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Gebäude lassen sich abtragen und neu aufbauen, Erinnerungen nicht

Raumfahrer

Jan und seine Eltern sprechen nicht viel über das Heute und erst recht nicht über das Gestern. Erst als Herr Kern auftaucht, kommt das fragile Gleichgewicht der Familie ins Wanken: Welche Beziehung führte Jans Mutter mit dem Vater von Herrn Kern? Und was haben die Kerns mit der Kunst von Georg Baselitz zu tun? Immer weiter arbeitet sich Jan durch das Schweigen mehrerer Generationen, taucht ein in die Geschichte der Baselitz-Brüder, die Geschichte seiner Eltern und begreift, dass die Gegenwart nicht nur aus der eigenen Vergangenheit besteht. 
Behutsam und voller Empathie zeichnet Lukas Rietzschel ein eindrückliches Bild von Menschen, die durch große gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt sind -- und von Verletzungen, die sich durch Generationen hindurchziehen und scheinbar nie verheilen.

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43938-1
Erscheinungsdatum: 23.07.2021
1. Auflage
288 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Lukas Rietzschel

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen. Schon sein Debütroman ›Mit der Faust in die Welt schlagen‹ (2018) war ein Bestseller, der für das Kino verfilmt wurde. 2021 erschien der zweite Roman ›Raumfahrer‹. Lukas Rietzschels Romane und Theaterstücke wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sächsischen Literaturpreis, dem Literaturpreis Text & Sprache und dem Rheingauer Literaturpreis 2026. Sein Roman ›Sanditz‹ ist ein Bestseller, nominiert für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2026.

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81 von 81 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.4 von 5 Sternen


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5 - 10 von 81 Leserstimme

solveig am 11.07.2021 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Raum und Zeit

Was verbindet Jan, einen jungen Krankenpfleger aus der kleinen Stadt Kamenz in der Lausitz, mit einem seiner Patienten, der seine Kindheit und Jugend noch in der DDR verbrachte? Der „Alte" nötigt dem jungen Mann, der bereits im wiedervereinten Deutschland geboren wurde, einen Karton mit Schriftstücken auf, die dieser eher widerwillig in Empfang nimmt. Widerstrebend widmet sich Jan den Unterlagen und entdeckt nach und nach, welcher Art die Beziehung zwischen ihren Familien ist.Rietzschel spannt in seinem Roman einen weiten Bogen von der Nachkriegszeit über das geteilte Deutschland bis in die Gegenwart hinein. In schlichten Sätzen, die alltäglich scheinen, und mit nur spärlichen Beschreibungen, Andeutungen, oft nur zwischen den Zeilen, gelingt es ihm dennoch hervorragend, die Auswirkungen von Politik und Geschichte auf einzelne Bürger und ihr Leben zu verdeutlichen. Vergangenheit und Gegenwart durchmischen sich; wie bei einer Spurensuche werden alte und neue geschichtliche Vorgänge wechselweise erzählt, um schließlich zu einem vollständigen Bild verbunden zu werden. Ebenso skizzenhaft aber effektiv beschwört der Autor die triste Atmosphäre einer Kleinstadt in der Lausitz, in der junge Menschen wie Jan keine Zukunft mehr sehen. Der Roman weckt viele Emotionen im Leser - und lässt ihn mit einem leichten Unbehagen zurück, das zum Weiterdenken anregt.

eckenmann am 11.07.2021 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Verfall, Verlassenheit und Verlust

