Kleine Feuer überall
»Zu sagen, dass ich dieses Buch fantastisch finde, wäre ein Understatement. Es hat mich zu Tränen gerührt.« Reese Witherspoon
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Kleine Feuer überall
Vom Außenanstrich der Häuser bis zum Alltag ihrer Bewohner: Alles in Shaker Heights, einem beschaulichen Vorort von Cleveland, ist passgenau durchgeplant. Keiner verkörpert diesen Geist mehr als Elena Richardson mit ihrer Familie wie aus dem Bilderbuch. Sie hat ein gutes Herz, deshalb nimmt sie die alleinerziehende Künstlerin Mia Warren als Mieterin auf und behandelt deren Tochter Pearl auch sofort, als wäre sie ihr eigenes Kind. Sie überlässt nichts dem Zufall, darum gräbt sie heimlich in Mias mysteriöser Vergangenheit. Woher nur kommt diese magische Anziehung, die das Mutter-Tochter-Gespann auf alle Richardsons ausübt? Über das Gewicht von Geheimnissen und den verheerenden Glauben, das bloße Befolgen von Regeln könne Katastrophen verhindern.
Ebenfalls von Celeste Ng bei dtv erschienen sind:
»Was ich euch nicht erzählte«
»Unsre verschwundenen Herzen«
Bibliografische Daten
2. Auflage
Celeste Ng
Celeste Ng, geboren 1980, wuchs in Pittsburgh, Pennsylvania, und in Shaker Heights, Ohio, auf. Sie studierte Englisch in Harvard und Kreatives Schreiben an der University of Michigan. ›Was ich euch nicht erzählte‹ stand genauso auf der Bestsellerliste wie ›Kleine Feuer überall‹, das auch als Miniserie verfilmt wurde. Celeste Ng lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Cambridge, Massachusetts.
Brigitte Jakobeit
Brigitte Jakobeit lebt in Hamburg. Sie übersetzt u. a. William Trevor und Patti Smith und wurde mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet.
6 - 10 von 115 Leserstimme
Interessant - aber anders als erwartet
Elena Richardson muss mit ansehen, wie ihr Haus abbrennt. Jemand hat in allen Schlafzimmern Feuer gelegt, es war Brandstiftung. Alle verdächtigen ihre jüngste Tochter Izzy.Doch an diesem Tag sind auch Mia und Pearl ausgezogen und haben die Stadt verlassen.Die beiden waren Elenas Mieter und sie waren zunächst gut mit den Richardsons befreundet. Doch als Mia sich schließlich in den Sorgerechtsstreit von Elenas Freundin Linda einmischt, ärgert sich Elena. Sie beginnt Nachforschungen über Mias Vergangenheit anzustellen. Schließlich kommt es zum Streit und sie kündigt Mia die Wohnung.Das Buch ist sehr interessant und es wird teilweise auch recht emotional. Jedoch ist das ganze Buch anders als erwartet. Das Feuer, das dem Buch den Titel gibt, kommt in der Geschichte eigentlich kaum vor. Gleich nach dem Anfang, als es brennt, gibt es einen Rückblick in die Vergangenheit. Dann wird fast nur noch die Geschichte von Mia und Pearl erzählt. Dabei schweift die Autorin immer wieder ab, es gibt viele Rückblicke, es wird von Mias Kindheit erzählt und von der Geburt ihrer Tochter Pearl. Dies alles beschreibt die Autorin sehr ausführlich, so dass die Geschichte teilweise etwas langatmig wird.Am Anfang konnte mich das Buch gar nicht fesseln. Erst in der zweiten Hälfte wurde es spannender. Zum Schluss erfährt man auch noch, wer den Brand gelegt hat. Jedoch ist das Ende vorhersehbar und bietet keine Überraschungen.Die Geschichte war durchaus interessant, ich hätte von dem Buch jedoch etwas ganz anderes erwartet.
