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»Mit ihrem flirrenden Liebesroman ›Schallplattensommer‹ geht die Sonne auf.« Angela Wittmann, Brigitte

Schallplattensommer

Als einzige junge Frau im Umkreis von dreizehn Kilometern ist Maserati Aufmerksamkeit gewohnt. Dabei will sie nur eines: Den Feriengästen die selbstgemachte Limonade ihrer Oma servieren und die Tage bis zur Volljährigkeit zählen. Mit der Liebe will sie nichts zu tun haben und noch weniger mit den Annäherungsversuchen der Söhne der reichen Familie, die gerade die Villa im Dorf gekauft hat.  Doch dann stellen Caspar und Theo verbotene Fragen: Warum hat Maserati kein Smartphone? Wovor hat sie solche Angst? Und wie kann es sein, dass ihr Gesicht das Cover einer alten Schallplatte ziert? Plötzlich steckt Maserati bis zum Hals in Geheimnissen zweier Familien und in der Verwirrung ihrer eigenen Gefühle.

Jetzt im Taschenbuch: Alina Bronskys nostalgisch, schöner Sommerroman.

Eine wunderbar unkitschige und doch emotionale Liebesgeschichte, die die Atmosphäre der ostdeutschen Provinz so glaubhaft schildert, dass man diese wie in einem Film vor sich zu sehen glaubt.


Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22052-1
Erscheinungsdatum: 18.04.2024
5. Auflage
192 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Alina Bronsky

Alina Bronsky wurde 1978 in Jekaterinburg, Russland, geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland. Ihr Debütroman ›Scherbenpark‹, der unter anderem für den Jugendliteraturpreis nominiert war, wurde auf Anhieb zu einem Bestseller und für das Kino verfilmt. Es folgten weitere hoch erfolgreiche Bücher wie der Roman ›Baba Dunjas letzte Liebe‹, der lange auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand und für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Alina Bronsky lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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107 von 107 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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2 - 10 von 107 Leserstimme

s.ho am 22.05.2022 14:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Geheimnisvoll

Ich war mir nach dem Klappentext nicht ganz sicher, ob ich dieses Buch lesen möchte, gab ihm dann aber doch eine Chance. Warum Maserati das einzige Mädchen in einem Umkreis von 13 Kilometern ist, oder warum sie den Namen Maserati trägt, wird leider im Buch auch nicht erklärt.Allgemein ist das Buch sehr geheimnisvoll gehalten, immer wieder wird vom Thema abgeschweift und ein Geheimnis einer anderen Person angekündigt beziehungsweise offenbart. Das macht das Buch zwar auf der einen Seite spannend, auf der anderen jedoch sehr anstrengend zu lesen, da man sich sehr viel merken muss. Außerdem beeinträchtigt es ein wenig den Lesefluss.An einer Stelle hatte ich auch das Gefühl, dass in dem Buch ein paar Seiten fehlen.Alles in allem war es jedoch eine ganz unterhaltsame Lektüre, und wenn man alles in einem Zug durchliest, beziehungsweise nicht zu viel Zeit vergehen lässt, kann man der Geschichte auch gut folgen.

dajobama am 18.05.2022 10:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Sommergeschichte

Schallplattensommer – Alina BronskyNachdem ich bereits zwei Romane der Autorin gelesen und gemocht habe, war ich sehr gespannt auf dieses Jugendbuch.Es geht um einen aufregenden Sommer im Leben der 17-jährigen Maserati, die gemeinsam mit ihrer Oma eine Gaststätte betreibt. Schnell wird klar, dass auf Maseratis Schultern viel zu viel Verantwortung lastet. Dann zieht nebenan eine Familie mit zwei Jungs in ihrem Alter ein. Sowohl bei Maserati als auch bei der Nachbarsfamilie gibt es so einige Geheimnisse aufzudecken.Auch wenn Alina Bronsky hier auf ihren berühmten bissigen Humor weitgehend verzichtet, hat sie doch einen recht eigenwilligen Erzählstil. Nicht einmal 200 Seiten gibt sie ihrer Geschichte um sich zu entfalten. Es passiert dennoch recht viel auf diesen wenigen Seiten. Obwohl die Autorin ein sehr feines Gespür für Stimmungen hat, ging mir hier doch manches etwas zu schnell bzw. wurden wichtige Dinge nur angedeutet. Damit fordert sie den Leser, die Lücken selbst zu füllen.Eindeutige Hauptfigur ist Maserati. Die beiden (bzw. sogar drei) Jungs in der Geschichte blieben dafür für meinen Geschmack ein wenig zu blass.Dieser Sommer ist so etwas wie eine Momentaufnahme aus dem Leben dieses Mädchens. Die Erzählung beginnt quasi mittendrin und endet schließlich ebenso. Ich würde diese Geschichte als Jugendbuch mit literarischem Anspruch einordnen. Auch wenn es anders ist als Bronskys Romane, ist es trotzdem besonders und lesenswert. Auch wenn mir manches zu schnell ging und hier und da ein paar Emotionen gefehlt haben. Aber diese Dinge muss man sich eben zwischen den Zeilen zusammensuchen. 4 Sterne!