Beim Blick aufs Cover sehe ich die Umrisse einer Stadt, sie ist weit entfernt vom Betrachter, davor sieht man ausgedehnte leere ausgedörrte Felder. Der Horizont erstrahlt hellgelb. Am anderen Ende Deutschlands - in Ostsachsen um Kamenz und Bautzen herum.Verlassenheit und Leere finde ich nicht nur hier sondern vor allem auch in den Geschichten von Krankenpfleger Jans Familie und denen der Brüder Kern. Der Autor verknüpft die Nachkriegsgeschichte der Kerns mit Episoden aus der DDR-Zeit und Entwicklungen der Nachwendezeit bis hin zur unmittelbaren Gegenwart. "Raumfahrer" fasst für mich die Menschen, die ein wenig wie im Trance in den Zeitläufen schweben und keinen rechten Halt im Hier und Jetzt finden, sich treiben lassen.Für den Haupthelden Jan sind es vor allem "Mutter, Vater.Für Jan waren sie Raumfahrer. Schwebten in einer Zwischenwelt, ihrem Ausgangspunkt entrissen." (S. 196), "..Nachkriegszeit. Nachwendezeit. Und all die Raumfahrer darin gefangen, kein Vor und kein Zurück." (S. 270) und "Sterne und Mond verdeckt. Ergehörte dazu. Er war ein Raumfahrer wie sie." (S.282)Mit dieser Äußerung sieht sich Jan - gerade auch als Nachgeborener - als Teil dieses Geschichten-Puzzles, das er nach und nach aufdröselt.In 57 (römischen) Kapiteln zeigt Lukas Rietzschel eindringlich und mit eher mit wenig Worten, wie verloren, verlassen und verraten sich Menschen fühlen können, die so sehr auch von einer Ohnmacht gegenüber den Verhältnissen, die übermachtig erscheinen, durchdrungen sind. Dies beschreibt er vor allem an den Eltern von Jan und dem Bruder Günther Kern. Die Momente der frühen Brüderlichkeit mit Georg (Baselitz) erscheinen da in weiter Ferne und können nicht mehr eingeholt werden.Versuche Georgs, Kontakt zu seinem berühmten in den Westen geflohenen Bruder wiederaufzunehmen, werden raffiniert und konspirativ unterbunden.Nach und nach entblättert sich vor mir, wie die Geschehnisse um Jans Eltern und den Brüdern Kern miteinander verknüpft und ineinander verflochten sind. Ein wenig ragt Günthers tragisch verunfallter Sohn Thorsten ("der Alte" vom Krankenhaus) in seiner rebellischen Art heraus, aber auch er ist letztlich in den Verhältnissen gefangen.Der Autor webt in eindringlicher Sprache auch die tragischen Schicksale der alkoholkranken Mutter Jans und Thorstens Vater in das Mosaik seines Romans ein.Zum Ende hin wird der Verrat der Menschen um Georg Kern herum deutlich, geschickt wird vieles im Nebel gehalten und lange Zeit nur angedeutet.Ich finde in "Raumfahrer" eine eindrucksvolle Innenansicht und einen mehr als nur melancholischen zuweilen traurigen Blick auf gar nicht blühende Landschaften und Städte der ehemaligen DDR - vor allem aber auf Schicksale der Menschen.Dabei erscheinen mir die Männer (Jan, Georg, Günther, Thorsten) markanter gezeichnet als die restlichen Figuren, vor allem die Frauen.Die fiktive Künstlergestalt Baselitz ist mir jetzt nicht so konkret bildhaft geworden - aber in der Dimension des für ihn schlüssigen Abbruchs der Kontakte zur Familie und seiner künstlerischen Konsequenz im Schlusssatz des Romans nachvollziehbar: "Was er nicht noch einmal malte: die Dorfschule, die Vögel des Deutschbaselitzer Großteiches, seinen Bruder" (S.287).Gerade diese letzten beiden Worte hallen noch lange in mir nach.

lillywunder am 10.07.2021 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Atmosphärische, ostdeutsche Zeitgeschichte

Nach dem Erfolg seines Debütromans ist auch Lukas Rietzschels zweiter Roman "Raumfahrer" wieder ein Stück ostdeutsche Zeitgeschichte. Über zwei Generationen hinweg erhalten wir Einblick in ostdeutsche Leben zur Zeit der DDR und heute.Jan, der 1989 im Jahr der Wende geboren wurde, hat die DDR selbst nicht mehr kennengelernt. Er wohnt nun als junger Mann zusammen mit seinem Vater in der sächsischen Provinz, aus der sich zuerst die Bewohner und dann auch die Gewerbegebiete zurückgezogen haben und arbeitet in einem Krankenhaus, das aufgrund von mangelnden Patienten kurz vor der Schließung steht. In diese melancholisch-triste Stimmung ist die Familiengeschichte von Jan eingebettet, über die er zunächst selbst wenig weiß, die aber plötzlich aktuell wird als er von einem älteren Mann einen Karton mit Fotos und Aufzeichnungen erhält. Langsam wird deutlich, dass Jans Familie mit der des Künstlers Georg Baselitz und seinem Bruder Günther schicksalshaft verbunden ist. Erzählt wird in erster Linie aus der Perspektive von Jan, je weiter das Buch fortschreitet, desto häufiger springt die Erzählung jedoch in die Vergangenheit: mal in die Nachkriegszeit, zum Mauerbau, zur Nachwendezeit, zurück in die Gegenwart. Man könnte das vielschichtig und komplex nennen, für mich waren diese Sprünge allerdings eher fragmentarisch, im Aufbau hätte ich mir mehr Struktur gewünscht. So erfordert das Lesen einiges an Konzentration, eigenes Schließen der Leerstellen und Zusammenfügen der Fäden. Die Trennung durch die Mauer, die Stasi-Bespitzelung, der Wegzug in den Westen und die Verlassenheit der Zurückgebliebenen - all das bekommt einen Stellenwert im Roman. An diesen ostdeutschen Themen hangelt sich die Geschichte entlang und vermittelt auf diese Weise weniger offensichtliche Zusammenhänge als viel mehr ein Einfühlen in diesen verlassenen Landstrich und seine "Raumfahrer", die sich irgendwo in Raum und Zeit verloren haben. Zwischen Sehnsucht und Resignation, zwischen Lachen und Weinen über die Absurdität ihrer Lebensumstände und dessen, was die Politik oder die Medien daraus oft machen. Und hier liegt die besondere Stärke des Roman, denn diese ganz besondere Atmosphäre durchdringt den Text, ist fast greifbar und bleibt auch nach dem Lesen noch lange hängen.

