Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Vom Erbe unserer Mütter und dem Wagnis eines freien Lebens

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

Der mitreißende SPIEGEL-Bestseller-Roman über ein lang gehütetes Familiengeheimnis, ein geraubtes Gemälde und vier Frauen, die sich ein selbstbestimmtes Leben erkämpfen.

In Berlin tobt das Leben, nur die 27-jährige Hannah spürt, dass ihres noch nicht angefangen hat. Ihre Großmutter Evelyn hingegen kann nach beinahe 100 Jahren das Ende kaum erwarten. Ein Brief aus Israel verändert alles. Darin wird Evelyn als Erbin eines geraubten und verschollenen Kunstvermögens ausgewiesen. Die alte Frau aber hüllt sich in Schweigen. Warum weiß Hannah nichts von der jüdischen Familie? Und weshalb weigert sich ihre einzige lebende Verwandte, über die Vergangenheit und besonders über ihre Mutter Senta zu sprechen?

Die Spur der Bilder führt zurück in die 20er-Jahre, zu einem eigensinnigen Mädchen. Gefangen in einer Ehe mit einem hochdekorierten Fliegerhelden, lässt Senta alles zurück, um frei zu sein. Doch es brechen dunkle Zeiten an.

»Vier Frauen, vier Generationen und ein Kreis, der sich überzeugend schließt. Diese Familiengeschichte ist beeindruckend.« Dora Heldt

»Hoppla, Alena Schröder ist eine echte Entdeckung.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch

»Alena Schröder erzählt in ihrem Debütroman mitreißend und wunderbar trocken im Ton Teile ihrer eigenen Familiengeschichte – und von den Lebensaufgaben, die sich die Generationen stellen.« Stern

»Präzise beschreibt Schröder Orte, Blicke, Gespräche. Wir sind dabei, spüren die Zerrissenheit dieser vielen komplexen Frauenfiguren, ihre Konflikte, ihre Last. Ein tolles, versöhnliches, atmosphärisch dichtes Buch.« NDR Kultur

»Eine berührende Jahrhundertgeschichte.« Angela Wittmann, ›Brigitte‹


Lesen Sie auch ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹ - ein weiterer außergewöhnlicher Familienroman, in dem Alena Schröder erzählt, was in ihrem gefeierten Bestsellerroman ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ im Dunklen blieb.

Bibliografische Daten

EUR 10,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43886-5
Erscheinungsdatum: 15.01.2021
1. Auflage
368 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Alena Schröder

Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren in der ›Brigitte‹-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. als ›Brigitte‹-Kolumnistin. Gemeinsam mit Till Raether spricht sie in ihrem Podcast »sexy und bodenständig« über das Schreiben. 

zur Autor*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

144 von 144 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.59 von 5 Sternen


59%

41%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


9 - 10 von 144 Leserstimme

justm. am 18.01.2021 17:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Familiengeschichte mal anders

