Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen
Eine liebevolle, witzige und wundersame Auseinandersetzung mit einem ungewöhnlichen Thema: Dem Tod.
8,99 €
(0,00 € / )
Wird sofort digital versendet
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen
Samuel geht niemals raus. Nie! Viel zu gefährlich!
Doch eines Tages steht plötzlich ein kleines Mädchen mit schwarzem Umhang und Sense vor ihm. „Hallo, ich bin der kleine Tod, aber du kannst auch Frida zu mir sagen!“ Natürlich will Samuel, dass Frida sofort wieder verschwindet, aber nee, Frida bleibt. Schließlich hat der große Tod sie geschickt. Samuel soll ihr das Leben zeigen. Ausgerechnet Samuel, der nie (wirklich nie!) rausgeht. Denn Risiken aller Art und Naturgewalten lauern da, und nicht zu vergessen: Kinder! Die größten Keimschleudern überhaupt. Perfekt, findet Frida. Denn was sie Samuel verschwiegen hat: Ihre große Prüfung wird sein, ihn zu holen. Zumindest glaubt sie das.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Anne Gröger
Anne Gröger studierte Drehbuch an der Hamburg Media School. Seit Ende ihres Studiums arbeitet sie als freie Autorin für Film, Fernsehen und Hörspiele. Mit ihrem Debut "Hey, ich bin der kleine Tod" schrieb sie sich direkt ins Herz der Leser und gewann unter anderem den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis, den Korbinian und war Teil der Besten 7 des Deutschlandfunk.
Fréderic Bertrand
Fréderic Bertrand hat Grafikdesign in Bremen studiert. In den Fächern Illustration und Trickfilm hat er besonders gut aufgepasst. Nun wohnt er in Berlin und zeichnet Bilder für Kinderbücher.
3 - 10 von 58 Leserstimme
Ein recht ernstes Thema amüsant verarbeitet
Als erstes hat mir das Cover sehr gut gefallen. Im Buch selbst sind immer wieder kleine lustige Illustrationen gezeichnet. Zum Inhalt: Es geht um Samuel der die meiste Zeit seines Lebens aufgrund einer Immunschwäche im Krankenhaus verbringen muss. Er hat grosse Angst vor Bakterien, anderen Menschen -besonders keimverseuchte Kinder-, geht nicht nach draußen und wenn dann nur mit Schutzausrüstung. Doch dann tritt ein kleiner gelockter Wirbelwind mit Umhang und Sense in sein Leben. FRIDA, oder halt der kleine Tot. Sie ist noch in der Ausbildung und möchte eigentlich auch lernen wie es ist Mensch zu sein. Mit allem was dazu gehört, Nahrungsaufnahme, Toilettengänge (die anfangs etwas schief gehen) rausgehen und die Welt erkunden. Nur leider ist sie bei Samuel da an der falschen Adresse. Um ihn aber doch noch herauszulocken und vielleicht dann als Kleiner Tod doch noch "abholen" zu können muss sie sich ganz schön was einfallen lassen. Ich fand das Buch total schön und niedlich geschrieben. Es geht um Freundschaft, Ängste die man überwinden muss und das Leben und den Tod. Besonders toll fand ich das Ende. Ob es positiv oder negativ ist... hmm tja wer weiß... lebst lesen.
Der Tod gehört zum Leben
Volle 5 Sterne für ein wunderbares lustiges und zugleich ernstes Buch. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht. Der kleine Tod, aber dazu ein zauberhaftes Cover. Passt das überhaupt zusammen? Meiner Meinung ja, auf alle Fälle, wie man an dieser Geschichte um Samuel und Frida lesen kann. Der Tod gehört zum Leben dazu. Samuel musste das schon häufiger erleben, da er eine schlimme Autoimmunerkrankung hat, und sein Leben schon öfters auf Messersschneide stand. Nun mit einem neuen Medikament ist er weniger gefärdet und wird aus dem Krankenhaus, quasi in sein neues Leben entlassen.Total ungewohnt für den Armen, denn die Angst vor dem Sterben ist nach wie vor groß. Und da kommt Frida, der kleine Tod. Sie zeigt ihm wie Leben geht.Samuel und Frida, so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Der Leser wird beide in sein Herz schließen, weil sie authentisch sind.Freundschaft, Freude, Liebe, Leiden, Träumen, Mut, Lachen und sich selber spüren mit allen Konsequenzen. Ein echtes Mut-mach-Buch, das zeigt, dass es sich lohnt jedes Risiko einzugehen. Es lohnt sich immer, wenn man ein Ziel vor Augen hat.
