Maserati will nichts mit der Liebe zu tun haben – und schon gar nichts mit den Annäherungsversuchen von Caspar und Theo, den Söhnen der reichen Familie, die gerade die Villa im Dorf gekauft hat. Doch dann stellen die beiden verbotene Fragen ...
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Schallplattensommer
Als einzige junge Frau im Umkreis von dreizehn Kilometern ist Maserati Aufmerksamkeit gewohnt. Dabei will sie nur eines: Den Feriengästen die selbstgemachte Limonade ihrer Oma servieren und die Tage bis zur Volljährigkeit zählen. Mit der Liebe will sie nichts zu tun haben und noch weniger mit den Annäherungsversuchen der Söhne der reichen Familie, die gerade die Villa im Dorf gekauft hat. Doch dann stellen Caspar und Theo verbotene Fragen: Warum hat Maserati kein Smartphone? Wovor hat sie solche Angst? Und wie kann es sein, dass ihr Gesicht das Cover einer alten Schallplatte ziert? Plötzlich steckt Maserati bis zum Hals in Geheimnissen zweier Familien und in der Verwirrung ihrer eigenen Gefühle.
Jetzt im Taschenbuch: Alina Bronskys nostalgisch, schöner Sommerroman.
Eine wunderbar unkitschige und doch emotionale Liebesgeschichte, die die Atmosphäre der ostdeutschen Provinz so glaubhaft schildert, dass man diese wie in einem Film vor sich zu sehen glaubt.
Bibliografische Daten
5. Auflage
Alina Bronsky
Alina Bronsky wurde 1978 in Jekaterinburg, Russland, geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland. Ihr Debütroman ›Scherbenpark‹, der unter anderem für den Jugendliteraturpreis nominiert war, wurde auf Anhieb zu einem Bestseller und für das Kino verfilmt. Es folgten weitere hoch erfolgreiche Bücher wie der Roman ›Baba Dunjas letzte Liebe‹, der lange auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand und für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Alina Bronsky lebt mit ihrer Familie in Berlin.
5 - 10 von 107 Leserstimme
Maseratis Geheimnisse
Alina Bronskys Romane haben immer ein gewisses Niveau und das gilt auch für ihr neues Buch Schallplattensommer.Es erinnert mich leicht an Bronskys erstes Werk Scherbenpark.Wieder steht ein Mädchen im Vordergrund, das zwar unabhängig und eigenwillig, aber noch minderjährig ist. Maserati. Sie ist ein starker Charakter, aber sie hat auch Probleme. Nicht alles enthüllt sich gleich. Geschehnisse der Vergangenheit werden dem Leser erst nach und nach bekannt.Thematisch scheint mir der Roman leicht überfrachtet, so wird auch nicht alles aufgelöst. Das ist mir aber auch ganz Recht so. Ein Autor muss den Lesern nicht alles abnehmen.Was das Buch auf jeden Fall auszeichnet ist Atmosphäre, die sich zum Teil auch aus den geheimnissen ergibt, zum Beispiel das Plattencover, auf dem Maseratis Gesicht zu sehen ist und natürlich die familiäre Situation mit der Mutter, die fehlt und dann gibt es auch noch einen kleinen Bruder. Aber Maserati lebt mit ihrer Großmutter, die zwar eine gute Köchin, aber auch leicht durcheinander ist.Fast würde ich mir eine Fortsetzung wünschen, aber besser man lässt den Roman so stehen, wie er ist.Und doch freue ich mich schon auf den nächsten Roman von Alina Bronsky.
