Behutsam und voller Empathie zeichnet Lukas Rietzschel ein eindrückliches Bild von Menschen, die durch große gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt sind -- und von Verletzungen, die sich durch Generationen hindurchziehen und scheinbar nie verheilen.
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Raumfahrer
Jan und seine Eltern sprechen nicht viel über das Heute und erst recht nicht über das Gestern. Erst als Herr Kern auftaucht, kommt das fragile Gleichgewicht der Familie ins Wanken: Welche Beziehung führte Jans Mutter mit dem Vater von Herrn Kern? Und was haben die Kerns mit der Kunst von Georg Baselitz zu tun? Immer weiter arbeitet sich Jan durch das Schweigen mehrerer Generationen, taucht ein in die Geschichte der Baselitz-Brüder, die Geschichte seiner Eltern und begreift, dass die Gegenwart nicht nur aus der eigenen Vergangenheit besteht.
Behutsam und voller Empathie zeichnet Lukas Rietzschel ein eindrückliches Bild von Menschen, die durch große gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt sind -- und von Verletzungen, die sich durch Generationen hindurchziehen und scheinbar nie verheilen.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Lukas Rietzschel
Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen. Schon sein Debütroman ›Mit der Faust in die Welt schlagen‹ (2018) war ein Bestseller, der für das Kino verfilmt wurde. 2021 erschien der zweite Roman ›Raumfahrer‹. Lukas Rietzschels Romane und Theaterstücke wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sächsischen Literaturpreis, dem Literaturpreis Text & Sprache und dem Rheingauer Literaturpreis 2026. Sein Roman ›Sanditz‹ ist ein Bestseller, nominiert für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2026.
2 - 10 von 81 Leserstimme
Vergangenheit und Gegenwart
Auf der Rückseite des Buches steht "Lukas Rietzschel gehört zu den wichtigsten jungen Schriftstellern des Ostens" (Die Zeit) und dem Zitat würde ich mich vollkommen anschließen. Der Autor schafft es, mich als junge Frau ohne DDR Vergangenheit oder Bezugspunkte vollkommen abzuholen und in die Geschichten der Protagonist*innen einzutauchen. Ich war wirklich komplett begeistert. Sowohl die Gestaltung des Einbandes, als auch der Schreibstil sind sehr gelungen. Der Titel hat mich anfangs verwirrt, aber als die Metaphorik im Laufe des Romans deutlich wurde, bekam der Titel eine tiefere Bedeutung, als es bei den meisten anderen Büchern der Fall ist. Anfangs fiel es mir relativ schwer, die Figuren- und damit auch Perspektiv-Wechsel nachzuvollziehen und ich habe mich oft gefragt, in welcher Beziehung die Protagonist*innen zueinander stehen. Schlussendlich wurden alle Zusammenhänge aber so gut, teilweise schon banal und schlüssig aufgelöst, dass auch der Inhalt sehr stimmig ist. Die Schicksale jeder einzelnen Romanfigur haben mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Ich lege "Raumfahrer" jeder oder jedem ans Herz, der bereit ist, etwas durchaus anspruchsvolles aber auch tief emotionales zu lesen. Leser*innen die selbst Anknüpfungspunkte an "den Osten" un die DDR haben, werden vermutlich besonders berührt sein.
Total interessant
Zum Inhalt:Jan und seine Eltern sprechen nicht viel über das Vergangene. Doch als Herr Kern auftaucht, wird die Vergangenheit auf einmal präsent. Was für eine Beziehung hatte Jans Mutter zu Herrn Kern? Jan will mehr wissen und taucht in die Vergangenheit ein um zu erkennen, dass die Gegenwart oft nicht nur mit der eigenen Vergangenheit zusammenhängt.Meine Meinung:Ich fand das Buch ungeheuer interessant, habe mich zwar lange gefragt, was es mit dem Titel auf sich hat, aber auch das wird irgendwann geklärt und diesen Vergleich fand ich schon ziemlich passend. Ich fand das Buch durchweg total interessant und bin förmlich durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen und fand es fast schade, als das Buch zu Ende war. Ich habe wenig Verbindung zur ehemaligen DDR und fand das Buch dadurch noch spannender.Fazit:Total interessant
Absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl!