Mit brennender Begeisterung gelesen :)
In "Kleine Feuer überall" begleiten wir eine amerikanische Familie Richardson, die in Shaker Heights lebt, einem kleinen Ort wo alles auf den ersten Blick perfekt scheint - genau wie die Richardson. Dass dieser Schein trügt, erfahren wir direkt im ersten Satz: "In diesem Sommer redeten alle in Shaker Heights darüber, wie Isabelle, das jüngste Kind der Richardsons, endgültig durchdrehte und das Haus niederbrannte." Im Laufe der Geschichte erfahren wir nach und nach wie es dazu kam und dass die kleinen Feuer nicht die einzigen dunklen Flecken in dieser Vorzeigefamilie sind.Was mir besonders gut an der Geschichte gefallen hat, ist Celeste Ngs Schreibstil. Sie hat eine eigenwillige Art zu erzählen, die schon in dem oben zitierten Satz zur Geltung kommt, die mich einfach so gefesselt hat, dass mir die Handlung egal gewesen wäre - war sie aber nicht. Die Handlung wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, von der jede eigene ihre eigenen Konflikte hat, sodass von Langeweile keine Spur war. Die Konflikte und Handlungsstränge berühren einander und greifen teilweise ineinander über und das häufig sogar ohne, dass die gerade erzählende Personen von den Problemen der anderen wissen, sondern nur die betreffende Person und der Leser selbst. Das hat auf mich einen ganz besonderen Reiz ausgeübt.Ich bin restlos begeistert von diesem Roman und freue mich sehr, dass Celeste Ng ein weiteres Buch geschrieben hat und das jetzt ganz vorne auf meiner Leseliste steht.
Blick hinter die Fassaden
Der Roman von Celeste Ng hat mir gut gefallen, denn er vermittelt einen äußerst interessanten und lesenswerten Blick hinter die so tapfer aufrecht erhaltenen Fassaden eines bürgerlichen, amerikanischen Vorstadtidylls.Insofern ist es mehr als nur eine (erweiterte) Familiengeschichte, selbst wenn die Richardsons mit ihren 4 Kindern im Vordergrund stehen. Es ist ein nachdenklich stimmendes Gesellschaftsportrait, in dem vor allem Künstlerin Mia wahrnimmt und in ihren Fotos spiegelt, was hinter den Kulissen ab- und schiefläuft. Im Grunde ist der Hausbrand nur folgerichtig und Izzys Motive wirken am Ende nachvollziehbar und schlüssig ...Überhaupt gefällt mir an diesem Roman die inhaltliche Vielschichtigtkeit. Auch die Figuren wirken facettenreich und stellen keine Stereotypen dar, obwohl sie manches Klischee transportieren müssen - z.B. die kinderlosen, erfolgreichen Snobs, die sich ein Baby erkaufen wollen, die typischen Highschoolkids oder im Gegensatz dazu Pearl und Mia, die sich mit wenig Geld hart durchkämpfen müssen.Der Erzählstil ist nahezu makellos, abgesehen von ein paar wenigen seltsamen Perspektivwechseln oder kurzen Zeitsprüngen, die mich kurz irritierten, aber nicht nachhaltig störten. Insgesamt liest sich die Geschichte flüssig und weiht den Leser nach und nach in all die sorgsam gehüteten Geheimnisse von Shaker Heights ein. Nur das Ende bleibt ein wenig offen.Für mich persönlich ziehe ich aus diesem Roman das Fazit, dass ich sehr gern noch weitere Bücher dieser Autorin lesen möchte. Sie hat zweifellos etwas zu erzählen!
Intelligent konstruierte und sehr fesselnde Familiengeschichte, die allerhand Diskussionsgrundlagen zu bieten vermag!
Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)Es brennt! In jedem der Schlafzimmer hat jemand Feuer gelegt. Fassungslos steht Elena Richardson im Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes draußen auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Erfahrung gemacht, »dass Leidenschaft so gefährlich ist wie Feuer«. Deshalb passte sie so gut nach Shaker Heights, den wohlhabenden Vorort von Cleveland, Ohio, in dem der Außenanstrich der Häuser ebenso geregelt ist wie das Alltagsleben seiner Bewohner. Ihr Mann ist Partner einer Anwaltskanzlei, sie selbst schreibt Kolumnen für die Lokalzeitung, die vier halbwüchsigen Kinder sind bis auf das jüngste, Isabel, wohlgeraten. Doch es brennt. Elenas scheinbar unanfechtbares Idyll – alles Asche und Rauch?Autorin (Quelle: Verlagsseite)Celeste Ng (sprich: Ing) wuchs auf in Pittsburgh, Pennsylvania und in Shaker Heights, Ohio. Ng studierte in Harvard und machte ihren Master an der University of Michigan. Sie schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen und mit dem Hopwood Award und dem Pushcart Prize ausgezeichnet wurden. 