Kurzweiliger Sommerroman
Die sechzehnjährige Maserati lebt in einem Dorf, das beliebt ist bei Wochenendausflüglern und Sommertouristen. Sie lebt dort mit ihrer Großmutter und arbeitet mit ihr gemeinsam in deren kleinem Lokal. Hier hat sie so viel zu tun, dass ihr wenig Zeit bleibt für so unnötige Dinge wie Schulbesuche oder Freundschaften. Eines Tages tauchen zwei neue Jungs in der Gegend auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zwei Cousins, deren Familie eine Villa gekauft hat und in das beschauliche Dorf ziehen will. Dadurch wird plötzlich alles komplizierter für Maserati, vor allem, als der eine ihr eine Schallplatte mit ihrem Konterfei unter die Nase hält. Maserati weiß zwar nicht, was es mit der Schallplatte auf sich hat, aber warum ihr Gesicht darauf abgebildet zu sein scheint. Nach und nach entwickelt sich nicht nur eine Freundschaft zwischen den drei Jugendlichen, es werden blitzlichtartig auch die Geschichten der Personen deutlich, wobei sich viele Fragen beantworten lassen, einiges aber auch offen bleibt. Ich bin ein großer Fan von Alina Bronsky und ich habe auch dieses Buch wieder verschlungen. Mir gefallen ihre eigenartig verschrobenen Charaktere und ihr besonderer Sprachwitz. Dieses Buch hat nicht so viel boshaftes in sich, wie einige ihrer Vorgänger, aber es hat mich dennoch gut unterhalten. Ein Buch mit Tiefgang und Unterhaltungswert, das sowohl jugendliche wie Erwachsene Lesende anspricht.
Sommerliches Gefühlswirrwarr
Maserati ist fast 17, lebt mit ihrer Oma irgendwo in der ostdeutschen Provinz und versucht, möglichst unauffällig durchs Leben zu kommen. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man das einzige Mädchen weit und breit ist, der dementen Großmutter quasi rund um die Uhr in der Gaststätte helfen muss und dazu noch einen außergewöhnlichen Namen trägt. Aber richtig kompliziert wird es erst, als plötzlich die verfallene Nachbarvilla renoviert wird und dort eine Familie mit zwei gleichaltrigen Jungen einzieht. Theo und Caspar wirken zwar auf den ersten Blick nur wie zwei verwöhnte reiche Jungs, haben aber natürlich eigene Verletzungen, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. Doch auch in Maseratis Vergangenheit gibt es Abgründe, die sie unbedingt verbergen will, oder sind sie vielleicht gar nicht so geheim, wie sie hofft? Und was hat das alles mit ihrem Gesicht auf einer alten Schallplatte zu tun, die von Theos Lieblingsband stammt?Alina Bronsky hat einen rasanten Sommerroman geschrieben, dem man an mancher Stelle etwas mehr Sorgfalt für die Figurenzeichnung gewünscht hätte. Zum Beispiel bleibt Georg, Maseratis gehörloser Schulfreund, der mehr als das sein möchte und sie stets unterstützt, holzschnittartig und blass, dabei hätte er definitiv das Potenzial zu mehr Tiefe gehabt und auch verdient. Der Plot an sich besteht aus einer Coming-of-Age-Geschichte, einer Art Dreiecksbeziehung und dem Aufarbeiten von Maseratis Kindheitstrauma und damit verknüpfter Medienkritik und ist durchaus geschickt aufgebaut, sodass man schnell durch die Geschichte fliegt. Ich glaube, dieses Buch sollte man nicht durch eine allzu kritische literaturwissenschaftliche Brille lesen, denn das könnte den Lesespaß trüben. Doch wenn man es als sommerlich-leichtes Snackbuch mit etwas Tiefgang nimmt, macht es Spaß. Und Maserati hat mich durchaus beeindruckt und berührt, da darf es dann auch mal ein bisschen kitschig werden.