Schon das Cover des Buches hat mich sehr angesprochen. Lukas Rietzschel hat einen ganz wunderbaren Roman über den Osten geschrieben- der Titel "Raumfahrer" trifft das perfekt. Schon mein erster Eindruck des Buches war, dass es sehr besonders ist- es ist sehr hochwertig und ansprechend, was sich in Schreibstil, Struktur und Geschichte fortsetzen.Um auf den Schreibstil einzugehen, so lässt dieser sich als sehr klar, angenehm, auf den Punkt und minimalistisch beschreiben. Der Roman nutzt rhetorische Mittel, wie zum Beispiel Leerstellen, sehr bewusst. Es ist sehr gut umgesetzt in diesem Buch- und macht es dadurch zu einer anspruchsvolleren Lektüre. Vieles bleibt "ungesagt".Die Figuren sind sehr liebevoll herausgearbeitet und ich mochte die Art, wie der Autor sie beschreibt und interagieren lässt.Ein wirklich tolles Buch, das mich sehr berührt hat und mir sehr spannende und gute Einblicke in die DDR und ihre Bewohner gegeben hat. Danke an Lukas Rietzschel für dieses wirklich tolle Buch!
Aus der Heimat
Ich bin, was dieses Buch betrifft, voreingenommen, denn ich komme aus der Gegend, in der die Story spielt. Bin fast genauso alt wie der Protagonist. Kenne die Orte, die er benennt und besucht, verstehe all die kleinen Anspielungen auf Dinge, die meine Kindheit und Jugend prägten.Aus dem Grund kann ich auf jeden Fall sagen, dass der Autor sehr genau weiß, wovon er schreibt. In meinen Augen hat er die Region und ihre Geschichte wunderbar in Worte gefasst. Außerdem fand ich prinzipiell die "Aufarbeitung" der Wendezeit und das Thema DDR-Vergangenheit anschaulich umgesetzt.Und jetzt kommt das ABER ...Aber ich habe dauerhaft den Faden verloren. Hier laufen zwei zeitlich versetzte Handlungsstränge parallel zueinander und innerhalb dieser Handlungsstränge kommt es zu Zeitsprüngen. Coole Idee, eher semi-gut umgesetzt, denn der Autor gibt einem oft erst nach mehreren Absätzen einen Hinweis darauf, in welcher Zeit man sich befindet. Fazit: lesenswert, authentisch, anstrengend.
Geschichtsreise
- Achtung Spoiler - Der Roman „Raumfähre“ von Lukas Rietzschel hat mir gut gefallen. Es eröffnet einem als Leserin einen interessanten Blick auf eine mehr als spannende Geschichte. Worum geht es: Jan und seine Eltern sprechen nicht viel über das Heute und erst recht nicht über das Gestern. Erst als Herr Kern auftaucht, kommt das fragile Gleichgewicht der Familie ins Wanken: Welche Beziehung führte Jans Mutter mit dem Vater von Herrn Kern? Und was haben die Kerns mit der Kunst von Georg Baselitz zu tun? Immer weiter arbeitet sich Jan durch das Schweigen mehrerer Generationen, taucht ein in die Geschichte der Baselitz-Brüder, die Geschichte seiner Eltern und begreift, dass die Gegenwart nicht nur aus der eigenen Vergangenheit besteht. Behutsam und voller Empathie zeichnet Lukas Rietzschel ein eindrückliches Bild von Menschen, die durch große gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt sind -- und von Verletzungen, die sich durch Generationen hindurchziehen und scheinbar nie verheilen.Das Buch ist gut geschrieben. Der Schreibstil und die Sprache sind wirklich gut. Mit einer präzisen Sprache fängt der Autor seine Protagonisten sowie die beschriebenen Orte und Momente treffen ein. Es gelingt ihm die geschichtsträchtigen Abläufe gut im Hintergrund abzubilden und die Geschichte sicher an dieser entlang lauen zu lassen. Auch das Layout und das Cover überzeugen und sind passend. Insgesamt eine gut und angenehmen zu lesende Lektüre.
