Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Der Auftakt der spektakulären neuen Spannungstrilogie aus Skandinavien

Refugium

»Einfach großartig, wie John Ajvide Lindqvist mit seinem glitzernden Monstertruck in die Krimilandschaft donnert.« Aftonbladet

Ein explosives Ermittler-Duo. Sie: Expolizistin und Krimiautorin im Karrieretief. Er: ein Hacker mit gequälter Seele. Sie ziehen einander an. Sie stoßen einander ab, aber sie müssen einander vertrauen.

Ursprünglich sollte Kim Ribbing, der die Spuren eines tiefen Traumas in sich trägt, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei Recherchen unterstützen. Doch dann erschüttert ein Verbrechen das sommerliche Leben in den Schären.

Mittsommer. Der längste Tag. Die dunkelste Nacht

Nicht weit von Julias Ferienhaus werden die Gäste eines Mittsommerfests grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, der Tochter der Familie, gelingt es, sich zu retten. Aber das junge Mädchen ist verstummt. Für Julia ist die Zeit gekommen, zu handeln.

Mit Gespür für dichte Atmosphäre und die psychologischen Feinheiten seiner Figuren schreibt John Ajvide Lindqvist einen vielschichtigen Thriller, der unter die Haut geht.

Während Kim sich auf die Spur der Täter setzt und ihnen im World Wide Web und rund um den Globus folgt, nutzt Julia ihre Kontakte zur Kriminalpolizei. Ausgerechnet ihr Exmann Johnny ist mit den Ermittlungen betraut. Wer steht hinter den Auftragskillern? Und was hat Kim Ribbing zu verbergen, der immer wieder im Alleingang arbeitet?

Für alle Fans der Millenium-Reihe und Leser:innen von skandinavischer Spannung.

 

Der Nr. 1 Bestseller aus Schweden

Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22064-4
Erscheinungsdatum: 11.07.2024
1. Auflage
544 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Franziska Hüther, Ricarda Essrich, Thorsten Alms und Hannes Langendörfer
Autor*innenporträt

John Ajvide Lindqvist

JOHN AJVIDE LINDQVIST, geboren 1968, wuchs in einem Stockholmer Vorort auf und verdiente sein Geld zunächst als Zauberer, bevor er sich dem Schreiben widmete. Mit seinem Debütroman ›So finster die Nacht‹ gelang ihm auf Anhieb der internationale Durchbruch. Der Stoff wurde in Hollywood verfilmt. Lindqvists Geschichten und Romane erscheinen in 25 Ländern und wurden vielfach ausgezeichnet.

zur Autor*innen Seite
Übersetzer*innenporträt

Hannes Langendörfer

zur Übersetzer*innen Seite
Übersetzer*innenporträt

Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

zur Übersetzer*innen Seite
Übersetzer*innenporträt

Thorsten Alms

zur Übersetzer*innen Seite
Übersetzer*innenporträt

Franziska Hüther

Franziska Hüther, geboren 1988, lebt als freie Übersetzerin aus dem Dänischen, Schwedischen und Norwegischen im Odenwald bei Darmstadt. Sie hat u. a. Werke von Kim Faber & Janni Pedersen und Marianne Kaurin ins Deutsche übertragen.

zur Übersetzer*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

155 von 155 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.57 von 5 Sternen


57%

43%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


9 - 10 von 155 Leserstimme

spannungsjaegerin am 07.07.2023 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Mir haben die Protagonisten gut gefallen, dafür konnte mich der Thrillerteil nicht ganz abholen