Als Hannah unerwartete Post bei ihrer Großmutter findet, offenbart sich für sie ein Teil der Vergangenheit ihrer Familie von dem sie bis zu diesem Zeitpunkt nichts wusste; ihre Großmutter wiederum am Liebsten nichts mehr wissen wollen würde. Es geht um einen bislang unbekannten jüdischen Familienzweig, verschwundene Bilder - Raubkunst durch die Nazis, und das Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Frauen, die so unterschiedlich sie auch sein mögen, letzten Endes doch gar nicht so verschieden sind.Alena Schröder erzählt in "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" (im Übrigen die vage Beschreibung eines der verschwunden Gemälde) eine Geschichte, die den Leser, in sich abwechselnden Kapiteln, sowohl in die Vergangenheit, als auch die aktuelle Zeit entführt. Mit den verschwundenen Bildern, die hier lediglich als Aufhänger fungieren,wird nicht nur Hannahs Familiengeschichte Stück für Stück aufgedröselt, sondern auch die vielen Konflikte eben dieser Familie, die sich erstaunlicherweise im Lauf der Generationen immer wieder wiederholen. Dabei immer im Mittelpunkt: Die Frauen der Familie! Neben Hannah und ihrer Großmutter Evelyn, auch Hannahs Mutter, vor allem aber die Mutter und die Tante der Großmutter. Männer sind hier eher Nebenfiguren, die zwar das Leben der einzelnen weiblichen Hauptfiguren (teilweise stark) beeinflussen, aber meist eher antagonistisch wirken. Ohnehin kommen viele Figuren (unabhängig, ob Mann oder Frau) eher unsympathisch rüber, was zum Teil sicher der Zeit, in der sie agieren, geschuldet ist, zum Teil aber sicher einfach dem, durch die Autorin gewünschten, Charakter entspricht. Das macht es sehr leicht einige Figuren anstrengend, nervig oder bösartig zu finden, aber schwierig Sympathie für irgendwen zu entwickeln. Selbst Hauptfigur Hannah möchte man teilweise einfach nur schütteln und zurufen: "Man, mach doch einfach mal den Mund auf und steh für Dich selbst ein!".Letzten Endes geht es in dieser Geschichte aber nicht vordergründig um Raubkunst oder den Umgang in den Familien mit dem Nationalsozialismus. Nein, sie sind, wenn man der Titel-Thematik treu bleiben möchte, eher der mehr oder weniger fein gezeichnete Hintergrund. Und auch während das Buch oberflächlich betrachtet eine Art Familienhistorie ist, so ist es letzten Endes doch viel mehr Hannahs Reise. Nämlich die einer End-Zwanzigerin, die durch einen Blick in die (Familien-)Vergangenheit, gelernt hat, daß das Leben im Hier und Jetzt stattfindet und so die Weichen für eine, ihre, neue Zukunft stellt. Und als Leser freut man sich dann irgendwie doch für sie!

katercarlo am 18.01.2021 11:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Mosaik verschiedener Eindrücke

Ich hätte es mir denken können als ich den Titel las – der hat mich ja eigentlich auch erst auf das Buch aufmerksam gemacht: diese Geschichte ist kein typischer Roman über das 20. Jahrhundert und den Nationalsozialismus. Wie der Titel – der etwas zu sperrig ist, um übersehen zu werden – lässt die Geschichte immer wieder kurze Einblicke zu, die auffallen, aber nicht sofort zu erfassen sind, in Summe jedoch ein zu lösendes Rätsel ergeben. Die Erzählung greift sich immer wieder ein malerisches und literarisches Bild heraus, das vielleicht hin und wieder etwas zu abgegriffen ist, und beschreibt damit Geschehnisse und die Charakteristiken einer Zeit. Der Roman bekommt so eine klare Linie, eine Identität mit der er sich von anderen Büchern abhebt – besonders von anderen Büchern desselben Genres und Themas. Gerade auch der Erzählstil wirkte auf mich sehr modern und ironisch für eine historische Familiensaga. Eine Überraschung für mich und ein Pluspunkt für das Buch.Die Geschichte mit dem ungewöhnlichen Titel erzählt von dem Leben vierer Frauen über vier Generationen hinweg. Die Perspektiven springen recht schnell zwischen ihnen hin und her und es war spannend zu lesen, wie unterschiedlich die Frauen einander beschreiben. Präsentiert ein Buch meist nur eine Darstellung, Charakterisierung einer Person, bekommt man als Leser hier mehrere präsentiert und muss sich selbst die Mühe machen daraus ein Bild zusammenzusetzen und sich eine Meinung zur Person zu bilden. In diesem Kontext spielt ein weiteres wichtiges Thema des Buches eine Rolle: Mutter-Tochter-Beziehungen – sie werden in dieser Geschichte genau seziert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln unter die Lupe genommen.Darüber werden andere Thema teilweise zurückgedrängt. Etwa der Kunstraub der Nationalsozialisten, der hier in diesem Buch lediglich den Handlungsrahmen für andere Themen bildet, die die Autorin scheinbar dringender ansprechen wollte. Das kann man jetzt so oder so sehen. Mir persönlich hat die Ausrichtung, weg von den historischen Aspekten, hin zu zwischenmenschlichen und sozialen Überlegungen gut gefallen. Vielleicht vertritt das Buch hier etwas resolut seine Meinung, doch es erlaubt den Lesern trotzdem noch eigene Schlüsse zu ziehen. Letztendlich liefert der Roman eine angenehm zu lesende Geschichte mit vielen Einblicken, die – wie der Titel es vormacht – zu einem Mosaik zusammengesetzt werden können, das Raum für eigene Gedanken lässt.

