dtv Schullektüre-Empfehlungen für die 5. und 6. Klasse
Antje Bones: Nebenan ist doch weit weg
Zum Inhalt:
Ganz schön viel auf einmal, was da auf Edith einprasselt, als sie mit ihrer Familie von Berlin nach Krakau zieht. Natürlich wusste sie von den Plänen ihrer Eltern, sich im Nachbarland niederzulassen. Und sie hatte auch schon Polnischunterricht. Doch die eigene Stadt, die Freunde und die Sprache hinter sich zu lassen, ist ganz schön anstrengend. Ediths neues Leben in Krakau beginnt … und ein großes Abenteuer.
Thematik:
- Umzug nach Polen
- Alte und neue Heimat
- Freundschaft, Gemeinsamkeit
- Spurensuche in der Geschichte
- Aktualität des Holocaust
- Lebenserfahrung und Mut
Methodische Schwerpunkte:
- Veränderungen bewältigen
- Beziehungen reflektieren, verändern und aufbauen
- Die Bedeutung von Freundschaft und Mut wahrnehmen
- Sich in neuer und fremder Umgebung bewähren
- Die Aktualität von Geschichte erfahren
- Positives Selbstkonzept und Zuversicht entwickeln und stärken
Liza Szabo: Marie Bot – Ein Kindermädchen zum Aufladen
Zum Inhalt:
Was passiert, wenn plötzlich ein Roboter die Familienorganisation übernimmt? Familie Kalliske probiert es aus: Nachdem ihnen schon wieder ein Babysitter weggelaufen ist, hat Papa Jens die Nase voll und bestellt kurzentschlossen auf einer Messe für künstliche Intelligenz Marie Bot. Und die krempelt das Familienleben ganz schön um. Ob das gut geht? Oder braucht es doch noch etwas mehr, um eine Familie zusammenzuhalten?
Thematik:
- Künstliche Intelligenz
- Gegensatz: Mensch und Maschine
- Was kennzeichnet einen Roboter
- Beziehungsstrukturen und Konflikte
- Gefühle und ihre Bedeutung
Methodische Schwerpunkte:
- Merkmale einer Figur zeichnerisch ergänzen
- Mimische Ausdrucksformen erproben
- Eine Handlungsalternative entwickeln
- Die Methode ‚Kugellager‘ kennenlernen u. einsetzen
- Ein Werbeplakat gestalten
Anne Gröger: Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen
Zum Inhalt:
Thematik:
- Krank sein und Gesund werden
- Angstgefühle
- Lebenswege/Schicksale
- Freundschaft
Methodische Schwerpunkte:
- Redensarten, Sprüche erklären und bewerten
- Meinungen bilden und begründen
- Illustrationen durch Denk- und Sprechblasen ergänzen
- Nachdenken über das eigene Leben: Texte und Zeichnungen erstellen
Michael Wolffsohn: Wir waren Glückskinder – trotz allem.
Zum Inhalt:
Thematik
- Die Wolffsohns und die Saalheimers – Geschichten einer deutschjüdischen Familie über drei Generationen
- Schuld und Gerechtigkeit
- Jüdisches Leben und Traditionen
- Deutschland zu Zeiten des Nationalsozialismus
- Leben in der Fremde
Methodische Schwerpunkte:
- Figurenkonstellationen in einem Familienstammbaum darstellen
- Perspektivenwechsel im Rollenspiel
- Verhaltensmotive der Figuren aus dem Text erschließen
- Historische Ereignisse über eine Textanalyse beschreiben
- Textproduktion (Brief, Tagebuch, Innerer Monolog, Zeitungsartikel)
- Fiktives Interview mit dem Autor planen
Frank Schwieger: Kinder unterm Hakenkreuz – Wie wir den Nationalsozialismus erlebten
Zum Inhalt:
Thematik:
- Verfolgung und Krieg
- Flucht und Verlust
- Zivilcourage und Freundschaft
- Wachsen und erwachsen werden
Methodische Schwerpunkte:
- Figurenkonstellationen erarbeiten
- Perspektiven einnehmen durch Spielszenen und Textproduktionen
- Verhaltensmotive aus dem Text erschließen
- Historische Hintergründe erarbeiten
- Textproduktionen (Brief, Tagebuch, Monolog ...)
- Diskutieren und Stellung nehmen bei gesellschaftlichen Schlüsselfragen
Friedbert Stohner: Bleibt Oma jetzt für immer?