wilde hummel 1 am 09.07.2021 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

im Vakuum

Lukas Rietzschel hat nach seinem Roman `Mit der Faust in die Welt schlagen´ erneut einen Buch geschrieben, das sich mit der aufgelösten DDR beschäftigt. Dabei hat er die Geschichte einer Familie gewählt, die ebenso zerbrochen ist und der Hauptprotagonist Jan, der kurz vor der Wende geboren ist, schwebt irgendwie losgelöst durch den Verfall. Um ihn herum bröckeln die Reste der DDR, verfallen die Häuser, wächst das Gras aus der Ödnis, werden Schwimmbäder und Läden geschlossen, herrscht Arbeitslosigkeit und Tristesse. Es zerfällt ein System und es hinterlässt Spuren im Leerstand und in den Menschen. Lukas Rietzschel gelingt es in seinen genauen Beobachtungen und Beschreibungen, dieses Gefühl im Nirgendwo zu sein, ohne Orientierung und perspektivlos. Jan haust im Zwischenland. Ein wenig Aufregung und Spannung wird Jan von einem alten Mann nachgetragen, indem ihm eine Verbindung zu den Brüdern Baselitz/Kern zugespielt wird. Und so spielt der Maler Georg Baselitz eine etwas undurchsichtige Rolle in diesem Buch. Aber so wie Baselitz seine Figuren kopfüber gemalt hat, hängt auch Jan mehr mit dem Kopf nach unten im luftleeren Raum. Ein unbedingt lesenswerter Roman über das Nachbeben eines gestorbenen Staates.

skadi_v am 08.07.2021 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Emotional mitreißend

Jan wohnt zusammen mit seinem Vater in der sächsischen Provinz, dort wo es fast nichts gibt außer Trostlosigkeit. Immerhin noch ein Krankenhaus, in dem Jan arbeitet, doch auch das soll bald geschlossen werden. Patient dort ist der im Rollstuhl sitzende Torsten Kern, der Jan eines Tages zu sich einlädt und ihm eine Kiste mit alten Dokumenten und Fotoaufnahmen. Nach und nach entspannt sich die Geschichte um Torsten Kern, dessen Vater und seinen Onkel, den berühmten Maler Georg Baselitz, der eigentlich Kern heißt. „Raumfahrer“ ist eine Geschichte, die tief eintaucht in das Erbe der DDR und die Lage der Menschen in einem vergessenen Landstrich. Nach „Mit der Faust in die Welt schlagen“ ist dies der zweite Roman von Lukas Rietzschel, der selbst aus der sächsischen Oberlausitz stammt. Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, wobei vor allem die von Jan im Mittelpunkt steht und die mit Abstand häufigste ist. Der Stil ist bildhaft und schnörkelhaft, allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, da er teilweise abgehakt wirkt. Nicht alle Gedankengänge werden zu Ende gebracht – ihre Ergänzung und die Interpretation des Ganzen wird den Lesern überlassen. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, eine erfrischende Abwechslung zu vielen anderen Büchern. Statt mit bloßer Handlung trumpft der Roman vor allem mit seiner ganz eigenen Atmosphäre auf. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit so manchem zeitlichen Sprung in Jans Vergangenheit meine Probleme hatte. Aufmerksames Lesen ist hier Pflicht! Die Atmosphäre ist melancholisch. So wie das Krankenhaus nach und nach geschlossen wird, so scheint auch das Dorf in dem Jan lebt, nach und nach zerfallen zu sein. Jede Seite transportiert das Gefühl der Verlorenheit. Jan als Protagonist ist sympathisch, bleibt aber meist passiv – etwas das dieses Gefühl der Verlorenheit nochmal verstärkt. Insgesamt werden Emotionen hier gut transportiert, ohne jemals klar genannt werden. Melancholie, Angst, Verwirrung. Beim Lesen taucht man in Jans Gefühlswelt ein, der mit seiner Umgebung hadert und sich den Bedingungen doch geschlagen gegeben hat – vielleicht, weil er es nicht anders kennt. Geschickt werden weitere Themen außer dem DDR-Erbe und zweier miteinander verwobenen Familiengeschichten eingewoben. Unter anderem die Alkoholprobleme seiner Mutter, die sich mal wie ein Kind über ihre Umgebung freut und dann wieder an sich selbst und ihrem Lebenslauf zerbricht. Hier gibt es eine eindrucksvolle Szenen, die im Gedächtnis bleiben. Aber auch das Leben nach dem Krieg – die beiden Kern Brüder finden in einem Kapitel alte Munition, die sie in die Luft jagen wie ein Feuerwerk. Eine bloße Zusammenfassung dessen wird diesen Szenen zweifellos nicht gerecht. Für mich ist es immer wieder beeindruckend, wie Lukas Rietzschel es schafft, Einzelschicksale exemplarisch für ganze Generationen zu präsentieren. Der Roman stellt nicht nur Fragen nach der Vergangenheit, sondern auch nach der Gegenwart. Und viel wichtiger: wie wird die Zukunft aussehen? Für die Menschen, die vergessen wurden. Die in sterbenden Dörfern leben und nichts anderes kennen als die Tristesse ihrer kleinen Welt. Raumfahrer ist ein weiteres Meisterwerk aus Rietzschels Feder, emotional, mitreißend, wenn auch manchmal nur schwer zu tragen. Ein „Muss“ für alle, die es anspruchsvoller mögen.