'Was ich euch nicht erzählte', ihr erster Roman, war ein New York Times-Bestseller, der, vielfach prämiert, in 20 Sprachen übersetzt wurde und auch verfilmt wird.AllgemeinesTitel der Originalausgabe: „Little Fires Everywhere“, ins Deutsche übersetzt von Brigitte JakobeitErschienen am 20.04.2018 bei der dtv Verlagsgesellschaft als HC mit 384 Seiten20 Kapitel, Erzählung in der dritten Person aus wechselnden PerspektivenHandlungsort und -zeit: Shaker Heights (Vorort von Cleveland, Ohio), 1997-1998Zum InhaltShaker Heights ist ein Vorort von Cleveland in Ohio, hier leben die gutsituierten und „anständigen“ Bürger nach festen Regeln, die Länge des Rasens ist ebenso reglementiert wie der Anstrich der Häuser und ein gewisser Verhaltenskodex. Auch die Familie Richardson mit ihren vier Kindern Lexie, Trip, Moody und Izzy ist schon lange fester Bestandteil einer Gesellschaft, in der das Aufregendste der Klatsch über Nicht-Angepasste ist. Zu diesen gehört allerdings auch die junge Izzy, die zum Ärger ihrer nach außen hin perfekten und wohltätigen Mutter Elena nicht nur eigenständige Gedanken hat, sondern diese auch unverblümt ausspricht. Das friedlich dahinplätschernde Leben der Familie bekommt Risse, als Elena ein von ihren Eltern geerbtes Haus an die alleinerziehende Künstlerin Mia und deren Tochter Pearl vermietet. Auch Mia ist eine Individualistin, die sich weder in ihr Leben hineinreden lässt noch zögert, für das einzutreten, was sie für richtig hält. Als sie damit gegen die Interessen einer guten Freundin von Elena vorgeht, beschließt diese, in der bisher nie thematisierten Vergangenheit von Mia herumzuschnüffeln, um eine Waffe gegen sie in der Hand zu haben.Doch die „Zündeleien“, die sie vornimmt, werden zu „Kleinen Feuern überall“ in ihrem eigenen Haus führen…BeurteilungDer Roman schildert das Leben einer wohlhabenden amerikanischen Familie in den Jahren 1997 / 1998, dieses Leben wurde und wird vor allem von der Mutter Elena, die bereits in Shaker Heights geboren und aufgewachsen ist, durchgeplant. Für die Kinder – inzwischen allesamt Teenager - sind ein guter Abschluss an der Highschool und dann ein Studium vorgesehen. Drei der vier Kinder „funktionieren“ auch gut, doch die Begegnung mit der unkonventionellen Kunstfotografin und Gelegenheitsjobberin Mia und ihrer Tochter Pearl eröffnet den Jugendlichen einen Blick auf eine andere Welt und bisher unbekannte Denkmodelle. Elena ist vor allem mit dem Kleinkrieg gegen die aufmüpfige Izzy beschäftigt, sie bekommt nicht mit, dass es auch im Leben der anderen Kinder zu Verwerfungen kommt. Als Mia sich indirekt ins Leben einer guten Freundin von Elena einmischt, beschließt Elena, die Geheimnisse in Mias Leben auszuspionieren.Die Charakterisierung aller Romanfiguren ist sehr ausgefeilt, die Autorin verleiht allen Figuren eine individuelle Persönlichkeit. Besonders Elena, die der Leser anfangs für eine sympathische und liebevolle Familienmangerin halten muss, entpuppt sich immer mehr als eine manipulative Intrigantin.Getrieben von Rachsucht und Halbwissen legt sie unbeabsichtigt viele kleine Feuer, die ihr schließlich einen hohen Preis abverlangen.Der Roman thematisiert in unterschiedlicher Weise das Verhältnis von Müttern zu eigenen und Adoptiv-Kindern und bietet damit interessante Diskussionsanreize zur Frage, inwieweit und unter welchen Umständen Mütter das Recht an ihren Kindern haben und ob Mutterliebe allein grundsätzlich das Kindeswohl garantieren kann.Die eigentlich eher unspektakulär gehaltene Erzählung ist äußerst fesselnd, da der Leser durch den Perspektivwechsel Einblick in die Gefühlswelt aller Romanfiguren erhält und deshalb immer einen Wissensvorsprung vor allen Familienmitgliedern hat. Es fällt sehr schwer, diesen Roman aus der Hand zu legen, bevor man ihn ausgelesen hat.FazitEine intelligent konstruierte und sehr fesselnde Familiengeschichte, die allerhand Diskussionsgrundlagen zu bieten vermag, unbedingt empfehlenswert!