Zum Inhalt:
Eigentlich sollte Oma nur so lange zu Klaras Familie ziehen, bis ihr gebrochener Fuß wieder heil ist. Doch etwas stimmt nicht: Ist Oma nur schusselig, oder verbirgt sich hinter ihrem manchmal seltsamen Verhalten mehr? Bald wird zur Gewissheit: Oma ist an Demenz erkrankt. Alle müssen sich auf den veränderten Alltag einstellen und erleben dabei verwirrende, aber auch traurig-komische und sogar schöne Momente. Denn obwohl Omas Krankheit fortschreitet, bleibt immer etwas von ihrer alten, ganz eigenen Persönlichkeit, ihrem Witz und ihrem Charme erhalten. Das Jahr mit ihr geht allen unter die Haut und ist doch tröstlich, weil es zeigt: Ein würdevoller Umgang mit einem dementen Menschen ist möglich.
Thematik:
- Omas Krankheit verändert den Familienalltag
- Hilfsbedürftigkeit und Vergesslichkeit im Alter
- Empathie
- Freundschaft und erstes Verliebtsein
Methodische Schwerpunkte:
- Fragen und Antworten zu Omas Erkrankung erarbeiten
- Ein Meinungsbild erstellen
- Wortneuschöpfungen entwickeln
- Kommunikationsverläufe auf ihre Absichten hin untersuchen
- Omawitze und Omasprüche auf ihren Bedeutungsgehalt hinterfragen
Alex Rühle: Traumspringer
Zum Inhalt:
Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln?
Thematik:
- Umgang mit Medien (Computerspiel) Träume
- Flüchtlinge
- Freundschaft
- Mobbing
- Griechische Mythologie
Methodische Schwerpunkte:
- Persönliche Stellungnahmen entwickeln
- Gedichtformen textgebunden erproben
- Recherchestrategien funktional einsetzen
- Digitale und nicht-digitale Medien nutzen
Christian Linker: Stadt der Wölfe
Zum Inhalt:
Thematik:
- Einsamkeit
- Traum und Wirklichkeit
- Freundschaft
Franz Schwieger: Ich, Zeus, und die Bande vom Olymp – Götter und Helden erzählen griechische Sagen
Zum Inhalt:
Jetzt reicht’s! Seit fast 3000 Jahren erzählen sich die Menschen von den griechischen Göttern und Helden, was sie wollen. Aber jetzt berichten die Olympier und Heroen höchstpersönlich – von A wie Achill bis Z wie Zeus! So erfahren die Leser, warum der große Held Achill in Mädchenkleidern herumläuft und Apoll einen Baum umarmt, was Beauty Queen Aphrodite und ein goldener Apfel mit dem trojanischen Krieg zu tun haben und warum Ariadne die Heulsuse von Naxos genannt wird – und natürlich auch davon, wo Big Boss Zeus bei all dem seine Hände mit im Spiel hat.
Thematik:
- Griechische Gottheiten und Heldengestalten
- Sagen und Mythen
- Bezüge zur Lebenswelt von heute
Methodische Schwerpunkte:
- Texte und Personenbeziehungen erschließen
- Hintergründe, Kontexte und Begriffe klären und ergänzend recherchieren
- Handlungssituationen als Stegreifspiel planen und umsetzen
Iben Akerlie: Lars, mein Freund
Zum Inhalt:
Amanda liebt Adam, der in ihre Klasse geht, aber Adam liebt Amanda nicht. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, bekommt Amanda von ihrer Lehrerin eine ganz besondere Aufgabe zugeteilt: Sie soll sich ab sofort um den neuen Mitschüler Lars kümmern, der das Downsyndrom hat. Furchtbar findet Amanda das. Nicht weil Vorurteile sie quälen, nicht weil Lars ihr etwa unsympathisch wäre. Nein, sie hat Angst bei den anderen anzuecken und nicht mehr beliebt zu sein. Aber mit Lars ist es nett, vor allem nach dem Unterricht bei ihm zu Hause amüsiert sich Amanda wie Bolle. Und trotzdem schwelt ein Brand in der Klasse, der Lars betrifft. Als die Katastrophe fast unausweichlich scheint, muss Amanda Position beziehen – und stellt sich gegen Lars. Ob er ihr je verzeihen kann?
