aber auch tiefsinnige Geschichte, der man auch ohne Kunstverständnis folgen kann. Besonders amüsant finde ich die Darstellung des KD Pratz der es versteht, den Gästen lange Zeit sein wahres Ich vorzuenthalten. Genial das Ende des Besuchs am Rhein und die daraus entstandene gesteigerte Popularität des Künstlers.

danysunnyhoney am 15.08.2020 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Überraschend humorvoll

Nach dem Klappentext hatte ich eher ein langwieriges, schwer zu lesendes Buch erwartet, aber stattdessen war es humorvoll und gut nebenher zu lesen. Es geht Richtung Satire und der Kunstmarkt wird darin etwas aufs Korn genommen. Die Charaktere sind gut beschrieben und jeder hat seine eigenen Eigenschaften. Die Handlungen sind überspitzt dargestellt und das Buch zu lesen war interessant.Alles in einem war es ein gutes Buch für nebenbei aber ein paar Stellen gab es bei denen ich mich durchkämpfen musste und die mich nicht gefesselt haben. Das Cover ist wunderschön gestaltet und sehr passend für das Thema. An sich ein schönes Buch für nebenbei, ich gebe vier Sterne und empfehle es gerne an Kunstinteressierte weiter.

emma winter am 13.08.2020 21:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Amüsante Geschichte aus der Kunstwelt

Ein verschrobener Künstler, ein Museums-Förderverein und eine Busreise. Aus diesen Komponenten hat der Autor Kristof Magnusson ein höchst amüsantes Buch gemacht, das mich prima unterhalten hat.Da sitzt der Architekt Constantin Marx plötzlich für seine Mutter in einer Sitzung, in der es um eine Millionenförderung für einen Museumsanbau geht, dabei plagen ihn ganz andere Sorgen. Der Architekt wird als die eher bodenständige Figur eingeführt, die etwas "Reelles", nämlich Häuser erschafft, die sich mit Handwerkern und Terminen rumplagen und es den Bauherren auch noch recht und billig machen muss. Demgegenüber schildert der Autor die Kunstszene mit Förderverein, enthusiastischem Vorstand (Ingeborg, die Mutter des Architekten), Museumsleitung und den potentiellen politischen Geldgebern aus Frankfurt und Berlin - es geht um 20 Millionen Euro - schon fast satirisch überzeichnet. Der Museumsanbau soll einem einzelnen Künstler gewidmet werden, dem menschenscheuen KD Pratz, der sich auf eine Burg am Rhein zurückgezogen hat. Der Museums-Förderverein ist sich jedoch noch uneins und die Zweifler sollen mit einem exklusiven Besuch auf der Burg ins Boot geholt werden. Der Reisebus bringt die Kunstfreunde in den lieblichen Rheingau und - man ahnt es bereits - nichts läuft wie geplant.Magnusson schreibt flott, witzig und kenntnisreich. Er läßt viele reale Namen aus der Kunstszene und aus dem täglichen Leben einfließen. Die Kunstszene wird hier aufs Korn genommen, in der Prestige und eigene Vorteile an erster Stelle stehen. Der Autor hat mit Constantin, dem Ich-Erzäher, eine sympathische Figur geschaffen, die wir nun auf dem Weg zum Künstler begleiten dürfen. Aber auch alle anderen Charakter vom Museumsdirektor bis zu den reichen Kunstfreunden aller Couleur sind wunderbar "gezeichnet". Es macht einfach Spaß, der Entwicklung der Handlung zu folgen.Das Buch hat mich zuerst wegen des wirklich schönen, etwas altmodisch anmutenden Covers angesprochen. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und sie steckt voller schöner Sprachmomente und famosem Sprachwitz.Dem Mann der Kunst gebe ich fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung - auch für Kunstmuffel!

bookish.secrets am 13.08.2020 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eine Geschichte, die einen teilhaben lässt!

"Ein Mann der Kunst" ist eine Geschichte, für die ich nicht so einfach eine passende Rezensionsüberschrift fand. Wie soll man diese Geschichte, den besonderen Schreibstil und die eigenen Gefühle so knapp beschreiben?Es geht nicht. Dafür ist das Buch zu gut, die Charaktere zu vielschichtig, die Handlung zu mitreißend. Ab der ersten Seite an, hatte ich das Gefühl, ich sei ein Teil der Geschichte, würde alles am eigenen Leib miterleben. Nur der Schluss kam mir etwas zu plötzlich, ich hätte gerne noch mehr gelesen, um einen gebührenderen Abschluss dieser so toll erzählten Wendungen und Konflikte und Versöhnungsversuche zu feiern. Der Höhepunkt des Buches wurde so präzise aufgebaut, dass ich noch mitten drin steckte, als ich die letzte Seite erreichte.Andererseits kann man dies auch positiv sehen, man soll schließlich aufhören, wenn es am schönsten ist!Abschließend würde ich dieses Buch jedem empfehlen, der Lust auf tolle Dialoge und menschliche Charaktere hat, auf eine interessante Geschichte und einen fantastischen Schreibstil!

danielle2107 am 13.08.2020 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schöne Unterhaltung

