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Der Auftakt der spektakulären neuen Spannungstrilogie aus Skandinavien

Refugium

»Einfach großartig, wie John Ajvide Lindqvist mit seinem glitzernden Monstertruck in die Krimilandschaft donnert.« Aftonbladet

Ein explosives Ermittler-Duo. Sie: Expolizistin und Krimiautorin im Karrieretief. Er: ein Hacker mit gequälter Seele. Sie ziehen einander an. Sie stoßen einander ab, aber sie müssen einander vertrauen.

Ursprünglich sollte Kim Ribbing, der die Spuren eines tiefen Traumas in sich trägt, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei Recherchen unterstützen. Doch dann erschüttert ein Verbrechen das sommerliche Leben in den Schären.

Mittsommer. Der längste Tag. Die dunkelste Nacht

Nicht weit von Julias Ferienhaus werden die Gäste eines Mittsommerfests grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, der Tochter der Familie, gelingt es, sich zu retten. Aber das junge Mädchen ist verstummt. Für Julia ist die Zeit gekommen, zu handeln.

Mit Gespür für dichte Atmosphäre und die psychologischen Feinheiten seiner Figuren schreibt John Ajvide Lindqvist einen vielschichtigen Thriller, der unter die Haut geht.

Während Kim sich auf die Spur der Täter setzt und ihnen im World Wide Web und rund um den Globus folgt, nutzt Julia ihre Kontakte zur Kriminalpolizei. Ausgerechnet ihr Exmann Johnny ist mit den Ermittlungen betraut. Wer steht hinter den Auftragskillern? Und was hat Kim Ribbing zu verbergen, der immer wieder im Alleingang arbeitet?

Für alle Fans der Millenium-Reihe und Leser:innen von skandinavischer Spannung.

 

Der Nr. 1 Bestseller aus Schweden

Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22064-4
Erscheinungsdatum: 11.07.2024
1. Auflage
544 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Franziska Hüther, Ricarda Essrich, Thorsten Alms und Hannes Langendörfer
Autor*innenporträt

John Ajvide Lindqvist

JOHN AJVIDE LINDQVIST, geboren 1968, wuchs in einem Stockholmer Vorort auf und verdiente sein Geld zunächst als Zauberer, bevor er sich dem Schreiben widmete. Mit seinem Debütroman ›So finster die Nacht‹ gelang ihm auf Anhieb der internationale Durchbruch. Der Stoff wurde in Hollywood verfilmt. Lindqvists Geschichten und Romane erscheinen in 25 Ländern und wurden vielfach ausgezeichnet.

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Hannes Langendörfer

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Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

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Thorsten Alms

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Übersetzer*innenporträt

Franziska Hüther

Franziska Hüther, geboren 1988, lebt als freie Übersetzerin aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen im Odenwald bei Darmstadt. Sie hat u. a. Werke von Kim Faber & Janni Pedersen und Marianne Kaurin ins Deutsche übertragen.

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155 von 155 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.57 von 5 Sternen


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11 - 10 von 155 Leserstimme

archer am 02.07.2023 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Midsummer is murder

Midsummer in den Schären von Schweden. Der bekannte Unternehmer Helander und vier seiner Gäste werden während eines Dinners überfallen und erschossen. Nur die 14jährige Tochter Astrid überlebt. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt treffen sich auch die Krimiautorin Julia Malmros und ihr zeitweiliger Bettgenosse und Hacker Kim Ribbing in ihrem Haus unweit des Massakers. Sie bekommen mit, dass etwas Furchtbares passiert ist und fahren rüber. Auf diese Weise werden Julia und Kim in eine Ermittlung gezogen, die Kim unter anderem nach Shanghai und Kuba führen wird und die beide das Leben kosten kann ...Ich kannte den Autor bisher nicht, gebe aber zu, dass mich sein Schreibstil, seine Ideen und sein unterschwellig aufblitzender Humor sofort in die Geschichte ziehen konnten. Sie ist stark angelehnt an die Milleniumsreihe - wer mehr darüber erfahren will, dem empfehle ich das YT-Video des Autors. Wir haben hier ein sehr cooles Personal: Kim Ribbing hat eine schreckliche Kindheit hinter sich und ist noch nicht mal 30, während Julia bereits Anfang 50 ist, eine Karriere als Kriminalkommissarin beendet hat, um Bücher zu schreiben. Trotz ihrer Unterschiede, nicht nur was das Alter betrifft, sind sie (nicht nur im Bett) ein gutes Team. Auch die Nebencharaktere gefallen mir sehr gut, ganz egal, ob auf der "guten" oder "bösen" Seite. Natürlich gibt es ein paar Handlungen, die man mehr mit Mission Impossible in Verbindung bringt und ein paar nette Zufälle, aber die coole Schreibweise, die rasante Handlung und die Charaktere konnten das Buch sehr gut tragen und ich freue mich auf die Fortsetzungen. 4.5/5 Punkten.