Ich habe mich sehr auf den vielversprechenden neuen Thriller von John Lindqvist gefreut und nach dem ansprechenden Klappentext hat es nicht lange gedauert bis ich mich in das Buch gestürzt habe.Zunächst sind mir die beiden Protagonisten Kim Ribbing und Julia Malmros immer mehr ins Auge gefallen, denn der Autor nimmt sich sehr viel Platz die beiden auf eine umfangreiche Art darzustellen. Beide Protagonisten bieten auch sehr viel Erzählstoff und ich habe die unterschiedlichen Charaktere mit Neugier verfolgt. Kim Ribbing wird von seiner Vergangenheit verfolgt und bei Julia Malmros überschlagen sich die Ereignisse rund um ihr neuen Krimi. Die beiden versuchen sich durchzuschlagen, doch als sie aufeinander treffen, steht ihr Leben noch mehr auf dem Kopf als ohnehin schon. Mir hat es zunächst sehr gut gefallen, die beiden zu verfolgen, denn sie bringen sehr viel Stoff für die Geschichte mit und der Autor weiß alles auf eine gelungene Art darzustellen und voran zu treiben. Beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl einen nüchternen Blick auf die beiden Figuren zu erhalten, aber irgendwie hat mir das sehr zugesagt. Auch wenn der Verlauf in dem Punkt vielleicht nicht unbedingt unvorhersehbar ist, halten die beiden mit ihren Gedanken doch die ein oder andere Überraschung bereit. Mit jedem Kapitel bauen die beiden einen immer größeren Sog auf: Erzählperspektive wechselt sich zwischen den beiden, wodurch beide einen guten Blick bekommen. Im Verlaufe der Geschichte gibt es aber auch noch andere Perspektiven, die eingebaut werden.Die beiden Figuren konnten bei mir aufjedenfall Punkten, wäre da nicht noch der Fall um die grausame Hinrichtung auf einer Feier, bei der nur ein junges Mädchen überlebt hat. Nach dem Prolog hat es etwas gedauert bis die Geschichte sich weiter damit beschäftigt und als es soweit war, kam die Geschichte für mich nochmal in Schwung. Mir hat es gut gefallen, wie es nach und nach neue Verstrickungen gibt, die ich zunächst so nicht erwartet hätte. So bekommt Astrid Helander, die als einzige überlebt hat, eine besondere Aufmerksamkeit, die ich gerne mochte. Der Fall wird auf den weiteren Seiten recht unterschwellig bearbeitet und bringt ein aktuelles Thema mit. Für mich kamen die Ermittlungen neben den Figuren deutlich zu kurz. Dem Leser werden zwischendrin neue Informationen gegeben, die nach und nach ein Geflecht von Handlungen aufdecken, die über ein gewisses Maß hinaus gehen. Ich konnte die ganzen Verbindungen nicht ganz nachvollziehen und wurde leider auch durch das Thema und die Akteure an sich schnell abgehängt. Ich gehöre von dem Thema leider einfach nicht so recht zu der Zielgruppe, wodurch mich der Thriller nach und nach etwas verloren hat. Mit der, wie ich finde, recht anspruchsvollen Gestaltung fand ich den Verlauf und den Aufbau trotzdem authentisch und gut umgesetzt. Das Ende war für mich undurchschaubar und hält Auflösung bereit, mit der ich nicht gerechnet hätte und die sehr gut zur Geschichte passt.Der Schreibstil hat es mir mit recht kurzen Kapiteln leicht gemacht, bei der Geschichte zu bleiben, auch wenn mich der Thrillerteil, der neben dem Anfangsszenario ruhig mehr Thrill vertragen hätte, nicht so ganz fesseln konnte. Die Figuren machen eine greifbare Entwicklung durch, die auch in den nächsten beiden Teilen sicher nicht langweilig wird. Auch wenn mich es die Geschichte bei mir nicht ganz geschafft hat, mich am Ball zu halten, war für mich mit jeder Seite das Potenzial spürbar. Wer einen Thriller sucht, der einen starken Blick auf die Figuren legt, die auf ihre Art ganz besonders sind und nicht zu kurz kommen, der macht mit diesem Buch nichts falsch. Der Thriller Teil war für mich gut, wenn auch nicht das richtige Thema und auf den 500 Seiten wurde es mir doch manchmal etwas langweilig. Von mir gibt es 3.5 Sterne und eine Empfehlung in Klammern.

salzoukra am 07.07.2023 13:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aufgepasst! Nichts für zartbesaitete Gemüter.