bobbi am 08.07.2021 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Im Schwebezustand

Manche Erinnerungen sind so schmerzhaft, dass sie lieber verdrängt oder in einer Kiste verschlossen werden. Lukas Rietzschel zeigt anhand zweier verwobener Familiengeschichten aus der Lausitz, wie solche Traumata von der Nachkriegszeit bis zur Nachwendezeit transgenerational weitergegeben werden, wenn nicht darüber gesprochen wird. Wie auch in „Mit der Faust in die Wand schlagen“ hat er ein feinfühliges und exaktes Gespür für das Seelenleben von Menschen, die ein zerrissenes, verlassenes Leben nach den Umbrüchen der DDR-Wende führen.Auf zwei Erzählebenen verknüpft Rietzschel authentisch die Biografien von Jan, der im Krankenhaus arbeitet und den Zerfall sowie Leerstand seiner ländlichen Gegend präzise beobachtet, mit der Familie Kern. Während das Krankenhaus geschlossen werden soll und schon von Wildtieren in Besitz genommen wird, lässt ein Patient nicht locker und drückt ihm eine Kiste voller alter Dokumente in die Hand. „Der Alte“ behauptet, dass es eine Verbindung von Jans Familie zu den Kerns aus Kamenz gäbe – von dieser stammt auch der berühmte Künstler Georg Baselitz, der in den Westen ausgewandert ist. Zuhause beim Vater stößt Jan auf Schweigen und Abwehr – nur zögerlich widmet er sich dem Inhalt der Kiste und findet eine Menge über die Zusammenhänge heraus und welche Vergangenheit seine verstorbene, alkoholkranke Mutter hatte. Alte Wunden werden subtil aufgebrochen, fügen sich zu einem zusammenhängenden Leporello zweier Familien zusammen.Die Zeitebenen und Handlungsstränge im fiktiven Roman sind chronologisch gewürfelt, doch nach und nach entfaltet sich ein facettenreiches Bild über Erinnerungen, Geheimnisse und Verrat – Lukas Rietzschel schreibt klar, einfühlsam und bringt die Stimmungen und Ereignisse immer exakt auf den Punkt. Skizzenhaft wird aus dem Leben von Günter und seinem Bruder Baselitz erzählt – was es heißt, wenn Familien auseinander gehen und bespitzelt werden, aber auch Baselitz’ Bilder beschreibt Rietzschel bildgewaltig und ergreifend. Wie die Nachkriegszeit Leben für immer verändert und traumatisiert hat, fließen in Baselitz’ Gemälden szenisch ein und auch ein verschwundenes Werk spielt eine Rolle. Doch auch die DDR-Zeit hat viele gezeichnet und belastet, über vieles wurde jahrzehntelang geschwiegen. Auch Jans Eltern erscheinen dem jungen Mann wie Raumfahrer, nicht im Davor und nicht im Danach – im Schwebezustand ohne Andock-Stellen. So wie viele Menschen nach der Wende, die sich im Schatten der früheren Plattenbauten nicht mehr dazugehörig fühlen. Ein eindringliches, ruhiges und bewegendes Aufarbeitungswerk über gespaltene Menschen sowie Biografien zwischen den Welten.

nil am 07.07.2021 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aus was wird meine Gegenwart zusammengebaut?