Sommergeheimnisse
Maserati lebt in einem kleinen Dorf bei ihrer Großmutter, in deren Snackbude sie als Kellnerin arbeitet. Der Sommer steht vor der Tür und die Gäste werden langsam mehr. Die legendären Teigtaschen der Großmutter schmecken wirklich allen, auch den Bauarbeitern, die plötzlich begonnen haben, die leerstehende Nachbarvilla zu renovieren. Es kündigt sich schnell an, dass dieser Sommer anders werden wird, denn ins Nachbarhaus ziehen zwei Jungs ein - der Sunnyboy Caspar und sein ernster Cousin Theo. Alle tragen ihre Geheimnisse mit sich herum und es stellt sich heraus, dass Theos und Maseratis Geheimnis irgendwie in Zusammenhang stehen. Ganz unkompliziert verläuft die Annäherung nicht zwischen den Dreien, denn sie haben alle ihr Päckchen zu tragen. Vor allem Maserati, die sich hauptsächlich ums Geschäft kümmert, denn die Oma leidet wohl unter beginnender Demenz. Niemand soll das merken, denn Maserati ist noch nicht volljährig. Sie schmeisst den Laden, hält alles am laufen und sucht die vermisste Großmutter, wenn es not tut. Man erkennt schnell, dass sie Hilfe gut gebrauchen könnte und die kommt dann auch von ganz anderer Seite als erwartet. Alina Bronsky hat hier einen ganz besonderen Coming-of-Age Roman geschrieben. Es gibt keine rosige Liebesgeschichte, aber es gibt ein Aufflammen von Gefühlen, es gilt Verantwortung zu übernehmen und auch mal andere Wege zu gehen. Es gibt kein fulminantes Happy End, aber es gibt einen Ausblick, der hoffen lässt. Einen Ausblick, der zeigt, dass niemand ganz allein steht mit seinen Problemen. Ich habe Schallplattensommer sehr gerne gelesen. Es liest sich einfach und flüssig, bietet eine spannende Geschichte und ist somit ein wunderbares Sommerbuch. Für den fünften Stern hätte es noch etwas mehr in die Tiefe gehen können. Das wäre auch Jugendlichen zuzutrauen gewesen.
Kurzweiliger Coming-of-Age-Roman
Ein kurzweilig unterhaltsamer Sommerroman, um ein 16-jähriges Mädchen und zwei zugezogene Cousins, die sich einen Sommer lang kennenlernen - Gefühlschaos und dunkle Geheimnisse inklusive. Ich wollte unbedingt mal ein Roman von Alina Bronsky lesen, weil ich soviel Gutes von ihren Büchern gehört habe. Ich kann also keine Vergleiche zu früheren Werken ziehen. Es ist eine untypische Coming-of-Age-Geschichte, die sommerliche Nostalgie freisetzt, bei der man sich ins atmosphärische Dorfgeschehen katapultiert fühlt. Der unbeschwerte Schreibstil macht es einem leicht, durch die 190 Seiten zu gleiten. Anfangs sprunghaft, gespickt mit Andeutungen, stets auf der Spur nach den Geheimnissen. Die Protagonisten wirken innerlich zerrissen, ihr Verhalten ist rätselhaft und unergründlich, mitunter auch ein bisschen anstrengend und überzeichnet. Die 16-jährige Hauptfigur Maserati ist tough, dickköpfig und verletzt. Sie ist klug genug, sich vor weiterem Übel zu schützen, aber es erfordert Mut, doch Risiken einzugehen. So hat jeder seine Geheimnisse und zeigt nur, was andere sehen dürfen. Es geht um das Freilegen weiblicher Generationskonflikte, das Überwinden von Angst und es fehlt dem Roman nur an Bestand, wenn man versäumt, zwischen den Zeilen zu lesen. Das Ende hat mir gefallen, weil es ungezwungen und subversiv war. Insgesamt hätte ich mir nur ein bisschen mehr der versprochenen Spannung und gefühlvollen Tiefe gewünscht. Manchmal fiel es mir schwer, eine intensivere Verbindung zu den Figuren aufzubauen, obwohl ich Maseratis außergewöhnliche Art sofort mochte. Insgesamt hat mich der geheimnisvolle Sommerroman „Schallplattensommer“ aber gut unterhalten.Fazit: Ein angenehm zu lesender Schreibstil und eine zunächst unscheinbar wirkende Geschichte, mit interessantem Verlauf, verspricht, trotz kleiner Schwächen, ein kurzweiliges Sommerfeeling.