Der Thriller "Refugium" von John Ajvide Lindqvist kommt in schlichtem Schutzumschlag daher. Das in schwarz und gelb gehaltene Cover zeigt einen Stock, an welchem zum Teil die Rinde abgeplatzt ist. Haptisch kann man die Rinde auf dem Umschlag sogar spüren.Aber auch wenn Sie das Cover jetzt nicht so spannend finden. Lassen Sie sich nicht täuschen! Die Handlung ist alles andere als schlicht. Und vor allem ist sie nicht leicht zu ertragen. "Refugium" bekommt von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung!Das Buch startet denn auch gleich mit einem Massaker. Die pubertierende Astrid Helander, Tochter aus reichem Hause, überlebt als einzige das Gemetzel, welches zwei Vermummte am Mittsommerfest ihrer Eltern veranstalten.Die eigentlich recht erfolgreiche Schriftstellerin und ehemalige Polizistin Julia Malmros und der eigenartige, aber geniale Cracker Kim Ribbing machen sich nach den Tätern auf die Spur. Dabei kommen sie sich auch auf andere Art näher und jeder von ihnen beiden muss sich auch mit seinen eigenen Dämonen auseinandersetzen.Die Handlung des Thrillers ist konsistent und bis zum Schluss spannend. Besonders gefällt mir die Ausarbeitung der zwei Hauptpersonen, der alternden Julia und dem seelisch verwundeten Kim.Gekonnt werden auch immer wieder Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist der Millenium-Reihe eingeflochten. Kenner wissen Bescheid. Und ein Schelm, der gewisse Parallelen zu den zwei Hauptpersonen aus "Refugium" sieht. Ein Schmunzeln gibts bei der Beschreibung des Verlagwesens und der Lektorin.Wechselnde Themen, die geschickt eingeflochten werden, machen das Buch zu einem aktuellen Thriller der Gegenwart. Mein Fazit: Lesen!Refugium ist erst der Anfang. Wir dürfen also auf weitere Schocker aus der Triologie gespannt sein.

gruselhupf am 06.07.2023 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Gelungener Anfang

Das Cover finde ich für einen Thriller wirklich gelungen, düster und geheimnisvoll.Es handelt sich hier um den Auftakt zu einer Trilogie, geschrieben von einem bekannten schwedischen Autor, der seinen Kultstatus zu Recht genießt. Julia, eine ca 50-jährige ehemalige Kommissarin und nunmehrige Schriftstellerin, versucht sich an einem Werk zu „Millennium“ in einer Art Fortsetzungs-Neuauflage und wird gemeinsam mit dem beträchtlich jüngeren Hacker Kim, der ihr bei den Recherchen zu ihrem Buch hilft, Ohrenzeugin eines bestialischen 6-fach Mordes, den nur die 14-jährige Tochter Astrid der Familie überlebt.Gemeinsam ermitteln sie aus privaten Gründen parallel zur Polizei an diesem grausamen Mordfall, bei der Polizei leitet die Ermittlungen Julia`s Ex-Mann Johnny. Diese Tatsache gesellt sich zu den nicht fehlenden dürfenden psychischen Problemen der Hauptprotagonisten, die für mich nicht in diesem Ausmaß sein hätten müssen und ziemlich viel Raum in diesem Buch einnehmen. Auch zeigt dieser erste Teil beträchtliche Parallelen zum Millennium-Roman und dessen Figuren auf, was ich schade finde und hoffe, dass es nur in diesem Auftakt so ist.Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, der Schreibstil ist ansprechend, packend und ab und zu mit trockenem Humor versehen. Die Handlung hat durchgehend Spannungspotential, es ist auch nicht alles vorhersehbar. Nicht zuletzt wegen der Ähnlichkeiten zu „Millennium“ gebe ich diesmal nur vier Sterne und freue mich auf die Fortsetzung.