Lukas Rietzschel hat mich bereits mit seinem sehr gelungenen Debüt 2018 „Mit der Faust in die Welt schlagen“ überzeugen können und somit haben ich mich sehr auf seine neuste Schreibübung gefreut. Wieder taucht er in Familie ab und was sie zu dem macht was sie ist, individuell und als kollektive Ansammlung einer gemeinsamen Vergangenheit. ‚Raumfahrer‘ ist dieser zweite Roman den Lukas Rietzschel uns glücklicherweise zum Lesen überlässt und nimmt sich dem Thema der Wende an und was sie mit den Einzelnen gemacht hat und wie es uns alle geprägte. Gespickt mit ein wenig Kunstszene und Kultur um den sächsischen Künstlers Georg Baselitz.Lukas Rietzschel hat einen durchdringlich guten Schreibstil, der komplexeste Wahrheiten zu kondensieren weiß. Wir schauen durch die Augen des jungen Jans auf sein Leben an einem Stadtrand, der bald keiner mehr sein wird, denn die Ortschaft beginnt sich aufzulösen. Die DDR baut sich ab und die BRD installiert sich. In dieser Gemengelage lernt Jan einen Herrn Kern bei der Arbeit im Krankenhaus kennen und sie kommen ins Gespräch über das was war und wie die Fallstricke zusammengehören. Nonchalant erzählt über mehrere Zeitebenen hinweg.Fazit: Mich hat der Roman überzeugt, lässt er doch eine Innenansicht zu über ein noch nicht ganz verdautes innerdeutsches Thema, der Wende. Sehr gelungen und lesenswert!

lesemuggel am 07.07.2021 07:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Einblick in die DDR Geschichte

Das Buch " Raumfahrer" vom jungen Autor Lukas Rietzschel ( geb. 1994) ist ein 286 Seiten langer, historischer Roman, der in viele gut lesbaren Kapitel unterteilt ist. InhaltIn seinem Roman erzählt Rietzschel - aus der Sicht von Jan - wie dieser es erlebt, dass seine Heimat immer mehr zu einer Geisterstadt wird, da sämtliche Einrichtungen - Krankenhaus, Schwimmbad etc geschlossen werden.Bei seiner Arbeit im noch geöffneten Krankenhaus lernt er den " Alten" Hr. Kern kennen. Durch ihn bekommt er immer tiefere Einblicke in die DDR Vergangenheit Kern´s und auch seiner eigenen Familie und wie diese beiden Familien miteinander verbindet .....Hierzu verknüpft Rietzschel im Laufe des Romans relativ querbeet die verschiedensten Zeitstränge von 1965 ( Briefe) bis zur Zeit weit nach Mauerfall und Wende. Auch in der Erzählperspektive wechselt er teils von Kapitel zu Kapitel ohne Überschrift oder "Vorwarnung " ab. Die Sprache im Buch ist flüssig und angenehm und man kann sich sowohl die Landschaft etc. und auch die Protagonisten des Buches sehr gut vorstellen und sich in die jeweiligen Situationen gut hineinversetzen.Meine MeinungIch denke das Buch gibt einen interessanten Einblick in die DDR Zeit und auch in die DDR Mentalität, Lebensart und deren Sorgen und Probleme damals.Sehr interessant finde ich, das der sehr junge Autor - er hat diese Zeit ja nicht miterlebt da er damals noch gar nicht geboren war, es schafft den Leser so gut in diese Zeit mit zu nehmen.Auch sehr spannend finde ich, das er im Roman auch das Leben des real existierenden sächsischen Künstlers Georg Baselitz immer wieder aufgreift und die Geschichten quasi miteinander verwebt.Dies ist ihm großartig gelungen wie ich finde.FazitSchöner Roman, der Einblicke gibt in die DDR Vergangenheit. Sprachlich sehr schön geschrieben. Vom Aufbau her teils verwirrende Sprünge. Ein Roman auf den man sich konzentrieren muss um ihn zu verstehen. Es dauert ein wenig sich in die Geschichte und die Hintergründe sowie den Erzählstil einzufinden. Hat man es geschafft ist es ein wunderbares Buch ! Lesenswert !

didier2134 am 06.07.2021 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Einfache Lösungen gibt es nicht

Lukas Rietschel gelingt es mit seinem zweiten Buch anhand einer beispielhaften Familiengeschichte einige Probleme der Wiedervereinigung auf den Punkt zu bringen. Durch die Verschachtelung zweier unterschiedlicher Zeitebenen entsteht eine spannende Handlung und erfolgt die endgültige Aufklärung der Zusammenhänge erst ganz zum Schluss. Dabei ist wohl die Quintessenz „einfache Lösungen gibt es nicht“; jeder bleibt bis zuletzt Opfer seines individuellen Einzelschicksals und muss das Beste daraus machen. So komplex das klingt, so einfach und elegant ist der Roman geschrieben. Zusätzlich erfährt man noch Details aus der Kunstszene und den Umtrieben der Staatssicherheit, wenn in einer Familie Angehörige in den Westen abgetaucht waren. Ich hätte mir ein wenig mehr Hoffnung auf die Zukunft und Lebensmut für den Protagonisten gewünscht, es ist trotzdem ein großartiger Roman geworden.