Wunderbarer Roman, der einen mitreißt
Das Cover finde ich auch dieses Mal wieder außerordentlich gelungen. Ich mag die Farbkombination aus einem hellen Orange, das an den Rändern des Buches in ein helles Blau übergeht, weil es dadurch wunderbar das Gefühl des Sommers ausstrahlt, ebenso wie das Ruderboot in der Mitte des Buches. Dabei geht die Gestaltung aber tiefer und verweist durch die Darstellung wunderbar auf den Inhalt ohne dabei zu viel oder zu wenig zu verraten.Die Geschichte klang erstmal gar nicht so spektakulär: Maserati ist es gewohnt, Aufmerksamkeit zu erhalten, schließlich ist sie in dem kleinen Ort das einzige weibliche Wesen unter 40 Jahren. Dabei will sie eigentlich nur in der kleinen Gaststätte ihrer Großmutter aushelfen und möglichst wenig auffallen, doch das ändert sich, als in das große Haus im Dorf wieder Bewohner einziehen. Die Cousins Theo und Casper sind zwar komplett unterschiedlich, ziehen Maserati aber trotzdem in ihren Bann. Doch dann fangen die beiden Fragen zu stellen, auf die sie keinesfalls antworten will und sie muss sich entscheiden, ob sie sich ihrer Vergangenheit stellt oder riskiert, ihr Leben, so wie sie es kennt, zu verlieren.Ich stelle jedes Mal wieder fest, wie sehr ich den Schreibstil von Alina Bronsky mag. Sie hat eine bewundernswerte Art, ohne viele Worte eine emotionale und tiefgründige Geschichte zu erzählen. Dabei ist der Schreibstil nicht einmal besonders emotional oder poetisch, aber für mich ist gerade die fast schon nüchterne Art, in der die Geschichte erzählt wird, der Grund, warum sie mich so packt und zum Nachdenken bringt.Das liegt aber auch an den Charakteren und der Geschichte. Maserati wirkt zunächst sehr abweisend und fast schon kalt, besonders im Umgang mit Theo und Casper. Das hat mich zu Beginn etwas irritiert und ich habe es ein wenig darauf geschoben, dass sie bei ihrer Oma in dem kleinen Ort wenige soziale Kontakte hat, aber damit lag ich wirklich gründlich falsch und habe mich ein wenig über meine eigenen Vorurteile geärgert. Gerade, dass man aber mit diesen konfrontiert wird, macht das Buch für mich so reizvoll. Ich hatte oft, dass Gefühl, zu wissen, was passiert und wie die Geschichte sich entwickelt, aber meistens hat sich die Geschichte dann doch etwas anders entwickelt, als erwartet. Ich mochte, dass der Schreibstil recht nüchtern bei der Beschreibung der Geschichte bleibt und nie versucht, emotional oder dramatisch zu werden, man aber dennoch ab einem gewissen Punkt mitfiebert und mitleidet. Die Jungs blieben für mich tatsächlich ein wenig wage und fast schon konturlos, aber genau das wirkte beabsichtigt und sorgt für mich dafür, dass man alles mögliche in die Geschichte projizieren kann. Alles in allem hat Alina Bronsky es mal wieder geschafft, mich mit ihrem Buch zu begeistern, obwohl es so kurz ist. Dennoch fasziniert mich die Geschichte und vor allem die Charaktere, sodass ich das Buch wirklich verschlungen habe und auch im Nachhinein noch über das Ende nachgedacht habe. Ich hätte mir fast gewünscht, dass die Geschichte noch länger gewesen wäre, aber vermutlich hätte sie dann nicht den gleichen Zauber gehabt.