Der Weg zurück ins Leben
Das Cover dieses Buches hat mich neigierig gemacht. Ein Mädchen mit Löwenmähne und einer Sense, größer als sie selbst und ein blass wirkender Junge. Samuel, ein 11 jähriger Junge wird durch eine Stammzellenspende geheilt. Er kann es nicht recht gauben und möchte in seiner Welt voll Desinfektionsmittel und Vorsichtsmaßnahmen weiterleben. Frida, der kleine Tod, macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Sie hat den Auftrag vom großen Tod, das Leben kennenzulernen. Sie macht alle Vorsätze Samuels, z.B. sich nicht mit Freunden zu treffen, zunichte. Ein kunterbuntes Abenteuer beginnt. Schließlich werden die beiden sogar Freunde. Die Charaktere der beiden Protagonisten sind bildhaft beschrieben und man sieht sie regelrecht vor sich, in ihrer schrulligen Art (Frida) und dem, alles über Krankheiten wissenden ,Samuel.Das Buch würde ich gerne weiterempfehlen, da es ein Tabuthema in humorvoller, kindgerechten Art, anspricht. Es bringt den Leser sogar zum Lachen.
Der Tod ist ein Mädchen - und verliert seinen Schrecken
Schon der Titel ist so außergewöhnlich, dass man erstmal innehalten und darüber nachdenken muss. Irgendwie scheint das nicht so richtig zueinander zu passen, der „kleine Tod“ und die Anmerkung, dass man auch „Frieda“ zu ihm sagen könne. Aber genau das erweckt die erste Neugierde, sodass man ganz automatisch einen näheren Blick auf dieses ungewöhnliche Buch riskiert. Das Cover zeigt in witzigem Comicstil einen skeptisch blickenden Jungen und den kleinen Tod in Gestalt eines Mädchens mit unglaublich vielen verwuschelten Haaren, das keck mit einer Sense in der Hand um sich blickt. Der Klappentext verrät dem nun noch interessierteren potentiellen Leser, worum es in den nächsten 200 Seiten gehen wird. Der 11-jährige Samuel leidet an einer gefährlichen Immunschwäche, die ihn fast sein ganzes Leben lang an ein Krankenhausbett gefesselt hat. Dieses Leben ist bestimmt von der Angst vor allen Gefahren des gewöhnlichen Alltags und als er auf ein seltsames Mädchen mit einer Sense trifft, glaubt er sich dem Ende nahe. Die beiden ungleichen Kinder, die zunächst ganz gegensätzliche Ziele verfolgen, wagen sich gemeinsam in eine Welt, die beiden völlig fremd ist.Das Buch fesselt den Leser von der ersten Seite an. Obwohl es eine Altersempfehlung ab 10 Jahren hat, langweilt man sich auch als erwachsener Leser keinen Augenblick. Anne Gröger entwirft schon in den ersten Kapiteln zahlreiche charmant skurrile Figuren, die in Erinnerung bleiben und obwohl Themen angesprochen werden, die ernst und traurig sind, gelingt es der Autorin, diese so komisch zu erzählen, dass man als Leser ständig etwas zu lachen hat, wenn auch der ernste Hintergrund immer im Bewusstsein bleibt. Gleichzeitig stellt sie kindgerecht wichtige Fragen danach, ob man seine eigene Freiheit und Freude durch das Vermeiden jeglichen Risikos einschränken sollte. Ja, das Leben ist lebensgefährlich, in der Welt lauern Keime, Unfallgefahren im Verkehr und Hundebisse. Aber lebt man, wenn man all diese Bedrohungen vermeidet und sich zu Hause verschließt? Es ist nicht schwer zu erraten, auf welche Antwort die Autorin kommen wird. Die sehr gelungenen und urkomischen Zeichnungen von Fréderic Bertrand erhöhen den Lesespaß noch ganz besonders für jüngere Kinder. Das Buch ist aber aufgrund seines extrem witzigen und intelligenten Schreibstils auch für Ältere geeignet, die in der Lage sein werden, zahlreiche Bemerkungen richtig zu verstehen, die jüngeren Kindern noch verborgen bleiben.