Atmosphärisch
Dieses Buch des 1994 geborenen Autors Lukas Rietzschel habe ich sehr gerne gelesen. Es ist wieder ein Buch, welches mir die Atmosphäre einer bestimmten Zeit sehr viel näher gebracht hat. In dem Roman geht es um das Leben in der DDR und der Nachwendezeit in Sachsen. Es fällt mir sehr schwer, über dieses Buch zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Denn entscheidende und erklärende Fakten, die einen die ganze Geschichte noch einmal unter einem neuen Blickwinkel sehen lassen, werden erst gen Ende des Buches aufgeklärt. Es gibt zwei Handlungsstränge: zum einen das Aufwachsen und Erwachsenenleben des Günter Baselitz, des jüngeren Bruders des Künstlers Georg Baselitz. Der große Bruder ist vor dem Mauerbau in den Westen gezogen und dort geblieben ist. Sein jüngerer Bruder wollte eigentlich zu ihm kommen. Er verpasste jedoch die Chance ganz knapp, und auch spätere Versuche, zu seinem Bruder zu ziehen, schlugen fehl. So verbringt er sein Leben in der DDR. Der zweite Handlungsstrang schildert anhand des Lebens von Jan, eines jungen Mannes, dessen Eltern in der DDR aufgewachsen sind, sehr eindrücklich das Leben und die Atmosphäre in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung.Was die beiden Männer verbindet, wird erst nach und nach und durch Recherchen von Jan sichtbar.Sollte ich dem Buch eine Farbe geben, wäre es grau. Dies ist genau die Atmosphäre, wie ich meine, die der Autor beschreiben will. Da der Autor im selben Alter ist wie Jan und ebenfalls ist Sachsen aufgewachsen ist, glaube ich ihm die dargestellte Situation und Stimmung, auch wenn mich diese sehr betroffen macht. Ein sehr lesenswertes Buch über die Schwierigkeiten, denen Menschen in Ostdeutschland ausgesetzt waren und sind.
Menschen ohne Halt
Lukas Rietzschel beschreibt auf mehreren Zeitebenen das Zusammenwirken zweier Familien in Ostdeutschland, die in Bezug zueinander stehen. Die Geschichte entwickelt sich langsam, die Protagonisten kommen einem nicht wirklich nahe, die prägnante Sprache vermittelt aber ein plastisches Bild vom Leben in Ostdeutschland vor und nach der Wende. Als Leser kann man mitverfolgen, wie alle Beteiligten Halt suchen, aber nicht finden - aufgrund der äußeren Bedingungen nicht finden können. Der Autor wertet aber nicht - er beschreibt und lässt die Bilder wirken. Die Verbindung zu Georg Baselitz ermöglicht eine weitere Ebene, die aus meiner Sicht gar nicht nötig gewesen wäre - die Geschichte steht auch so für sich. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, da es eine dichte Atmosphäre entwickelt, der Titel Raumfahrer (leider im Klappentext gespoilert) sich in dem Tun der Menschen erschließt, mir (als Westdeutsche) auch eine neue Sichtweise ermöglicht wird. Das Cover ist insgesamt stimmig, nur bis zum Schluss war ich immer der Meinung, dass der Autor wohl "Roman Lukas" heißt...
Reizvoll
Raumfahrer, das sind Jan und seine Eltern, die orientierungs- und ziellos durch die Öde der ehemaligen DDR irren. Gescheiterte alle drei, auch noch nach 30 Jahren, zerbrochen an der Lebenswirklichkeit der DDR und den Umständen ihrer Auflösung.Die Welt von Jan ist grau, instabil und bröckelig. Das betrifft sein Lebensumfeld, - er wohnt bei seinem Vater im Keller -, seine beruflichen Umstände, - er arbeitet als Abholer in einer Klinik, die kurz vor ihrer Schließung steht -, seine Beziehung zu Karolina, einer jungen Ärztin, und das Verhältnis zu seinen Eltern. Der scheinbar festgefügte und gleichförmige Alltag Jans gerät aus den Fugen, als er durch einen Patienten der Klinik entdecken muss, dass das Schicksal seiner Familie mit dem Schicksal seines Patienten Thorsten Kern verknüpft ist, dessen Onkel wiederum Georg Baselitz ist. Die Geschichte der beiden Brüder Günter und Georg Kern, Künstlername Georg Baselitz, ist eingewoben in die Schilderung der Entdeckungen, die Jan über seine Mutter und seine Herkunft macht. Das ist als Leser nicht immer leicht nachzuvollziehen und einzuordnen. Denn nichts ist so, wie es scheint, hinter jeder vermeintlichen Gewissheit deutet sich eine andere Wahrheit an. Die Protagonisten sind desillusioniert, niemand hat Pläne, Hoffnungen oder Perspektiven. Sie sind Gefangene ihrer Vergangenheit oder der ihrer Eltern.Das System der DDR mit Stasi, IMs und Überwachung seiner Bürger, wird lakonisch, fast beiläufig zu einem Thema, das untergründig das ganze Buch durchzieht. Das weiß man erst, wenn man bis zu Ende gelesen hat und am Schluss viele Dinge in einem neuen Licht erscheinen. Lukas Rietzschel hat mit seinem Roman dem Umstand Rechnung getragen, dass man seine Gegenwart nicht versteht, wenn man seine Vergangenheit nicht kennt. Die interessante, wenn auch nicht ganz einfach zu durchschauende Handlung machen das Buch zu einem reizvollen Lesegenuss.