Ein ganz besonderer Sommer
Maserti ist das einzige Mädchen im Umkreis von 13 Km und hilft ihrer Oma in einem kleinen Lokal an einem ostdeutschen Badesee. Die Oma steht in der Küche und macht Teigtaschen, Maserati serviert derzeit den Gästen Limonade. Leider steht es um die Gesundheit der Großmutter nicht zum Besten, die Demenz schreitet voran und Maserati begreift, daß sie sich vermehrt um die Oma kümmern muß. Eine Veränderung und Abwechslung aus dem Alltag ergibt sich, als eine Familie mit zwei Jugendlichen in Maseratis Alter in die Nachbarschaft ziehen. Der reichen Familie kann Maserati ihren gehörlosen Freund Georg als Gärtner vermitteln. Und nun lernt der Leser die Nachbarjungs kennen - zum einen den Stubenhocker Theo und seinen Cousin Caspar. Caspar ist der Aktivere, er ist es auch, der jeden Morgen zum Steg am See geht, um Maserati beim Schwimmen zuzusehen. Aber alle drei Teenies haben bereits einen schweren Rucksack mit Begebenheiten und Geheimnissen aus der Vergangenheit zu tragen und daran zu knabbern - das in einem Alter, in dem das Leben noch leicht und unbeschwert sein sollte. Nachdem ich schon einige Bücher der Autorin kenne, wollte ich auch ihr neuestes unbedingt lesen. Es beschreibt nur die kurze Zeitspanne eines Sommers, ist mit seinen 192 Seiten auch nicht sehr umfangreich, weshalb die Charakterisierung der Jugendlichen auch nicht sehr in die Tiefe geht. Das pastellfarbene Cover fand ich übrigens sehr schön und gelungen. Der Schreibstil ist schnörkellos und flüssig zu lesen. Die Atmosphäre des Sommers in der Pampa war für mich bildhaft dargestellt, jedoch die Figuren und die Geschichte haben mich nicht nachhaltig berührt. Vielleicht kommt es auch daher, daß es sich um einen Jugendroman handelt. Ich hatte das Gefühl, die Jugendlichen aus einer gewissen Distanz zu beobachten. In diese Geschichte fühlte ich mich nicht mitgenommen, daher wird es vermutlich bald in Vergessenheit geraten. Nichtsdestotrotz finde ich positiv, daß die Autorin immer ganz besondere Persönlichkeiten und ihr Schicksal in den Mittelpunkt ihrer Geschichten stellt, die man dann als Leser über eine kurze Zeitspanne begleitet. Ich hatte mit dem Schallplattensommer unterhaltsame Lesestunden und so ganz nebenbei, mein erstes Buch der Autorin „Baba Dunjas letzte Liebe“ bleibt weiterhin mein Lieblingsbuch.
Ein aufregender Sommer!
KlappentextAls die verfallene Villa am Ende der Dorfstraße von einer unbekannten Familie mit zwei Söhnen gekauften wird, will die siebzehnjährige Maserati mit den Neuen nichts zu tun haben. Doch Caspar und Theo scheinen mehr über Maserati zu wissen, als sie vorgeben - und plötzlich sind sie sich viel näher, als sie es je zulassen wollte …CoverDas Cover ist sehr ansprechend und mit seinen auffallenden Farben ein richtiger Blickfang.SchreibstilDer Schreibstil ist angenehm leicht, man fliegt durch die Seiten und es macht Spaß durch die Geschichte getragen zu werden. Inhalt/RezensionMaserati ist eine Musterschülerin, hat aber vorzeitig die Schule verlassen, um ihrer Oma mit einem heruntergekommenen, aber gut besuchtem Restaurant zu helfen. Ihr Bruder wurde zu einer Pflegefamilie gegeben, nachdem ihre Mutter die Kinder nicht richtig versorgt hatte.Die Jugendliche ist sehr stark und fähig für sich und ihre Oma allein zu sorgen. Dennoch hat man das Gefühl beim Lesen, dass ihre ganze Jugend und die Leichtigkeit auf der Strecke bleibt.Theo und Casper ziehen in die Straße und wirbeln Maseratis Leben etwas durcheinander.Ich konnte mich sehr gut in das Mädchen hinein versetzen und habe auch mit ihr mitgefühlt. Der Roman ist perfekt für den Sommer und bringt Leichtigkeit, Gefühl und Entspannung mit.FazitEine Coming-of-age Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.Zum BuchBuchlänge: 190 SeitenAutorin: Alina BronskyVerlag: dtv