vapi am 18.01.2021 11:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

spannend verwickelte Familiengeschichte

"Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" Ein Buchtitel, wie ein Bildtitel. Alena Schröder verbindet in ihrem Debüt Geschichte und Gegenwart. Kurz zum Inhalt: In dem Buch geht es um die Verwicklung der Geschichten von Frauen aus einer Familie: Die junge Hannah gerät durch einen geheimnisvollen Brief, in dem es um geraubtes jüdisches Kulturgut geht, auf die Spur der Geschichte ihrer Urgroßmutter Senta. was für ein dunkles Geheimnis verbirgt sich in der Vergangenheit und warum hüllt sich ihre Großmutter Evelyn in der Sache in Schweigen? Es geht um Verletzungen in der Familie und Verwicklungen in die große Weltgeschichte hineinHannah wird durch den Brief angeregt sich auf Spurensuche in ihre Familiengeschichte zu begeben. Die Spuren führen sie zurück in die Zeit der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.Sehr anschaulich wird in dem Buch ausgeführt, wie die Geschichte der jungen Hannah geprägt ist von der Geschichte ihrer Mutter Silvia, der Großmutter Evelyn und auch noch der Urgroßmutter Senta. Ein gelungenes und anregendes Buch darüber, wie Frauen je in ihrer Zeit versuchen, ihr Leben zu meistern und wie wir in unserer Biografie auch immer geprägt werden von den Menschen, die vor uns waren, mitfühlend aber auch bewegend geschrieben.

goldwoman am 18.01.2021 10:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bewegend und doch warm...

Zunächst hat mich das Cover dieses Buches sehr angesprochen. Es ist schön gezeichnet und doch gibt es wenig preis. Der Titel hat ebenfalls wenig Aufschluss gegeben, aber dennoch neugierig gemacht. Aus diesem Grund habe ich mich mehr mit dem Inhalt des Buches auseinander gesetzt. Das Buch handelt von 4 Frauen und spielt ab Mitte der 20er Jahre, bis zur jetzigen Zeit. Es ist eine Familiensaga und springt zwischen den Zeiten. Es beginnt damit, dass Hannah ihre Oma Evelyn im Pflegeheim besucht... immer ein Mal die Woche, immer der gleiche Ablauf... Hannah hat ein eher ruhiges Leben, genießt es selten, hat wenig soziale Kontakte. Nur ihren Dokortvater... der hat es ihr angetan.... Bei einem ihrer Besuche im Heim entdeckt sie einen Brief bei ihrer Großmutter. Es geht um ein en Kunstschatz, Bilder welche ihr zustehen, aber während der Nazi-Zeit in Beschlag genommen wurden. Hannah möchte diesem Geheimnis auf die Spur gehen und so fängt die Zeitreise in diesem Buch, bei ihrer Urgroßmutter Senta an. Ich habe dieses Buch sehr verschlungen, konnte es kaum aus der Hand nehmen, so sympathisch und warm sind deren Figuren. Die Handlung ist spannend, aber nicht aufwühlend. Ein wirklich gutes Buch!!!

natalie79 am 17.01.2021 22:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine sehr berührende Familiengeschichte

In dem Buch wird generationsübergreifend die Geschichte von 4 Frauen erzählt, deren Schicksale eng miteinander verknüpft sind.Im Rückblick wird die Geschichte Sentas erzählt, die sich als junge Frau verführen lässt und schwanger wird. Mehr aus Pflichtgefühl als aus Liebe heiratet sie dann den Vater des Kindes, doch kann sie sich nie an ein Leben als Hausfrau und Mutter gewöhnen. Auch schafft sie es nicht eine Bindung zu ihrer Tochter Evelyn aufzubauen. Als ihr Mann sich scheiden lassen möchte, wird sie gezwungen, ihre Tochter bei ihm und seiner Schwester zurückzulassen und zieht voller Erleichterung und Schuldgefühlen nach Berlin zu ihrer Freundin Lotte, wo sie ein neues Leben beginnen möchte.In der Gegenwart erzählt das Buch die Geschichte von Hannah, einer Studentin, die versucht, die Leere, die nach dem Tod ihrer Mutter Silvia entstanden ist, mit einer Affäre und mit Feiern zu füllen. Als sie eines Tages ihre Großmutter Evelyn besucht, entdeckt sie einen Brief aus Israel, in dem Evelyn als Alleinerbin von Bildern eines jüdischen Kunsthändlers ernannt wird. Hannah möchte unbedingt mehr erfahren, doch Evelyn stellt sich stur und möchte auch nicht über ihre Mutter Senta reden. Doch nach und nach kommt Hannah einer tragischen Familiengeschichte auf der Spur.Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Für mich einen absolute Kaufempfehlung.