julia.mh am 06.07.2023 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Thriller vom Feinsten

Auftakte zu skandinavischen Thriller-Reihen sind mir immer am liebsten! Und hier hat John Ajvide Lindqvist ein schönes Werk geschaffen. Die Geschichte ist zunächst etwas verworren, aber im Laufe des Werkes klärt sich das Ganze immer mehr und man erhält einen Überblick.Der Thriller startet mit einem sechsfachen Mord. Drei Ehepaare und Geschäftspartnerwerden an Midsommar brutal hingerichtet. Nur die Tochter des einen Paares, Astrid, gerade mal 14 Jahre alt, kann entkommen und überlebt. Die Polizisten Jonny und Astrid werden mit den schwierigen Ermittlungen betraut. Mit von der Partie ist auch Jonnys frühere Ehefrau Julia, die sich nach Ende ihrer Polizeikarriere als Autorin versucht. Unterstützt wird sie von dem zwielichtigen Kim, der für sie diverse Hackerarbeiten und IT-Beratungen übernimmt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Affäre. Kim scheint jedoch von seiner Vergangenheit verfolgt zu werden, denn einst war er Patient in einer psychiatrischen Klinik, in der er furchtbare Dinge erlebt hat. Nun sinnt er nach Rache an dem Arzt, der ihn damals behandelt hat. Rein zufällig ist dieser derselbe Doktor, der nun auch Astrid behandelt…Alles in allem entwickelt sich ein sehr spannendes Spiel. Weniger interessant sind die Bemühungen von Julia als anerkannte Autorin durchzustarten. Diese hätte man durchaus kürzer halten können. Insgesamt ist aber das Buch sehr lesenswert und ein toller Auftakt.

petzi_maus am 05.07.2023 23:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

konnte meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen

3,5 Sterne"Refigium" ist der Auftakt der Trilogie um die Schriftstellerin und ehemalige Polizistin Julia Malmros und den Hacker Kim Ribbing.Julia soll die Fortsetzung der Millennium-Reihe schreiben und braucht dafür die Hilfe eines Hackers, um die Rolle der Lisbeth Salander authentisch formulieren zu können. Dabei kommen sie sich nicht nur näher, sondern beobachten auch einen Serienmord an Julias Jugendfreund Olof Helander auf dessen Terrasse sowie zwei Geschäftsmännern, samt Gattinnen. Nur Helanders 14jährige Tochter Astrid kann sich unter den Steg retten.Julia und Kim ermitteln parallel zur Polizei, wobei Kims Hackerfähigkeiten natürlich außerordentlich viel helfen. Und beide begeben sich dabei natürlich in Gefahr...Die Story ist so typisch skandinavisch-deprimierend; die Charaktere sind alle psychisch angeschlagen. Allen voran natürlich Kim, der aber auch wirklich schon schreckliches in seiner Kindheit und Jugend durchstehen musste. Trotzdem er so viel erleben musste, ist er überraschend normal geblieben, soweit das halt geht. Das macht ihn so sympathisch.Ein etwas gehobener Schreibstil mit kurzen Sätzen, sehr kurze Kapitel, die abwechselnd aus Sicht von Julia und Kim erzählt werden, und kurze Einschübe aus Kims Kindheit zeichnen den Aufbau aus.Mich hat nur etwas gestört, dass, wenn die Charaktere erwähnt werden (meist zu Kapitelbeginn), ständig der komplette Name genannt wird; also Vor- UND Nachname. Das kannte ich bisher aus keinem Buch; und wir Leser wissen doch nach der ersten Personenvorstellung, das Kim Ribbing und Julia Malmros die vollen Namen sind - und es gibt ja auch keine anderen Kims und Julias in dem Buch.Vieles erinnert an die Figuren aus der Millennium-Reihe; nicht nur, dass Julia die Geschichte weiterschreiben soll; sonder sie ist ein weiblicher Mikael Blomkvist; und Kim eine männliche Lisbeth Salander.Übrigens hätte ich die Liebesgeschichte zwischen Julia und Kim nicht unbedingt gebraucht, ich fand irgendwie nichts Prickelndes daran und konnte auch deren Anziehungskraft zueinander nicht ganz nachvollziehen. Als gute Freunde, ja. Aber als Liebespaar...Auch wenn es interessant zu lesen war, gab es einige Längen, die charakterliche Darstellung der Figuren war mir fast schon ZU detailliert; und da der Bösewicht ja schon recht weit zu Beginn feststand und man quasi nur mehr dabei ist, wie Beweise gegen ihn gesammelt werden. Manche Action-Szenen haben zu sehr an Mission Impossible erinnert.Auch wenn ich mir insgesamt mehr erwartet hätte, bin ich aufgrund des überraschenden Epilogs, der eine Art Cliffhanger ist, schon auf den nächsten Teil gespannt.Fazit:Ein typisch düsterer Schweden-Krimi mit viele Anspielungen auf die Millennium-Reihe, der sich langsam entwickelt, sich durch fast schon zu detaillierte Charakterbeschreibungen auszeichnet und einem auf den nächsten Band neugierig machenden Ende. Ich hatte mir trotzdem mehr Spannung und Sogwirkung erwartet.