Leben und Tod
Frida und Samuel - zwischen den beiden Kindern liegen buchstäblich Welten. Denn Fridas Aufgabe ist es, Gestorbene abzuholen. Und Samuel kennt Krankenhäuser nur zu gut, ebenso wie Todesangst und die Angst vor Keimen und anderen Krankheitserregern. Denn aufgrund seines schwachen Immunsystems könnten sie für ihn stets das Ende bedeuten. Und während Frida es zunächst gar nicht erwarten kann, dass Samuel endlich das Zeitliche segnet und sie ihres Amtes walten kann, muss Samuel eigentlich erst einmal lernen, sich nicht zu Hause aus Furcht zu vergraben, sondern anzufangen zu leben...Wie bringt man ein derartig ernstes, eigentlich todtrauriges Thema kindgerecht rüber? Die Autorin bleibt hier immer wieder humorvoll und schreibt mit einem Augenzwinkern, weswegen man auch Frida nie böse sein kann. Schließlich hat sie selbst mit so einigen Herausforderungen zu kämpfen. Dennoch zieht einen die Geschichte natürlich zwangsläufig ein wenig hinunter. Das lässt sich gar nicht vermeiden, wenn man schon selbst vom Tod eines Liebsten betroffen war. Aber auf alle Fälle eine gelungene Umsetzung!
Zum Nachdenken und dennoch super lustig
Der 11 jährige Samuel leidet an einer Autoimmunerkrankung und musste sein Leben lang von allem ferngehalten werden um sich ja keinen Virus und Bakterien einzufangen. Und lag die meiste Zeit seiner Kindheit im Krankenhaus. Schon mehrmals war er dem Tod sehr nah. Nach einer neuen Behandlung geht es ihm besser und als er das Krankenhaus verlassen darf und wieder nach hause in sein Zimmer kann tut er dennoch alles dafür um ja nicht krank zu werden, was auch bedeutet einen Schutzanzug anzuziehen, wenn er vor die Tür geht und ganz wichtig ist das Desinfektionsspray.Aber dann eines Tages steht auf einmal der leibhaftige Tod in seinem Zimmer vor ihm. In schwarzem Gewand und mit Sense. Aber moment mal was ist denn das....... der Tod ist ja ein Mädchen. Ein Mädchen namens Frida, sie ist aber nur der "kleine" Tod und soll sich unter die Menschen mischen, um ein bisschen mehr über sie zu erfahren um dann im besten Fall auch bald Menschen zu holen wie es ihr Boss der Große Tod macht. Und dieses kennenlernen der Menschenwelt wird für den Leser echt richtig witzig. Denn Frida kennt sich wirklich gar nicht aus und isst zb Samuels Zimmerpflanze oder lässt ihr Pippi einfach laufen als sie mal muss, Klos gibt es in ihrer Welt wohl nicht.Aber sie schafft mit ihrer nervigen Art auch etwas, dass Samuels Eltern bisher nicht geschafft haben...... er geht mit ihr nach draußen auf den Spielplatz, zwar mit seinen ganzen Sicherheitsvorkehrungen aber immer hin geht er.Und das soll nicht das einzige Abenteuer für die beiden werden. Samuel wird immer mutiger, denn ebenso wie Frida lernt auch er die Welt gerade komplett neu kennen.Das Buch schafft es auf jeden Fall ein sehr ernstes Thema wie Krankheit und Tod mit einer echt lustigen Geschichte zu kombinieren. Und Frida ist echt der coolste "Tod" den man sich vorstellen kann.Zwischen dem Text hat man immer wieder karierte Flächen, auf denen Frida sich Notizen macht, zum Beispiel als sie gesehen hat, wie ein Kind von der Wippe gefallen ist notiert sie sich, dass Wippen echt gefährlich sind, was der kleine Tod natürlich super findet, und dass sie unbedingt mit Samuel wippen muss, um ihn dann vielleicht "holen" zu können.Ja irgendwie ist das ganze schon etwas makaber. Aber so gehalten, dass es für Kinder einfach lustig ist. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert beim lesen. Die entstehende Freundschaft zwischen dem kranken Samuel und Frida, dem Kleinen Tod, ist toll zu verfolgen. Zum Ende hin nimmt das ganze noch einen richtig spannenden Lauf und wir empfehlen dieses Buch sehr gerne weiter.