„Alles steht Kopf“- Schwerelos durch die Deutsch-Deutsche Geschichte
Alles im Roman dreht sich um die Familie Kern, mit den Brüdern Georg (Georg Baselitz) und Günter, sowie Günters Sohn Thorsten Kern, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Parallel dazu kreist die Erzählung um Jan, geboren zur Wendezeit, und dessen Familiengeschichte. Jan arbeitet im Krankenhaus und lernt dort 'den Alten', Thorsten Kern, kennen. Dieser überreicht Jan einen Karton mit Papieren seines Vaters, Günter Kern. Und so werden wir Lesende eingeführt in eine unglaubliche Geschichte um das Leben der Brüder Kern, beginnend ab der Nachkriegszeit. Deren Auswirkungen bis in die aktuelle Zeit und damit hinein in das Leben Jans reicht. Georg Kern (Georg Baselitz), der Künstler, geht, nachdem er von der Ostberliner Hochschule verwiesen wurde, nach Westberlin. Seinem Bruder Günter gelingt es nicht mehr die DDR rechtzeitig zu verlassen, um Georg zu folgen. Stattdessen erlebt Günter die staatliche Überwachung durch die Stasi und die Infiltration seines Lebens durch informelle Mitarbeitende (IM). Und wie hängt das nun alles mit Jans Leben zusammen?Jan erlebt die Nachwendezeit, die geprägt ist von schließenden Industriestandorten, dem Verlust der Arbeitsplätze, dem Wegzug der Menschen, der einhergehenden Entsiedelung seines Heimatorts. Seine Familie ist betroffen durch den Alkoholismus und dem späteren Auszug der Mutter und dem innerlichen Rückzug mit dem Schweigen des Vaters und der gesellschaftlichen Ausgrenzung. Letztendlich hinterfragen sich die Eltern selbst nach ihrer „Lebensleistung“ und suchen nach „ihrer Richtung“. Doch welche Rolle spielte die Stasi im Leben von Jans Eltern? Die Geschichten der Protagonisten baut sich in losen, zunächst scheinbar unzusammenhängenden Handlungssträngen auf und wird dabei auch plötzlich durch das eine oder andere verstörende, teils erschreckende Bild verzerrt. Der Lesende ist aufgefordert die einzelnen Puzzleteile zusammen zu fügen und erhält im Gegenzug Einblick in eine unglaubliche Geschichte über das Leben zweier Familien, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben, doch deren Schicksal letztendlich untrennbar verwoben ist. Der literarische Sprachstil vermittelt starke Bilder, teilweise auch nur stichpunktartig eingeschoben, doch immer aussagekräftig – und manchmal auch „schwerelos“ schwebend. Ich finde, Lukas Rietzschel ist mit „Raumfahrer“ ein hervorragendes Buch gelungen, das einen Einblick in das scheinbar alltägliche Leben zweier ehemaliger und aktueller „DDR-Familien“ gewährt. Die Verknüpfung zur realen Geschichte der Brüder Kern ist sehr gut eingeflossen und, ich meine, darin auch die gemalte Schwere der Bilder von Baselitz zu entdecken. Sehr gut und realitätsnah fand ich die Schilderungen zur staatlichen Überwachung der DDR und der perfiden Infiltration der Spitzel in das Privatleben der Menschen.Fazit: Von mir eine 5-Punkte-Bewertung mit einer absoluten Leseempfehlung!