Perfekte Kleinstadt
Das perfekte Leben, genau geplant, genau wie die Stadt, in der Familie Richardson lebt. Doch als ihr Haus in Flammen aufgeht, angezündet von der jüngsten Tochter, bröckelt auch die Fassade des scheinbar perfekten Lebens und Geheimnisse kommen ans Licht. Nicht nur Geheimnisse der Richardsons, sondern auch die ihrer Mieterin Mia.Das Buch beginnt mit dem brennenden Haus und in den folgenden Kapiteln beschreibt Celeste Ng dann, wie es hierzu kommen konnte. Besonders gut gefallen hat mir hierbei der Wechsel zwischen den Perspektiven. Alle Charaktere des Buches kommen so zu Wort und die Beweggründe für ihr Handeln werden dem Leser deutlich. Man kann mit den einzelnen Charakteren mitfühlen und ihr Handeln nachvollziehen.Zudem ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Insgesamt ein schönes Buch.
Burning down the house
Schon am Anfang von „Kleine Feuer überall“ löst sich buchstäblich alles in Rauch auf: Das Haus der wohlhabenden Familie Richardson im Clevelander Vorzeige-Vorort Shaker Heights brennt ab. Die drei älteren Kinder der Familie können nur tatenlos zusehen, während das jüngste, das den Brand mutmaßlich gelegt hat, verschwunden ist. Wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen?Nach dem fulminanten Einstieg in das Buch hatte ich, um im Bild zu bleiben, gleich Feuer gefangen. Doch dann lässt es Autorin Ng (sprich: Ing) langsam angehen und rollt die Geschichte von Anfang an auf, wobei sie sich als überaus geschickte Erzählerin erweist. „Kleine Feuer überall“ handelt von zwei Familien, den Richardsons und den Warrens. Letztere sind die alleinerziehende Künstlerin Mia mit ihrer Tochter Pearl, die die neuen Mieter der Richardsons sind. Die Warrens scheinen das genaue Gegenteil ihrer Vermieter zu sein: Sie leben wie moderne Nomaden, während letztere eine der alteingesessenen Familien in Shaker Heights sind. Die Warrens haben einen minimalistischen Lebensstil, der nicht zuletzt ihrem schmalen Geldbeutel geschuldet ist, während sich die Richardsons über ihre Finanzen keine Gedanken machen müssen. Am meisten unterscheiden sich die Mütter der jeweiligen Familien: Mia Warren ist ein Freigeist, während Elena Richardson ganz nach den in Shaker Heights geltenden Konventionen lebt und das – zum Wohle der Gesellschaft – auch von anderen erwartet. Doch Gegensätze können sich bekanntlich anziehen und so findet die 15-jährige Pearl Warren bald Anschluss bei den Richardson-Kindern. Die nur unwesentlich jüngere Izzy Richardson zieht dagegen Mia Warrens radikaler und unkonventioneller Lebensstil an. Die Warrens und die Richardsons scheinen sich gut zu ergänzen, doch Mias und Elenas konträre Einstellungen kommen sich irgendwann in die Quere. Und dann wird auch noch eine Lebenslüge aufgedeckt …„Kleine Feuer überall“ hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Der Kontrast, den die unterschiedlichen Lebensentwürfe von Mia Warren und Elena Richardson zueinander bilden und was ihre jeweiligen Kinder daraus machen, ist mitreißend geschildert. Als Leser kommt man nicht umhin, sich zu (hinter-)fragen: Wie tolerant ist man selbst gegenüber anderen Lebensweisen? Was ist einem wichtiger: Idealismus oder Pragmatismus? Und was ist einem selbst ein vermeintlich „gutes“ Leben wert?Einige Figuren wirken anfangs etwas eindimensional, doch Celeste Ng räumt ihnen Platz für Entwicklungen ein, zeichnet ihre Vergangenheit nach und lässt den Leser so die Beweggründe jedes Einzelnen verstehen. Auch die immer größer werdenden Verknüpfungen zwischen den beiden Familien werden nachvollziehbar geschildert und als Leser fühlt man förmlich, wie die Verkettung verschiedener Ereignisse etwas ins Rollen bringt, das nicht mehr aufzuhalten ist. Ich habe die Richardsons und Warrens am Ende des Buches nur schweren Herzens wieder verlassen, wüsste ich doch zu gern, wie es mit ihnen weitergeht. „Kleine Feuer überall“ kann ich nur empfehlen, sie haben mich berührt, gefesselt und beschäftigt. Ich konnte das Buch schon nach dem ersten Drittel kaum mehr aus der Hand legen und habe auch nach der Lektüre noch einige Zeit über das Romangeschehen und die Frage nach dem “richtigen“ Leben sinniert. Der Funke ist komplett übergesprungen …