Samuel und Frida
Die Geschichte hört sich gut an: Samuel, dessen Immunsystem ein wenig sehr verrückt spielt (Autoimmunerkrankung, hab ein wenig Ahnung davon); und Todes – Azubi Frida, die auch der Kleine Tod genannt wird, als Lehrling vom Großen Tod. Frida möchte Samuel durch die Gegend jagen, naja, mit dem Hintergrund, dass sie dann den Elfjährigen bald los hat, weil draußen nun mal viele Gefahren für ihn drohen. Aber Samuel will nicht, er ist ein Stubenhocker, was verständlich ist, denn draußen lauert wohl der Große Tod, und Frida neben ihm...Allein schon der Buchtitel, der äußerst witzig ist, deutet an, dass das Buch nur gut sein kann. Buchtitel zeigen einiges schon über ein Buch.Und die Widmung. Für alle rotznasigen, blutverschmierten und mit Dreck überzogenen Spielplatzkinder…dann erst die rotzfrechen Kapitelüberschriften, 20 an der Zahl: Und am Schluss – eines Tages werden wir uns wiedersehen… sagt schon klar, Samuel wird es vorerst überleben.Samuel ist ein Neunmalkluger Immunsystem geschädigter Elfjährige. Er veranstaltet Notfallübungen, bei denen er Pflegekräfte strapaziert, sie gegen Schubläden stoßen lässt und auf Schmierseife a la Kotze ausrutschen. Er steckt in einem keimfreien Krokodilanzug und weiß alles besser. Auftritt Frida? Bald!Titelbild: Unglaublich witziges Titelbild, so witzig – da würde im Buchladen auch jeder offensichtlich erwachsene Mensch danach greifen. Auf dem Bild in unterschiedlichen Grüntönen Samuel etwas verstört und überrascht, daneben die lustige Frida mit dickem Wunschelkopf, einem Totenkopf T- Shirt und einer dicken Sense in den Händen, clever vor sich hin feixend!Dieses Buch ist großartig für Kinder, um ihnen zu verdeutlichen - ‚der Tod gehört zum Leben‘. Denn wenn Oma und Opa sterben, wenn vielleicht sogar Freunde oder Freundinnen sterben, oder das Kind selbst mit einer Krankheit kämpft… jeder Tag ist ein Geschenk, also langweilt euch nicht.ab 10 Jahren, September 2021, dtv Junior
Vom Mut zu leben bis zum Sterben
Der Tod ist ein Thema, das uns alle eines Tages betrifft und dass uns alle immer irgendwie begleitet, ob wir wollen oder nicht. Es ist leider für viele noch ein Tabuthema mit ihren Ki dern darüber zu sprechen. "Hey, ich bin der kleine Tod, aber du kannst auch Frida zu mir sagen" von Anne Gröger greift das schwere Thema auf und packt es in eine humorvolle Geschichte, die zeigt, dass man auch Mut zum Leben braucht.Samuel verbringt seine Kindheit im Krankenhaus. Nachdem sein schwaches Immunssystem behandelt wurde, darf er nach Hause. Wo andere sich freuen würde, sieht Samuel jedoch lauter Keime, Bakterien und Gefahren. Als er den kleinen Tod kennenlernt, denkt er, dass sein Leben jetzt vorbei ist. Dich unter der Kutte verbirgt sich das Mädchen Frida und die hat einen besonderen Auftrag, der ihr nicht ganz passt. Immerhin will sie die Prüfung bestehen. Eines haben die Zwei gemeinsam: Sie wollen sich sschnellst möglich loswerden. Das dunkelgrüne Cover zeigt Frida mit Samuel. Während Samuel bewaffnet mit Desinfektionsspray eher skeptisch zu Frida schaut, wirkt diese offen und fröhlich, aber auch etwas bedrohlich mit ihrer Sense.Anne Gröger schafft es, ein schweres Thema mit Leichtigkeit und Humor zu verbinden. Im Buch werden nicht nur die Themen Leben