Nostalgisches Sommerfeeling
In "Schallplattensommer" lässt Alina Bronsky einen eintauchen in die Welt von der jungen Maserati. Eine Jugendliche im Alter von 16./17. Jahren die in einem kleinen abgelegenen Dorf bei ihrer Großmutter lebt. Ihr Tagesablauf ist immer gleich. Sie arbeitet in der Gaststätte ihrer Oma, bedient, putzt und hilft beim Kochen der berühmten mit Hack gefüllten Maultaschen, wenn sie darf, denn damit ist ihre Großmutter sehr penibel.Ihre einzige Freude ist es im Sommer in den nah gelegenen See zu springen. Als Theo und Caspar in die Villa am Rand des Dorfes einziehen, bekommt sie mehr Aufmerksamkeit als sie möchte und die beiden kommen ihrem Geheimnis viel zu nahe. Doch auch Theo und Caspar haben Geheimnisse vor ihr. Ich fand die Geschichte wunderbar erzählt. Ich musste öfter schmunzeln und war neugierig auf die Hintergründe bzw. Vergangenheit der Familien. Die Autorin schafft es ein Sommerfeeling einzufangen und hat mich mit ihrer Sprache und Erzählweise in den Bann gezogen.Es ist mein erstes Buch der Autorin und bestimmt nicht mein letztes. Ich würde es jedoch nicht als Jugendbuch einordnen. Die Protagonisten sind zwar Jugendliche und die Geschichte kann man einordnen in Coming-Of-Age Literatur, aber der feine und literarische Schreibstil und die ruhige und langsame Geschichte, trotz der schweren Themen und Hintergründe hätte ich in meinen Jugendjahren nicht zu würdigen gewusst, obwohl ich sehr viel gelesen habe. Das Cover gefällt mir sehr gut und passt zu der Stimmung, die das Buch hinterlässt. Schwere Themen werden in dem Buch aufgegriffen, aber nicht intensiv darauf eingegangen. Manche Leser:innen werden das eventuell bemängeln, aber für mich war es eine sehr gute Mischung. Es ist jedoch sehr schwer dieses Buch in eine Schublade zu stecken, was ich gut finde, aber für den Verkauf ein Problem darstellen könnte. Natürlich ist es auch eine Liebesgeschichte, aber auch diese spielt sich nicht in den Vordergrund. Fazit: Ein Lesegenuss, aber wahrscheinlich nicht für Jedermann.
Schicksalhafte Begegnungen
Als einziges Mädchen weit und breit und noch dazu mit dem ausgefallenen Namen Maserati lebt es sich mit einer dementen Großmutter, die den Lebensunterhalt mit einer kleinen Gaststätte betreibt, recht stressig. Kurz vor ihrem 17. Geburtstag tauchen Theo und Caspar auf, Söhne reicher Eltern, die von Maseratis Problemen keine Ahnung haben. Und da ist Georg, der taubstumme ehemalige Klassenkamerad, der für Maserati immer schon der Retter in der Not war. Aber da sind auch Geheimnisse, die so geheim gar nicht sind. Und Maserati will einfach nur schnell volljährig werden, bevor doch noch alles schiefgeht …Dieses Buch ist unendlich traurig und zugleich wunderschön! Man kann so oft schmunzeln und breit grinsen, weiß aber genau, dass das eine Art Galgenhumor ist. Immer wieder wird das Herz schwer und man möchte in die Geschichte springen und helfen. Maserati ist ein Mädchen, dem die Kindheit in gewisser Weise gestohlen wurde. Aber sie weiß auch, wer es gut mit ihr meint und wen sie schützen muss – und das mit allen Mitteln! Neben all ihren Pflichten, die sie sich selbst auferlegt hat, schafft sie sich kleine Inseln für sich allein. Sie könnte so schön unterm Radar fliegen, wenn da nicht das Leben einen Joker ausspielen würde und ihr in Form von neuen Nachbarn einen Streich spielte. Wird dadurch alles