Kleine Feuer überall
»Zu sagen, dass ich dieses Buch fantastisch finde, wäre ein Understatement. Es hat mich zu Tränen gerührt.« Reese Witherspoon
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Kleine Feuer überall
Vom Außenanstrich der Häuser bis zum Alltag ihrer Bewohner: Alles in Shaker Heights, einem beschaulichen Vorort von Cleveland, ist passgenau durchgeplant. Keiner verkörpert diesen Geist mehr als Elena Richardson mit ihrer Familie wie aus dem Bilderbuch. Sie hat ein gutes Herz, deshalb nimmt sie die alleinerziehende Künstlerin Mia Warren als Mieterin auf und behandelt deren Tochter Pearl auch sofort, als wäre sie ihr eigenes Kind. Sie überlässt nichts dem Zufall, darum gräbt sie heimlich in Mias mysteriöser Vergangenheit. Woher nur kommt diese magische Anziehung, die das Mutter-Tochter-Gespann auf alle Richardsons ausübt? Über das Gewicht von Geheimnissen und den verheerenden Glauben, das bloße Befolgen von Regeln könne Katastrophen verhindern.
Ebenfalls von Celeste Ng bei dtv erschienen sind:
»Was ich euch nicht erzählte«
»Unsre verschwundenen Herzen«
Bibliografische Daten
2. Auflage
Celeste Ng
Celeste Ng, geboren 1980, wuchs in Pittsburgh, Pennsylvania, und in Shaker Heights, Ohio, auf. Sie studierte Englisch in Harvard und Kreatives Schreiben an der University of Michigan. ›Was ich euch nicht erzählte‹ stand genauso auf der Bestsellerliste wie ›Kleine Feuer überall‹, das auch als Miniserie verfilmt wurde. Celeste Ng lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Cambridge, Massachusetts.
Brigitte Jakobeit
Brigitte Jakobeit lebt in Hamburg. Sie übersetzt u. a. William Trevor und Patti Smith und wurde mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet.
5 - 10 von 115 Leserstimme
Viele Brandherde....ein Buch zum Nachdenken
Kleine Feuer überall konnte mich überzeugen, dennoch brauchte es einige Zeit bis die Geschichte in Fahrt kam. Aber es hat sich wirklich gelohnt durchzuhalten und mehr über die vielen kleinen Feuer, die die Autorin im Roman für den Leser gelegt hat, zu erfahren.Eine amerikanische Kleinstadtidylle. Doch schon am Anfang geht ein Haus in Flammen auf, die Schuldige steht auch fest, aber die große Frage ist : warum. Die Familie Richardson, Vater Rechtsanwalt, Mutter Journalistin bei einer kleinen Tageszeitung, vier Kinder im Teenager-Alter. Die ganz normalen Probleme. Aber da ist auch noch die neue Mieterin Mia und ihre Tochter Pearl, die das Leben nicht nur der Familie Richardson gewaltig durcheinander wirbeln.Izzy, die jüngste der Richardson-Kinder war schon immer ein Wirbelwind, eine, die gerne ausbricht, die sich allerdings von Mutter und Geschwistern auch nie richtig verstanden fühlt. Bei Mia fühlt sie sich aufgehoben und vor allem verstanden. Auch ihre Geschwister durchleben eine Zeit, die geprägt ist von Liebe, Verliebtsein und Entscheidungen, von Ängsten und Träumen, von Schuld und Geheimnissen. Aber auch der Sorgerechtsstreit um ein junges Adoptivkind führt zu Rissen und Spannungen in der Familie und im Ort.Ich bin überwältigt, wie es die Autorin geschafft hat, ein so komplexes Gefühlsbild und vor allem auch ein so gewaltiges Spannugsgeld zwischen den Protagonisten aufzubauen und vor allem zu einem passenden Ende zu führen. Wie ich anfangs schon ausgeführt habe, habe ich wirklich eine ganze Weile gebraucht um hinein zu finden, denn es ist nicht der Spannugnsfaktor, der den Lesegenuss bringt, im Gegenteil. Um alles peu á peu aufzubauen, braucht es Geduld - auch beim Leser. Aber so gelingt es der Autorin ein komplexes Thema, komplexe Gefühle und zwischenmenschliche Spannungen aufzubauen. Irgendwann war ich dann so gepackt und begeistert, dass ich das Buch nicht weglegen konnte, mich die Geschichte vollständig in den Bann gezogen hatte.Es ist eine Story, die einen auch danach noch weiterdenken lässt, denn es gibt nicht die eine Meinung, nicht die eine, wahre und richtige Entscheidung. Es ist eine komplexe Geschichte mit vielen kleinen Feuern, komplexen Themen, die einen auch als Leser zum Nachdenken auffordert.