Leerstellen der Geschichte
Lukas Rietzschel hat mit Raumfahrer einen wundervollen und melancholischen Roman über den häufig unterschätzten Osten Deutschlands geschrieben.Zunächst zum Äußeren: Das Cover, und vor allem dessen Typografische Gestaltung, wirkt sehr hochwertig und ansprechend. Auch die Farbgestaltung ist stimmig.Der Autor hat einen sehr angenehmen und minimalistischen Schreibstil, was hier auch inhaltlich sehr gut passt. Der Roman lässt vieles ungesagt und setzt Leerstellen bewusst als rhetorisches Mittel ein. Dies kann manchmal etwas anstrengend wirken, wurde hier jedoch sehr kunstvoll umgesetzt, sodass es eher eine Sogwirkung entfaltet.Vor den Nachwirkungen der DDR, das macht die Erzählung sehr deutlich, ist eben keiner sicher. Rietzschels Figuren müssen großteilig feststellen, dass sie ihre eigene Vergangenheit nicht so gut kennen, wie gedacht. Dennoch geht der Autor sehr liebevoll mit seinen Figuren um, arbeitet viel über Andeutungen und lässt die unangenehme Wahrheit für lange Zeit in der Schwebe.Ein insgesamt ganz toll geschriebenes Buch, das einem die DDR und ihre Bewohner noch einmal auf ganz andere Art und Weise näher bringt.
Pressestimmen
Rietzschel ist derzeit eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.
Kevin Hanschke, 27.05.2022
Dieser Roman über die Lausitz verzahnt Nachwende- und Nachkriegszeit. Formstark.
Marc Reichwein, 17.10.2021
Lukas Rietzschel stellt die bisherigen Klischees auf den Kopf, dass man meinen könnte, die deutsche ...Geschichte sei bisher noch gar nicht geschrieben worden. mehr weniger
Torsten Unger, 19.09.2021
Kaum ein Autor schreibt derzeit empathischer über Männlichkeit.
Miriam Zeh, 02.08.2021
Lukas Rietzschel gilt nicht nur als wichtige Stimme einer ganz jungen Generation von Schriftstelleri...nnen und Schriftstellern, sondern auch als Experte für Ostdeutschland. mehr weniger
Matthias Schürmann, 26.07.2021
Der Roman ›Raumfahrer‹ ist feine, große Literatur.
25.07.2021
Lukas Rietzschel schreibt szenisch kondensiert, ihm genügen wenige Sätze, um Stimmungen und Figuren ...zu zeichnen, manche Kapitel sind kaum mehr als Vignetten. mehr weniger
Marc Reichwein, 24.07.2021
Rietzschel gelingt eine komplexe Familiengeschichte vor dem Hintergrund der deutschen Teilung, es is...t eine vielschichtige Story. mehr weniger
Matthias Schmidt, 23.07.2021
Dieser vielleicht finstere, aber auf jeden Fall frische Blick auf Vergangenheit und Gegenwart macht ...diesen Roman lesenswert. mehr weniger
Matthias Schümann
Die Erzählkunst liegt darin, dass hier so vieles in der Schwebe bleibt, auch stilistisch: Das Buch i...st jedenfalls teilweise Künstlernovelle, Stasidrama und insgesamt ein Nachwenderoman, der individuelle Figuren entwirft, die für exemplarische Erfahrungen stehen. mehr weniger
Thomas Groß
Rietzschel ist eine wichtige literarische Stimme Ostdeutschlands. Von ihm ist noch Großes zu erwarte...n. mehr weniger
Gerhild Wissmann, 27.06.2022
Als Meister der Ekphrase beschreibt Rietzschel nicht nur die einfachen Haushalte, wo man mit Scheuer...milch putzt, eingeschweißte Wurst isst und Dosenbier trinkt, so plastisch, dass man glaubt, mittendrin zu sein, sondern auch die Gemälde, die man danach betrachtet, wie alte Bekannte. mehr weniger
Rebecca Maria Salentin, 01.04.2022
Ein sehr lakonischer und nachdenklich stimmender Roman.
Gerárd Otremba, 29.12.2021
Mit seinem zweiten Roman etabliert sich Lukas Rietzschel eindrucksvoll als ostdeutsche Stimme der nä...chsten Generation. mehr weniger
Welf Grombacher, 23.12.2021
Der junge Autor Lukas Rietzschel horcht an den Gemütszuständen der Wende-Verlierer, beschreibt Atmos...phären nüchtern und genau. mehr weniger
18.12.2021
Die Erzählkunst zeigt sich darin, dass hier so vieles in der Schwebe bleibt, auch stilistisch und fo...rmal. mehr weniger
Thomas Groß, 15.12.2021
Es ist ein Glück, dass es mit Lukas Rietzschel einen begnadeten Autor gibt, der diese Fragen stellt.