joanstef jean am 02.07.2023 18:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gleich nebenan

Ein gelungener Auftakt!Mit Refugium - präsentiert John Ajvide Lindqvist den Auftakt zu seiner *Stormland - Trilogie*.Der schwedische Schriftsteller ist durch seine Horror-Romane und Kurzgeschichten bekannt geworden. Geboren am 2. Dezember 1968 in Stockholm-Blackeberg wurde er zunächst als Straßenkünstler und Clown bekannt. Deutsche Übersetzung von: Franziska HütherDas Cover zeigt auf dem Cover mutmaßlich, einen Birkenstamm, der sich an einer Stelle abgeschält hat. Wenn man das Buch in der Hand hält, bemerkt man dann erst die 3-Dimensionalität. Ein wirklich gelungenes Cover. Zu der in meinen Augen, sehr wertigen Buchfertigung, gesellt sich ein fest mit dem Buch verbundenes Leseband.Zum InhaltEs passiert auf einer Insel in den Schären. Hier haben viele Schweden ihr Feriendomizil. Einigen von Ihnen gehört sogar eine ganze Insel. Während des Midsommer-Fests geschieht etwas Unfassbares. Eine gesamte Party-Gesellschaft wird ermordet.Die ehemalige Polizistin Julia Malmros möchte für ihr neues Buch genaue Recherchen anstellen. Hierfür kontaktiert sie Kim Ribbing. Nachdem das Verbrechen auf der Nachbarinsel geschehen ist, finden sich beide inmitten einer Mordermittlung, wieder.Mein persönlicher EindruckNachdem ich durch die handwerkliche Arbeit an dem Buch schon beeindruckt war, hatte ich nun noch größere Erwartungen. Das Erste, das ich bemerkte, war die unterschiedliche Gewichtung bei der Vorstellung der beiden Hauptcharaktere. Dieses erhöht wiederum die Spannung, da ich nun unbedingt herausfinden möchte, warum die Charaktere so sind, wie sie sich geben. Die Story wird auf mehreren Ebenen erzählt. Insgesamt gibt es weltweit gestreute Orte, die die Ermittler zu ihren Nachforschungen heranziehen müssen. Die Lösung des Falles hat sich der Schriftsteller bis ganz zum Schluss vorbehalten. Zusammenfassung:Das Buch ist sehr gut übersetzt worden. Die Tatsache, dass ein Schwede es konzipiert und geschrieben hat, wird nur durch die Nennung von bestimmten nordischen Musikgruppen, klar. Spannung und Momentum nehmen mit jeder Seitenzahl zu. Auch werden die Protagonisten konstant weiterentwickelt. Ein wirklich gut gelungener Auftakt, der mit seinen Cliffhangern, schon die Vorfreude auf die kommenden Bücher, erfolgreich schürt.Fazit:Ich vergebe überzeugte ausgezeichnete 5 Lesesterne für den ersten Band der Stromland-Trilogie!Ich empfehle jedem Thriller-Fan, dieses Buch nicht zu verpassen!ISDN: 978-3423283649Seitenzahl:528Formate: Elektr. und gebundenes Exemplar sowie Media-CDVerlag: dtv VerlagsgesellschaftErscheinungsdatum: 4.07.2023

hundeliebhaberin am 02.07.2023 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelungener Trilogieauftakt