lara:) am 05.07.2023 23:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Packende Reise in eine düstere Welt

Refugium ist ein fesselnder Roman, der den Leser in eine düstere Welt voller Spannung und Geheimnisse entführt. Lindqvist, bekannt für seine außergewöhnlichen Geschichten, enttäuscht auch dieses Mal nicht.Die Handlung des Buches ist von Anfang an mitreißend und lässt den Leser nicht mehr los. Wir begleiten die Hauptfigur auf ihrer Suche nach einem geheimnisvollen Ort namens "Refugium", der angeblich Zuflucht vor den Schrecken der Welt bietet. Dabei stößt sie auf eine Vielzahl von rätselhaften Figuren und Situationen, die das Geheimnis um "Refugium" immer weiter vertiefen. Die düstere Atmosphäre des Buches wird geschickt aufgebaut und lässt den Leser mit jeder Seite tiefer in die Geschichte eintauchen.Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Lindqvist seine Charaktere zum Leben erweckt. Jeder einzelne ist mit Tiefe und Komplexität ausgestattet, was es dem Leser ermöglicht, sich mit ihnen zu identifizieren und ihre Motivationen nachzuvollziehen. Die emotionale Bandbreite der Protagonistin ist spürbar, und man fiebert mit ihr mit, während sie ihre persönlichen Dämonen bekämpft. Die sprache und der Schreibstil des Autors sind meisterhaft. lindqist schafft es, Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen und eine beklemmende Stimmung zu erzeugen, die einen nicht mehr loslässt. Die Dialoge sind authentisch und die Beschreibungen detailliert, ohne dabei langatmig zu werden.

einfach13 am 05.07.2023 10:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ungewöhnliche Charaktere und ein spannende Story