wort.bildung am 17.01.2021 21:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein rundum gelungener Roman

Ein Buch, bei dem ich jetzt schon sagen kann, dass es kein Jahreshighlight sein wird. Das mir sicherlich nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Und das ist ganz und gar nicht schlimm. Schließlich sollte man nicht nur sein Bücherregal regelmäßig ausmisten, Platz für Neues schaffen, sondern auch seinen Kopf. Oder?Dennoch hat diese Geschichte für mich alles, was einen guten Roman ausmacht: Komplexität, interessante Figuren, Gefühl und schöne Sprache. Trotz ihrer Zeit- und Perspektivwechsel, familiären Verflochtenheiten und Unklarheiten hat sie für mich eine angenehme Leichtigkeit. Ähnlich wie die Vögel auf dem Cover bin auch ich nur so über die knapp 370 Seiten geflogen. Nicht zuletzt, weil der Schreibstil bildhaft und zugänglich ist - hier und da ein paar Verzierungen hat, aber nicht überladen ist. Auch geht die Autorin wirklich sensibel mit ihren Figuren um. Besonders gefallen hat mir hierbei der subtile Umgang mit dem Thema Mutterschaft. Deutlich und doch nicht wertend wird aufgezeigt, dass eben nicht jede Frau im Muttersein aufblüht. Und das nicht erst seit gestern. Dass das zwar schwierig ist. Aber dass das eben so ist. Punkt.Eine Geschichte, die wirklich Substanz hat und für mich sehr lesenswert ist.

bibliofreund am 17.01.2021 20:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Gelungenes Debüt

Die junge Hannah Borowski deckt Stück für Stück ihre Familiengeschichte durch ein zufälliges Ereignis auf, die sich über einen Zeitraum von fast einem Jahrhundert hinauszieht. Und zwar kommt sie einem Erbe ihrer 90-jährigen Oma auf die Schliche, das Letztere aus Israel mit einer Nachricht erfährt. Bei diesem wird sie Erbin des Kunstvermächtnisses von einem gewissen Itzig Goldmann. Ihre Oma will nichts von dem Erbe wissen und Hannah versucht ihre Oma zu überreden, ihr mehr von ihrer jüdischen Verwandtschaft, ihren Wurzeln und deren Vergangenheit zu offenbaren. Ihre Großmutter weigert sich ihr ihre Familiengeschichte preiszugeben und so macht sich Hannah allein auf die Suche. Diese Erkundungen werden ihr Leben für immer verändern.Der Titel der Geschichte ist recht merkwürdig aber gleichzeitig auch anziehend. Da ich selbst sehr gerne Geschichten mit Handlung vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg lese, war das Buch eine gute Wahl. Manchmal etwas zu ausführlich in den Beschreibungen aber dennoch mit einem anrührendem Erzählstil ist das Debüt der Autorin ein gelungenes, das ich gerne weiterempfehle.

merkurina am 17.01.2021 15:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Handwerklich perfekt, manchmal mir zu flach