und Sterben, der Tod, Krankheit und Verlust angesprochen, sondern auch die krankhafte Angst vor Keimen und Bakterien sowie die Angst zu sterben. Ergänzt wird die Geschichte von ausdrucksstarken Illustrationen in schwarzweiß von Fréderic Bertrand. Anne Gröger erklärt schwierige Wörter spielend und mit guten Metaphern. Insgesamt fordert es auch mit seiner Thematik heraus, sich mit dem Leben und Sterben auseinanderzusetzen. Hier hätte ich mir zu Anfang eine kleine Warnung für Betroffene gewünscht, da das Buch sehr viel an Emotionen und ev eigenen Erinnerungen hervorrufen kann. Auch ein Wort an die Eltern mit Tipps, wo sie vielleicht noch Antworten auf Fragen finden oder Unterstützung hätte ich mir gewünscht.Empfohlen wird es offiziell ab 10 Jahre, doch nun kommt das Aber! Im Buch gibt es einige Szenen, in denen der Humor eher in schwarzen, englischen Humor kippt und oft auch sarkastisch wirkt. Dadurch kann so manche Szene für junge Leser*innen, die selbst mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung kämpfen, eher beängstigend als Mutmachend wirken. Daher würde ich es eher ab 12 Jahren empfehlen. Bei jüngeren Kindern ist es ratsam, dass das Buch mit einem Erwachsenen gelesen wird, um eventuelle Fragen zu beantworten und das Kind aufzufangen. Ich konnte eine große Befürworterin,mit Kindern möglichst früh über diese Themen zu sprechen, aber schwarzer Humor gehört hier definitiv nicht hin. Zum Glück ändert sich stetig zur Mitte des Buches. Die Ideen, die Samuel hat, Frida loszuwerden sind herrlich und Fridas erste Versuche als Mensch sind wirklich witzig. Ein Highlight im Buch sind die Tagebuchnotizen von Frida, die besonders gut gestaltet wurden.Letzten Endes macht das Buch doch noch Mut und schenkt Hoffnung, zeigt auf, was dem Menschen das Leben bedeudet und wie wichtig, Freunde, Familie und die Liebe sind."Hey, ich bin der kleine Tod" ist also ein besonderes Buch, das den Mut hat, über den Tod zu sprechen, das viel bewegen kann und das sicherlich auch dazu beiträgt, dass wir alle uns dem Thema etwas mehr öffnen.
Mit Kindern über den Tod reden
Samuel ist 10 und hat schon viel Zeit in Krankenhäusern verbracht. Dabei ist er mehrfach beinahe gestorben. Verständlich, dass er alles tut, um keine Risiken einzugehen und am sichersten scheint es ihm zu Hause zu sein. Dann tritt die kleine Frida in sein Leben - der Tod in Training sozusagen. Frida hingegen sieht es als ihre Aufgabe, Samuel zum Sterben zu bringen. Gegenseitig tun sie sich tatsächlich gut und es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft.Im Buch geht es viel uim Angst. Und natürlich den Tod. Kein einfaches und kein angenehmes Thema. Und doch betrifft es uns alle und auch Kinder kommen (wie in diesem Beispiel) schon mit dem Thema in Kontakt. Mit Sicherheit ein Buch, dass man gemeinsam mit Kindern lesen sollte.Es ist durchaus witzig geschrieben und neben der Angst, zeigt es auch, wie lebenswert das Leben ist und man sich manchmal auch trauen sollte. Gleichzeitig macht es aber auch traurig. Dass der kleine Samuel schon so viel miterleben musste und auch, dass er sich mit seinen Ängsten seinen Eltern nicht anvertraut und es so scheint, dass jeder in der Familie die Situation alleine bewältigt. Leider sehr realitätsnah...
