Mit der Geschwindigkeit des Sommers

Roman

Zwei Schwestern, aufgewachsen in der DDR. Nach dem Mauerfall bereist die eine den Westen, die andere bleibt. Bis sie eines Tages den Entschluss fasst, nach New York zu fahren, und ihrem Leben dort ein Ende setzt. 

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Was weiß diese Zeit von einer anderen? Eine Wiederentdeckung
Mit der Geschwindigkeit des Sommers

Zwei Schwestern, zu DDR-Zeiten aufgewachsen in Eggesin, einer Garnisonsstadt im mecklenburgischen Nirgendwo nahe der polnischen Grenze. Die eine bereist nach dem Mauerfall den Westen, die andere bleibt, führt mit Mann und Kindern und Liebhaber ein eher freudloses Hausfrauendasein. Bis sie eines Tages den Entschluss fasst, nach New York zu fahren, und ihrem Leben dort ein Ende setzt. Der Schwester lässt das keine Ruhe: »Vielleicht hätte ich ihre tragische Entscheidung rückgängig machen können, wäre ich nur ein wenig aufmerksamer gewesen.« Nuanciert und präzise erzählt Julia Schoch vom Untergang der DDR und dem Zerplatzen aller Träume. Ein großes, bewegendes Buch über eine Frau zwischen den Zeiten, verloren zwischen den Systemen.

Bibliografische Daten
EUR 9,99 [DE]
ISBN: 978-3-423-44613-6
Erscheinungsdatum: 17.08.2022
1. Auflage
160 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Julia Schoch

Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, aufgewachsen in Eggesin in Mecklenburg, gilt als »Virtuosin des Erinnerungserzählens« (FAZ). Zuletzt veröffentlichte sie die Romane ›Das Vorkommnis‹ und ›Das Liebespaar des Jahrhunderts‹ als die ersten beiden Bände ihrer Trilogie ›Biographie einer Frau‹. 2022 wurde ihr die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung verliehen, 2023 der Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen, 2024 der Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis. Sie lebt in Potsdam.

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Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Die Zeit

Ein Frauenklassiker. Aber erzählt in einer stoischen, auf Haltung bedachten Sprache, die sich nicht ...anschmiegt und nicht einfühlt, sondern die Welt und alle Unbill mit dem kleinen Obstmesser ihres Scharfsinns traktiert. Einen schönen, wehmütigen Widerspruch ergibt das. (…) Julia Schoch lässt keinen Zweifel daran, dass sie ihre östliche Heldin so verstanden wissen will: als eine Frau, die ihre Milchsuppe endlich allein auslöffelt. Als eine Schneekönigin aus dem Osten, über die niemand verfügen kann. Noch nicht einmal dieses betörend schöne Wintermärchen. mehr weniger

Iris Radisch, 12.03.2009

die tageszeitung

Ein leiser Roman. Den Metaphern des Lautlosen, Geräuschlosen, die ihn unauffällig durchziehen, korre...lieren die präzisen Bilder. (…) Ein todtrauriges, ein überaus schönes Buch. mehr weniger

Jochen Schimmang, 12.03.2009

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Julia Schoch ist eine emphatische Lakonikerin. Ihre strengen, zugleich sensiblen Sätze strahlen etwa...s bezwingend Selbstverständliches aus und ergeben gerade deshalb einen ganz unverwechselbaren Stil. mehr weniger

Jochen Hieber, 12.03.2009

Süddeutsche Zeitung

Julia Schoch, deren Prosa frei von Sentimentalität ist, hat ein ausgezeichnetes Gespür dafür, wie La...ndschaft und Zeitgeschichte einander durchdringen. (…) ein spannendes Psychogramm, das nichts mit Ostalgie und Jammer-Ossitum zu tun hat. mehr weniger

Ijoma Mangold, 10.03.2009

Die Welt

Ein Wenderoman (…). Ein Wendeverliererroman. Ein Roman über die Leere nach dem Tod des sozialistisch...en Staates. Das Gegenteil von realistisch. Skrupulös, tastend, lyrisch. Er wird bleiben, wie die Probleme, die wir mit der Generation haben werden, von der er erzählt. mehr weniger

Elmar Krekeler, 06.03.2009