Faszinierendes Debüt
Das Haus der Familie Richardson steht lichterloh in Flammen. Irgendjemand hat in allen Schlafzimmern Feuer gelegt. Hauptverdächtige ist die jüngste Tochter Izzy, die auch noch verschwunden ist. Doch warum sollte Izzy das Haus der Familie in Schutt und Asche legen wollen?Stück für Stück wie bei einem Puzzle fügt sich die Geschichte zusammen und steuert unaufhaltsam auf die unfassbare Tat zu. Auslöser der Ereignisse war nach Elena Richardsons Meinung, der Einzug ihrer neuen Mieter, der Fotokünstlerin Mia und ihrer fünfzehnjährigen Tochter Pearl.Pearl freundet sich schnell mit den Kindern der Richardsons an und geht bald im Haus ein und aus. Sie ist absolut fasziniert von der, ihrer Meinung nach, perfekten Vorbildfamilie. Der Vater erfolgreicher Rechtsanwalt, die Mutter Journalistin und die vier wunderschönen Kinder sind für die sensible Pearl, der Inbegriff des amerikanischen Traums. Sieht man vom schwarzen Schaf der Familie, der aufmüpfigen Izzy, einmal ab.Shaker Heights wirkt wie die perfekte Vorstadtidylle. Alle sind erfolgreich, besuchen gute Schulen, haben harmonische und skandalfreie Familien und sind natürlich überaus tolerant und wohltätig. Die Toleranz reicht natürlich nur soweit, wie von jedem Bewohner alle geschriebenen und ungeschriebenen Regeln eingehalten werden.Die Autorin beschreibt herausragend, wie diese Fassade erst kleine und dann große Risse bekommt. Jedes klitzekleine Ereignis greift ins andere und man sieht die Katastrophe kommen. Die Charaktere sind in ihren Nuancen sehr gut gezeichnet. Wirkliche Helden oder Sympathieträger gibt es in diesem Spiel nicht. Letztendlich kann jeder nur verlieren in dieser Mischung aus Geheimnissen und Misstrauen. Die scheinbar heile Vorstadtwelt ist fragil und absolut jeder hat seine Leichen im Keller. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da ich von der facettenreichen Geschichte fasziniert war. Wie sich hier ein Steinchen an das andere fügt, ist wirklich toll.
Ein spannender Blick hinter die Fassade einer Vorstadtfamilie
MeinungIch kannte den Debütroman von Celeste Ng noch nicht und bin daher ohne große Erwartungen an "Kleine Feuer überall" rangegangen, auch wenn ich schon die ein oder andere begeisterte Bewertung gelesen hatte. Für mich zeigte sich gleich zu Beginn, dass das Buch tatsächlich richtig gut werden kann, denn ich konnte bzw. wollte eigentlich gar nicht mit dem Lesen aufhören. Mich begeistern Geschichten über Geheimnisse und Intrigen sehr. Es war interessant hinter die Fassade der perfekten Vorstadtfamilie zu gucken. Der Leser erfährt nach und nach immer mehr über die Charaktere. Hierbei liegt der Fokus auf allen weiblichen Charakteren, die alle einzigartig beschrieben wurden. Ich mochte nicht unbedingt alle, bspw. Izzy und Mrs. Richardson, aber nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit, sodass man nachvollziehen kann, warum sie handeln, wie sie es tun. Besonders spannend wird es in der Vergangenheit von Mia, als sich langsam dem Geheimnis um dem Vater ihrer Tochter gelüftet wird. Und irgendwann verwebt Celeste Ng die Vergangenheit mit der Gegenwart, denn alles wiederholt sich irgendwann so oder so ähnlich. Thematisch geht es in dem Buch vor allem um Mutter-Tochter-Beziehungen und generell die Frage der Mutterschaft: Kann man das, wann ist man bereit, wie viel ist man bereit dafür zu kämpfen, Mutter zu werden und ab wann ist man tatsächlich eine Mutter.FazitMir hat das Buch rundum gefallen: die meisten Charaktere sind interessant ausgearbeitet, es herrscht durchgängig eine unterschwellige Spannung, da der Leser wissen möchte: wer hat denn nun aus welchen Gründen das Haus angezündet? Auch das übergeordnete Thema und die Blicke in die Vergangenheit, sowie das Beobachten, wer vor wem Geheimnisse hat und zu welchen Missverständnissen oder Problemen das dann führen kann, wenn man sich nicht jemandem anvertraut, waren spannend.Für mich gibt es nur einen kleinen Wermutstropfen: das Ende. Ich hätte es mir überraschender und irgendwie versöhnlicher vorgestellt, gerade nachdem im Laufe der Geschichte einige interessante, nicht vorhersehbare Wendungen kamen. Dennoch kann ich es sehr empfehlen.