Die Schriftstellerin und ehemalige Polizistin Julia Malmros braucht für ihr neues Buch Unterstützung in Form fachlicher Expertise, weshalb sie sich den jungen Hacker Kim Ribbing an ihre Seite holt. Dieser soll sie bei der Buchrecherche unterstützen. Allerdings werden auf dem Nachbarsgrundstück bei einem Mitsommerfest alle Gäste, bis auf die jugendliche Tochter der Familie, Astrid Helander, brutal ermordet. Astrid ist jedoch verstummt und schweigt über die schrecklichen Ereignisse des Festes. Julia kann es nicht lassen und möchte unbedingt in diesem Fall ermitteln. Während sie ihre Polizeikontakte nutzt, soll Kim dem Täter im Netz folgen.Bisher habe ich noch kein Buch von John Ajvide Lindqvist gelesen, da er hauptsächlich im Horror-Genre schreibt. "Refugium" ist stark angelehnt an Stig Larssons Millenium-Reihe, die mir sehr gefallen hat und mir noch immer stark in Erinnerung ist. Daher stand es für mich gar nicht zur Debatte, dass ich "Refugium" lesen möchte. Mit Julia, Kim und Johnny hat der Autor sehr unterschiedliche Figuren geschaffen, die gut miteinander funktionieren und Erkenntnisse sammlen können, die zu den verschiedensten Orten weltweit führen.Der Schreibstil ist recht dicht, packend und konnte mich aufgrund des vielversprechenden Plots bereits von Beginn an fesseln. Gerade Kim finde ich, in Bezug auf seine Vergangenheit, die interessanteste Figur - er erinnert sehr stark an Lisbeth Salander.Da ich nicht spoilern möchte, verrate ich nicht mehr zum Inhalt. Einige Entwicklungen kamen überraschend, mit anderen habe ich gerechnet, das Ende lässt auf einen schnell erscheinenden zweiten Band hoffen!

streiflicht am 02.07.2023 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Highlight 2023

Schon jetzt kann ich sagen, dass dieses Buch in diesem Jahr ein Highlight ist und bleiben wird. Ich war schon nach dem ersten Lesen der Kurzbeschreibung total neugierig und dachte mir, dass das was für mich sein könnte. Ich liebe die skandinavischen Autoren und vor allem die Schweden. Seit ich den ersten Band um Wallander in der Hand hatte – und das ist wirklich lange, lange her – bin ich diesem Land verfallen und genieße die ganz besondere Atmosphäre in diesen Büchern. Dieses Düstere, Morbide, Melancholische, zugleich die Lebenslust, das Feiern und das so andere Leben wie bei uns – gepaart mit spannenden Kriminalfällen, die meistens so gekannt erzählt und entwickelt werden.Und so war ich natürlich voller Vorfreude, aber auch voller Erwartung, was da noch kommen wird. Und ich muss sagen, ich bin absolut begeistert, regelrecht geflasht. Oft ist es ja schwierig, wenn man so hohe Erwartungen hat, aber hier wurden diese sogar noch übertroffen.Schon beim ersten Blick ins Buch musste ich grinsen, als ich das Foto des Autoren sah, das so anders ist. Passt zum Buch.Ich mochte den leisen Witz, den feinen Humor, die Ironie und die Figuren, die so detailreich und lebensnah gezeichnet sind. Sie sind etwas Besonderes, man hat einfach Lust, mit ihnen durch das Buch zu gehen und zu erfahren, was passiert. Gerade Kim ist eine unfassbar coole und tolle Romanfigur, aber auch Julia hat es mir angetan. Sie ist einfach mal eine ganz andere Figur, nicht Mainstream und das hat mir Spaß gemacht! Sehr gelungen fand ich auch die Anspielungen auf die Millenium-Reihe, die ich sehr geliebt habe. Im Prinzip ist es eine Hommage und Spiegelung zugleich! Einfach toll.Die Geschichte ist super und ein spannender Fall, gleichzeitig geht es auch sehr viel um Zwischenmenschliches und um Beziehungen aller Art. Das ist faszinierend und unterhaltsam, spannend und interessant!Ein rundum tolles Buch, das ich regelrecht gefressen habe, und von dem ich mir unbedingt eine Fortsetzung wünsche.