tokall am 17.05.2022 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

"Das einzige Mädchen im Umkreis von 13 Kilometern"

Alina Bronsky entpuppt sich in ihrem neuen Roman „Schallplattensommer“ wieder einmal als sehr gute Alltagsbeobachterin und als jemand mit Blick für die feinen Zwischentöne in menschlichen Beziehungen. Sehr differenziert und feinfühlig werden die Beziehungen von Maserati zu ihrer Oma und zu den beiden neu hinzugezogenen Nachbarjungen Theo und Caspar aufbereitet, und das dieses Mal ohne den typischen Bronsky-Erzählton. Es geht dieses Mal nicht schwarzhumorig, scharfzüngig und bissig zu, sondern einfühlsam und gefühlsgeladen (vgl. frühere Rezensionen). Sie schließt damit an ihre Erzählung „Das Geschenk“ an, in der sie ebenfalls sehr feinsinnig und tiefgründig schreibt (vgl. eine frühere Rezension). Und mir gefällt das sehr, es zeigt nämlich einmal eine andere Seite der Autorin. Und verdammt nochmal, Alina Bronsky kann einfach genial schreiben. Das zeigt sich auch in diesem Buch, das ich mit viel Interesse gelesen habe.Besonders gefallen hat mir die Protagonistin mit dem ungewöhnlichen Namen Maserati. Bei ihr handelt es sich um ein intelligentes Mädchen, das eine glänzende Zukunft haben könnte, doch sie ist komplett eingebunden in die Gastronomie und schmeißt zusammen mit ihrer Oma ein kleines, feines Restaurant. Sie ist bald 18 Jahre alt und hat auch mit ihren Gefühlen für das andere Geschlecht zu kämpfen, so ist sie zwischen ihrem ehemaligen Mitschüler Georg und den Neuankömmlingen Theo und Caspar hin- und hergerissen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Oma von Maserati krank zu sein scheint, doch das schwingt nur zwischen den Zeilen mit. Typisch Bronsky eben! Und die Beziehung zu ihrer Oma ist keine einfache. Sie geht streng mit ihr um, bestimmt oft über sie. Gleichzeitig macht sich Maserati Sorgen um ihre Großmutter, kümmert sich liebevoll um sie. Während des Lesens entstehen Fragen: Was stimmt mit der Oma nicht? Wer ist Lenchen? Was hat es mit der Schallplatte auf sich? Was ist Theos Geheimnis? Welche Beziehung hat Maserati zu ihrer Mutter? Dies treibt die Handlung voran. Sehr gelungen! Und was mich besonders überzeugt hat: Vieles wird nicht einfach direkt ausgesprochen, sondern es werden Interpretationsspielräume eröffnet. Das macht Literatur aus!Nicht zuletzt ist auch die Atmosphäre lobenswert, die bei der Lektüre erzeugt wird. Die Umgebung, in der die Handlung spielt, ist idyllisch, die Naturbeschreibungen sind malerisch. Es entsteht eine Art „Sommerfeeling“ während des Lesens.Fazit: Wer Romane der Autorin kennt, wird womöglich über den neuen Erzählton überrascht sein. Mir hat dieser Schreibstil sehr zugesagt. Ich empfehle den Roman dringend weiter und vergebe 5 Sterne! Bronsky beschreibt sehr differenziert und feinfühlig die zwischenmenschlichen Beziehungen, treibt die Handlung geschickt durch offene Fragen voran und lässt auch Spielraum für Interpretation.

tintenhain am 14.05.2022 21:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelungener Sommerroman mit Anspruch