corbinian am 06.07.2021 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Vergangenheit und Gegenwart vieler Bürger des Ostens

Die Wiedervereinigung ist nun bereits mehr als 30 Jahre her und dennoch sind sowohl im Westen als auch im Osten nicht alle Wunden verheilt und eine tatsächliche Vereinigung hat zwar räumlich, aber immer noch nicht in den Köpfen der Menschen stattgefunden. Doch wie soll ein Land auch so einfach zusammenwachsen, wenn die Grundlagen, die Geschichte und vor allen Dingen der Ablauf der Wiedervereinigung die Menschen eher entzweit haben.Einen Blick darauf, mit dem Fokus auf die Bewohner des Ostens, und auf das Geheimnis der Familie des Protagonisten Jan wirft Lukas Rietzschel in seinem Roman Raumfahrer. Lukas Rietzschel, selbst Sachse, hat mit seinem Debütroman, Mit der Faust der Welt, bereits überzeugen können und Preise und ein Stipendium gewinnen können. Das spricht für den Autoren und den Roman.Trist beginnt der Roman mit Jan, Pfleger in einem Krankenhaus, welches kurz vor der Schließung steht. Wieder einmal eine Nachtschicht ohne Aufgaben, immerhin kann er die Schicht mit Karoline, einer Ärztin, verbringen. Dabei reden Sie auch über einen Stammkunden, der regelmäßig zur Physiotherapie kommt, Herrn Günter Kern, der Jan ein Foto gezeigt hat, welches zumindest ausgereicht hat, Jan neugierig zu machen und dessen Einladung annehmen lies. Mit diesem Foto und der Einladung beginnt die Reise durch eine entfernte Vergangenheit, eine nicht ganz so ferne Vergangenheit und die Gegenwart zweier Familien, Jans Familie und die Familie von Herrn Kern, die durch Nationalsozialismus, Sozialismus und Wiedervereinigung geprägt wurden. Dabei dreht sich auch einiges um den bekannten Künstler Georg Baselitz, dessen eigentlicher Name Hans-Georg Kern ist. Fast alle Fragen werden beantwortet und einige werden bewusst unbeantwortet gelassen. Es gilt, der Weg, also das Lesen des Buches, ist das Ziel.Das Buch spiegelt den jeweiligen Zeitgeist gekonnt wieder und es gelingt ein klares Bild der Vergangenheiten und der Gegenwart zu zeichnen, welches nicht nur erklärt, wie es zu bestimmten Dingen kommen konnte, sondern eben auch, wo sich die einzelnen Auslöser befinden. Das macht dieses Buch nicht nur zu einem Buch über Jan und seine Familie und die Familie Kern, sondern auch zu einem Buch vieler anderer Bewohner des Ostens, denn hier wird auch deren Geschichte erzählt. Mir gefällt insbesondere die gekonnt erwirkte Hektik durch kürzere Kapitel zum Ende hin, mit mehreren Wechseln der Zeitebene und der Protagonisten im Vergleich zu den längeren Kapiteln am Anfang des Buches. Die Psyche der Protagonisten wird damit sehr deutlich gemacht. Egal ob gewollt oder nicht, mich hat das vollends vom Buch überzeugt. Schreibstil, Spannungskurve und auch die sonstigen handwerkliche Aspekte konnten auch überzeugen.Fazit: Raumfahrer ist ein gelungener Roman der gekonnt die Geschichte der DDR und des vereinigten Deutschlands in den Blick nimmt und exemplarisch an zwei Familien erzählt. Tolle Protagonisten, ein ehrliches Bild von Vergangenheit und Gegenwart und daneben ein wirklich guter Autor, der alle Elemente eines guten Buches im Repertoire hat und zu nutzen weiß. Dieses Buch ist nicht nur für ostdeutsche Leser etwas, erklärt es doch auch den Westdeutschen etwas über das Vergangene und das Aktuelle.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Rietzschel ist derzeit eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.

Kevin Hanschke, 27.05.2022

Welt am Sonntag
Dieser Roman über die Lausitz verzahnt Nachwende- und Nachkriegszeit. Formstark.

Marc Reichwein, 17.10.2021

MDR
Lukas Rietzschel stellt die bisherigen Klischees auf den Kopf, dass man meinen könnte, die deutsche ...Geschichte sei bisher noch gar nicht geschrieben worden. mehr weniger

Torsten Unger, 19.09.2021

Deutschlandfunk
Kaum ein Autor schreibt derzeit empathischer über Männlichkeit.