lesehexe am 02.07.2023 15:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannender Auftakt der Stormland-Trilogie

"Refugium" von John Ajvide Lindqvist ist der spannende Auftakt der Stormland-Trilogie aus Schweden. Hierbei bestechen gleich zu Beginn der klare und flüssige Schreibstil, die interessanten und vielschichtigen Protagonisten sowie der grandios aufgebaute Spannungsbogen. Dieser und die für Schwedenkrimis typisch düsteren und auch brutalen Elemente bieten spannende Action. Wobei die Atmosphäre immer wieder durch latent humorvolle Szenen aufgelockert wird, einen aufatmen lässt und einen guten Gegensatz zur meiner Meinung nach eher harten Story bieten. Die Figuren sind allesamt gut gezeichnet, besonders der Computer-Hacker Kim Ribbing, dessen Parallelen zu Lisbeth Salander sicherlich nicht nur mir auffallen, ist eine starke Figur, die den Roman mitträgt. Doch auch mit der Ex-Polizistin und Autorin Julia und dem Ermittler Johnny, der gleichzeitig Julias Exmann ist, hat Lindqvist spannende Figuren geschaffen, die Lust auf eine Fortsetzung machen. Der Thriller hat mich gleich zu Beginn in seinen Bann gezogen und bis zum Schluss gefesselt. Die an sich abgeschlossene Handlung macht Lust auf mehr und man darf gespannt auf die Folgebände sein. Ich kann das Buch in jedem Fall weiterempfehlen und freue mich schon auf den nächsten Teil.

langeweile am 02.07.2023 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannender Beginn einer Trilogie

Julia ist eine Ex Polizistin und gerade damit beschäftigt die Millennium Trilogie fortzusetzen. Für den Teil, der sich mit der Computertechnik beschäftigt,benötigt sie die Hilfe eines Experten,um genügend Fachwissen zu erlangen.Hier kommt der junge Hacker Kim Ribbing ins Spiel.Gleich zu Beginn ihrer Bekanntschaft, werden sie Zeuge, wie auf dem Nachbargrundstück bei einer Mittsommerparty, eine Familie einschließlich ihrer Gäste ermordet wird, lediglich ihre Tochter Astrid überlebt. Während Julias Exmann Johnny die Ermittlungen leitet,erwacht auch in Julia ihr Ermitterinstinkt und sie versucht auf eigene Faust der Ursache auf den Grund zu gehen,wobei Kim sie am Computer unterstützt. Ähnlichkeiten zu Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist sind nicht zufällig,sondern beabsichtigt,daher ist der Roman besonders für Fans von Stieg Larsson besonders interessant.Dem Autor ist es gut gelungen, von Anfang an große Spannung zu verbreiten. Die Untersuchung und Aufklärung des äußerst komplexen Falls führen die Beteiligten an verschiedene Punkte der Welt, immer wieder gibt es neue Aspekte, deren Aufklärung erst ziemlich zum Schluss gelingt.Neben den aktuellen Ereignissen gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit von Kim Ribbing.Was er an Demütigungen und Qualen in seiner Kindheit erlebt hat, ließen mir manchmal das Blut in den Adern gefrieren.Es ist unfassbar, zu was manche Menschen in der Lage sind und was andere wiederum billigend in Kauf nehmen.Auch wenn es zwischendurch ein paar kleine Längen gab und die Erläuterungen der Computertechnik etwas zu sehr ins Detail gingen, wodurch sie für einen Laien nicht mehr nachvollziehbar waren, hat es meine Freude an diesem Roman kaum beeinträchtigt.Ich bin voller Vorfreude auf die Fortsetzung der Reihe.

wusl am 02.07.2023 10:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Toller Auftaktband