Hinter die Fassade geblickt
Die Richardsons sind eine amerikanische Vorzeigefamilie: Der Vater ist Jurist, die Mutter Journalistin und sie haben vier Kinder, die inzwischen im Teenageralter sind: Lexie, Trip, Moody und Izzy. Sie wohnen in Shaker Heights, einer Stadt für Wohlhabende, die schon auf dem Reißbrett so geplant wurde. Was könnte man sich also mehr wünschen? Sie haben ein tolles Haus, gute Nachbarschaft, gute Schulen, mehrere Autos. Eines Tages ziehen Mia und ihre Tochter Pearl in eine Wohnung, die sie vermieten. Moody freundet sich mit Pearl an, deren Leben nicht gegensätzlicher sein könnte als das der Richardsons: Mia ist Künstlerin, lebt von Gelegenheitsjobs und wechselt oft den Wohnort. Dabei nehmen sie immer nur mit, was in ihr kleines Auto passt. Statt einer Couch haben sie einen Teppich und Kissen im Wohnzimmer. Und doch scheinen sie nicht unglücklich zu sein.Der Roman wirft einen Blick hinter die makellose Fassade der Richardsons und zeigt, dass sie nicht unbedingt glücklicher sind als andere Familien. Sind Kinder automatisch zufriedener, wenn sie in wohlhabenden Familien aufwachsen? Diese Frage wird auch noch an einer anderen Stelle aufgegriffen, denn es geht auch um unerfüllten Kinderwunsch und Adoption, Leihmutterschaft und Abtreibungen. Hier werden sehr interessante Gedanken aufgegriffen: wo wächst ein Kind besser auf, bei seiner leiblichen Mutter, die arm ist, oder bei einer reichen Familie, die es lieben wird wie ihr eigenes?Die einzelnen Handlungsstränge sind interessant, aber leider verliert sich der Roman ein wenig zwischen den verschiedenen Themen. Mir kam es so vor, als wäre zu viel hineingepackt worden und am Ende fehlte der Feinschliff, die Geschichte ist nicht richtig rund geworden. Vielleicht hätte das Buch mehr Fokus gebraucht und ein paar Streichungen. Mehr Konzentration, da die Themen doch sehr komplex sind. Natürlich bin ich besonders kritisch, weil ich nach „Was ich euch nicht erzählte“ sehr hohe Erwartungen hatte. „Kleine Feuer überall“ kann da nicht ganz mithalten. Aber es ist kein schlechtes Buch und ich habe es trotzdem gerne gelesen, deswegen gebe ich vier Sterne.
Sehr gut!
Die Richardsons sind das Idealbild der amerikanischen Familie. Er Anwalt, sie Kolumnistin bei der Lokalzeitung, 4 Kinder und ein schönes Haus in Shaker Heights, einem idyllischen, privilegierten Wohnort, in dem der Schein oft mehr zählt als die Realität. Doch dann steht ihr Haus in Flammen und Tochter Izzy ist verschwunden. Sie war schon immer das schwarze Schaf der Familie und tanzte öfter aus der Reihe.Doch wie kam es zu diesem Feuer? Celeste Ng rollt die Geschichte von hinten auf und führt den Leser rückblickend Schritt für Schritt heran. Die Beziehung der Familie Richardson zu ihrer Mieterin Mia und deren Tochter Pearl tritt schnell in den Vordergrund. Mia und Pearl passen so gar nicht in die Scheinwelt von Shaker Heights. Trotzdem oder gerade deshalb freundet sich Pearl mit Moody, einem Sohn der Richardsons, an. Die kleinen Feuer stehen sinnbildlich für viele Konflikte, die schon lange vor sich hin schwelen. Die Autorin verwebt tolle Charaktere, verschiedene Ereignisse, Verwicklungen, Beziehungen und Lebensentwürfe perfekt zu einem Gesamtkunstwerk. Absolut empfehlenswert!
Heile Welt?