In der Leseprobe streifte der Roman bereits mehrere Zeitebenen und produzierte dadurch gute cliffhanger - sprich Spannung. Ich erwartete den Versuch, gute Unterhaltung mit der Behandlung von schwierigem historischen Material zu verknüpfen, insbesondere natürlich bezogen auf den Nationalsozialismus. Ein Versuch, von dem ich nie weiß, ob er wirklich gelingen kann. Weil ich aber wissen wollte, wie es mit Senta weiterging, mit Hannahs Suchbewegungen weitergehen wird.. bestellte ich mir das Buch sogar als "Wunschbuch".Und war prompt erst mal etwas enttäuscht. Bis zur Mitte hatte ich den Eindruck, dass die Autorin ihrem Einfall hinterherschreibt. Dass das Buch dadurch flach wird, wie vom Reißbrett geschrieben. Die Figuren kamen mir eher beschrieben, ihr Charakter behauptet und bewertet vor, als, dass sie diesen wirklich aus sich heraus für Leser*innen entfalten konnten. Ständig schien mir zur Handlung und zum Auftreten der Personen auch gleich noch dazu gesagt, was ich von ihnen halten soll. Dies gilt insbesondere für die Figur des Jörg Sundermann, die zu wirklich den schwachen Figuren gehört (nicht nur der behaupteten Schwächlichkeit wegen, sondern eben sehr holzschnittartig gezeichnet.) Ich war also etwas genervt und fühlte mich manchmal auch gelangweilt. Das Buch bietet dann aber doch auch einige überraschende Wendungen, Zusammenführungen der Handlungsstränge und ein recht fröhliches Ende. Das ist schon handwerklich sehr perfekt, vielleicht ja zu sehr. Auf jeden Fall ist vieles sehr didaktisch, mir zu didaktisch. Was gut ist und was schlecht, das ist weitgehend hübsch sortiert. Außer in dem Punkt rund um den Themenkomplex "regretting motherhood", die Leiden an nicht wirklich gelingendem Muttersein, die Leiden der Mütter und der Töchter und die Wege zum Verständnis. Hier scheint mir der Roman seine Stärke zu haben - und es fragt sich, ob der Anlasse eines spät entdeckten NS-Kunstraubs dazu notwendig ist. Andererseits: Wie will man in der deutschen Geschichte Generationen weit zurückgehen ohne irgendwie im Nationalsozialismus zu landen?

moma58 am 17.01.2021 12:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein Roman wie ein Gemälde

Dieses wunderschöne farblich geschmackvolle Cover hat sofort meinen Blick auf sich gezogen. Der Titel kommt der Beschreibung eines Gemäldes gleich, was sich dann auch bei der Beschreibung der Inhaltsangabe wieder zum Vorschein kommt. Eine überzeugende Familiengeschichte die uns zeigt: Es gibt nicht nur "das Eine", man muss auch "das Andere" akzeptieren. Es ist ein spannender und historischer Roman in einem eingehenden und gefälligen Schreibstil. Vielleicht packt Alena Schröder ein bißchen zu viel in ihren Debütroman und vielleicht wären ab und zu für ein paar Erklärungen hundert Seiten zusätzlich nicht verkehrt gewesen. Trotzdem gefallen mir die gelungenen Verknüpfungen der Handlungsstränge sehr gut. Mein Fazit: Vier Frauen, vier Generationen und die Verarbeitung von so manchem Traum sowie ein sich schließender Kreis - lesenswert und interessant.

sophia60 am 17.01.2021 11:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

tolles Buch!

Was für ein Debüt! Alena Schröder hat mit ihrem Erstlingswerk einen beeindruckenden Roman vorgelegt. Über 4 Generationen hinweg begeiten wir starke, eigenwillige Frauen durch ihr Leben. Geschickt springt die Autorin durch die Zeitebenen. Ob Senta, Evelyn, Silvia oder Hannah, alle Frauen werden glaubwürdig und lebendig geschildert. Ihre Schicksale berühren und spiegeln sich im Laufe der Jahrzehnte. Die Beziehungungen zwischen Männern und Frauen, Kindern und Müttern ähneln sich erstaunlich, auch wenn Generationen dazwischen liegen. Dazu wird das jeweilige Zeitkolorit überzeugend dargestellt: sei es das quirlige Berlin der zwanziger Jahre; der Zweite Weltkrieg mit Judenverfolgung und Repressionen; über die Nachkriegszeit und die bunten 68- iger Jahre bis ins heutige Deutschland, das zwischen " Vergessen oder Aufarbeitung" der Vergangenheit schwankt.Der verbindende Faktor ist nicht zuletzt das Gemälde von Vermeer, das auf einer Vermisstenliste mit "Junge Frau, am Fenster stehend,Abendlicht, blaues Kleid" beschrieben wird. Ich wünsche diesem Buch viele Leser und Leserinnen und selbstverständlich einen Platz auf sämtlichen Bestsellerlisten!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Brigitte Woman
Zum Glück handelt das Buch genau davon: vom Hadern und von der Trauer. Vom Glück und von der Erkennt...nis, dass es am Ende zwar Dinge und Menschen gibt, die gut sind und auf die man sich verlassen kann, aber dass es nicht unbedingt diejenigen sind, von denen man das lange Zeit dachte. mehr weniger