In “Schallplattensommer” geht es um die sechzehnjährige Maserati, die zusammen mit ihrer Großmutter einen Imbiss betreibt. Zur Schule will sie nicht zurück, obwohl sogar der Klassenlehrer, der ihr großes Potenzial sieht, persönlich vorbeikommt. Maserati lässt ihn abblitzen. Sie bemerkt täglich aufs Neue, wie ihre Oma geistig und körperlich abbaut. Es bleibt alles immer mehr an ihr hängen. Ein wenig Leben kommt in das eintönige Leben zwischen Teigtaschen und Limonade als die alte Villa am Dorfrand neue Bewohner bekommt und damit gleich zwei Jungs in ihrem Alter. Diese versuchen auch gleich Kontakt aufzunehmen, doch Maserati, die als einziges Mädchen ihres Alters weit und breit Aufmerksamkeit gewohnt ist, gibt nicht viel darauf. Dennoch ist sie verunsichert, wenn der gutaussehende Jasper jeden Morgen bei ihren Schwimmrunden auftaucht und sie gerät endgültig aus der Fassung als Theo ihr Gesicht auf einem alten Schallplattencover entdeckt. Maserati bleibt nichts weiter übrig als sich endlich mit ihrer Kindheit auseinandersetzen und vielleicht zu beginnen, ein paar der Mauern um sich herum einzureißen.Alina Bronskys Protagonisten sind oft sperrige Charaktere und auch Maserati ist nicht so leicht greifbar. Sie will nicht gefallen, nimmt ihr Umfeld kritisch aufs Korn und ist dabei herrlich zynisch. Immer wieder stößt Maserati Menschen, denen sie etwas bedeutet, vor den Kopf – mal beabsichtigt, mal ohne es zu merken. Ein Mädchen, das sich selbst noch nicht ganz gefunden hat, dabei aber trotzig behauptet. Vor dem Hintergrund der schwülen Sommerhitze und der vermeintlichen Leichtigkeit von Ferien thematisiert Alina Bronsky wie nebenbei die belastende Auseinandersetzung mit Suizidgedanken, Medienpräsenz, Demenz und sozialer Ausgrenzung. Wieder einmal gelingt es ihr, schwierige Themen ernsthaft und authentisch darzustellen und dabei mit dem zynisch-humorvollen Blick eines Teenagers dafür zu sorgen, dass die Leichtigkeit des Sommers spürbar bleibt und sonnige Moment bereithält. Zum Schluss bleibt die Gewissheit, dass Maserati ihren Weg gehen wird sowie die Hoffnung und Perspektive in Form eines Handys mit nur einer Nummer.Mir hat “Schallplattensommer” richtig gut gefallen und ich habe die Begegnung mit den wenigen, dabei jedoch unglaublich authentischen unterschiedlichen Personen genossen. Nur an Maseratis Vornamen – sie heißt wirklich so – konnte ich mich nur schwer gewöhnen. Caspars nervtötendes Spiel, sie mit anderen Automarken zu necken, hat dazu ein Übriges beigetragen. Wer sich darauf einlassen kann, wird mit einem lesenswerten Coming-of-Age-Roman belohnt.© Tintenhain

sarahjane99 am 11.05.2022 18:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Bewegend schön

Wenn mich jemand fragen würde, was für mich einen perfekte Sommergeschichte wäre würde ich sofort sagen: „Alles neu macht der Sommer“ von Alina Brodsky.Bei dieser Geschichte bekommt man sofort Lust an Sommer, Urlaub und ganz viel Freizeit. Die Autorin schafft es durch ihren ungezwungenen und leichten Schreibstil so ernste Themen in eine gute Sommergeschichte zu packen ohne dass sie einem runterzieht und das kann echt nicht jeder. Jeder hat seine Geheimnisse und jeder geht mit ihnen auch anders um. Beim lesen bekommt man einen anderen Einblick auf die heutigen gesellschaftlichen Problemen. Es ist aufjedenfall etwas zum nachdenken und selbst zu reflektieren. Der Schluss war echt bewegend und hat mich echt nicht kalt gelassen. Da hab ich echt eine zeitlang darüber nachdenken und verdauen müssen. Im großen und ganzem hat es mir echt gut gefallen.

antjedomenic am 11.05.2022 10:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schönes Buch