Feuer
Ich fand das Buch von Anfang an sehr interessant, denn welche Abgründe hinter eine beschaulichen kleinbürgerlichen Gemeinde lauern, ist ja hinlänglich bekannt. Da das Buch in Amerika spielt, wo immer mehr Schein als Sein ist, hat mich noch mal neugierig gemacht. Die Familie Richardson steht im Mittelpunkt des Geschehens. Ihr schickes Haus steht im Ort Shaker Heights, wo nur Menschen aus gut situierten Verhältnissen leben. Sie haben tolle Berufe und vier Kinder. Ihre Wertvorstellungen zu hinterfragen kommt ihnen erst in den Sinn, als eine Familie dort einzieht, die das Gegenteil von ihnen zu sein scheint im materiellen Sinne und dennoch sehr glücklich. Es werden viele spannenden Themen aufgeworfen, über die es sich lohnt einmal nachzudenken. Das Buch ist sehr schön zu lesen und empfehlenswert.
ein überzeugender Roman
Schon das erste Buch dieser Autroin konnte mich begeistern und auch dieses Buch hat mich mit vielen Gedanken zurück gelassen. Vor allem die sehr pointierte Beschreibung der handelnden Charaktere ist der Autorin gut gelungen, sodass man den Personen sehr nahe kam und man sich gut in die einzelnen Figuren hineinversetzen konnte. Das Leben ist in einer Kleinstadt nicht einfach wo fast jeder den anderen kennt. Wenn da jemand ausschert und sein Ding durchzieht, bricht manchmal das ganze Gefüge zusammen. Eine zu große Nähe zum Gegenüber kann auch leicht zu unerwünschten Einmischungen führen und ein Ende der Beziehung zur Konsequenz haben. All diese Gedanken und noch viele mehr kommen einem beim Lesen und auch noch nachher. Das Buch hallt nach und das macht für mich ein gutes Buch aus. Für mich ist dieses Buch eine gut ausgefeilte und psychologisch gut beschriebene Geschichte, die die Zwischenmenschlichkeit wieder einmal auf den Prüfstand stellt.
Bewegende und vielschichtige Geschichte, entwickelt einen Lesesog
Der Roman „Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng spielt in Shaker Heights, einem Vorort von Cleveland in Ohio/USA am Eriesee. Der Anfang des letzten Jahrhunderts am Reißbrett geplante Ort wird von meist gutsituierten Familien bewohnt, die sich an eine Menge ortsinterner festen Regeln zu halten haben. Das im unteren Drittel des Covers abgebildete Haus steht beispielhaft für die Art des Gebäudes, das die Familie Richardson besitzt, die im Mittelpunkt der Geschichte steht. Die Erzählung beginnt im Jahr 1998 als Elena, die Mutter der Familie, fassungslos vor ihrem brennenden Haus steht. Wie sich später herausstellt, waren kleine Feuer in verschiedenen Zimmern der Auslöser des Brands. Im Rückblick erzählt die Autorin die Geschehnisse der vergangenen Monate, die schließlich in dem Desaster enden.Elena ist Journalistin und Mutter von vier Kindern in jugendlichem Alter. Lexie ist die Älteste, gefolgt von Trip, Moody ist 15 Jahre alt und Izzy ist nur ein Jahr jünger. Gemeinsam mit ihrem Mann, einem Rechtsanwalt, lebt Elena seit Jahren in Shaker Heights und besitzt neben dem Wohnhaus der Familie noch ein weiteres Mietshaus mit mehreren Wohnungen. Ein Jahr vor dem Brand mietet dort die Künstlerin Mia mit ihrer Tochter Pearl, die so alt ist wie Moody, eine obere Etage. Die beiden sind seit der Geburt von Pearl von Ort zu Ort gezogen und immer nur so lange geblieben, wie ein Fotoprojekt von Mia dauerte. Jetzt aber hat sie ihrer Tochter versprochen zu bleiben. Zu den Jobs mit denen sie sich den Lebensunterhalt sichert gehört auch eine Stelle als Aushilfe im Haushalt der Richardsons. Pearl wird dort schnell zu einem gern gesehenen Gast, während die kreative Izzy von den Arbeiten Mias begeistert ist. Schnell beginnt Elena zu begreifen, wer das Feuer gelegt haben könnte.Bereits nach den Seiten des kurzen ersten Kapitels entwickelt sich eine unterschwellige Spannung die sich durch den ganzen Roman zieht durch die Überlegung, wer für den Brand verantwortlich ist. Zunächst nimmt Celeste Ng den Leser mit in den Sommer des Vorjahrs und macht ihn mit dem Familienleben der Richardsons vertraut. Schon sehr bald fühlte ich mich mit der Familie verbunden, nur Izzy ist zunächst weniger präsent ist als die übrigen Familienmitgliedern. Die Autorin wohnte in dem Zeitraum, den sie beschreibt, selbst in Shaker Heights. Daher wirkt die Beschreibung der Umgebung und das Miteinander der Bewohner sehr authentisch.Celeste Ng holt den Leser sehr nahe ran an die Gefühlswelt ihrer Figuren und arbeitet sie bis in kleine Nuancen hin aus. Dazu blickt sie häufiger in die Vergangenheit ihrer Charaktere. Immer wieder sind es die Mütter und ihre Beziehung zu ihren Kindern, die sie in den Mittelpunkt stellt. So ganz nebenbei entwickelt sich eine Geschichte, die im Sinne des Titels aus kleinen Feuern einen Brand verursacht und auch mich als Leserin nicht los ließ. Über allem steht die Frage danach, wem ein Kind zugehörig ist. Ohne zu moralisieren entwickelt die Autorin Argumente für und wider unterschiedlicher Lösungen. Mehrmals konnte sie mich mit neuen Wendungen in der Erzählung überraschen.„Kleine Feuer überall“ ist eine bewegende und vielschichtige Geschichte über Selbstfindung, Migration, Stigmatisierung und die Art und Weise zu leben. Mich hat der Roman immer mehr in seinen Sog gezogen. Daher empfehle ich ihn gerne uneingeschränkt weiter.