Thematik:
- Umgang mit beeinträchtigten Menschen
- Down-Syndrom
- Gruppendruck
- Feigheit
- Scham
- Mobbing
- Freundschaft
Didaktische Schwerpunkte:
- Strategien zum Leseverstehen anwenden
- Sprachliche Mittel kennen und differenziert einsetzen
- Zentrale Buchinhalte als Rollenspiel darstellen
R. J. Palacio: Wunder - Sieh mich nicht an
Zum Inhalt:
August ist zehn Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester Via in New York. August ist schlagfertig, witzig und sensibel. Eigentlich könnte also alles ganz normal sein in seinem Leben. Doch eines trennt August von seinen Altersgenossen: Sein Gesicht ist entstellt, und unzählige Operationen hat er schon über sich ergehen lassen müssen. Das ist auch der Grund, warum er noch nie auf einer öffentlichen Schule war und bisher zu Hause unterrichtet wurde. Das neue Jahr aber soll alles ändern. August wird in die fünfte Klasse der Bezirksschule gehen, und natürlich hat er Angst. Angst davor, angestarrt und ausgegrenzt zu werden. Doch August wäre nicht August, würde er nicht auch diese Herausforderung mit Bravour meistern!
Thematik:
- Normalsein – Anderssein
- Inklusive Schule und miteinander lernen
- Freundschaft und Konflikte Bedürfnisse und Gefühle
Methodische Schwerpunkte:
- Texte in ihrem Kontext analysieren und reflektieren
- Die Wahrnehmung einer Person in ein Akrostichon übertragen
- Eine Stimmung mit Symbolen, Farben und figürlich gestalten
- Ein Rollenspiel zur Klärung von Missverständnissen entwickeln
Michael Gerard Bauer: Nennt mich nicht Ismael!
Zum Inhalt:
Es gibt ungewöhnliche, unaussprechliche und unerträgliche Vornamen – und es gibt den Vornamen Ismael. Das ist der schlimmste – findet Ismael. Doch Ismael hat gelernt, auf Spott und Angriffe zu reagieren: Abtauchen! Das ändert sich schlagartig, als James Scoobie in die Klasse kommt. Im Gegensatz zu Ismael hat er vor niemandem Angst. Gegen Klassenrowdys hat er seine ganz eigene Waffe: die Sprache. Um sie zu schulen, gründet er einen Debattierclub. Doch Ismael hat panische Angst, vor Publikum zu sprechen. Wären da nicht seine eigenwilligen Debattier-Kollegen, würde das vermutlich auch so bleiben. Aber weil sie sich wortgewaltig für ihn einsetzen, steht auch Ismaels verbalem Aufstand bald nichts mehr im Wege.
Thematik:
- Mobbing in der Schule
- Freundschaft und Zivilcourage
- Macht der Sprache
Methodische Schwerpunkte
- Assoziatives Entwickeln eines Handlungsgeschehens
- Die Bedeutung von Sprachnuancen erkennen
- Ein »Kampfgedicht« schreiben und vortragen
- Einen Tagebucheintrag verfassen und handlungsbezogen ergänzen
Emma Karinsdotter: Lisbet und Oma kommen in die Schule
Zum Inhalt:
Als Lisbet endlich in die Schule kommt, ist ihre Oma alles andere als glücklich darüber. Sie fürchtet sich davor, allein mit der Piratenkatze Sixten zu Hause zu bleiben. Da hat Lisbets Oma eine geniale Idee: Sie beschließt, die 6 von ihren 67 Lebensjahren zu verschenken, sodass sie jetzt auch 7 Jahre alt ist und zusammen mit Lisbet in die Schule gehen kann. Aber für Lisbet wird das alles andere als spaßig, denn ihre Oma stellt jede Menge Unsinn an. Und als es zu einem heftigen Streit zwischen Lisbets Oma und der Klassenlehrerin kommt, beschließt ihre Oma, eine eigene Schule zu gründen – mit eigenen Regeln. Aber wie soll Lisbet bloß zwei Schulen gleichzeitig besuchen?