Ein Massaker an Midsommer, bei dem der Gastgeber Olof, seine Frau und zwei befreundetet Ehepaare von einem Boot aus erschossen werden, ist der Auftakt zu einem rasanten Thriller. Der erste von drei Bänden einer Reihe. Viele Handlungsstränge nebeneinander machen das Buch zu einer spannenden Lektüre. Astrid, Olofs Tochter, überlebt als einzige das Massaker. Das Verhältnis zu ihren Eltern war angespannt und jetzt steht sie ganz alleine da. Julia, die Exfrau von Jonny, ist Olofs Kinderfreundin, sie war früher auch Polizistin, jetzt ist sie Autorin. Jonny leitet die Ermittlungen in dem Fall und Julia mischt sich als Privatermittlerin ein. Sie bekommt Hilfe von Kim. Kim ist ein junger Computerfreak, reicher Erbe, der in seiner Kindheit in einem psychaitrischen Krankenhaus grausamer Folter ausgesetzt war. Er sinnt auf Rache an dem verantwortlichen Arzt. Julia und und der viel jüngere Kim beginnen ein seltsames Verhältnis. Eine Bettgeschichte, die aber irgendwie mehr wird. Julia soll die erfolgreiche Milleniumserie weiter schreiben und könnte damit ihre Karriere enorm pushen. Allerdings stösst sie im Verlag auf enorme Schwierigkeiten. Kim unterstützt Julia bei den Ermittlungen und nebenbei kämpfen alle an ihren eigenen Baustellen. Viele spannende Charaktere machen das Buch interessant. Sie geraten in schwierige Situationen und die Ermittlungen werden immer umfangreicher, führen bis nach China. Ein spannender Thriller - auf die Fortsetzungen bin ich gespannt.

kraberg am 05.07.2023 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

erinnert an Stieg Larsson-Bücher

Alles beginnt mit einem Massaker bei dem 6 Menschen auf der Insel Knektholmen erschossen werden, Einzig Überlebende ist die vierzehnjährige Tochter des Unternehmers Olof Helander. Sie ist von dem Erlebnis stark traumatisiert. Vielleicht fühlt sie sich gerade deshalb auch so stark angezogen von Kim Ribbing. Er hat sie nach dem Attentat in ihrem feuchten Versteck gefunden. Auch sein Leben ist in jungen Jahren nicht in geordneten Bahnen verlaufen. Er gibt dem Leser durch sein Äußeres wie auch durch sein Verhalten so einige Rätsel auf. Es hat mich aber auch neugierig auf diesen Typen gemacht. Genauso geht es im Buch auch Julia Malmros, Expolizistin und jetzt erfolgreiche Schriftstellerin in Schweden. Trotz mehr als 20 Jahre Altersunterschied fühlt sich Julia von dem jungen Mann angezogen. Da beide Ohrenzeugen des Dramas waren, als Erste am Tatort eintrafen und Julia mit Olle in Kindheitstagen sehr eng befreundet war, machen sich beide an private Ermittlungen. Sehr zum Ärgernis von Julias Ex-Mann, der auf Seiten der Polizei der leitende Ermittler ist. Alles deutet auf wirtschaftliche Interessen hin, dessen Verflechtungen über den gesamten Erdball reichen. Auf die Ausführungen zu Julias Schreibversuchen hätte ich größtenteils verzichten können. Dagegen hat mir gefallen, wie der Autor die internationalen Verwicklungen im Buch entwickelt und die Machtlosigkeit der schwedischen Polizei bei Auskunftsersuchen an China beschreibt. Noch besser fand ich die Charakterisierung des so unterschiedlichen Paares Kim und Julia. Keiner der beiden kann sich gegenüber dem anderen bedingungslos öffnen. Es scheint eine stete Anziehung zwischen ihnen zu bestehen, Verlustängste ebenso und doch ist da keine Einheit zu spüren. Eine explosive Zusammensetzung, die sicher noch Sprengkraft in den folgenden Bänden freisetzen wird. Diesen ersten Teil gebe ich 4 Lese-Sterne.

siwel am 05.07.2023 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Voller Spannung