das Leben lernen, begleitet vom kleinen Tod (3,5 bis 4 Sterne)
Samuel hat den Großteil seines bisherigen Lebens im Krankenhaus verbracht. Er musste sich schützen vor allen möglichen Gefahren und Krankheitserregern, denn all das kann ihn so schlimm krank machen, dass er sterben könnte. Als er endlich, nach vielen Therapien, das Krankenhaus verlassen darf, ist er deswegen besonders vorsichtig. Die Welt entdecken, jetzt, da er es kann? Nein, auf keinen Fall, da lauern überall Gefahren und Keime! Er verzichtet also komplett darauf rauszugehen – alles viel zu gefährlich. Mit anderen Kindern spielen? Nein danke,ebenfalls viel zu gefährlich. Obwohl er es jetzt könnte, verweigert Samuel sich, zu Leben. Bis plötzlich Frida vor ihm steht und er sich notgedrungen darauf einlässt, ihr ein bisschen was zu zeigen. Samuels Ziel ist es, Frida wieder loszuwerden und dass so schnell es geht. Doch Frida hat andere Pläne. Und am Ende müssen beide einsehen, dass manche Planänderung viel schöner ist, als die ursprüngliche Idee.Nach dem Lesen des Buches war ich etwas zwiegespalten und es fällt mir schwer zu sagen, wie es mir genau gefallen hat. Es gibt wirklich viele tolle Aspekte in dem Buch, es gibt aber auch Dinge, mit denen ich hadere, besonders auch in Hinblick auf das empfohlene Lesealter. Was zum einen daran liegt, dass ich mir nicht sicher bin, wie sehr Kinder mit 10 Jahren schon „um die Ecke denken“, wie viel sie hinein interpretieren und ob es wirklich nötig ist, ihnen immer wieder „Mordfantasien“ unter die Nase zu reiben.Etwas detaillierter:Samuel kennt eigentlich nur das Leben im Krankenhaus. Für den Elfjährigen stellt es eine große Herausforderung dar, sich jetzt dem „normalen“ Leben zu stellen, mit all den Gefahren, Unfallrisiken und Keimen. Während seiner Krankheitsgeschichte konnte er sich nämlich wunderbar damit beschäftigen, wobei man statistisch gesehen am häufigsten stirbt oder sich schwer verletzt. Sein Entschluss steht demnach fest: er verlässt einfach das Haus nicht, da kann ihm schon mal weit weniger passieren. Diese Reaktion fand ich nachvollziehbar, schließlich musste er all die Jahre aufpassen, dass ihm nichts passiert, er nicht krank wird, immer wieder um sein Leben kämpfen. Andererseits nutzt er die Chance auf sein neu gewonnenes Leben damit natürlich auch so gar nicht – bis Frida kommt. Frida, die sich als kleiner Tod vorstellt und damit eine Auszubildende des großen Tods ist. Kann man vom Tod lernen, wie leben geht? Man möchte vielleicht denken: nein, wie soll das gehen. Aber durch das ungleiche Gespann, gelingt es tatsächlich Samuel aus seinem Schneckenhaus zu holen – einen Aspekt den ich an sich wirklich mochte. Wodurch er Frida zeigt, wie es ist ein Mensch zu sein, was wichtig ist, woran man denken muss, was die Dinge zu bedeuten haben, die sie fühlt und so weiter, lebt er ganz automatisch mit, überschreitet vorher gesetzte Grenzen, lernt neue Leute kennen und erlebt Sachen, die er bisher nie machen konnte. Wie sie sich gegenseitig anstacheln, teilweise auch aufziehen und miteinander agieren mochte ich. Etwas bitterer Beigeschmack dabei ist allerdings, dass Frida immer wieder überlegt, was sie noch gefährliches machen können, damit sie Samuels Seele möglichst bald mitnehmen kann. Das ist schon makaber. Nun ist es für mich, als erwachsene Leserin, nicht das Problem das zu selektieren und für mich das rauszuziehen, was teilweise nur zwischen den Zeilen steht und eben Frida auch einfach als unerfahren und nicht zwingend böse zu sehen, gelingt das aber auch den jungen Lesern?Es gibt schon witzige Passagen im Buch, kuriose Erlebnisse, schräge Versuche, die missglückte Situation zu retten und ganz nebenbei gewöhnen die beiden sich so aneinander, dass eine Freundschaft entsteht. Die Erkenntnisse, die Frida zum Thema Freundschaft auf ihre Spickzettel schreibt, mochte ich besonders. Das ist wirklich mitten aus dem Leben gegriffen. Auch wenn der Hintergedanke, wieso sie diese Freundschaft will, eher düster bleibt.Leben und Tod ist unvereinbar und auch Kinder kommen leider immer wieder