Till Raether

DONNA
Die Journalistin Alena Schröder hat aus diesen zum Teil autobiografischen Versatzstücken eine dichte..., emotionale Geschichte gewoben, genauso spannend wie zum Nachdenken anregend. mehr weniger

Nina Berendonk

Brigitte
Was für ein Erbe: Alena Schröder erzählt in ihrem Debütroman über eine Familie mit vielen Geheimniss...en von einem verschwundenen Vermeer, der auf Raubkunst-Listen als ›Junge Frau...‹ geführt wird, und von jungen Frauen, die als Mutter nicht glücklich werden können – über vier Generationen hinweg! Elektrisierend wie ›Babylon Berlin‹ und ehrlich wie ›Regretting Motherhood‹. mehr weniger

Angela Wittmann

Brigitte
Alena Schröder erzählt in ihrem Debütroman eine berührende Jahrhundertgeschiche, die von ihrer eigen...en Familie inspiriert ist. mehr weniger

Angela Wittmann

Emotion
Die Journalistin Alena Schröder macht die Geschichte ihrer Urgroßmutter Senta zum Ausgangspunkt ihre...s mitreißenden Debüts und spinnt sie dann frei bis heute fort. mehr weniger

Silvia Feist

Brigitte Sommer
Elektrisierend wie ›Babylon Berlin‹ und ehrlich wie ›Regretting Motherhood‹.

01.06.2022

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Virtuos verwebt Alena Schröder Zeitebenen und Perspektiven zu einem dichten Geschichts- und Geschich...tenteppich, bleibt dabei aber selbst im großen Gefühl lakonisch und in der Ironie feinsinnig. mehr weniger

Britta Heidemann, 10.05.2021

flow
Atmosphärisch, dicht, die Rückblenden so mitreißend wie Babylon Berlin.

01.04.2021

Freundin
Starker Familienroman, in dem es auch darum geht, wie Frauen aller Generationen mit dem Muttersein h...adern. mehr weniger

10.03.2021

GUIDO
MUST-READ

01.03.2021

myself
Es gibt ihn, diesen magischen Moment, wenn wir ein Buch in die Hand nehmen und es einfach nicht mehr... weglegen können, weil uns die Geschichte so in ihren Bann schlägt. mehr weniger

01.03.2021

ARD Druckfrisch
Hoppla, Alena Schröder ist eine echte Entdeckung: rund um ein verloren gegangenes Bild von Vermeer –... darauf bezieht sich der Titel – erzählt Schröder eine süffige, hundert Jahre umfassende Familiengeschichte. Am stärksten ihre Schilderung von Frauen, die bereuen, Mütter geworden zu sein. mehr weniger

Denis Scheck, 28.02.2021

WDR 5, Neugier genügt
›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ ist eine Familiensaga, ein Krimi, ein Stü...ck Zeitgeschichte. mehr weniger

22.02.2021

Für Sie
Alena Schröders spannender Kunstraub-Roman dreht sich um das Gemälde ›Junge Frau, am Fenster stehend..., Abendlicht, blaues Kleid‹ und das Berlin der 1920er. mehr weniger

17.02.2021

Stern
Alena Schröder erzählt in ihrem Debütroman mitreißend und wunderbar trocken im Ton Teile ihrer eigen...en Familiengeschichte – und von den Lebensaufgaben, die sich die Generationen stellen. mehr weniger

11.02.2021

dpa
Schröder ist hier ein packendes, unter die Haut gehendes Stück Zeitgeschichte gelungen.