unglaublich rührend und doch so realistisch
Dieses Buch ist eine Ode an die mütterliche Liebe und die Grausamkeim der Realität. Es geht um amerikanische Kleinbürgerlichkeit der nobleren Vorortstädte und Menschen, denen das Schicksal dann doch ein anderes Leben beschert hat. Es geht um den Mut auszubrechen und den Mut seine eigenen Träume zu verwirklichen oder auch darum, sich das eigene Leben zurechtzulügen, um sich anzupassen. Und dabei ist das Buch in einer aufrichtigen, nichts beschönigenden und doch so einfühlsamen Prosa geschrieben.Eigentlich beginnt der Roman mit dem Ende. Mit einem Feuer, das das gesamte Leben einer Familie zerstört und der Flucht einer anderen Familie. Was sich dann entwickelt, ist ein Roman, der zwei Familiengeschichten aufzeichnet, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Mit hat das Buch sehr gefallen.
Kleine Feuer, großer Brand
Das Cover des Buches ist wirklich schön und der Titel eigentlich auch passend zum Inhalt. Inhalt: Als Mia in Elenas Leben tritt, kommt es zu unerwarteten Wandlungen. In Elenas Familie hatte immer alles seinen genauen Ablauf, jedes Detail peinlichst genau geplant und sie lebt mit ihrer Familie schon lange in dem kleinen Ort. Mia, die mit ihrer Tochter in Elenas zweites Haus einzieht, hat es nocjh nie lange an einem Ort ausgehalten. Doch jetzt hat sie ihrer Tochter Pearl versprochen hier zu bleiben. Die beiden Familien kommen sich näher, es entstehen Freundschaften und letztendlich wird Elenas Familie ganz schön durcheinander gewirbelt. Meine Meinung: Ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat. Auch wenn es zwischenzeitlich kleiner langatmigere Stellen gab, die konnte man dann leicht überlesen. Denn der ständige Perspektivwechsel überspielt das ganze relativ gut. So kann man auch die einzelnen Akteure besser verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber hat man sich damit arrangiert kommt ein richtiger Lesefluß zustande. Mit Elena und ihrer perfekten Art hatte ich anfangs wirklich Probleme, dies wurde im Laufe des Buches immer besser. Allerdings könnte ich sie mir nicht unbedingt als Freundin vorstellen.Mein Fazit: Wieder mal ein gelungenes Buch der Autorin, bitte mehr davon.
Ruhige, tiefgründige Charakterstudie mit kleinen Schönheitsfehlern
* Spoilerfreie Rezension! *
Inhalt
Shaker Heights ist keine natürlich gewachsene Gemeinde, sondern wurde sorgfältig geplant. Und genauso durchorganisiert und reglementiert gestaltet sich das Leben dort. Das Straßennetz wurde so angelegt, dass kein Kind jemals auf dem Schulweg eine große Straße überqueren muss, genau berechnete Kurven vermeiden zu hohe Geschwindigkeiten, der Müll wird diskret hinter dem Haus abgeholt, um niemandem diesen furchtbaren Anblick zuzumuten, und die Häuser dürfen in nur in bestimmten Farben gestrichen werden, damit sie perfekt zueinander passen. Inmitten dieser Idylle lebt Mrs. Richardson mit ihrer wohlgeratenen Familie ein komfortables Leben ohne Überraschungen. All dies ändert sich jedoch, als sie ihr Zweithaus an Mia, eine Künstlerin, und deren Tochter Pearl vermietet. Mrs. Richardsons perfekt getaktete Welt gerät aus dem Rhythmus, Mias Unberechenbarkeit und völlig anderen Lebensstil nimmt die Mutter als Bedrohung wahr. Bedeutende Veränderungen werden durch Mia und Pearls Ankunft in Shaker Heights angestoßen - am Ende wird nichts mehr wie vorher sein…
Übersicht
Einzelband oder Reihe: Einzelband
Erzählweise: Mischung aus figuralem und auktorialem Erzähler, Präteritum
Perspektive: aus vielen verschiedenen (hauptsächlich weiblichen) Perspektiven
Kapitellänge: mittel bis lang (ca. 15-25 Seiten)
Tiere im Buch: + Es werden keine Tiere gequält oder getötet.
Warum dieses Buch?
Ich habe das Debüt der Autorin nicht gelesen, stolperte aber über unzählige begeisterte Rezensionen im englischsprachigen Bereich, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Meine Meinung
Einstieg (+)
Dieses Buch hat mit Sicherheit einen der genialsten Anfangssätze, der jemals LeserInnen-Herzen höherschlagen ließ. Bitte, lasst euch diese Perle auf der Zunge zergehen:
„In diesem Sommer redeten alle in Shaker Heights darüber, wie Isabelle, das jüngste Kind der Richardsons, schließlich durchdrehte und das Haus niederbrannte.“ Seite 9
Danach verlief der Einstieg, vor allem aufgrund der großen Figurenzahl, nicht absolut mühelos, jedoch kam ich mit jeder Seite, auf der man die Personen näher kennenlernt, besser in die Geschichte hinein.