damit in Berührung. Sich sein Leben zu „verbieten“, nur um keine Gefahr einzugehen, das ist sicher nicht der richtige Weg. Und Samuel erlebt so viel, was er vorher als zu gefährlich empfand und hat größtenteils dann auch Spaß daran, die Welt zu entdecken. Mit Frida wird es auch wahrlich nie langweilig. Man könnte vielleicht auch im übertragenen Sinne sagen, der Tod steckt in allen Dingen oder kann einen überall erwarten, nicht nur dort, wo man es für wahrscheinlich hält, aber ebenso kann man auch einfach tolle Erfahrungen sammeln, ohne dass dabei etwas passieren muss.Das Buch ist super schön illustriert. Durch die Bilder wird die Handlung sehr lebendig und ich fühlte mich, als wäre ich stets mit dabei, wenn Samuel und Firda wieder neues erleben, wenn Frida neuen Unsinn anstellt und einfach mal testet, was alles so möglich ist. Für sie ist es das erste Mal auf der Erde, sie kennt also selbst die grundlegenden Dinge nicht, das führt immer wieder auch zu witzigen Situationen und insgesamt wird schon eine gewisse Leichtigkeit im Buch aufrechterhalten, obwohl es ja durchaus ein ernstes Thema ist, das da mitschwingt. Es gibt viele schöne Entwicklungen, besonders der Aspekt der Freundschaft und auch die Änderungen innerhalb der Familie haben mir gut gefallen. Es wird nicht nur Samuels Seite beleuchtet, auch wenn er im Mittelpunkt steht, auch wie seine Eltern sich fühlen, fließt mit ein – ein Punkt, den ich wichtige finde, denn ein krankes Kind zu haben, ist für Eltern eine emotionale Herausforderung, die ihnen auch mental und körperlich oft einiges abverlangt.Die anderen Personen, die Samuel und Frida kennenlernen, wurden insgesamt nicht so intensiv behandelt. Bei den beiden Pfadfinder-Kids fand ich das schade, weil auch sie ihre Päckchen zu tragen hatten, aber das hätte vermutlich auch einfach den Rahmen gesprengt.An sich mochte ich auch den Schreibstil und auch die Charaktere an sich haben mir gefallen und waren definitiv mal anders, als man sie sonst oft erlebt. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, die Handlung geht schnell voran, es gibt immer wieder Chaos und neue Probleme, aber auch schöne Erkenntnisse und tolle Erlebnisse. Trotzdem ist der Aspekt „wie bringe ich Samuel am besten in Gefahr“ irgendwie schwierig… Aus Fridas Sicht kann man das sicher verstehen, schließlich denkt sie, dann hat sie ihre Aufgabe schneller erfüllt. Auf ihrem Weg, das Leben zu lernen, muss auch sie selbst viel lernen, erkennen und verstehen. Ihren Erkenntnisprozess an sich mochte ich auch. Man könnte ihre Gedanken zu „was ist schön gefährlich“ vielleicht auch auf die Weise interpretieren, dass eben viele Dinge gefährlich sein können, es aber nicht zwingend immer sind, nicht nur weil Frida nicht so eingreifen kann, wie sie gern will, sondern weil vielleicht auch viel Zufall oder Pech nötig wäre. Allerdings denke ich, das sind alles eher Gedanken, die ich mir als Erwachsene mache.Am Ende bleibt es für mich schwierig, das Buch wirklich einzuschätzen… Sich mit dem Thema Tod, Sterben und Krankheit auseinander zu setzen, finde ich schon wichtig. Das muss natürlich jeder dann auch für sich oder sein Kind beurteilen, ob das passend ist und verarbeitet werden kann. Möglicherweise kann es auch dabei helfen, wenn man als junger Leser selbst von Krankheit betroffen ist bzw. war, wieder mehr Mut zu fassen, das Leben anzugehen und sich nicht zu verstecken, denn es gibt viel zu erleben und vielleicht muss man sich ein Stückweit auch mit dem Tod anfreunden, um das Leben genießen und nutzen zu können.FazitEin Kinderbuch, das ein eher bedrückendes Thema mit einer gewissen Lockerheit und auch einer ordentlichen Portion Witz kombiniert. Viele der Entwicklungen, besonders die Aspekte rund um Freundschaft, innerhalb der Handlung mochte ich und ich finde es an sich auch gut, dass Krankheit und Tod nicht nur bedrückend und erschlagend dargestellt worden sind, damit auch jüngere Leser einen besseren Zugang zu den Themen finden. Dennoch finde ich den Gedanken, den Frida ja immer wieder einwirft, irgendwie schwierig.