schlimmer? Oder doch besser? Oder einfach nur anders?Die Story ist durchweg wie mit einem Nebel durchzogen. Das meiste bleibt im Verborgenen, vieles wird nur angedeutet und so hat der Leser jede Menge Raum für Kopfkino und eigene Schlüsse. Doch gerade das Ungesagte wiegt schwer und spricht für sich. Das hat Alina Bronsky unbeschreiblich gut hinbekommen und damit ein Buch geschaffen, das das Zeug zum Highlight hat. Auf so wenigen Seiten so viel zu sagen, so viele Themen unterzubringen, so viel Mut zu machen, das ist eine ganz besondere Leistung. Die Pubertät, die (erste) Liebe, Drogen, Vernachlässigung, Demenz, Schulabbruch, die Macht der Medien - das sind nur einige der angeschnittenen Themen. Da ist jede Menge Stoff für Diskussionen und Gelegenheit, Dinge mal von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten. Ich mag Maserati sehr – sie ist ein starkes Mädchen, dem ich gern helfen möchte, dem ich aber auch zutraue, das alles ohne Zusammenbruch (auch nicht in späteren Jahren) zu meistern. Ich mag auch Theo und Caspar, auch wenn die beiden immer wieder jedes auch noch so kleine (aber gern auch die ganz großen) Fettnäpfchen treffen. Ich mag Georg, der ein herzensguter Mensch ist, aber auch Fehler hat und macht. Ich mag die Oma, die ganz eigene Ansichten hat, aber auch ein großes Herz – und nicht gerade wenig ertragen musste. Ich mag sogar Annabelle, auch wenn sie in ihrer Hilflosigkeit gern mal das Falsche tut und sagt. Ich habe mit diesem Buch einen Feriensommer erleben dürfen, war Gast bei Maserati und ihrer Oma, habe die Luft und den See gerochen und gespürt und bin wieder nach Hause gefahren. Ich hoffe, wenn ich wieder mal Urlaub da mache, existiert die kleine Gaststätte noch und ich erfahre, was die Zeit den beiden noch brachte. Bis dahin lasse ich fünf Sterne hier!
Pressestimmen
Mit ihrem flirrenden Liebesroman ›Schallplattensommer‹ geht die Sonne auf.
Angela Wittmann, 06.07.2022
Schnell, rotzfrech und sehr unterhaltsam sind die Romane von Alina Bronsky.
Antje Liebsch, 01.07.2022
Die Autorin hat wieder einen Roman vorgelegt, der eindringlich von Themen wie Demenz, Selbstmord und... Vernachlässigung erzählt und dabei tatsächlich auch kitschfrei, spannend und witzig ist. mehr weniger
Britta Selle, 29.06.2022
Maserati und die beiden Jungengeraten in einen Gefühlsstrudel von Liebe und Eifersucht. Bronsky zei...chnet sie mit all ihren Unsicherheiten, Kränkungen und Sehnsüchten. mehr weniger
Andrea Lüthi, 26.06.2022
[Alina Bronsky] setzt damit in diesem sommerlich flirrenden, so kirschensatt wie liebeshungrig daher...kommenden Coming-of-Age-Roman bei gleich mehreren Jugendlichen tief greifende Entwicklungen in Gang. mehr weniger
Antje Weber, 03.06.2022
›Schallplattensommer‹ ist ein Entwicklungsroman, der mit feiner Beobachtungsgabe die Lebenswirklichk...eit dreier Jugendlicher auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden abbildet. mehr weniger
Juliane Krebs, 16.05.2022
Alina Bronsky weiß, was sie tut - und sie kann es. Was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass man beim... Lesen trotz aller erzählerischer Finten und Konstruktionen die emotionale Nähe zu Maserati niemals verliert. mehr weniger
Karin Haller, 01.05.2022
Alina Bronsky ist Fachfrau im lakonischen Erzählen schwieriger Lebensläufe. […] Bronskys Charaktere ...sind wie Umrisse, eine Menge ist gar nicht erzählt, nur angedeutet, eine bewährte Technik, die Bronskys Beobachtungen und kurze, intensive Ereignisse als Gegenstück ergänzen. mehr weniger
Eva-Maria Nagel, 25.04.2022
Eine wunderbare Liebesgeschichte mit doppeltem Boden.