Lindqvist nennt man nicht umsonst den Stephen King des Nordens. Mit dem Start der Stormland - Trilogie Refugium ist ihm bereits ein Thriller Highlight des Jahres für mich gelungen. Als ich das Buch in Händen hielt habe ich zunächst den losen Covereinband bewundert, denn darauf befindet sich ein Baumstamm, der sich auch so anfühlt, auf einem schwarz glänzenden Hintergrund und eingefügt in den weiß geschriebenen Titel. Fällt definitiv auf. Die Seitenanzahl mit über 500 Seiten ist ebenfalls nicht schlecht, bin dann immer auf den Aufbau gespannt. Es beginnt im Mittsommer 2019, wo auf einer Schäreninsel die Gastgeber sowie deren Gäste einer Luxusvilla von Maskierten brutal erschossen werden. Danach lernt man die Hauptprotagonisten Juia und Kim kennen. Julia Malmros ist eine Expolizistin, die nun nur noch erfolgreich Bücher schreibt und Kim Ribbing ist ein Hacker. Beide haben sich kennengelrnt, weil Julia Informationen von ihm für ein Buch brauchte. Das Buch selbst lebt durch den Charakter Kim, der so einzigartig dargestellt ist, dass man von ihm nicht genug lesen kann. Schreckliches hat er erlebt und man fühlt mit ihm mit. Die Geschehnisse am Ende des Bandes in Kims Haus hatte ich schon fast so kommen sehen. Lindqvist versteht es einen hier wie süchtig lesen zu lassen. Die kurzen Kapitel tun da ihr übriges. Es wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, auch aus der Vergangenheit. Man wird schon als Leser etwas gefordert, der Schreibstil ist aber leicht und angenehm. Spannung ist hier bis zum Schluss reichlich gewesen und ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt. Hoffentlich lässt Teil 2 nicht zu lange auf sich warten.

alex_k_this_is_me am 05.07.2023 03:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Millennium goes Refugium

Hier kommt mein nächster Lobgesang auf einen Thriller aus Schweden. Diesmal geht es um "Refugium", Auftakt der neuen Stormland-Reihe von John Ajvide Lindqvist. Bisher war der Autor für seine Horror-Bücher bekannt. Wäre er diesem Genre treu geblieben, hätte ich wohl nie etwas von ihm gelesen. Aber es kam anders….Darum geht’s: Die Ex-Polizistin Julia Malmros und der Hacker Kim Ribbing werden Zeugen eines Verbrechens. Auf einer Schäreninsel werden die Gäste einer Mitsommerparty ermordet. Die Suche nach den Tätern und Hintergründen führt nach Havanna und Shanghai..Das kommt mir doch bekannt vor… Ja, die Millennium-Reihe von Stieg Larsson spielt hier auf der Meta-Ebene eine ganz besondere und sehr interessante Rolle. Weil Lindqvists Vorlage für einen siebten Millenium-Band nicht genommen wurde, hat er die Geschichte umgeschrieben, um sie plagiatfrei veröffentlichen zu können. Vergleiche liegen trotzdem nah. Malmros und Ribbing sind kein bloßer Abklatsch von Salander und Blomqvist. Beide können durch Lindqvists 1A Character-building durchaus auf eigenen Beinen stehen. Wie Lindqvist seine Protagonisten einführt, vernetzt und verbandelt… Hach, ich war sofort hin und weg. Darüber hinaus hat Lindqvist mich mit leichter, lockerer und flüssiger Schreibe eingefangen und bei der Stange gehalten. So hat er mich durch Passagen getragen, die auch mal Längen hatten und etwas spannungsärmer waren. Das gute Gesamtpaket macht es aber wieder wett. .Ich bleibe auf jeden Fall dran an der Reihe, die aktuell als Trilogie gedacht ist. Die Folgebände "Signum" und "Elysium" sind bereits für den nächsten bzw. übernächsten Sommer angekündigt. Ich bin gespannt, was Kim und Julia dann erleben und wie es mit ihnen weitergeht. Band 1 ist schonmal guter Stoff für eine Verfilmung, die bestens ins Programmschema des ZDF passen würde. .Fazit: "Refugium" steht und fällt mit den Charakteren. Vor allem die Figur des Kim Ribbing begeistert mit ihrer Vielschichtigkeit und Tiefe. Spannend wird vor allem sein, ob Lindqvist sich mit der Fortsetzung noch mehr vom Millennium-Schatten lösen und absetzen kann, um Stormland zu seinem komplett eigenen Ding zu machen. Der Grundstein für eine hervorragende Reihe ist hiermit jedenfalls gelegt.