Thematik:
- Verkehrte Welt
- Konflikte und Konfliktlösung
- Kommunikation
- Liebe
- Geborgenheit und Vertrauen
- Freundschaft
Methodische Schwerpunkte:
- Methoden des kooperativen Lernens
- Methoden des kreativen Schreibens
- Raten und tüfteln
Jasmin Schaudinn: Päckchensommer
Zum Inhalt:
Alles beginnt mit einem dicken Klumpen Glück. Kalles Papa hat frei und jetzt wollen sie zusammen nach Italien fahren. Seit Mama zum Forschen am Nordpol ist, haben sie keinen Urlaub mehr gemacht und jetzt freuen sich Kalle und Klein-Frieda wie verrückt auf Sonne, Meer und Glückszeit. Doch dann bekommt ihr Vater einen Anruf vom Chef. Er wird dringend gebraucht und der Urlaub muss ausfallen. Als Kalle das hört, rollen ihm die Tränen über die Wangen. Kalles Papa merkt, wie traurig Kalle ist und lenkt kurzentschlossen das Postauto auf die Autobahn und fährt mit seinen Jungs und einem Haufen Päckchen nach Italien … Das Abenteuer kann beginnen! Manchmal ist das Unvernünftige das einzig Richtige.
Thematik:
- Familienbeziehungen
- Mit Gefühlen umgehen
- Verantwortung tragen
- Kommunikationsverhalten überdenken
- Miteinander eine Reise erleben
- Sprachbilder untersuchen
Methodische Schwerpunkte:
- Methoden des kooperativen Lernens
- Methoden des kreativen Schreibens
- Zusammenhänge grafisch darstellen
- Raten und tüfteln
Rieke Patwardhan: Die Schule der mittelguten Zauberer – Wirbel um den Neuen
Zum Inhalt:
Große Magier gehen auf altehrwürdige Zauberschulen, das weiß man ja. Doch wohin gehen die mittelguten Zauberer, denen nicht ganz so eindrucksvolle Kräfte gegeben wurden? Niko beispielsweise, der in die Vergangenheit sehen (aber nicht hören) kann? Für ihn und andere Omegas steht die etwas heruntergekommene MGZ bereit! Hier üben sie – zwischen Lakritzregen und kariertem Spiegelei – ihrer eigenwilligen Zauberkräfte Herr zu werden. Gemeinsam und mit viel Witz überlisten sie damit am Ende sogar die Schnösel vom Merlineum.
Thematik:
- Familienbeziehungen
- Mit Gefühlen umgehen
- Verantwortung tragen
- Kommunikationsverhalten überdenken
- Miteinander eine Reise erleben
- Sprachbilder untersuchen
Methodische Schwerpunkte:
- Methoden des kooperativen Lernens
- Methoden des kreativen Schreibens
- Rätsel
Edgar Rai: Kiosk, Chaos, Canal Grande
Zum Inhalt:
Noah verbringt die Ferien bei seiner verrückten Oma Violetta in Venedig. Jeden Morgen um sieben klingelt dort der Wecker, denn Oma Violetta war zwar mal eine berühmte Opernsängerin, aber das ist lange her und jetzt hat sie einen kleinen Kiosk. Ein Ort, an dem alle aus der Nachbarschaft zusammenkommen, miteinander quatschen, tratschen und lachen. Nicht im Traum hätte Noah gedacht, dass er diesen Platz so sehr ins Herz schließen würde. Aber vor allem hat er nicht geahnt, welche Abenteuer ihn in Venedig noch erwarten. Und das hat nicht nur mit Ombretta, dem geheimnisvollen Mädchen aus dem Hotel nebenan, zu tun …
Thematik:
- Persönlichkeitsentwicklung
- Interkulturelles Lernen
- Generationenübergreifendes Leben
Methodische Schwerpunkte:
- Inhalte anhand von Leitkriterien strukturieren
- Handlung, Orte, Figuren, Strukturen textbezogen erschließen
- Szenisches Spiel vorbereiten, präsentieren und reflektieren
Andreas Schlüter: Level 4 - Die Stadt der Kinder
Zum Inhalt:
Ben liebt Computerspiele über alles und besonders seine Neuerwerbung ›Die Stadt der Kinder‹. Doch irgendetwas läuft schief im 4. Level. Was eigentlich nur auf dem Bildschirm passieren sollte, wird unheimliche Realität: Alle Erwachsenen verschwinden aus der Stadt! Zunächst sind die Kinder davon begeistert. Endlich können sie all das tun, was sie schon immer mal machen wollten. Doch Ben und seine Freunde sind als Erste ernüchtert und überlegen, wie es weitergehen soll – so ganz ohne Erwachsene. Die Ernsthaftigkeit ihrer Lage wird ihnen bewusst...
Thematik:
- Computerspiele
- Stärken und Schwächen von Kindern
- Gruppenstrukturen