Miriam Zeh, 02.08.2021

Deutschlandradio Kultur
Lukas Rietzschel gilt nicht nur als wichtige Stimme einer ganz jungen Generation von Schriftstelleri...nnen und Schriftstellern, sondern auch als Experte für Ostdeutschland. mehr weniger

Matthias Schürmann, 26.07.2021

Welt am Sonntag
Der Roman ›Raumfahrer‹ ist feine, große Literatur.

25.07.2021

Die Welt
Lukas Rietzschel schreibt szenisch kondensiert, ihm genügen wenige Sätze, um Stimmungen und Figuren ...zu zeichnen, manche Kapitel sind kaum mehr als Vignetten. mehr weniger

Marc Reichwein, 24.07.2021

MDR Kultur
Rietzschel gelingt eine komplexe Familiengeschichte vor dem Hintergrund der deutschen Teilung, es is...t eine vielschichtige Story. mehr weniger

Matthias Schmidt, 23.07.2021

Lesart
Dieser vielleicht finstere, aber auf jeden Fall frische Blick auf Vergangenheit und Gegenwart macht ...die­sen Roman lesenswert. mehr weniger

Matthias Schümann

ZeitZeichen
Die Erzählkunst liegt darin, dass hier so vieles in der Schwebe bleibt, auch stilistisch: Das Buch i...st jedenfalls teilweise Künstlernovelle, Stasidrama und insgesamt ein Nachwenderoman, der individuelle Figuren entwirft, die für exemplarische Erfahrungen stehen. mehr weniger

Thomas Groß

Die Rheinpfalz
Rietzschel ist eine wichtige literarische Stimme Ostdeutschlands. Von ihm ist noch Großes zu erwarte...n. mehr weniger

Gerhild Wissmann, 27.06.2022

Kreuzer
Als Meister der Ekphrase beschreibt Rietzschel nicht nur die einfachen Haushalte, wo man mit Scheuer...milch putzt, eingeschweißte Wurst isst und Dosenbier trinkt, so plastisch, dass man glaubt, mittendrin zu sein, sondern auch die Gemälde, die man danach betrachtet, wie alte Bekannte. mehr weniger

Rebecca Maria Salentin, 01.04.2022

soundsandbooks.com
Ein sehr lakonischer und nachdenklich stimmender Roman.

Gerárd Otremba, 29.12.2021

tip (Berlin)
Mit seinem zweiten Roman etabliert sich Lukas Rietzschel eindrucksvoll als ostdeutsche Stimme der nä...chsten Generation. mehr weniger

Welf Grombacher, 23.12.2021

Kölnische Rundschau
Der junge Autor Lukas Rietzschel horcht an den Gemütszuständen der Wende-Verlierer, beschreibt Atmos...phären nüchtern und genau. mehr weniger

18.12.2021

Mannheimer Morgen
Die Erzählkunst zeigt sich darin, dass hier so vieles in der Schwebe bleibt, auch stilistisch und fo...rmal. mehr weniger

Thomas Groß, 15.12.2021

vorwärts
Es ist ein Glück, dass es mit Lukas Rietzschel einen begnadeten Autor gibt, der diese Fragen stellt.

01.12.2021

Abendzeitung
Lukas Rietzschel taucht in seinem zweiten Roman ›Raumfahrer‹ erneut in spannende ostdeutsche Lebensw...elten. mehr weniger

Oliver Pfohlmann, 18.10.2021

Landshuter Zeitung
Mit seinen Widersprüchen und seiner Orientierungslosigkeit erinnert dieser Vater seinen Sohn an die ...Figuren in den Gemälden Georg Baselitz', auf dem Kopf stehend, haltlos im Nichts treibend. mehr weniger

Oliver Pfohlmann, 16.10.2021

Westfälischer Anzeiger
Mit dem Roman ›Raumfahrer‹ schlüsselt Rietzschel ein ostdeutsches Lebensgefühl auf.

25.09.2021

Kreiszeitung
Mit dem Roman ›Raumfahrer‹ schlüsselt Rietzschel ein ostdeutsches Lebensgefühl auf.

Achim Lettmann, 25.09.2021

Märker
Ein ehrliches, wichtiges Buch über das Land, in dem wir leben.

18.09.2021

General-Anzeiger
Lukas Rietzschel (27) gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen aus dem Osten Deutschlands.... mehr weniger

Roland Mischke, 04.09.2021

ensuite
Ein Roman, der sicherlich hohe Wellen schlagen wird.