Inhalt, Themen & Botschaften (+)
Celeste Ngs zweites Werk ist ein Buch der ruhigen Töne, das sich weniger auf große Ereignisse als auf das Innenleben seiner Figuren und auf den Schauplatz mit all seinen Regeln, Möglichkeiten und Erwartungen konzentriert. Wie so oft verbergen sich hinter einer schönen, geradezu perfekten Fassade Chaos, Ängste, Zweifel und dunkle Geheimnisse. Doch in „Kleine Feuer überall“ geht es auch um Familie, um Träume, Liebe und Hoffnungen, ums Ankommen und Erwachsenwerden und um die Frage, was wahres Glück ist und was Mutterschaft im Kern ausmacht. Ist es besser, den richtigen Weg zu gehen oder den leichten? Was braucht ein Kind, um glücklich aufzuwachsen? Dabei liefert die Autorin meist keine klaren Antworten, sondern lässt die LeserInnen in den (moralischen) Graubereichen zurück, lässt sie selbst abwägen und nachdenken über Fragen, auf die es keine klare Antwort gibt. Die gewählten Themen und verschlungenen Handlungsstränge der Geschichte behandelt die Autorin dabei tiefgehend und eindrucksvoll.
„Man wünschte sich nichts sehnlicher, als sein Kind in den Arm zu nehmen und so fest zu halten, dass man mit ihm verschmolz, doch was man bekam, war nur ein flüchtiger an die Schulter gelehnter Kopf. Es war, als übte man vom Duft eines Apfels zu leben, wenn man ihn doch eigentlich verschlingen, wenn man mit den Zähnen hineinbeißen und ihn samt Kerngehäuse und allem auffressen wollte.“ Seite 284
Schreibstil (♥)
Der Schreibstil voller Details, gelungener Vergleiche, wunderschöner Formulierungen und weiser Momente hat mich von der ersten Zeile an bezaubert. Er ist teilweise komplex und fordernd, kann nicht nebenbei gelesen werden, ist dabei aber niemals kompliziert oder gestelzt. Im Gegenteil, die Sätze fließen beim Lesen richtig angenehm dahin, Celeste Ngs erzählerisches Talent ist auf jeder Seite spürbar. Etwas gewöhnungsbedürftig dürften für manche LeserInnen die vielen Perspektivwechsel sein - ich jedoch fand sie nicht störend, weil die Autorin die Übergänge gut gestaltet hat. Nur selten ging mir die Autorin etwas zu sehr ins Detail.
„Ihr ganzes Leben hatte sie gelernt, dass Leidenschaft, genau wie Feuer, gefährlich war, leicht außer Kontrolle geriet, Wände hochkletterte und Gräben übersprang. Funken hüpften wie Flöhe und verbreiteten sich genauso schnell; ein Windhauch konnte Glutasche meilenweit tragen. Man musste diesen Funken unter Kontrolle halten […] Es kam einzig darauf an, dachte sie, einen Flächenbrand zu vermeiden.“ Seite 186
Figuren (+)
Auch in die Figuren hat Celeste Ng ohne Frage viel Herzblut gesteckt: Sie sind liebevoll ausgearbeitet und haben alle ihre guten, sympathischen Seiten. Doch auch ihre Schwächen, Selbstzweifel und dunklen Geheimnisse bleiben den LeserInnen nicht verborgen. Meinungen über Figuren werden beim Lesen gebildet, revidiert, über den Haufen geworfen, weil man die Personen und ihre Vergangenheit, die sie zu denen gemacht hat, die sie sind, immer besser verstehen kann. Gefühle werden bis in die kleinsten Nuancen sehr intensiv beschrieben, die Beziehungen der Figuren untereinander in den Fokus gerückt, so dass man sehr mit den Figuren mitfühlen kann. Toll! Lediglich die männlichen Rollen bekommen (wie schon viele andere LeserInnen angemerkt haben) zuweilen nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.
„Am Abend weinte sie, und als sie eingeschlafen war, weinte ihr Mann.“ Seite 152f
Spannung & Atmosphäre (+/-)
Die Atmosphäre im Buch ist ruhig, dennoch gibt es auch spannende Abschnitte und Geheimnisse, die ergründet werden wollen. Atemlose Spannung findet man in diesem Roman natürlich dennoch nicht. Die Liebe zu den Figuren und die Neugier lassen einen dennoch gerne und schnell weiterlesen. Manche Stellen hätten dennoch etwas mehr Spannung vertragen, sie erschienen mir etwas langatmig.