"Ein Mann der Kunst" erzählt die Geschichte eines exzentrischen Malers, dem ein Museum gewidmet werden soll. Da es an finanziellen Mitteln fehlt, macht der Kunst-Förderverein einen Ausflug zur Bürg über dem Rhein, in der der Künstler seit Jahren zurückgezogen lebt.Die Geschichte ist kurzweilig und von einem feinen Humor durchzogen. Die Chraktere sind vielseitig und glaubwürdig. Bei dem Thema hatte ich mit komplexer Sprache gerechnet, aber der Stil des Autors ist sehr einfach zu lesen, jedoch in keiner Hinsicht flach, was mich sehr positiv überrascht hat. Da ich Kunst liebe, hätte ich mir etwas mehr Tiefe das Thema betreffend gewünscht, ansonsten kann ich das Buch aber als unterhaltsame und humorvolle Urlaubslektüre wärmstens empfehlen.

_annabell__ am 12.08.2020 20:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Unterhaltung für den Urlaub

Ich war anfangs erst etwas skeptisch, als ich den Klappentext las. Tatsächlich erwartete ich ein langwieriges Buch. Dennoch wurde ich schon von der Leseprobe positiv überrascht. Und so ging es auch weiter. Die Sätze sind einfach, aber dennoch mit einem gewissen Charme erfüllt. Einige Sätze darf man nicht zu ernst nehmen- der Autor kritisiert, aber auch lobt humorvoll die Kunst. Was erwartet den Leser?Ein tolles Buch, das in der heutigen Zeit spielt, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt und obendrauf noch interessant zum Lesen ist!Wer eine humorvolle aber dennoch niveauvolle Lektüre für den Urlaub sucht, geht mit dem Buch von Kristof Magnusson definitiv kein Risiko ein!

lanieleinchen am 12.08.2020 20:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Wochenendtrip in die Welt der Kunst

In dem Roman "Ein Mann der Kunst" von Kristof Magnusson begibt man sich auf die Reise zu dem zurückgezogenen Künstler KD Pratz, der sich ein Kleinod in der auf dem Cover sehr schön illustrierten Burg geschaffen hat. Der Förderverein eines Kunstmuseums widmet einer ihrer jährlichen Kunstexkursionen ganz dem Künstler, mit dem Hintergedanken dessen Werke in einem geplanten Anbau des Museum unterzubringen. Der Autor schafft es, dass man sich innerhalb kürzester Zeit im Geschehen wiederfindet. Es gibt keine lange Einleitung. Die Handlung startet direkt und Charaktere der Geschichte werden im Laufe des Buches mit ihren Ecken und Kanten liebevoll und humorvoll gezeichnet.Die Aufs und Abs der Kulturszene aus dem Blickwinkel des Schaffenden und der Interessierten wird mit einem Schmunzeln, aber dennoch auch zum Nachdenken auffordernd dargestellt, was keines Wegs langatmig oder trocken umgesetzt wurde. Im Gegenteil. Dem Autor ist es gelungen, dieses Thema in Kurzweil und Leichtigkeit zu Verpacken, so dass es nicht nur für Kunstinteressierte ein schönes Werk sein dürfte.

tanybee am 12.08.2020 11:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ist das Kunst oder kann das weg?

In „Ein Mann der Kunst“ trifft der Kunstbetrieb (Museum, Förderverein, öffentliche Förderungen) auf einen Künstler, der mit alldem nichts zu tun haben will. Das Buch entlarvt die Art, wie Entscheidungen getroffen werden in dieser Welt, wie es doch mehr Kommerz und Vermarktung ist als nur Kunst. Die Charaktere sind übertrieben dargestellt, es ist eine große Abrechnung mit dem Kunstbetrieb und seinen Stereotypen. Manchmal ganz amüsant, aber die irrationalen Handlungen der Personen haben mich zwischendurch irritiert, vor allem die des Künstlers. Am Ende macht es aber genau das rund. Der Roman ist wie der Kunstbetrieb selbst: Alles verstehen kann man da wohl nicht, Spaß macht es aber trotzdem.

buchlieberin am 12.08.2020 09:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schmeißt dieses Buch in den Rhein...

... denn es ist große Kunst. Es ist Kunst das Karussell des Kunstbetriebs so amüsant zu beschreiben. Ein berühmter, sehr exzentrischer Maler und die Mitglieder des Fördervereins eines Museums stoßen aufeinander. Viele Persönlichkeiten sollen ein gemeinsames Ziel verfolgen, das ist auch schon außerhalb der Kunstszene schwierig. Hier eskaliert die Situation. Magnusson schafft es humorvoll zu schreiben ohne das Niveau zu verlieren.Ein schöner Einblick in das Wirken des Fördervereins eines Frankfurter Museums und das einsame Leben eines international renommierten Künstlers. Alles natürlich fiktiv bis auf das Guggenheim-Museum und einige künstlerische Vorbilder. Ich werde Stunden im Netz verbringen um die Vorbilder für die fiktiven Vorlagen zu finden. Tolle Dialoge, prägnante Zeichnung der Charaktere.