Pressestimmen
Locker und leicht aufgeschrieben. Und so witzig, dass man bei der Lektüre zuweilen Lach-Tränen in de...n Augen hat. mehr weniger
Angela Sommersberg, 11.02.2022
Ein Kinderroman, der das Leben feiern möchte.
Ute Wegmann, 06.11.2021
Anne Gröger ist es auf fabelhafte Weise gelungen, ein ernstes Thema in eine witzige und skurrile Ges...chichte zu verpacken. Die verrückten Abenteuer ihrer höchst charmanten Helden garantieren jede Menge Lacher, ohne dabei den Ernst der Thematik in den Hinte mehr weniger
30.10.2021
Samuel und Frida: die Geschichte einer fantastischen Freundschaft.
Thomas Anz, 19.10.2021
Mit so viel Charme erzählt, so heiter und leicht, dass man aus dem Schmunzeln nicht mehr herauskommt.... mehr weniger
Sylvia Schwab, 13.10.2021
Gröger erzählt spannend, ständig kommt es zu Showdowns zwischen Frida und Samuel, ein Trupp Pfadfind...er stößt dazu, die Handlung ist actionreich, hat viele witzige Dialoge. mehr weniger
Stefan Hauck
Wegen seiner giftgrünen Farbe sticht das Buch optisch heraus und auch die beiden Comicfiguren Frida ...und Samuel wirken sympathisch, obwohl Samuel etwas zerknautscht dreinblickt. mehr weniger
Benjamin Tüngethal
Ein bisschen makaber, aber herrlich schräg und weise.
Beate Schräder
Eine von Anne Gröger witzig geschriebene Geschichte, die wichtige Themen behandelt, nachdenklich mac...ht und das Leben feiert. mehr weniger
Die gewitzten Zeichnungen von Fréderic Bertrand tun ein Übriges, um dem Thema Tod und der Frage, was... im Leben wichtig ist, unbefangen und mitunter schallend lachend begegnen zu können. mehr weniger
Anette Elsner, 28.10.2023
Ein wunderbarer Kinderroman, der von der Schönheit des Lebens und dennoch ernsthaft über Krankheiten... und den Tod erzählt! mehr weniger
Jurybegründung Paul Maar-Preis 2022, 22.09.2022
Temporeiche Dialoge und überzeugende Figuren eröffnen einen neuen Blick auf das Leben und das Sterbe...n. mehr weniger
13.07.2022
Ein bisschen makaber, aber herrlich schräg und weise.
Beate Schräder, 27.12.2021
Locker und mit viel Situationskomik geschrieben, feiert diese Geschichte das Leben.
11.11.2021
Eine vielversprechende neue Stimme der Kinderliteratur.
08.11.2021
Herrlich komisch erzählt Anne Gröger die Erlebnisse von Samuel und seinem Weg der Genesung. (…) Lese...nswert für Menschen jeden Alters ab 10. mehr weniger
01.11.2021
Das Buch ist spannend und so fesselnd, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Und Angst? Br...aucht man beim Lesen nicht zu haben. Hier geht es um Freundschaft. mehr weniger
Clara Frischkemuth, 22.10.2021
Viele sehr lustige Zeichnungen verbildlichen das Chaos, welches Frida in Sams Leben bringt und unter...streichen sehr gut den lockeren Ton der Geschichte. mehr weniger
Alexandra Fichtler-Laube, 07.09.2021
Mutig, ungewöhnlich und mit einem überraschenden Ende ein wirklich lesenswertes Kinderbuch
Maren Bonacker, 14.08.2021