Der Klappentext machte mich neugierig und ich wollte das Buch gern lesen. Maserati ist das einzige Mädchen im Umkreis von 13km. Sie ist natürlich die Aufmerksamkeit gewohnt. Sie zählt die Tage bis zur Volljährigkeit uns mit der Liebe will sie nichts zu tun haben. Doch gerade hat eine reiche Familie eine Villa gekauft und deren Söhne machen Annäherungsversuche.Es war mein erstes Buch der Autorin und ich habe es wirklich genossen die Geschichte zu lesen. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil und man konnte das Buch gut lesen. Immer mal wieder musste ich auch schmunzeln.Das Buch verspricht eine tolle Geschichte zu werden und für mich war sie das auch, eine tolle Sommergeschichte. Das Buch hat nicht viele Seiten, daher ist nicht jeder Charakter genau ausgeschrieben, das hätte ich mir gern gewünscht.Ich vergebe 4 Sterne.

lilalinchen am 10.05.2022 23:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Sommergefühle

In Schallplattensommer treffen wir auf Maserati, die das einzige Mädchen in einem Umkreis von 13 Kilometer ist und so viel Aufmerksamkeit bekommt. Doch Maserati könnte gut auf diese Aufmerksamkeit verzichten. Sie möchte eigentlich nur den Feriengästen die Limonade ihrer Oma servieren und dabei jeden Tag etwas näher an die Volljährigkeit rücken. Eines Tages kauft eine reiche Familie die Villa im Dorf und die Söhne dieser Familie wollen mit Maserati flirten, die doch gar kein Interesse an der Liebe hat. Doch die Söhne wollen sich nicht anhalten lassen und schnell finden sie heraus, dass Maserati anders ist als andere Mädchen in ihrem Alter.„Schallplattensommer“ ist mein erster Roman von Alina Bronsky und ich bin wirklich von ihrem Schreibstil begeistert. Der Schreibstil ist ernst, bringt einen jedoch auch immer mal wieder zum Schmunzeln und hat so eine sehr gelungene Mischung geschaffen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Roman sehr anspruchsvoll/ ernste Themen anspricht und der Schreibstil diesen Themen sehr angemessen ist. Der Roman vermittelt ein absolutes Sommergefühl, man schmeckt das Eis und fühlt die Sonne auf der Haut. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und überzeugen durch viele Dimensionen. Allerdings hat mich die Lektüre etwas überfordert. Das Buch ist kurz - sogar unter 200 Seiten. Allerdings passiert sehr viel innerhalb dieser 200 Seiten, weshalb einige Sachen in meinem Kopf durcheinandergeworfen wurden und ich mir bei anderen gewünscht habe, dass dieses noch detaillierter thematisiert wird. Auch etwas „Atempause“ hätte beim Lesen nicht geschadet, weshalb das Buch ruhig etwas länger hätte sein können.

annis-bücherstapel am 09.05.2022 19:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr authentische und bewegende Geschichte…