Shaker Heights ist das Paradies auf Erden. Der Ort wurde geplant aufgebaut und alles so ideal wie möglich gemacht, allerdings auch mit sehr vielen Regeln und Auflagen. Familie Richardson ist die perfekte Familie. 2 Söhne, 2 Töchter, Mutter arbeitet ein wenig als Redakteurin, Vater ist Anwalt. Und es geht ihnen finanziell gut. Dass die jüngste Tochter aus dem Rahmen fällt, wird hingenommen. Dann kommen Mia und ihre Tochter Pearl in den Ort und es ändert sich einiges ...Das Buch ist ganz stark. Da wird eine ideale Welt aufgezeigt mit nur guten Leute, die das Beste wollen und Gutes tun. Doch je mehr man in dem Buch liest, bekommt die heile Welt immer mehr Risse und man fragt sich, was davon eigentlich wahr ist. Denn als Gegenentwurf gibt es da ganz die unkonventionelle Künstlerin Mia, die sich in keine Schublade pressen lässt und die allen den Spiegel vorhält.Mir hat gut gefallen, wie die so gegensätzlichen Leben gegenübergestellt werden. Die Beschreibung ist sehr bildhaft, man kann mitfühlen und da man das Ende, nämlich das Legen des Feuers durch Izzy, kennt, baut sich trotzdem die ganze Zeit eine unterschwellige Spannung auf, denn man weiß eben das Ende doch nicht. Supergut geschriebenes Buch.
Unterhaltsamer und spannender Roman
Celeste Ng – Kleine Feuer überallCeleste Ng hat hier einen unterhaltsamen Roman geschrieben der auch verschiedene Themen der heutigen Gesellschaft anschneidet.Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Zwischendrin ist es an einigen wenigen Stellen ein bisschen langatmig, aber größtenteils blieb es spannend. Das Geheimnis des Feuers wurde dann auch erst am Ende de Buches gelüftet. Während des Lesens und der immer neuen Entwicklungen versucht man sich natürlich vorzustellen was genau die Ursache des Feuers gewesen sein könnte.Der Buchtitel macht nach Lesen des kompletten Buches mehr Sinn, da es um verschiedene Themen geht die im täglichen Leben der Richardsons und Warrens passieren. Es ist jede Menge los. Nicht alle Familienmitglieder und Freunde möchten das einige Geheimnisse weitererzählt werden. Und doch versucht jeder seine Probleme zu lösen oder totzuschweigen.Der Schreibstil ist einfach, so dass sich das Buch gut lesen lässt.Ich hätte mir zwar ein anderes Ende gewünscht, diese Version lässt nun aber auch noch einiges offen wie es weitergehen könnte. Das Buch empfehle ich auf jeden fall weiter.
Pressestimmen
Ng seziert klug und empathisch die strengen Regeln und Moralvorstellungen hinter dem amerikanischen ...Traum. mehr weniger
Judith Liere
›Kleine Feuer überall‹ ist ein vielschichtiges, intensives Drama über zerbrochene Idyllen.
Autorin Celeste Ng ist eine Meisterin darin, die Haarrisse in angeblich perfekten Familien und die G...räben zwischen verschiedenen weiblichen Lebensentwürfen fühlbar zu machen. mehr weniger
Ganz, ganz großartig...
Andrea Sawatzki, Schauspielerin,
Eine fesselnde Geschichte, die Fragen aufwirft.
Karin Prignitz, 16.05.2020
Spannend wie ein Krimi und toll geschrieben.
16.10.2018
Ein Roman wie ein Lehrstück für kreatives Schreiben.
Rainer Moritz, 30.08.2018
Wenn es sie tatsächlich gibt, die idealen Sommerbücher: ›Kleine Feuer überall‹ ist so eines.
Christine Westermann, 19.07.2018
Schicksalhaft, abwechslungsreich, traumhaft.
07.07.2018
Unter den Romanen zum Thema Familie ragt Celeste Ngs ›Kleine Feuer überall‹ besonders heraus.
Doris Kraus, 01.07.2018
Themen wie Klassenunterschiede, Alltags-Rassismus und Familiendynamik in eine fesselnde Geschichte z...u gießen, die nachhallt, ist das Erfolgsrezept von Celeste Ng. mehr weniger
17.06.2018
Die amerikanische Autorin Celeste Ng ist eine Meisterin darin, das bürgerliche Ideal literarisch zu ...dekonstruieren. mehr weniger
01.06.2018
In dem großartigen amerikanischen Roman ›Kleine Feuer überall‹ steht eine fast perfekte Familie vor ...den Trümmern ihres Hauses. mehr weniger
Sacha Verna, 01.06.2018
Celeste Ng hat ein Faible für die verborgenen Seiten der Menschen, die unerforschten Tiefen ihrer Be...ziehungen zueinander. mehr weniger
Roana Brogsitter, 09.05.2018
Bei ihr geht die bürgerliche Behaglichkeit in Flammen auf.