Sibylle Peine, 09.02.2021

NDR Kultur
Die Schriftstellerin Alena Schröder verbindet in ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues... Kleid‹ kunstvoll eine Familiengeschichte, deutsche Geschichte und die Suche nach einem Gemälde. mehr weniger

08.02.2021

NDR Kultur
Präzise beschreibt Schröder Orte, Blicke, Gespräche. Wir sind dabei, spüren die Zerrissenheit dieser... vielen komplexen Frauenfiguren, ihre Konflikte, ihre Last. Ein tolles, versöhnliches, atmosphärisch dichtes Buch. mehr weniger

01.02.2021

Gala
Alena Schröders Debütroman ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ begleitet vier... Generationen durch die Zeitgeschichte. mehr weniger

28.01.2021

Der Tagesspiegel
Schröder erzählt ernsthaft und unterhaltsam zugleich von den miteinander verstrickten Lebensthemen u...nd Schicksalen von Frauen aus gleich vier Generationen. mehr weniger

Susanne Grautmann, 17.01.2021

taz - Die Tageszeitung
Alena Schröder widmet sich dem Vermächtnis ihrer Familie, das weit mehr umfasst als ein verschollene...s Gemälde. Das Erbe besteht auch aus Gefühlen, Verhaltensmustern, Entscheidungswegen. Nimm mich zur Hand, sagt dieses Buch. Und wie gesagt: Das sollte man tun. mehr weniger

Anja Maier, 16.01.2021

Dora Heldt
Vier Frauen, vier Generationen und ein Kreis, der sich überzeugend schließt. Diese Familiengeschicht...e ist beeindruckend. mehr weniger

01.01.2021

Die Presse am Sonntag
Starke Frauen, große Kunst

13.12.2020

Bibliotheksnachrichten
Ein sehr lesenswerter Generationenroman, der von vielen drängenden Fragen des Lebens handelt, wie et...wa: Wo gehöre ich hin? mehr weniger

Veronika Eder

Buchkultur
Die Auflösung um das Rätsel des verschwundenen Bildes gelingt elegant!

Christa Nebenführ

Münchner Feuilleton
Ein dichter und nachdenklicher Schmöker, der ein Abtauchen in gleich mehrere Leben erlaubt, die alle... unentwirrbar zusammenhängen. mehr weniger

Anne Fritsch

biblio.at
Ein sehr lesenswerter Generationenroman, der von vielen drängenden Fragen des Lebens handelt (…).

Veronika Eder

Bücher Magazin
Ein Roman, der großartig unterhält und berührt!

Meike Dannenberg

belletristik-couch.de
Der vorliegende Roman ist eine gekonnte Mischung aus Familien- und Frauengeschichte vor historischen... Hintergrund. mehr weniger

Carola Krauße-Reim

Rosenheimerin
Alena Schröder hat sich mit diesem Buch dieses Jahr in meine Top 10 geschrieben.

Jessica Döhler, 01.07.2022

Börsenblatt
Dieses Buch fand ich sehr lesenwert, es verbindet aktuelle gesellschaftliche Themen mit einem spanne...nden historischen Brückenschlag. mehr weniger

Anne Fleck, 30.12.2021

Heilbronner Stimme
Sehr unterschiedliche Charaktere und starke Frauenfiguren machen den Roman aus, der nicht nur in der... Vergangenheit spielt, sondern auch Hannah ein Stück in der Gegenwart begleitet. mehr weniger

27.11.2021

Heilbronner Stimme
Sehr unterschiedliche Charaktere und starke Frauenfiguren machen den Roman aus, der nicht nur in der... Vergangenheit spielt, sondern auch Hannah ein Stück in der Gegenwart begleitet. mehr weniger

27.11.2021

Buchhandlung am Markt (Ratzeburg)
Ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen. Ein wunderbarer und zugleich spannender Roman.

Kirsti Gaffron, 01.11.2021

Sächsische Zeitung
Ein bemerkenswertes Romandebüt hat Alena Schröder vorgelegt.

Jens-Uwe Sommerschuh, 02.08.2021

Der Freitag
›Junge Frau‹ erzählt sehr temporeich und spannend von der Suche nach einem Gemälde, die zugleich die... Su­che nach sich selbst ist. mehr weniger

Anja Maier, 15.07.2021

ZUG Kultur
Wer spannende Familiengeschichten mit historischen Hintergrund liebt, dem sei dieser Roman bestens e...mpfohlen. mehr weniger

Cornelia Neuner, 29.06.2021

Butzbacher Zeitung
Schröders Roman ist Familiengeschichte und zugleich einprägsame deutsche Geschichte, elektrisierend,... temporeich und spannend erzählt. mehr weniger

29.05.2021

Walsroder Zeitung
Eine mitreißende, vier Generationen umfassende Familiengeschichte um ein geraubtes Gemälde.