Jana Magdanz, 19.04.2022
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin supergut, sie schafft so eine total tolle Atmosphäre und fin...det wundervolle sprachliche Bilder für die Umgebung und auch die Figuren, sogar für das Essen. (…) Ich habe es ziemlich schnell durchgesuchtet. mehr weniger
Simone Sohn, 13.04.2022
Es ist pfiffig geschrieben, sehr versiert geschrieben […] – der Humor entsteht aus Maseratis Sicht d...er Dinge, aus ihrer verschmitzten, manchmal auch sehr klugen, hellen Beobachtungsgabe. mehr weniger
Sylvia Schwab, 01.04.2022
eine flirrend schöne Liebesgeschichte, die das Genre des „Coming-of-Age“-Sommerromans zwar nicht neu... erfindet, ihm jedoch eine originelle Variante hinzufügt. mehr weniger
Claudia Wallendorf, 12.07.2025
Für alle, die im Liegestuhl nicht nur seichte Unterhaltung lesen möchten und Lust auf eine kitschfre...ie Liebesgeschichte zur Sommerlektüre haben. mehr weniger
Birgit Müller-Bardorff, 12.07.2022
So ein Sommerbuch ist ›Schallplattensommer‹, eine raffiniert erzählte Dreiecksgeschichte.
Rosa Schmidt-Vierthaler, 08.07.2022
Auch ›Schallplattensommer‹ ist eine atmosphärisch-schöne Sommerlektüre. Alina Bronsky entpuppt sich ...hier wiederholt als gute Alltagsbeobachterin mit Blick auf die feinen Zwischentöne. mehr weniger
Caroline Graber, 02.07.2022
Lakonisch erzählt Bronsky von der Einsamkeit, den Kränkungen und den Sehnsüchten einer heranwachsend...en jungen Frau, ohne sich in Details zu verlieren. Gerade hier liegt eine der Stärken des Romans. mehr weniger
01.07.2022
Alina Bronsky schafft mit ›Schallplattensommer‹ eine schöne Leichtigkeit.
01.07.2022
›Schallplattensommer‹ ist ein Jugendroman, der auch Erwachsene fesseln wird.
26.06.2022
Alina Bronskys Roman überzeugt mit seiner eigenwilligen Protagonistin.
Maike Michelis, 01.06.2022
Eine trügerisch schöne Liebesgeschichte von Bestsellerautorin Alina Bronsky.
01.06.2022
Alina Bronsky hat mit ›Schallplattensommer‹ einen Roman verfasst, der, ohne in Klischees zu verfalle...n, Maseratis Gefühlschaos feinfühlig darstellt. mehr weniger
01.06.2022
Passend für einen Nachmittag am See mit Sonnenbrille und selbst gemachter Limonade.
Anna-Lena Weber, 13.05.2022
Ein atmosphärisch dichter Roman über ein starkes Mädchen und eine nicht ganz so einfache Liebe.
Dominique Salcher, 03.05.2022
Gefühlschaos und Familiengeheimnisse – spannende Liebesgeschichte.
Beate Schräder, 01.05.2022
Das wird im Lauf der Sommerferienwochen klar, die Alina Bronsky atmosphärisch, aber auch ein wenig a...temlos und auslassungreich skizziert. mehr weniger
Gunda Bartels, 08.04.2022
›Schallplattensommer‹ erzählt von Menschen, die gleich sind und zugleich verschiedener nicht sein kö...nnten. Sie sind jung und frei aber zugleich verwundbar und haben Geheimnisse und Ängste, die sie den anderen gegenüber verheimlichen wollen. mehr weniger
Laura Müller, 01.04.2022
Dieses Buch empfehle ich allen Jugendlichen, die nach einer spannenden, tiefgründigen Geschichte suc...hen und nach einem Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. mehr weniger
Theresa Reitter-Metz, 01.04.2022
Auch in ›Schallplattensommer‹ gelingt es ihr, über Themen wie Selbstmord, Medien, Mobbing, Demenz un...d soziale Ausgrenzung nonchalant und ohne Larmoyanz oder moralischen Zeigefinder zu schreiben. Bronsky tritt damit einmal mehr den Beweis an, dass Unterhaltung nicht seicht sein muss. mehr weniger
Kirstin Breitenfellner, 16.03.2022