Was für eine tolle Neuentdeckung für mich. Ich kannte den Autor Lindqvist zwar namentlich, aber erst mit "Refugium" habe ich mich so angesprochen gefühlt, dass ich zugeschlagen habe. Es handelt sich wohl um den ersten Band einer Trilogie und das Thrillergenre hat für mich ein neues Highlight bekommen.Was war es, was mir so besonders gefallen hat?Da ist zum einen die Sprache, die schon im Prolog erkennen lässt, dass der Autor damit umzugehen weiß. Nur wenn mich eine Leseprobe so anspricht, fühle ich mich ermuntert weiter zu lesen. Dann sind die Charaktere. Allen voran natürlich Kim und Julia. Sowohl ihre wechselhafte Vergangenheit als auch ihre Beziehung zueinander nehmen viel Raum ein in der Geschichte. Das ist aber zu keiner Zeit langatmig und schon gar nicht überflüssig. Es erklärt ihre Vielschichtigkeit und hier geht es nicht profan darum, eine Liebesgeschichte in einem Thriller einzubauen. Das Buch lebt von diesen Akteuren und deshalb ist es wichtig, ihnen nahe zu kommen.Der Crime-Bestandteil ist sehr abwechslungsreich. Sowohl was die Themen als auch die Handlungsorte rund um die Welt angeht. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich würde sagen, dass der Plot kein reiner Thriller ist sondern sehr viele Krimielemente hat. Die Mischung hat mir gut gefallen und durch die schnellen Perspektivwechsel und kurzen Abschnitte wird man fast gezwungen immer weiter zu lesen, weil mein neugierig auf mehr ist.Ein rundrum gelungener Auftaktband und ich freue mich, dass die weiteren Bände schon gelistet sind. Auch wenn es jeweils ein ganzes Jahr dauern wird, bis sie auf deutsch erscheinen.

viddl am 02.07.2023 07:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr spannend

'Refugium' ist der Auftakt-Band einer Trilogie und dem Autor ist hiermit ein beachtliches Ausrufezeichen gelungen!Lindqvists Buch ist einerseits eine Hommage an die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson, andererseits nahezu eine Spiegelung.Mit dem Protagonisten Kim Ribbig hat er ein Äquivalent zu Lisbeth Salander geschaffen. Einen vielschichtigen, spannenden, gebrochenen und doch starken Charakter, der durch das Buch trägt und die Leserschaft fesselt.Seine (Ermittlungs-)Partnerin, Julia, läuft Gefahr, neben ihm in den Hintergrund zu rücken, doch ihre berufliche wie private Verbindung hat Potenzial, sich in den kommenden Bänden zu einer explosiven oder auch symbiotischen Beziehung zu entwickeln.Die für Skandinavien-Krimis so bezeichnende, düstere und melancholische Atmosphäre hat der Autor geschickt eingefangen und dargestellt. Sie bietet dem wendungsreichen, spannenden Fall eine perfekte Bühne, obschon er an vielen, teils transatlantischen, Schauplätzen spielt.

bildersturm am 01.07.2023 20:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schwedische Thrillerbombe