Die sechszehnjährige Maserati lebt bei ihrer Oma auf dem Land. Gemeinsam arbeiten sie in einem Imbiss am Strand. Maserati ist im Grunde zufrieden mit sich allein. Doch in diesem Sommer ziehen die beiden Jungen Theo und Casper in den Ort, die in ihrem Alter sind. Nach und nach lernen sie sich besser kennen. Sie konfrontieren Maserati damit, dass sie sie von einem Plattencover kennen, doch mit diesem Teil ihrer Vergangenheit möchte sie sich nicht auseinandersetzen.Maserati ist ein sehr interessanter Charakter. Anfänglich könnte man denken, sie hat keinen Bock auf Schule und hilft ihrer Oma im Imbiss, weil sie auf nichts anderes Lust hat. Mit der Zeit erfährt man aber, was wirklich hinter ihrem Verhalten steckt und das ist richtig stark. Was dieses Mädchen in ihrem Alter schon aushalten musste und warum sie sich für dieses Leben entschieden hat, ist sehr bewegend. Maserati wirkt sehr ruhig und abgeklärt und lässt kaum jemanden an sich heran. Mit dem Wissen um den Hintergrund finde ich das sehr reif. Es ist wie aus dem Leben gegriffen, so authentisch. Mich hat sie begeistert.Auch Theo und Casper sind zwei besondere Jungs und auch deren Probleme ergeben sich erst im Laufe der Geschichte. Bei ihnen ist es ähnlich wie bei Maserati… jeder hat sein Geheimnis. Und wie man damit umgeht, muss man für sich selbst entscheiden.Die Nebenfiguren sind alle ebenfalls besonders und alles zusammen ergeben ein gelungenes Ganzes. Die Handlung hat mir gut gefallen. Es wird langsam Spannung aufgebaut und die vielen schwierigen Themen erschließen sich einem ganz sachte. Mir persönlich hat die Vielfalt dieser Themen gefallen und im Grunde auch der Umgang damit, denn es ist alles so realistisch. Dabei wird aus meiner Sicht Kritik an der heutigen Zeit, an der Oberflächlichkeit und an der Schnelllebigkeit geübt. Schicksale, die im Schatten der perfekten Welt der sozialen Medien stattfinden, werden einem vor Augen geführt und die Sinne dafür geschärft. Absolut genial. Und auch das Ende hat mich bewegt zurückgelassen. Es ist nicht spektakulär, aber es weckt Hoffnung.Das musste ich so auch erstmal sacken lassen.Das war mein erstes Buch von Alina Bronsky. Ihr Schreibstil gefällt mir sehr. Alles hört sich flüssig an. Die Dialoge sind absolut authentisch und passen zu dieser Geschichte. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen sind grandios. Und Jasna Fritzi Bauer ist es sowas von gelungen, alles perfekt rüberzubringen. Der warme Sommer, die Einsamkeit jedes Einzelnen, die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, Verzweiflung, Wut… Mir fehlen die Worte. Ihre Stimme ist sehr angenehm und hat es mir so leicht gemacht, mich in Maserati hineinzuversetzen. Davon möchte ich gern mehr.Von mir erhält dieses Hörbuch eine ganz klare Kaufempfehlung (5/5 Sterne) weil es eine so authentische Geschichte ist, weil es sehr schwierige Themen sind, weil es für meinen Geschmack auch gesellschaftskritisch ist und weil es ein Genuss ist, Jasna Fritzi Bauer zuzuhören. Kritikpunkte habe ich keine.Vielen Dank an Alina Bronsky, Jasna Fritzi Bauer, an Tacheles! / Roof Music und den dtv-Verlag für diese Geschichte.

tauriel am 06.05.2022 19:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Stille Wasser (Hörbuch)

Das Cover mutet sommerlich an,doch dahinter verbirgt sich eine tiefgründige Geschichte.Das Hörbuch wird von Jasna Fritzi Bauer gut umgesetzt,so das ich schnell in diese berührende Geschichte eingetaucht bin.Maserati ,ein 16 jähriges Mädchen betreibt mit ihrer Oma ein ehemals heruntergekommenes Ausflugslokal. Wenn nicht grade Hochsaison ist, findet Maserati Zeit im nahe gelegenen See zu schwimmen . Dies ist der Dreh- und Angelpunkt in Maseratis Leben. Bruchstückhaft erfahre ich, was Maserati antreibt und bewegt. Sie scheint mit ihrer jetzigen Lebenssituation gut zurecht zu kommen. Doch ihre Welt wird durch das Auftauchen von Caspar und Theo erschüttert. Diese beiden neu zugezogenen Brüder stellen Maserati sehr gezielte Fragen und hoffen auf ehrliche Antworten.Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Ihre Sorgen und Ängste bekommen immer wieder Nahrung und sie versucht,sich weiter zu verschließen.Doch nicht nur die Vergangenheitsbewältigung von Maserati auch der Verdrängungsmechanismus wird hier von den beiden Jungs aufgebrochen. Auch Caspar und Theo haben Geheimnisse, die für die Beziehung zu Maserati nicht förderlich sind.Vieles wird von der Autorin nur angedeutet und ein vollständiges Bild erhalte ich nur durch mein Kopfkino. Ich hatte eine leichte Sommerlektüre erwartet,bekommen habe ich eine Geschichte mit Tiefgang.

ayda am 05.05.2022 20:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein gefühlvoller Sommer ...