27.04.2018
Inferno der Vorstadt: In ›Kleine Feuer überall‹ erzählt Celeste Ng das amerikanische Glücksversprech...en als abgründiges Familiendrama. mehr weniger
Sofia Glasl, 26.04.2018
Celeste Ng gelingt es, Dunkles in wunderschöner Prosa zu erzählen.
Wofgang Hauptmann, 24.04.2018
Intime Kenntnis der Verhältnisse, tiefenscharfe Figurenzeichnung bis an die Ränder und eine raffinie...rte Dramaturgie - amerikanische Erzählkunst at its best! mehr weniger
Petra Kohse, 23.04.2018
Perfekt für sonnige Nachmittage und Leseabende - also eigentlich immer.
23.04.2018
(…) erneut besticht die Autorin durch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen in die aufgewühlten oder ...zerrissenen Seelen ihrer Figuren. mehr weniger
Peter Henning, 20.04.2018
Ein mit großem Herzblut geschriebener Roman, der viele große Fragen aufwirft, die hier nur am Beispi...el einer US-amerikanischen Musterstadt illustriert werden. mehr weniger
Ulrike Sárkány, 19.04.2018
Meisterin des Familien-Thrillers: Celeste Ng
Angela Wittmann, 11.04.2018
Ng ist auch mit ihrem zweiten Roman ein großer literarischer Wurf gelungen.
Barbara Tumfart
Ein kluger, spannender, entlarvender Roman.
Der sozialkritische Roman der internationalen Bestsellerautorin ist spannend erzählt und besticht du...rch seine makellose Eleganz. mehr weniger
Celeste Ngs grandioser Roman berührt und stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit.
Ngs Zweitling erinnert in Ton und Tiefe an den jungen John Irving.
Das Buch ist ein virtuoser Gesellschaftsroman von suggestiver Kraft, ein Familien-Psychogramm, das L...ügengebäude und Selbsttäuschungen hinter weißen Gartenzäunen zum Einsturz bringt. mehr weniger
Verena Geiger
Der zweite unvergessliche Roman der Bestsellerautorin.
Ein eindringlicher Roman über das Gewicht von Geheimnissen und die Gefahr von Perfektion.
Ein Roman, der viel zu schnell zu Ende geht.
Lisa-Marie Röhling
Ein luftiges Buch, das zart an der Oberfläche eines scheinheiligen amerikanischen Bürgertums kratzt.
Katharina Hirschmann
Nach den fast 400 Seiten fragt sich der Leser: Wie? Der Roman ist zu Ende? Tolles Buch.
Fabelhaft! Vor allem die kleinen Feuer auch zwischen den Zeilen. Lesen!
Elvira Gordon-Pusch
Ein Buch, das Frauen mutig macht, ihren eigenen Weg zu gehen, auch wenn der unüblich scheint. Und ei...n Buch, das man innerlich noch Tage nach dem Fertiglesen mit sich herumträgt, weil man das Gefü hlhat, man habe eine Freundin dabei. mehr weniger
Gioia da Silva, 08.03.2024
Großartige zeitgenössische Geschichte über das Leben, Menschen, Familie-und nichts ist so, wie es au...f den ersten Blick scheint. mehr weniger
03.08.2023
Celestino Piatti wäre am 5. Januar 2022 hundert geworden - Zeit für eine große Rückschau.
15.11.2021
Ng besticht durch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen in die aufgewühlten oder zerrissenen Seelen i...hrer Figuren. mehr weniger
Birgit Prosinger, 01.01.2020
Eine so umwerfende, ungewöhnliche Familiengeschichte findet sich selten in der modernen Literatur.
Katrin Sommer, 12.08.2019
Ihr Familien- und Gesellschaftsroman ist spannend wie ein Thriller und wirft Fragen zu unterschiedli...chen Lebensformen, Rassismus, Mutter-Kind-Beziehung und Identitätsfindung in der Jugend auf. mehr weniger
20.06.2019
In ›Kleine Feuer überall‹ greift die Autorin Celeste Ng große Themen auf: Mutterliebe, Selbstverwirk...lichung, Rassismus und unterschiedliche Weltanschauungen - ein Roman, der fesselt und berührt. mehr weniger
24.02.2019
In Rückblenden leuchtet die 1980 in Hongkong geborene US-Amerikanerin Celeste Ng hinter den amerikan...ischen Traum - brillant geschrieben, vielschichtig und ungeheuer spannend. mehr weniger
Birgitta Lamparth, 14.12.2018
›Kleine Feuer überall‹ fesselt und berührt.