Geschlechterrollen (+/-)
Über weite Teile des Buches war ich sehr zufrieden, was diese Kategorie betrifft und dachte sogar, ich würde den Aspekt dieses Mal gar nicht ansprechen müssen. Die Frauen sind selbstbestimmt und ergreifen aktiv die Initiative, sowohl was ihr Liebesleben angeht als auch ihre Ausbildung und berufliche Chancen, und Männer dürfen Gefühle zeigen. Dann jedoch kommt es zu einer Wendung im Buch, bei der eine Person sehr enttäuscht wird. Aus Wut über eine Frau folgt „Slutshaming“ wie aus dem Bilderbuch. Und spricht man, wenn man wütend ist, nicht oft gerade das aus, was man sich sonst auch heimlich denkt? Auch toll: Wenn eine Frau sich aufregt oder irgendwie Männer „nervt“, dann wird einmal gleich vermutet, dass sie ihre Tage bekommt. So wird versucht, ihre Gefühle kleinzureden. Es kam im Buch zu Sätzen (leider auch von Frauen) wie „‘Ich dachte, du wärst klüger als die Schl*mpen, die sich sonst mit ihm einlassen.‘“ (Seite 313), „‘Du hast mein T-Shirt geklaut, Schl*mpe‘, sagte sie zu Pearl in liebevollem Ton […]“ (Seite 309) und „‘Hör zu, sie hat sich entschieden rumzuh*ren.‘“ (Seite 362). Ja, Literatur soll das Leben abbilden, wie es wirklich ist – gleichzeitig formen Medien wie Bücher auch unser Weltbild. Und das sollte eben nicht rückständig und frauenfeindlich sein. Diese Verantwortung muss vielen Autoren und Autorinnen endlich bewusst werden.
Mein Fazit
„Kleine Feuer überall“ ist ein Buch der ruhigen Töne, das seine Themen wie Mutterschaft, Familie und Erwachsenwerden tiefgehend behandelt und das mit der liebevollen Figurenzeichnung, der nuancierten Beschreibung der Emotionen und dem wundervollen, detaillierten Schreibstil begeistert. Für mich war das Buch dennoch nicht ganz perfekt: Manchmal ging mir der Schreibstil etwas zu sehr ins Detail, auch etwas mehr Spannung hätte es zwischendurch sein dürfen und das Slutshaming gegen Ende des Buches war mir ebenfalls ein Dorn im Auge.
Empfehlung: Ein Buch für alle Fans von Familiengeschichten, Charakterstudien und ruhigen Tönen. Wer noch nie ein Buch der Autorin gelesen hat, sollte ebenfalls einen Versuch wagen.
Bewertung
Idee, Themen, Botschaft: 5 Sterne
Ausführung: 4 Sterne
Schreibstil: 5 Sterne ♥
Figuren: 4,5 Sterne
Atmosphäre: 4 Sterne
Spannung: 3,5 Sterne
Emotionale Involviertheit: 4 Sterne
Geschlechterrollen: +/-
Insgesamt:
❀❀❀❀ Lilien
Dieses Buch bekommt von mir 4 gute Lilien! Celeste Ngs Debüt landet somit auf meiner Wunschliste!
Kleine Feuer, viele Geheimnisse ...
Das Haus der Familie Richardson steht in Flammen. Wie konnte es soweit kommen?Einige Monate vorher: Die Welt für Elena Richardson scheint in Ordnung. Alles verlief genau wie immer geplant: Studium, Ehemann, Haus (in Shaker Heights, einem Vorort in dem alles nach Regeln funktioniert) und viele wohlgeratene Kinder (bis auf die Jüngste). Doch da zieht Mia Warren mit ihrer Tochter Pearl in die Vorstadt. Pearl ist begeistert von der begüterten Familie Richards und die Kinder der Richards sind fasziniert vom unkomplizierten und minimalistischen Lebensstil der Warrens. Sehr schnell ändert sich alles in den beiden Familien und nichts ist mehr als es scheint.Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Die Charaktere sind sehr gut getroffen, die Unterschiede der verschiedenen Gesellschaftsschichten glaubhaft hervorgehoben. Ich werde mir auf jeden Fall auch das erste Werk der Autorin besorgen.
Pressestimmen
Ng seziert klug und empathisch die strengen Regeln und Moralvorstellungen hinter dem amerikanischen ...Traum. mehr weniger
Judith Liere
›Kleine Feuer überall‹ ist ein vielschichtiges, intensives Drama über zerbrochene Idyllen.
Autorin Celeste Ng ist eine Meisterin darin, die Haarrisse in angeblich perfekten Familien und die G...räben zwischen verschiedenen weiblichen Lebensentwürfen fühlbar zu machen. mehr weniger
Ganz, ganz großartig...
Andrea Sawatzki, Schauspielerin,
Eine fesselnde Geschichte, die Fragen aufwirft.
Karin Prignitz, 16.05.2020
Spannend wie ein Krimi und toll geschrieben.
16.10.2018
Ein Roman wie ein Lehrstück für kreatives Schreiben.
Rainer Moritz, 30.08.2018
Wenn es sie tatsächlich gibt, die idealen Sommerbücher: ›Kleine Feuer überall‹ ist so eines.
Christine Westermann, 19.07.2018
Schicksalhaft, abwechslungsreich, traumhaft.