01.12.2021
Lukas Rietzschel taucht in seinem zweiten Roman ›Raumfahrer‹ erneut in spannende ostdeutsche Lebensw...elten. mehr weniger
Oliver Pfohlmann, 18.10.2021
Mit seinen Widersprüchen und seiner Orientierungslosigkeit erinnert dieser Vater seinen Sohn an die ...Figuren in den Gemälden Georg Baselitz', auf dem Kopf stehend, haltlos im Nichts treibend. mehr weniger
Oliver Pfohlmann, 16.10.2021
Mit dem Roman ›Raumfahrer‹ schlüsselt Rietzschel ein ostdeutsches Lebensgefühl auf.
25.09.2021
Mit dem Roman ›Raumfahrer‹ schlüsselt Rietzschel ein ostdeutsches Lebensgefühl auf.
Achim Lettmann, 25.09.2021
Ein ehrliches, wichtiges Buch über das Land, in dem wir leben.
18.09.2021
Lukas Rietzschel (27) gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen aus dem Osten Deutschlands.... mehr weniger
Roland Mischke, 04.09.2021
Ein Roman, der sicherlich hohe Wellen schlagen wird.
01.09.2021
In »Raumfahrer« wird völlig ohne Kommissare oder irreale Elemente und allein durch die Dramaturgie e...ine Spannung aufgebaut, die so manchen Thriller hinter sich lässt [...]. mehr weniger
Christa Nebenführ, 26.08.2021
Das starke Werk eines talentierten Autors, von dem noch einiges zu erwarten ist.
Oliver Pfohlmann, 24.08.2021
Wie Lukas Rietzschel erzählerisch das Fernglas auf die Nahvergangenheit richtet, ist ein vitales Stü...ck Literatur. mehr weniger
Christian Eger, 23.08.2021
Lukas Rietzschel hat mit seinem zweiten Roman abermals eine gelungene Talentprobe vorgelegt, einen e...rzählerischen Versuch zwischen Vergangenem und Neuem, Kunst und Politik, Leben und Erinnern. mehr weniger
Michael Braun, 18.08.2021
In kurzen hingetupften Sätzen, prägnant, voller Spannung, mit Rhythmus und starken Bildern verknüpft... Lukas Rietzschel das Schicksal der Generationen dieses Landes. mehr weniger
Johannes Nichelmann, 18.08.2021
›Raumfahrer‹ ist sowohl komplexes Familiendrama als auch authentische Milieustudie des erst unglückl...ich geteilten, dann unglücklich wiedervereinigten deutschen Ostens. Groß erzählt - Lesetipp! mehr weniger
13.08.2021
Rietzschel trifft einen Ton, der berührt.
Birgit Zimmermann, 11.08.2021
Aus dieser Perspektive hat man auf den Prozess einer ostdeutschen Identitätsbildung noch nicht gebli...ckt. mehr weniger
Stefan Kister, 07.08.2021
Lukas Rietzschel] vermeidet den Eindruck, es gebe eine gültige Erzählung oder Erinnerung über das Le...ben in und nach der DDR. Gerade dieses Ringen um Gerechtigkeit im Blick auf die Geschichte überzeugt. mehr weniger
Martina Läubli, 07.08.2021
Es gehört zu Rietzschels sparsamer Erzählweise, vieles nur anzudeuten und die Einzelheiten hart nebe...neinander stehen zu lassen. Er schreibt in kurzen, stakkatohaft hingetupften Sätzen. Das macht den Reiz dieses spröden Romans aus. mehr weniger
Jörg Magenau, 06.08.2021
Das große literarische Potenzial und die eigene Stimme des jungen Autoren, der in Görlitz lebt, sind... nicht zu überlesen. mehr weniger
Sarah Brasack, 06.08.2021
Lukas Rietzschel ist einer der talentiertesten Schreiber seiner Generation. Raumfahrer ist ein brill...antes Buch, in dem er das macht, was er am allerbesten kann: Er erzählt ostdeutsche Familiengeschichte, Scheibe für Scheibe, fein seziert, wie beim Häuten mehr weniger
Markus Lanz, 05.08.2021
Vor allem aber brennen sich die Worte ein, die er findet, um die Gemälde von Georg Baselitz zu besch...reiben: Sie machen ein Verlorengehen in der Geschichte fühlbar. mehr weniger
Buch der Woche, 27.07.2021
Mit seinem Roman ›Raumfahrer‹ landet Lukas Rietzschel jetzt den zweiten großen Streich.
Welf Grombacher, 24.07.2021