23.10.2018
Das Buch kommt nicht mit einem Paukenschlag daher, sondern ist auf feine und leise Art dramatisch – ...und elegant geschrieben noch dazu. mehr weniger
01.09.2018
Elegant und ohne den Leser zu erdrücken, greift Celeste Ng die ganz großen Themen auf: Mutterliebe, ...Selbstverwirklichung, Rassismus und unterschiedliche Weltanschauungen(...) mehr weniger
11.08.2018
›Kleine Feuer überall‹ setzt auch im Kopf des Lesers einiges in Brand: Überall werden Lunten gelegt,... die existenzielle Fragen berühren. mehr weniger
Brigitta Lamparth, 06.08.2018
Ein eidrücklicher Roman, der dazu ermutigt, eigene Wege zu gehen.
01.08.2018
Der Roman ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit der Frage, was in den Augen einer Gesellscha...ft gute Kinder und gute Eltern ausmacht. mehr weniger
26.06.2018
›Kleine Feuer überall‹ ist flüssig und spannend erzählt, lässt den Leser nicht los.
Gustav Förster, 20.06.2018
Ein in sich geschlossener Roman, der zum Nachdenken, zum Diskutieren anregt. Was will man mehr!
Rainer Glas, 13.06.2018
Unbedingt mehr von dieser Schriftstellerin, ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.
Gabi Lohre, 08.06.2018
Armut und Klasse, diese beinharten Realitäten spielen eine Hauptrolle im Spiel der Kräfte, das Celes...te Ng hier eine faszinierend erzählte Geschichte bannt. mehr weniger
Bernadette Conrad, 01.06.2018
Komplexer und spannender geht es wirklich nicht.
Claudia Theurer, 14.05.2018
Die Beziehungen von Eltern zu ihren Kindern und von Kindern zu ihren Eltern thematisiert Celeste Ng ...in lebensnah skizzierten Szenen. mehr weniger
Alex Dengler, 14.05.2018
Gelassen im Ton, doch mit hoher Intensität erzählt Ng, wie das Leben einer vermeintlichen Bilderbuch...familie unwiederbringlich auseinanderfällt. mehr weniger
Martina Sulner, 12.05.2018
Mitreißender Roman!
09.05.2018
Celeste Ng erzählt ihre Geschichte in einer zurückgenommenen, aber atmosphärisch sehr dichten Weise ...und macht sie dadurch noch eindringlicher. mehr weniger
Silke Schröder, 08.05.2018
Wieder einmal macht Celeste Ng sichtbar, dass es zwischenmenschlich kein Schwarz/Weiß gibt, sondern ...ganz viele Grautöne, und auch leuchtende Farben. mehr weniger
Christine van der Kamp, 05.05.2018
Ein Familiendrama mit Feinschliff.
Werner Krause, 28.04.2018
›Kleine Feuer überall‹ ist ein elegant erzählter, psychologisch tiefsinniger und zugleich bitterböse...r Roman (...). mehr weniger
Stefanie Rufle, 26.04.2018
Die sozialpsychologisch ausgelotete, überaus packende Handlung hat Zeit und Ort, dabei birgt sie ein... Weltproblem. mehr weniger
Irmtraud Gutschke, 25.04.2018
Es ist faszinierend zu erleben, was die versierte Erzählerin aus der antagonistischen Familienkonste...llation entwickelt: viele kleine Feuer und ein großes Werk. mehr weniger
Günter Keil, 21.04.2018
Der Roman besticht durch seine beeindruckende Vielschichtigkeit, die sich ganz allmählich und ohne j...ede Effekthascherei vor dem Leser entfaltet. mehr weniger
Christel Engeland, 21.04.2018
Hier ist eine Autorin zu bewundern, bei der jedes Wort sitzt. Grossartig!
Peter Henning, 21.04.2018
Celeste Ng kennt sich aus mit den Themen, über die sie ihre Bücher schreibt.
Johanna Popp, 20.04.2018
Hintersinnige Parabel auf das heutige Amerika.
18.04.2018
Celeste Ng schildert grandios, wie die vielen kleinen Feuer, die im Leben der beiden Familien gelegt... werden, sich ausbreiten und letztendlich zu einem ›Flächenbrand‹ führen (...). mehr weniger
Giovanna Riolo, 16.04.2018
Celeste Ng baut von Seite zu Seite fast unmerklich eine unheimliche Spannung auf, die zum feurigen F...inale führt. mehr weniger
16.04.2018
Celeste Ng und das Dilemma nicht nur der US-amerikanischen Mittelschicht.
Irmtraud Gutschke, 15.04.2018