07.07.2018
Unter den Romanen zum Thema Familie ragt Celeste Ngs ›Kleine Feuer überall‹ besonders heraus.
Doris Kraus, 01.07.2018
Themen wie Klassenunterschiede, Alltags-Rassismus und Familiendynamik in eine fesselnde Geschichte z...u gießen, die nachhallt, ist das Erfolgsrezept von Celeste Ng. mehr weniger
17.06.2018
Die amerikanische Autorin Celeste Ng ist eine Meisterin darin, das bürgerliche Ideal literarisch zu ...dekonstruieren. mehr weniger
01.06.2018
In dem großartigen amerikanischen Roman ›Kleine Feuer überall‹ steht eine fast perfekte Familie vor ...den Trümmern ihres Hauses. mehr weniger
Sacha Verna, 01.06.2018
Celeste Ng hat ein Faible für die verborgenen Seiten der Menschen, die unerforschten Tiefen ihrer Be...ziehungen zueinander. mehr weniger
Roana Brogsitter, 09.05.2018
Bei ihr geht die bürgerliche Behaglichkeit in Flammen auf.
27.04.2018
Inferno der Vorstadt: In ›Kleine Feuer überall‹ erzählt Celeste Ng das amerikanische Glücksversprech...en als abgründiges Familiendrama. mehr weniger
Sofia Glasl, 26.04.2018
Celeste Ng gelingt es, Dunkles in wunderschöner Prosa zu erzählen.
Wofgang Hauptmann, 24.04.2018
Intime Kenntnis der Verhältnisse, tiefenscharfe Figurenzeichnung bis an die Ränder und eine raffinie...rte Dramaturgie - amerikanische Erzählkunst at its best! mehr weniger
Petra Kohse, 23.04.2018
Perfekt für sonnige Nachmittage und Leseabende - also eigentlich immer.
23.04.2018
(…) erneut besticht die Autorin durch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen in die aufgewühlten oder ...zerrissenen Seelen ihrer Figuren. mehr weniger
Peter Henning, 20.04.2018
Ein mit großem Herzblut geschriebener Roman, der viele große Fragen aufwirft, die hier nur am Beispi...el einer US-amerikanischen Musterstadt illustriert werden. mehr weniger
Ulrike Sárkány, 19.04.2018
Meisterin des Familien-Thrillers: Celeste Ng
Angela Wittmann, 11.04.2018
Ng ist auch mit ihrem zweiten Roman ein großer literarischer Wurf gelungen.
Barbara Tumfart
Ein kluger, spannender, entlarvender Roman.
Der sozialkritische Roman der internationalen Bestsellerautorin ist spannend erzählt und besticht du...rch seine makellose Eleganz. mehr weniger
Celeste Ngs grandioser Roman berührt und stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit.
Ngs Zweitling erinnert in Ton und Tiefe an den jungen John Irving.
Das Buch ist ein virtuoser Gesellschaftsroman von suggestiver Kraft, ein Familien-Psychogramm, das L...ügengebäude und Selbsttäuschungen hinter weißen Gartenzäunen zum Einsturz bringt. mehr weniger
Verena Geiger
Der zweite unvergessliche Roman der Bestsellerautorin.
Ein eindringlicher Roman über das Gewicht von Geheimnissen und die Gefahr von Perfektion.
Ein Roman, der viel zu schnell zu Ende geht.
Lisa-Marie Röhling
Ein luftiges Buch, das zart an der Oberfläche eines scheinheiligen amerikanischen Bürgertums kratzt.
Katharina Hirschmann
Nach den fast 400 Seiten fragt sich der Leser: Wie? Der Roman ist zu Ende? Tolles Buch.
Fabelhaft! Vor allem die kleinen Feuer auch zwischen den Zeilen. Lesen!
Elvira Gordon-Pusch
Ein Buch, das Frauen mutig macht, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn der unüblich scheint. Und ei...n Buch, das man innerlich noch Tage nach dem Fertiglesen mit sich herumträgt, weil man das Gefü hlhat, man habe eine Freundin dabei. mehr weniger
Gioia da Silva, 08.03.2024
Großartige zeitgenössische Geschichte über das Leben, Menschen, Familie-und nichts ist so, wie es au...f den ersten Blick scheint. mehr weniger
03.08.2023
Celestino Piatti wäre am 5. Januar 2022 hundert geworden - Zeit für eine große Rückschau.
15.11.2021
Ng besticht durch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen in die aufgewühlten oder zerrissenen Seelen i...hrer Figuren. mehr weniger
Birgit Prosinger, 01.01.2020
Eine so umwerfende, ungewöhnliche Familiengeschichte findet sich selten in der modernen Literatur.