01.09.2021

Buchkultur
In »Raumfahrer« wird völlig ohne Kommissare oder irreale Elemente und allein durch die Dramaturgie e...ine Spannung aufgebaut, die so manchen Thriller hinter sich lässt [...]. mehr weniger

Christa Nebenführ, 26.08.2021

Der Tagesspiegel
Das starke Werk eines talentierten Autors, von dem noch einiges zu erwarten ist.

Oliver Pfohlmann, 24.08.2021

Mitteldeutsche Zeitung
Wie Lukas Rietzschel erzählerisch das Fernglas auf die Nahvergangenheit richtet, ist ein vitales Stü...ck Literatur. mehr weniger

Christian Eger, 23.08.2021

Buchprofile/medienprofile
Lukas Rietzschel hat mit seinem zweiten Roman abermals eine gelungene Talentprobe vorgelegt, einen e...rzählerischen Versuch zwischen Vergangenem und Neuem, Kunst und Politik, Leben und Erinnern. mehr weniger

Michael Braun, 18.08.2021

Deutschlandfunk Kultur
In kurzen hingetupften Sätzen, prägnant, voller Spannung, mit Rhythmus und starken Bildern verknüpft... Lukas Rietzschel das Schicksal der Generationen dieses Landes. mehr weniger

Johannes Nichelmann, 18.08.2021

tam.tam Das Stadtmagazin für Erfurt & Region
›Raumfahrer‹ ist sowohl komplexes Familiendrama als auch authentische Milieustudie des erst unglückl...ich geteilten, dann unglücklich wiedervereinigten deutschen Ostens. Groß erzählt - Lesetipp! mehr weniger

13.08.2021

dpa
Rietzschel trifft einen Ton, der berührt.

Birgit Zimmermann, 11.08.2021

Eßlinger Zeitung
Aus dieser Perspektive hat man auf den Prozess einer ostdeutschen Identitätsbildung noch nicht gebli...ckt. mehr weniger

Stefan Kister, 07.08.2021

Podcast F*luxx
Lukas Rietzschel] vermeidet den Eindruck, es gebe eine gültige Erzählung oder Erinnerung über das Le...ben in und nach der DDR. Gerade dieses Ringen um Gerechtigkeit im Blick auf die Geschichte überzeugt. mehr weniger

Martina Läubli, 07.08.2021

Süddeutsche Zeitung
Es gehört zu Rietzschels sparsamer Erzählweise, vieles nur anzudeuten und die Einzelheiten hart nebe...neinander stehen zu lassen. Er schreibt in kurzen, stakkatohaft hingetupften Sätzen. Das macht den Reiz dieses spröden Romans aus. mehr weniger

Jörg Magenau, 06.08.2021

Kölner Stadt-Anzeiger
Das große literarische Potenzial und die eigene Stimme des jungen Autoren, der in Görlitz lebt, sind... nicht zu überlesen. mehr weniger

Sarah Brasack, 06.08.2021

ZDF
Lukas Rietzschel ist einer der talentiertesten Schreiber seiner Generation. Raumfahrer ist ein brill...antes Buch, in dem er das macht, was er am allerbesten kann: Er erzählt ostdeutsche Familiengeschichte, Scheibe für Scheibe, fein seziert, wie beim Häuten mehr weniger

Markus Lanz, 05.08.2021

kulturnews.de
Vor allem aber brennen sich die Worte ein, die er findet, um die Gemälde von Georg Baselitz zu besch...reiben: Sie machen ein Verlorengehen in der Geschichte fühlbar. mehr weniger

Buch der Woche, 27.07.2021

Märkische Oderzeitung
Mit seinem Roman ›Raumfahrer‹ landet Lukas Rietzschel jetzt den zweiten großen Streich.

Welf Grombacher, 24.07.2021

Münchner Merkur
Ein spannendes, bewegendes Werk über die Folgen der DDR, die sich durch die Lebensgeschichten der Ge...nerationen wie Erbgut ziehen. mehr weniger

24.07.2021

Sächsische Zeitung
Liebe, Krimi, Kunst und die Brüche der jüngeren deutschen Geschichte, all das verbindet der neue Rom...an von Lukas Rietzschel spannend und provokant zugleich. mehr weniger

Karin Grossmann, 22.07.2021

NEWSBEREICH

Aktuelles

Preise & Auszeichnungen

Lukas Rietzschel erhält den Literaturpreis „Text und Sprache“ 2023 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft für seinen Roman „Raumfahrer“

Wir gratulieren unserem Autor!

Auszug aus der Jurybegründung: „Mit Lukas Rietzschel erhält ein noch junger Autor den Literaturpreis Text und Sprache 2023, der insbesondere mit seinem zweiten Roman „Rau...mfahrer“ (2021) außergewöhnliche Genauigkeit in seinem Erzählen mit einer starken thematischen Auseinandersetzung verbindet. (...)"

Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Oktober 2023 im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises in Mannheim statt.

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