Ein gefühlvoller Sommer ...In der Geschichte mit dem wundervollen Titel „Schallplattensommer“, lernen wir Maserati kennen, die mit ihrer Oma lebt. Ihre Oma betreibt ein Lokal für die Feriengäste am See und arbeitet vor allem in der Küche, Maserati hilft ihr und bedient die Gäste. Ihrer Oma geht es jedoch gesundheitlich nicht mehr so gut und Maserati muss sich immer mehr um sie kümmern...Dann ist da noch die Villa in die eine reiche Familie gezogen ist. Die zwei Jugendlichen in der Familie, Theo und sein Cousin Casper, sind beide im Alter von Maserati und habe auch so ihre Lebensgeschichte. Dadurch entsteht eine interessantes Trio, das die Lesenden an ihrem Leben und ihrer Gefühlswellt teilhaben lässt...Mein Meinung:Ich habe bisher noch kein Buch von der Autorin gelesen. Der Schreibstil ist sehr schön, flüssig und atmosphärisch, ich konnte mich sehr gut in diesen Ort hineinfühlen. Insgesamt kann ich sagen, dass es ein eher ruhiges Jugendbuch ist, was ich persönlich sehr angenehm fand. Die Stimmung ist einerseits sommerlich, jugendlich, andererseits etwas betrübt und melancholisch. Wir lesen hier auf 192 eine besondere Sommergeschichte. Aufgrund der doch eher wenigen Seitenanzahl, war nicht jeder Charakter so tiefgründig kennenzulernen aber es waren durchaus präsente Figuren. Trotzdem hätte man an der eine oder andern Stelle noch Potential für eine Ausarbeitung gehabt. Ich fand vor allem die zweite Hälfte der Geschichte stärker. Insgesamt habe ich die Geschichte gern gelesen, hatte mir allerdings etwas mehr Tiefgang erhofft gehabt.Das Cover ist wirklich bezaubernd herzlich, ich liebe diese kleinen Bötchen und ist sehr passend zur Geschichte. Ein passendes Buch für den anstehenden Sommer für Lesende ab 14 Jahren!!Herzlichen Dank für das Buch.Verlag: dtv VerlagSeiten: 192Erschienen: 13.04.2022

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Brigitte
Mit ihrem flirrenden Liebesroman ›Schallplattensommer‹ geht die Sonne auf.

Angela Wittmann, 06.07.2022

Brigitte Woman
Schnell, rotzfrech und sehr unterhaltsam sind die Romane von Alina Bronsky.

Antje Liebsch, 01.07.2022

MDR Kultur
Die Autorin hat wieder einen Roman vorgelegt, der eindringlich von Themen wie Demenz, Selbstmord und... Vernachlässigung erzählt und dabei tatsächlich auch kitschfrei, spannend und witzig ist. mehr weniger

Britta Selle, 29.06.2022

NZZ am Sonntag
Maserati und die beiden Jungengeraten in einen Gefühlsstrudel von Liebe und Eifersucht. Bronsky zei...chnet sie mit all ihren Unsicherheiten, Kränkungen und Sehnsüchten. mehr weniger

Andrea Lüthi, 26.06.2022

Süddeutsche Zeitung
[Alina Bronsky] setzt damit in diesem sommerlich flirrenden, so kirschensatt wie liebeshungrig daher...kommenden Coming-of-Age-Roman bei gleich mehreren Jugendlichen tief greifende Entwicklungen in Gang. mehr weniger

Antje Weber, 03.06.2022

WDR 5, Neugier genügt
›Schallplattensommer‹ ist ein Entwicklungsroman, der mit feiner Beobachtungsgabe die Lebenswirklichk...eit dreier Jugendlicher auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden abbildet. mehr weniger

Juliane Krebs, 16.05.2022

Ö1, Jugendbuch des Monats
Alina Bronsky weiß, was sie tut - und sie kann es. Was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass man beim... Lesen trotz aller erzählerischer Finten und Konstruktionen die emotionale Nähe zu Maserati niemals verliert. mehr weniger

Karin Haller, 01.05.2022

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Alina Bronsky ist Fachfrau im lakonischen Erzählen schwieriger Lebensläufe. […] Bronskys Charaktere ...sind wie Umrisse, eine Menge ist gar nicht erzählt, nur angedeutet, eine bewährte Technik, die Bronskys Beobachtungen und kurze, intensive Ereignisse als Gegenstück ergänzen. mehr weniger

Eva-Maria Nagel, 25.04.2022

WDR 5, Scala
Eine wunderbare Liebesgeschichte mit doppeltem Boden.