John Ajvide Lindqvist ist ja mittlerweile Schwedens Vorzeigeautor, wenn es um international konkurrenzfähige Genreliteratur geht. Bisher eher im Horror des Übernatürlichen beheimatet, wurde er seinerzeit mit dem kongenialen Vampir-Coming-of-Ager "So finster die Nacht" weit über die Grenzen Skandinaviens hinaus zum Star. Das Buch wurde nicht nur in seiner Heimat verfilmt, sondern danach auch in Hollywood neu interpretiert - und das gar nicht mal so übel. Zuletzt gab es dazu sogar noch eine (leider relativ kurzlebige) US-Fernsehserie, die zwar über eine Staffel nicht hinauskam, aber interessante neue Ansätze zeigte. Kurzum: Lindqvist galt zurecht als Schwedens Antwort auf Stephen King - obwohl derlei Auszeichnung oft mehr Marketing-Plattitüde als ernstgemeintes Kompliment ist.Nun also der Versuch eines Thrillers, und da Lindqvist ja irgendwie einen Ruf zu verlieren hat, klotzt er lieber als zu kleckern. Folgerichtig ist auch sein "Refugium" kein leiser und düsterer Scandi-Noir, sondern ein literarischer Blockbuster-Versuch, der nichts Geringeres will als die Nachfolge von Stieg Larssons weltberühmter Millenium-Trilogie anzutreten. Dementsprechend legt Lindqvist auch sein eigenes Werk nicht nur als (mindestens) Trilogie an, sondern begibt sich relativ frech (oder selbstbewusst) sogleich auf Metaebene und thematisiert Larsson höchstselbst, indem er seine Protagonistin (Autorin und Ex-Polizistin Julia Malmros) als Nachfolgerin von Larsson aufbaut, die eigentlich zu Beginn seiner Geschichte im Auftrag ihres Verlages die Folgebände zur realen Millenium-Trilogie (und den Ergänzungen von David Lagercrantz) schreiben soll. Damit ist die Ausgangssituation gesetzt, und jetzt fehlt nur noch ein passender Salander-Ersatz, der Julia zur Seite gestellt wird - und Lindqvist gelingt hier fast unbewusst der nächste Coup, indem er den Computernerd Kim Ribbing einführt, der in seiner freakigen Rätselhaftigkeit auch selbst problemlos allen Vergleichen zur legendären Lisbeth Salander standhält. Chapeau für diesen Move!Jetzt sind die Weichen gestellt für einen politisch subtil agierenden Action-Thriller, der stilistisch tatsächlich auf den Spuren von "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" wandelt. Dafür sorgt schon ein typisch blutrünstiger Beginn, bei dem die Familie eines schwerreichen schwedischen Unternehmers samt hochkarätigem internationalem Industriellen-Besuch in den idyllischen Schären Schwedens fast vollständig von Maschinengewehrfeuer hinweg gemäht wird. Nur die Tochter überlebt, und natürlich war die Tat kein zufälliger Amoklauf. Als alte Geheimnisse wieder ans Licht kommen, beginnen Malmros (und irgendwie auch Kim am Computer) zu ermitteln und - auch logisch - stoßen damit in ein Wespennest, das weitreichende Folgen hat. Das macht Laune, ist durchgehend spannend, selbstverständlich Lundqvist-typisch gut geschrieben und beweist letztendlich das, was der Autor hier vermutlich auch beweisen wollte - dass er in jedem Genre ein Meister sein kann, wenn er nur will. Und ganz klar: Hier will er! Da gibt es keine Diskussion mehr, das ist ein ganz klarer Lesebefehl für "Refugium". Also ran an den vermutlich besten skandinavischen Thriller, der dieses Jahr über die Ostsee schwappt!

sabineelena am 01.07.2023 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Packende Story

Mittsommer. Die Familie Helander feiert mit Gästen auf einer Insel in den Schären Stockholms, als plötzlich ein Motorboot mit zwei Männern auftaucht und alle Personen mit Maschinengewehrsalven hinrichtet. Einzig und allein Astrid, die 14-jährige Tochter der Gastgeber überlebt -tief traumatisiert. Julia, eine ehemalige Polizistin und Schriftstellerin, die einen Nachfolgeroman der Millenium Reihe schreiben soll und Kim, ein traumatisierter, junger Mann, der ihr hilfreich als IT Spezialist zur Seite gestellt wurde, befinden sich auf der Nachbarinsel. Aufgeschreckt von den Schüssen sind sie die ersten, die am Tatort eintreffen und die Polizei alarmieren. Die Jagd nach den Mördern rund um den Globus beginnt. Begleitend erfahren wir sukzessive Kims verstörende Geschichte.Die Kapitel sind kurz gehalten und entwickeln sprachlich gekonnt aus der Sicht der Hauptcharaktere deren Hintergründe und deren Aktionen von Schweden über Shanghai nach Kuba und von dort aus wieder zurück nach Skandinavien.Was mit einem packen beginnt, Anklänge an die Millennium Trilogie hat, und mit einer James Bond artigen Jagd endet, lässt sich in der Mitte leider etwas ermüdend lesen.Der Cliffhanger am Ende und die Frage nach der Weiterentwicklung der Rahmenhandlung lässt die Leser*innen neugierig zurück und macht Lust auf den zweiten Band dieser Trilogie.