Katrin Sommer, 12.08.2019
Ihr Familien- und Gesellschaftsroman ist spannend wie ein Thriller und wirft Fragen zu unterschiedli...chen Lebensformen, Rassismus, Mutter-Kind-Beziehung und Identitätsfindung in der Jugend auf. mehr weniger
20.06.2019
In ›Kleine Feuer überall‹ greift die Autorin Celeste Ng große Themen auf: Mutterliebe, Selbstverwirk...lichung, Rassismus und unterschiedliche Weltanschauungen - ein Roman, der fesselt und berührt. mehr weniger
24.02.2019
In Rückblenden leuchtet die 1980 in Hongkong geborene US-Amerikanerin Celeste Ng hinter den amerikan...ischen Traum - brillant geschrieben, vielschichtig und ungeheuer spannend. mehr weniger
Birgitta Lamparth, 14.12.2018
›Kleine Feuer überall‹ fesselt und berührt.
23.10.2018
Das Buch kommt nicht mit einem Paukenschlag daher, sondern ist auf feine und leise Art dramatisch – ...und elegant geschrieben noch dazu. mehr weniger
01.09.2018
Elegant und ohne den Leser zu erdrücken, greift Celeste Ng die ganz großen Themen auf: Mutterliebe, ...Selbstverwirklichung, Rassismus und unterschiedliche Weltanschauungen(...) mehr weniger
11.08.2018
›Kleine Feuer überall‹ setzt auch im Kopf des Lesers einiges in Brand: Überall werden Lunten gelegt,... die existenzielle Fragen berühren. mehr weniger
Brigitta Lamparth, 06.08.2018
Ein eidrücklicher Roman, der dazu ermutigt, eigene Wege zu gehen.
01.08.2018
Der Roman ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit der Frage, was in den Augen einer Gesellscha...ft gute Kinder und gute Eltern ausmacht. mehr weniger
26.06.2018
›Kleine Feuer überall‹ ist flüssig und spannend erzählt, lässt den Leser nicht los.
Gustav Förster, 20.06.2018
Ein in sich geschlossener Roman, der zum Nachdenken, zum Diskutieren anregt. Was will man mehr!
Rainer Glas, 13.06.2018
Unbedingt mehr von dieser Schriftstellerin, ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.
Gabi Lohre, 08.06.2018
Armut und Klasse, diese beinharten Realitäten spielen eine Hauptrolle im Spiel der Kräfte, das Celes...te Ng hier eine faszinierend erzählte Geschichte bannt. mehr weniger
Bernadette Conrad, 01.06.2018
Komplexer und spannender geht es wirklich nicht.
Claudia Theurer, 14.05.2018
Die Beziehungen von Eltern zu ihren Kindern und von Kindern zu ihren Eltern thematisiert Celeste Ng ...in lebensnah skizzierten Szenen. mehr weniger
Alex Dengler, 14.05.2018
Gelassen im Ton, doch mit hoher Intensität erzählt Ng, wie das Leben einer vermeintlichen Bilderbuch...familie unwiederbringlich auseinanderfällt. mehr weniger
Martina Sulner, 12.05.2018
Mitreißender Roman!
09.05.2018
Celeste Ng erzählt ihre Geschichte in einer zurückgenommenen, aber atmosphärisch sehr dichten Weise ...und macht sie dadurch noch eindringlicher. mehr weniger
Silke Schröder, 08.05.2018
Wieder einmal macht Celeste Ng sichtbar, dass es zwischenmenschlich kein Schwarz/Weiß gibt, sondern ...ganz viele Grautöne, und auch leuchtende Farben. mehr weniger
Christine van der Kamp, 05.05.2018
Ein Familiendrama mit Feinschliff.
Werner Krause, 28.04.2018
›Kleine Feuer überall‹ ist ein elegant erzählter, psychologisch tiefsinniger und zugleich bitterböse...r Roman (...). mehr weniger
Stefanie Rufle, 26.04.2018
Die sozialpsychologisch ausgelotete, überaus packende Handlung hat Zeit und Ort, dabei birgt sie ein... Weltproblem. mehr weniger
Irmtraud Gutschke, 25.04.2018
Es ist faszinierend zu erleben, was die versierte Erzählerin aus der antagonistischen Familienkonste...llation entwickelt: viele kleine Feuer und ein großes Werk. mehr weniger
Günter Keil, 21.04.2018
Der Roman besticht durch seine beeindruckende Vielschichtigkeit, die sich ganz allmählich und ohne j...ede Effekthascherei vor dem Leser entfaltet. mehr weniger
Christel Engeland, 21.04.2018
Hier ist eine Autorin zu bewundern, bei der jedes Wort sitzt. Grossartig!
Peter Henning, 21.04.2018
Celeste Ng kennt sich aus mit den Themen, über die sie ihre Bücher schreibt.
Johanna Popp, 20.04.2018
Hintersinnige Parabel auf das heutige Amerika.
18.04.2018
Celeste Ng schildert grandios, wie die vielen kleinen Feuer, die im Leben der beiden Familien gelegt... werden, sich ausbreiten und letztendlich zu einem ›Flächenbrand‹ führen (...). mehr weniger
Giovanna Riolo, 16.04.2018
Celeste Ng baut von Seite zu Seite fast unmerklich eine unheimliche Spannung auf, die zum feurigen F...inale führt. mehr weniger
16.04.2018
Celeste Ng und das Dilemma nicht nur der US-amerikanischen Mittelschicht.
Irmtraud Gutschke, 15.04.2018