Jana Magdanz, 19.04.2022

WDR 1LIVE
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin supergut, sie schafft so eine total tolle Atmosphäre und fin...det wundervolle sprachliche Bilder für die Umgebung und auch die Figuren, sogar für das Essen. (…) Ich habe es ziemlich schnell durchgesuchtet. mehr weniger

Simone Sohn, 13.04.2022

Deutschlandfunk, Die besten 7
Es ist pfiffig geschrieben, sehr versiert geschrieben […] – der Humor entsteht aus Maseratis Sicht d...er Dinge, aus ihrer verschmitzten, manchmal auch sehr klugen, hellen Beobachtungsgabe. mehr weniger

Sylvia Schwab, 01.04.2022

General-Anzeiger
eine flirrend schöne Liebesgeschichte, die das Genre des „Coming-of-Age“-Sommerromans zwar nicht neu... erfindet, ihm jedoch eine originelle Variante hinzufügt. mehr weniger

Claudia Wallendorf, 12.07.2025

Augsburger Allgemeine
Für alle, die im Liegestuhl nicht nur seichte Unterhaltung lesen möchten und Lust auf eine kitschfre...ie Liebesgeschichte zur Sommerlektüre haben. mehr weniger

Birgit Müller-Bardorff, 12.07.2022

diepresse.com
So ein Sommerbuch ist ›Schallplattensommer‹, eine raffiniert erzählte Dreiecksgeschichte.

Rosa Schmidt-Vierthaler, 08.07.2022

Schweiz am Wochenende
Auch ›Schallplattensommer‹ ist eine atmosphärisch-schöne Sommerlektüre. Alina Bronsky entpuppt sich ...hier wiederholt als gute Alltagsbeobachterin mit Blick auf die feinen Zwischentöne. mehr weniger

Caroline Graber, 02.07.2022

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Buch des Monats
Lakonisch erzählt Bronsky von der Einsamkeit, den Kränkungen und den Sehnsüchten einer heranwachsend...en jungen Frau, ohne sich in Details zu verlieren. Gerade hier liegt eine der Stärken des Romans. mehr weniger

01.07.2022

DB mobil
Alina Bronsky schafft mit ›Schallplattensommer‹ eine schöne Leichtigkeit.

01.07.2022

Bonifatiusbote
›Schallplattensommer‹ ist ein Jugendroman, der auch Erwachsene fesseln wird.

26.06.2022

schmitzkatze
Alina Bronskys Roman überzeugt mit seiner eigenwilligen Protagonistin.

Maike Michelis, 01.06.2022

Buch-Magazin
Eine trügerisch schöne Liebesgeschichte von Bestsellerautorin Alina Bronsky.

01.06.2022

BÜCHER Magazin
Alina Bronsky hat mit ›Schallplattensommer‹ einen Roman verfasst, der, ohne in Klischees zu verfalle...n, Maseratis Gefühlschaos feinfühlig darstellt. mehr weniger

01.06.2022

Freistunde
Passend für einen Nachmittag am See mit Sonnenbrille und selbst gemachter Limonade.

Anna-Lena Weber, 13.05.2022

Münchner Merkur
Ein atmosphärisch dichter Roman über ein starkes Mädchen und eine nicht ganz so einfache Liebe.

Dominique Salcher, 03.05.2022

Yango Medien
Gefühlschaos und Familiengeheimnisse – spannende Liebesgeschichte.

Beate Schräder, 01.05.2022

Der Tagesspiegel
Das wird im Lauf der Sommerferienwochen klar, die Alina Bronsky atmosphärisch, aber auch ein wenig a...temlos und auslassungreich skizziert. mehr weniger

Gunda Bartels, 08.04.2022

jugendbuch-couch.de
›Schallplattensommer‹ erzählt von Menschen, die gleich sind und zugleich verschiedener nicht sein kö...nnten. Sie sind jung und frei aber zugleich verwundbar und haben Geheimnisse und Ängste, die sie den anderen gegenüber verheimlichen wollen. mehr weniger

Laura Müller, 01.04.2022

Buchmedia Magazin
Dieses Buch empfehle ich allen Jugendlichen, die nach einer spannenden, tiefgründigen Geschichte suc...hen und nach einem Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. mehr weniger

Theresa Reitter-Metz, 01.04.2022

Falter Sonderthemen
Auch in ›Schallplattensommer‹ gelingt es ihr, über Themen wie Selbstmord, Medien, Mobbing, Demenz un...d soziale Ausgrenzung nonchalant und ohne Larmoyanz oder moralischen Zeigefinder zu schreiben. Bronsky tritt damit einmal mehr den Beweis an, dass Unterhaltung nicht seicht sein muss. mehr weniger

Kirstin Breitenfellner, 16.03.2022