05.05.2021

lift Stuttgart
Gekonnt vereinen sich hier die Familiengeschichten von vier Frauen aus vier Generationen zu einem Ge...samtkunstwerk, das eine schöne Sprache spricht, spannend und humorvoll ist. mehr weniger

01.05.2021

FRIZZ (Frankfurt und Vordertaunus)
Mit ihrer Mischung aus leichter Unterhaltung und ernsten Themen schafft Schröder eine Neue Sachlichk...eit mit Herz und einen echten Pageturner. mehr weniger

01.04.2021

Donaukurier
Mit ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ legt Alena Schröder einen spannenden ...Roman vor, der raffiniert Familiengeschichte, deutsche Geschichte und Kunst-Krimi miteinander verwebt. mehr weniger

Anja Witzke, 01.04.2021

TV für mich
Spannende Familiensaga.

19.03.2021

stebilaufen.ch
Die Erzählweise auf verschiedenen Zeitebenen erlaubt auch humorvolle Elemente - ein unterhaltsamer R...oman mit Tiefgang. mehr weniger

Esther Ugolini, 18.03.2021

7 Tage
Der packende Roman von Alena Schröder zeigt, wie sehr die Schicksale von Generationen verknüpft sind.... mehr weniger

06.03.2021

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Flott und unterhaltsam geschrieben, wird dieses Buch hoffentlich viele begeisterte Leser*innen finde...n! mehr weniger

Kathrin Olzog, Barbara Buchhandlung Moers, 05.03.2021

Maxi
Mit ihrem Debütroman nimmt sich Alena Schröder gleich vier Frauengenerationen vor, deren Geschichen ...miteinander verwoben sind. mehr weniger

01.03.2021

Hallo München
Sensibel, mitreißend und mit ungeheurem Tempo beschreibt sie die Geschichte eines Nazi-Kunstraubs, d...er bis heute ungelöst ist. mehr weniger

Claudia Theurer, 24.02.2021

WILD Magazin
Insgesamt ist ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ ein spannender und interess...anter Roman, der eine sehr intime Familiengeschichte mit dem gesellschaftlich relevanten Thema der Raubkunst zusammenführt. mehr weniger

Eve Pohl, 10.02.2021

Mainhattan Kurier
Bestechend in diesem mitreißenden Debüt sind nicht nur die fünf Protagonistinnen in ihrer Zeit, sond...ern auch deren Entscheidungen und weiteren Verhaltensweisen. Sehr gut! mehr weniger

09.02.2021

Nord Anzeiger
Alena Schröders Figuren sind so lebendig und vielschichtig, der Schreibstil ist mitreißend und unter...haltsam, die unterschiedlichen Zeitebenen ihres Debütromans durchquert man mühelos. mehr weniger

Hedda Jensen, Scheller Boyens Buchhandlung, 07.02.2021

Bündner Woche
Ein temporeicher Roman um vier Frauengenerationen mit Geschichtsbezug, das Muttersein und die Erkenn...tnis, dass das Leben kompliziert ist. mehr weniger

Martina Tonidandel, 03.02.2021

nordbayern.de
Deutsche Geschichte wird hier oft schön bissig abgeklopft und zum Vorschein kommen persönliche Verst...rickungen und das bisschen Schuld, das wir alle mit uns herumtragen. mehr weniger

Bernd Noack, 01.02.2021

boersenblatt.net
Eine (jüdische) Familiengeschichte mit autobiografischen Bezügen über vier Generationen, im Mittelpu...nkt die Frauen – und ein verschwundener Vermeer. mehr weniger

Matthias Glatthor, 28.01.2021

Weser Kurier
Die Geschichte über die Frauen in einer Familie und ihre komplizierte und tragische Verküpfung, ist ...Generationen-Roman, Krimi Schmöker, vor allem aber Berlin-Roman. mehr weniger

Anja Maier, 28.01.2021